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Die Poetik des Erinnerns im Roman "Spaltkopf" von Julya Rabinowich

Título: Die Poetik des Erinnerns im Roman "Spaltkopf" von Julya Rabinowich

Tesis , 2018 , 91 Páginas , Calificación: 2,5

Autor:in: Nathalie Größ (Autor)

Didáctica de la asignatura Alemán - Literatura, Obras
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Diese Diplomarbeit setzt sich mit der Poetik des Erinnerns im Roman "Spaltkopf" von Julya Rabinowich auseinander. Der "Spaltkopf" ist ein Entwicklungsroman der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, der komplexe Migrations- und Integrationsprobleme abbildet. Der Roman stellt die autobiographische Geschichte einer Emigration dar, deren Protagonistin Mischka sich zwischen zwei Welten bewegt und erwachsen wird.

Das Ziel der Arbeit ist die Analyse von Erinnerungspraktiken im "Spaltkopf". Es wird die Frage beantwortet, wie Erinnerungen im Roman konstruiert werden und wie sie zur Selbstfindung der Protagonistin beitragen. Um diese Forschungsfrage zu beantworten, werden Mechanismen der Konstruktion von Erinnerungen in der Literatur und deren Zusammenhang mit den Mechanismen der Selbstbildung erörtert.

Die Diplomarbeit beschäftigt sich im theoretischen Teil einerseits mit der narrativen Identitätstheorie und andererseits mit der sogenannten ‚Mimesis des Erinnerns‘. Zusätzlich wird im Theorieteil auch noch auf die autobiographischen Züge des Romans eingegangen. Im analytischen Teil der Arbeit findet eine tiefgreifende Analyse der Poetik des Erinnerns im "Spaltkopf" statt. Diese fokussiert sich zunächst auf die Erinnerungen der Hauptprotagonistin und ihre Konstruktion, aber auch die Motivebene der einzelnen Kapitel sowie die sprachliche Ebene wird berücksichtigt.

Es wird außerdem versucht auf einzelne Passagen, die für die Identitätsfindung der Protagonistin von Bedeutung sind, näher einzugehen. Nach dem analytischen Teil folgt nochmals eine Reflektion der Ergebnisse und es wird sich zeigen, wie der Prozess des Erinnerns auf die Identitätskonstruktion der Protagonistin eingewirkt hat.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmungen

2.1 Gedächtnis & Erinnerung

2.2 Identität

3 Gedächtnis & Erinnerung in der Literatur

3.1 Kollektives Gedächtnis & individuelle Erinnerung

3.2 Erinnerungsorte

3.3 Erinnerungsfiguren

4 Identitätskonstruktion und Erinnerungskonzepte in der Literaturwissenschaft

4.1 Narrative Identitätstheorie

4.2 Mimesis des Erinnerns

4.2.1 Die Zeitstruktur

4.2.2 Raumdarstellung

4.2.3 Narrative Vermittlung

5 Der „Spaltkopf“ als unkonventionelle Autobiographie

5.1 Der klassische Autobiographiebegriff

5.2 Die autobiographische Dimension der Gegenwartsliteratur

5.3 Autobiographische Züge im „Spaltkopf“

6 Die Poetik des Erinnerns im „Spaltkopf“

6.1 Inhalt & Aufbau

6.2 Ich bin nicht daheim. Ich bin angekommen.

6.3 Die Hunde von Ostia

6.3.1 Ostia als Erinnerungsort

6.3.2 Adoleszenz in der Fremde

6.3.3 Erinnerte Gefühle als Verbindung zur Gegenwart

6.3.4 Bruch der Eltern und Verstummen

6.4 Baba Yaga Girl

7 Zusammenfassung der Analyse

8 Conclusio

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Poetik des Erinnerns im Roman „Spaltkopf“ von Julya Rabinowich, um zu untersuchen, wie Erinnerungen konstruiert werden und auf welche Weise sie zur Identitätsbildung der Protagonistin Mischka beitragen.

  • Analyse von Erinnerungspraktiken und deren Rolle bei der Identitätskonstruktion.
  • Untersuchung der narrativen Strukturen und der Motivebene im Roman.
  • Die Funktion des Romans als fiktiver Speicher für individuelle und kollektive Erinnerungen.
  • Auseinandersetzung mit dem autobiographischen Charakter des Werks und dessen Abgrenzung zum klassischen Autobiographiebegriff.
  • Bedeutung von Märchenfiguren als Identifikations- und Erinnerungsfiguren im Migrationskontext.

Auszug aus dem Buch

6.3.1 Ostia als Erinnerungsort

Nach den ersten drei Unterkapiteln folgt im vierten die genaue Ausführung einer Erinnerung. Es handelt sich hierbei um eine spezielle Erinnerung, da sie ursprünglich nicht von Mischka stammt, sondern von einer unbekannten männlichen Person. Somit wird sie von einer individuellen zu einer kollektiven Erinnerung. Außerdem wird in dem vierten Unterkapitel ein Erinnerungsort generiert. Es handelt sich dabei um Ostia, einen Ort, der südöstlich von Rom liegt, an der Mündung des Tiber. Dieser Schauplatz aktiviert die Erinnerung und prägt sich in das Gedächtnis der Hauptprotagonistin ein. Eingeleitet wird die Erinnerung wie folgt:

Wenn ich die Augen schließe, hineintauche in die rote Dunkelheit dahinter, sehe ich sie als unreife Schatten herumstreunen. Kleine, große, halbfertige Umrisse im Dämmerlicht des Morgens oder in meinem Dämmerlicht der Erinnerung, so unscharf und ungreifbar wie ihre Körper, verstreut über die Müllhalden der römischen Vorstadt.

Auslöser der Erinnerung ist demnach die Begegnung mit der ersten österreichischen Freundin Mischkas, die zuhause viele unterschiedliche Tiere hält. Mischka kann sich mit den Hunden von Ostia identifizieren und beschreibt weiter:

Ich kann ihren stoßweisen Atem hören, der in der ungewohnten italienischen Hitze schneller und schneller wird, auch aus Verzweiflung und der ungeheuren Anstrengung, die daraus erwächst, wenn man vergeblich und hartnäckig einen Weg zurück sucht. Einen unmöglichen Weg zu einem Ort, der nicht mehr ist, jenseits des Raums und der Zeit, unerreichbar verschwommen in der Vergangenheit, und wenn mich bei dieser Erkenntnis die erste Welle der Trauer erreicht, zaghaft zunächst, sanft anwachsend, verstehe ich den Ausdruck seiner Augen, als er mir schaudernd von ihnen berichtet, von den Hunden von Ostia, die eigentlich wir sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Poetik des Erinnerns im Roman „Spaltkopf“ sowie Darlegung des Ziels und der Forschungsfrage.

2 Begriffsbestimmungen: Definition der für die Arbeit zentralen Begriffe Gedächtnis, Erinnerung und Identität aus interdisziplinärer Sicht.

3 Gedächtnis & Erinnerung in der Literatur: Theoretische Auseinandersetzung mit Literatur als Gedächtnismedium sowie Erläuterung kollektiver und individueller Erinnerungspraktiken.

4 Identitätskonstruktion und Erinnerungskonzepte in der Literaturwissenschaft: Vorstellung der narrativen Identitätstheorie und der Technik der Mimesis des Erinnerns als Analyseinstrumente.

5 Der „Spaltkopf“ als unkonventionelle Autobiographie: Einordnung des Romans in das Genre des autobiographischen Schreibens und Analyse autobiographischer Züge.

6 Die Poetik des Erinnerns im „Spaltkopf“: Tiefgreifende Analyse der Erinnerungspraktiken, des Aufbaus und der zentralen Motive sowie der Erzähltechnik im Roman.

7 Zusammenfassung der Analyse: Resümee der zentralen Ergebnisse bezüglich der Rolle von Erinnerungen und der Identitätsfindung der Protagonistin.

8 Conclusio: Abschließende Beantwortung der Forschungsfrage über den Beitrag von Erinnerungen zur Identitätsfindung im Roman.

Schlüsselwörter

Spaltkopf, Julya Rabinowich, Identitätsfindung, Erinnerung, Gedächtnis, Migration, Autobiographischer Roman, Mimesis, Narrative Identität, Kollektives Gedächtnis, Erinnerungsorte, Erinnerungsfiguren, Kindheitserinnerungen, Interkulturelle Literatur, Identitätskonstruktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die „Poetik des Erinnerns“ im Roman „Spaltkopf“ von Julya Rabinowich und erforscht, wie die Hauptprotagonistin Mischka durch Erinnerungspraktiken ihre Identität konstruiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen gehören Migration, das Verhältnis zwischen persönlicher und kultureller Identität, die Konstruktion von Vergangenheit sowie die Bedeutung von Erinnerungsorten und -figuren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, wie Erinnerungen im Roman dargestellt werden und wie dieser Prozess zur Selbstfindung bzw. Identitätskonstruktion der Protagonistin beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf literaturwissenschaftliche Theorien, insbesondere Konzepte zu Gedächtnis und Identität von Autoren wie Aleida und Jan Assmann, Maurice Halbwachs sowie Erzähltheorien von Gérard Genette.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil findet eine detaillierte Analyse der poetischen Mittel und narrativen Strukturen statt, mit denen Erinnerungen im Roman verarbeitet werden, sowie eine Untersuchung der autobiographischen Züge des Textes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Identitätsfindung, Erinnerung, Gedächtnis, Migration, autobiographischer Roman, Mimesis des Erinnerns und narrative Identität.

Welche Rolle spielen die Märchenfiguren im Roman?

Märchenfiguren wie der „Spaltkopf“ und die „Baba Yaga“ fungieren als Identitätsfiguren, die der Protagonistin helfen, ihre innere Zerrissenheit zu visualisieren und schließlich zu überwinden.

Warum ist das Spiegelmotiv für die Analyse so bedeutend?

Das Spiegelmotiv ist zentral für die Identitätssuche der Protagonistin. Es verdeutlicht den Prozess der Selbstwahrnehmung und die Konfrontation mit der eigenen gespaltenen Vergangenheit.

Final del extracto de 91 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Poetik des Erinnerns im Roman "Spaltkopf" von Julya Rabinowich
Universidad
University of Graz
Calificación
2,5
Autor
Nathalie Größ (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
91
No. de catálogo
V426236
ISBN (Ebook)
9783668706101
ISBN (Libro)
9783668706118
Idioma
Alemán
Etiqueta
poetik erinnerns roman spaltkopf julya rabinowich
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nathalie Größ (Autor), 2018, Die Poetik des Erinnerns im Roman "Spaltkopf" von Julya Rabinowich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426236
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