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Ernst Cassirers Vermittlerrolle zwischen analytischer und kontinentaler Philosophie aus der Sicht Michael Friedmans

Title: Ernst Cassirers Vermittlerrolle zwischen analytischer und kontinentaler Philosophie aus der Sicht Michael Friedmans

Essay , 2018 , 22 Pages , Grade: 2

Autor:in: Mag., MA Thomas Jaretz (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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Michael Friedman sieht die Disputation zwischen Martin Heidegger und Ernst Cassirer als Wendepunkt und Beginn der Trennung in analytische und kontinentale Philosophie. Martin Heidegger und Rudolf Carnap werden als prominente Beispiele für die unterschiedlichen Richtungen genannt. Es meint Michael Friedman, dass Ernst Cassirers philosophischer Zugang die Möglichkeit bieten könnte, die Spaltung bzw. den Bruch in analytische und kontinentale Philosophie wieder zu beenden. Deshalb scheint es mir mit Blick auf Michael Friedmans Annahme wichtig, die historische Entwicklung zu untersuchen und gleichzeitig die Rolle Heideggers, Carnaps und Cassirers näher zu benennen.

Es handelt sich hier um einen Aufsatz über Ernst Cassirers Vermittlerrolle zwischen analytischer und kontinentaler Philosophie aus der Sicht Michael Friedmans mit Bezug auf Friedman, Michael: Carnap, Cassirer, Heidegger. Geteilte Wege. – Frankfurt/M.: Fischer Taschenbuch Verl. 2004. Der Inhalt dieses Aufsatzes bezieht sich ausschließlich auf dieses Werk.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Analytische und kontinentale Philosophie

Überwindung der Metaphysik: Carnap und Heidegger

Der neokantianische Hintergrund

Ernst Cassirer

Cassirer und Carnap

Cassirer und Heidegger

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die These von Michael Friedman, dass Ernst Cassirer als vermittelnde Instanz zwischen der analytischen und der kontinentalen Philosophie fungieren kann. Ziel ist es, die philosophischen Positionen von Cassirer, Carnap und Heidegger kritisch zu beleuchten und zu prüfen, ob Cassirers Ansatz tatsächlich eine Brücke zwischen den konträren Denktraditionen schlagen kann.

  • Historische und philosophische Spaltung zwischen analytischer und kontinentaler Philosophie.
  • Die Rolle der neokantianischen Tradition für die Entwicklung der beteiligten Philosophen.
  • Der fachliche und persönliche Disput zwischen Ernst Cassirer und Martin Heidegger.
  • Die Auseinandersetzung zwischen Rudolf Carnap und der Metaphysik.
  • Cassirers Philosophie der symbolischen Formen als potenzielles integratives Modell.

Auszug aus dem Buch

Überwindung der Metaphysik: Carnap und Heidegger

Vor der Auseinandersetzung mit Cassirers besonderer Rolle, soll an dieser Stelle der Gegensatz zwischen Carnap und Heidegger herausgearbeitet werden, um dann Cassirers Rolle in der Entfremdung der analytischen und kontinentalen Philosophie zeigen zu können. Carnap kritisiert Heidegger, da er aus seiner Sicht den logischen Begriff des Nichts verletzt. Das Nichts stellt für ihn eine Existenzquantifikation und Negation dar. Die Metaphysik sei mit der Logik nicht vereinbar. Carnap will die gesamte Metaphysik zurückweisen. Den Idealismus und Kants a priori sieht er als mit der Wissenschaft der Zeit verbunden. Diverse Aussagen sind falsch, aber nicht sinnlos. Carnap hatte nach seiner Emigration auch Kontakt zu Otto Neurath. Dieser vertrat eine moderatere Auffassung als Carnap. Er kritisierte Schlick und Russel, weil bei diesen die Anerkennung einer Theorie von der Wahrheit abhänge. Neurath möchte auch den historischen Zeitraum berücksichtigen und vertritt pragmatisch-politische Elemente. Carnap sieht Logik und Erkenntnistheorie praktischen Zielen gegenüber neutral. Während Neuraths politische Auffassung eher dem Bauhaus sich annähert, sieht er Carnap als utopischen Sozialreformer. Heidegger wird aber auch von Neurath als Feind des Proletariats gesehen und im Wissen, dass Carnap Sozialist gewesen ist, kann die Auseinandersetzung Carnaps mit Heidegger politisch motiviert betrachtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob Ernst Cassirer als Vermittler zwischen analytischer und kontinentaler Philosophie dienen kann, basierend auf Michael Friedmans Werk.

Analytische und kontinentale Philosophie: Das Kapitel skizziert die historische Entstehung der Spaltung zwischen analytischer und kontinentaler Philosophie, ausgehend vom Kantischen System bis hin zu den Positionen von Carnap und Heidegger.

Überwindung der Metaphysik: Carnap und Heidegger: Hier wird der fundamentale Gegensatz zwischen Carnaps logischem Empirismus und Heideggers existenzialistischer Metaphysik analysiert, wobei auch politische Einflüsse beleuchtet werden.

Der neokantianische Hintergrund: Es wird untersucht, wie die gemeinsame Ausbildung in der neokantianischen Tradition die unterschiedlichen philosophischen Ansätze von Cassirer, Carnap und Heidegger geprägt hat.

Ernst Cassirer: Dieses Kapitel umreißt Cassirers erkenntnistheoretischen Ansatz, insbesondere seine Philosophie der symbolischen Formen, als Voraussetzung für seine mögliche Vermittlerrolle.

Cassirer und Carnap: Hier werden die Gemeinsamkeiten und Differenzen zwischen Cassirer und Carnap im Hinblick auf Logik, Erkenntnistheorie und die Bewertung der Kulturwissenschaften verglichen.

Cassirer und Heidegger: Das Kapitel analysiert den persönlichen und theoretischen Disput zwischen Cassirer und Heidegger, insbesondere deren unterschiedliche Auffassungen von Mythos, Dasein und Symbolik.

Schlüsselwörter

Ernst Cassirer, Martin Heidegger, Rudolf Carnap, analytische Philosophie, kontinentale Philosophie, Neokantianismus, Philosophie der symbolischen Formen, Logik, Metaphysik, Erkenntnistheorie, Daseinsanalyse, logischer Empirismus, Davos, intersubjektive Kommunikation, Kulturwissenschaften.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die historische und philosophische Trennung zwischen analytischer und kontinentaler Philosophie und untersucht, ob Ernst Cassirer als eine versöhnende Brücke zwischen diesen beiden Lagern fungieren kann.

Welche Personen stehen im Zentrum der Untersuchung?

Zentral sind die Philosophen Ernst Cassirer, Martin Heidegger und Rudolf Carnap, deren Disput von Michael Friedman als Wendepunkt der modernen Philosophiegeschichte interpretiert wird.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Berechtigung der Annahme zu prüfen, dass Cassirers philosophischer Zugang – insbesondere seine Philosophie der symbolischen Formen – geeignet ist, den Graben zwischen analytischem und kontinentalem Denken zu überbrücken.

Welche methodische Vorgehensweise wählt der Autor?

Der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, um die philosophischen Theorien der Protagonisten auf Basis des Werks von Michael Friedman vergleichend gegenüberzustellen.

Welche Themenfelder werden im Hauptteil explizit behandelt?

Der Hauptteil behandelt den neokantianischen Ursprung, die Kritik an der Metaphysik, die Bedeutung des Symbols, die Auseinandersetzung in Davos sowie politische und ideologische Hintergründe der Philosophen.

Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Symbolische Formen, analytische/kontinentale Philosophie, Neokantianismus und Daseinsanalyse aus.

Inwiefern beeinflussten politische Aspekte die Philosophie von Carnap und Heidegger?

Die Arbeit zeigt auf, dass ihre philosophischen Divergenzen nicht rein akademisch waren, sondern durch ihre Zugehörigkeit zu unterschiedlichen politischen Lagern – vom Sozialismus bis hin zum Nationalsozialismus – verstärkt wurden.

Warum spielt die Auseinandersetzung in Davos für die These der Arbeit eine so große Rolle?

Das Treffen in Davos markiert den direkten persönlichen Disput zwischen Heidegger und Cassirer, der für die Entfremdung der beiden philosophischen Richtungen als symbolträchtiger Wendepunkt gilt.

Warum scheitert die Vermittlung laut Autor möglicherweise an der analytischen Philosophie?

Der Autor deutet an, dass es für analytische Philosophen schwer vorstellbar ist, Bereiche wie Mythos oder Kunst als widerspruchsfreie, sinnvolle Sätze in ihr System zu integrieren.

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Details

Title
Ernst Cassirers Vermittlerrolle zwischen analytischer und kontinentaler Philosophie aus der Sicht Michael Friedmans
College
University of Vienna  (Philosophie)
Course
Ausarbeitung für eine MA - Prüfung
Grade
2
Author
Mag., MA Thomas Jaretz (Author)
Publication Year
2018
Pages
22
Catalog Number
V426176
ISBN (eBook)
9783668706651
ISBN (Book)
9783668706668
Language
German
Tags
Cassirer Heidegger Carnap analytische Philosophie kontinentale Philosophie Michael Friedman
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag., MA Thomas Jaretz (Author), 2018, Ernst Cassirers Vermittlerrolle zwischen analytischer und kontinentaler Philosophie aus der Sicht Michael Friedmans, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426176
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