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Der Sinn der Jagd aus tierethischer Sicht

Wie zeitgemäß ist sie noch?

Titre: Der Sinn der Jagd aus tierethischer Sicht

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2018 , 21 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Maximilian Oehl (Auteur)

Philosophie - Pratique (Ethique, Esthétique, Culture, Nature, Droit, ...)
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Das Jagen war eine der ersten Tätigkeiten, welche der Mensch vor tausenden Jahren erlernen musste. Denn die meiste Zeit in unserer Geschichte waren wir Jäger und konnten nur als solcher überleben. Die Jagd gibt es somit nahezu genauso lange wie den Menschen selbst. Der Begriff des Homo Sapiens, wird daher fast schon automatisch, mit der Bezeichnung Jäger und Sammler assoziiert.

In der heutigen Zeit sind wir in Deutschland aber nicht mehr auf die Jagd angewiesen, dafür hat sich unser Land zu sehr entwickelt und es gibt genug andere Möglichkeiten, um sich etwas zu Essen oder warme Kleidung zu besorgen. Dennoch werden auch heute noch viele Wildtiere bei der Jagd erlegt oder zumindest schwer verletzt und nicht jeder befürwortet dies. Es ist ein Streitthema, in welchem die Jäger und Jägerinnen wohl nie mit den Jagdgegnern, insbesondere den Tierschützern, übereinkommen werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Vorgehensweise

2 Hauptteil

2.1 Warum jagen wir?

2.2 Wer jagt in Deutschland?

2.3 Ist die Jagd noch zeitgemäß?

2.3.1 Ansätze, welche für die Jagd sprechen

2.3.2 Ansätze, welche gegen die Jagd sprechen

3 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die gesellschaftliche Relevanz und ethische Vertretbarkeit der Jagd in Deutschland. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob die Jagd in der heutigen Zeit noch als ökologische Notwendigkeit angesehen werden kann oder primär der Freizeitbeschäftigung dient.

  • Historische Entwicklung des Jagdverhaltens und der Jagdrechte
  • Soziologische Analyse der Jägerschaft in Deutschland
  • Ökologische Argumente für und gegen die Jagdpraxis
  • Tierethische Betrachtung des Tötens von Wildtieren
  • Kritik an gängigen Jagdmethoden und deren Auswirkungen auf das Tierwohl

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Ansätze, welche gegen die Jagd sprechen

Die wichtigen Geldeinnahmen durch die Jagd sind unbestreitbar und deshalb liegt es mit Sicherheit auch überhaupt nicht im Sinne der Regierung, die Jagd anzuzweifeln oder gar komplett zu verbieten. Aber wie sieht es mit den anderen Gründen aus, welche für die Jagd sprechen sollen. Viele Menschen lassen sich hier von den Argumentationen der Jagenden täuschen. Dabei ist es so, dass „die Ökologie des Jägers […] stets zweckgebunden [ ist, Anm. des Verf.]: Sie zielt darauf ab, mit Hilfe scheinbar rationeller Argumente den Abschuß einer möglichst großen Anzahl von Tieren vor einer kritischer werdenden Öffentlichkeit, aber auch vor sich selbst zu rechtfertigen.“ Gut erkennbar wird dies, durch das folgende Beispiel am Fuchs. Schon in der Grundschule wird der Fuchs den Kindern als sehr bewundernswertes, listiges und vor allem schlaues Tier vorgestellt. Die Faszination für das Tier hält meist, auch auf Grund des schönen orangenen Felles, für immer an. Nichtsdestotrotz ist der Fuchs ein beliebtes Ziel für die Jäger und der Großteil der Bewunderer des Tieres, scheint das Töten des Raubtieres nicht zu hinterfragen. Das Hauptargument unserer jagenden Mitbürger ist, dass die natürlichen Feinde des Fuchses in Deutschland und Mitteleuropa ausgerottet sind und es deswegen eine zu hohe Dichte an Füchsen gibt.

Diese Rechtfertigung ist allerdings etwas zu weit hergeholt, denn insbesondere beim Fuchs, haben seine natürlichen Feinde so gut wie keine Regulationsfunktion. Füchse sind, wegen ihrer sozialen Dichtekontrolle, sehr gut selbst in der Lage, die Populationsdichte zu regulieren. Innerartliche Konkurrenz bei Nahrungsmangel, Krankheiten oder sozialer Stress durch Territorialität übernehmen zudem noch weitere kleine Kontrollfunktionen. Die soziale Dichtekontrolle bedeutet, dass der Fuchs, eben durch seine soziale Organisation, die Verluste an Tieren, welche durch die Jagd entstehen, selbst beheben wird. Anstatt mit einer Füchsin nur drei bis fünf Welpen zu bekommen, kann es schonmal vorkommen das die Fuchsfamilien bis zu zwanzig Jungtiere großzieht. Denn durch den Jagddruck zieht der extrem paarungswillige Rüde direkt nach Geburt der Welpen weiter, um das nächste Weibchen zu schwängern. Dadurch ist die Geburtenrate sehr hoch und es ist gar nicht möglich die Fuchsbestände durch die Jagd zu minimieren und kontrollieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung der Jagd ein, skizziert die kontroversen Standpunkte zwischen Jägern und Tierschützern und definiert das Ziel der Arbeit.

1.1 Problemstellung: Dieses Kapitel stellt die zentrale Frage der Sinnhaftigkeit der Jagd und hinterfragt den Nutzen gegenüber dem Leid der Tiere.

1.2 Vorgehensweise: Hier wird der methodische Aufbau der Arbeit erläutert, unterteilt in einen soziologischen und einen ethischen Teil.

2 Hauptteil: Der Hauptteil bietet eine vertiefende Analyse der Beweggründe für die Jagd sowie der Struktur der Jägerschaft.

2.1 Warum jagen wir?: Dieses Kapitel untersucht die Entwicklung der Jagd von der überlebensnotwendigen Nahrungsbeschaffung hin zum heutigen Freizeitvergnügen.

2.2 Wer jagt in Deutschland?: Eine statistische und soziologische Betrachtung der Jagdscheininhaber, ihrer Demografie und Motivationen.

2.3 Ist die Jagd noch zeitgemäß?: Eine kritische Auseinandersetzung mit der ökologischen und moralischen Legitimierung der modernen Jagd.

2.3.1 Ansätze, welche für die Jagd sprechen: Zusammenfassung der Argumente für die Jagd, wie Bestandsregulierung, Krankheitsprävention und wirtschaftliche Aspekte.

2.3.2 Ansätze, welche gegen die Jagd sprechen: Gegenüberstellung der tierethischen und ökologischen Argumente, die gegen eine Fortführung der Jagdpraxis sprechen.

3 Schluss: Zusammenfassung der Erkenntnisse, die zu dem Ergebnis führt, dass eine grundlegende Neubewertung der Freizeitjagd aus moralischer Sicht notwendig ist.

Schlüsselwörter

Jagd, Tierethik, Naturschutz, Jagdgegner, Wildschaden, Populationsdichte, Tierschutz, Jägerschaft, Ökologie, Tierleid, Jagdrecht, Nachhaltigkeit, Anthropologische Differenz, Fallenjagd, Pathozentrismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, inwieweit die Jagd in Deutschland in der heutigen Zeit noch als sinnvoll und zeitgemäß betrachtet werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die historische Entwicklung der Jagd, die Soziologie der Jägerschaft, ökologische Auswirkungen der Jagdpraxis sowie tierethische Prinzipien.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob die Jagd eine ökologische Notwendigkeit darstellt oder ob sie primär aus Gründen der Unterhaltung und zur Erzielung von Pachteinnahmen fortgeführt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die soziologische Hintergründe mit ethischen Ansätzen der Tierethik verknüpft, gestützt durch Fachliteratur und Daten von Verbänden.

Was wird im Hauptteil detailliert diskutiert?

Diskutiert werden die Beweggründe der Jäger, die Struktur der Jägerschaft in Deutschland sowie eine detaillierte Gegenüberstellung von Argumenten für und gegen die Jagd.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Tierethik, ökologische Notwendigkeit, Jagdprivilegien, Wildtierschutz und soziale Dichtekontrolle maßgeblich bestimmt.

Welche Rolle spielt die soziale Dichtekontrolle bei Füchsen?

Der Autor argumentiert, dass Füchse ihre Populationsdichte durch soziale Strukturen selbst regulieren und eine Bejagung somit nicht zur effektiven Bestandsminderung führt.

Warum lehnt der Autor die Freizeitjagd am Ende ab?

Auf Basis der ethischen Analyse kommt der Autor zu dem Schluss, dass das Leid der Tiere in keinem Verhältnis zum Nutzen steht und die Aufgabe der Bestandsregulierung in professionelle Hände (Förster) gehört.

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Résumé des informations

Titre
Der Sinn der Jagd aus tierethischer Sicht
Sous-titre
Wie zeitgemäß ist sie noch?
Université
University of Koblenz-Landau
Note
2,0
Auteur
Maximilian Oehl (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
21
N° de catalogue
V426018
ISBN (ebook)
9783668707047
ISBN (Livre)
9783668707054
Langue
allemand
mots-clé
sinn jagd sicht tier ethik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Maximilian Oehl (Auteur), 2018, Der Sinn der Jagd aus tierethischer Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426018
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Extrait de  21  pages
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