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Die Pfadabhängigkeit in der Arbeitsmarktpolitik

Eine vergleichende Fallstudie der Jahre 1992-2005

Title: Die Pfadabhängigkeit in der Arbeitsmarktpolitik

Case Study , 2015 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - General and Theories of International Politics
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit versucht Merkmale für Pfadabhängigkeit oder Pfadwechsel in den Jahren 1992-2005 in der deutschen Arbeitsmarktpolitik nachzuweisen. Dies wird versucht mithilfe der Theorie der Pfadabhängigkeit nach Bernhard Ebbinghaus, der eine offene Variante der Pfadabhängigkeit begründet hat mit deren Hilfe auch Pfadwechsel begründet werden können.

In einem ersten Teil wird die Theorie der Pfadabhängigkeit in einem allgemeinen Sinne definiert und ihr Zustandekommen erklärt. In einem weiteren Schritt wird die Theorie der Pfadabhängigkeit den institutionellen Theorien zugeordnet und diese Zuordnung begründet. Um im Anschluss die verschiedenen Konzepte der Pfadabhängigkeit voneinander abgrenzen zu können, werden kurz die Pfadabhängigkeitskonzepte von Paul Pierson und Christoph Conrad vorgestellt. Daran schließt sich das Novum der „zwei Pfadabhängigkeitstheoreme“ von Bernhard Ebbinghaus an, dessen Konzept die Grundlage dieser Arbeit darstellt. Hierbei werden auch die Bedingungen für Pfadabhängigkeit und auch für einen Pfadwechsel bestimmt und aufgezählt.

Daran schließt sich die besondere Stellung der Sozialpolitik in der Theorie der Pfadabhängigkeit an zu deren Aufgaben die Arbeitsmarktpolitik zählt. Im zweiten Teil der Arbeit geht es um die eigentliche Fragestellung der Arbeit, die sich damit beschäftigt inwieweit vorangegangene Reformen oder Reformvorhaben in der Arbeitsmarktpolitik die zukünftigen Entscheidungen bestimmt haben. Hierzu werden die Jahre 1992-2005 in drei bis vier Jahresschritten untergliedert, um die stattgefundenen Entwicklungen und deren Einfluss auf zukünftige Ereignisse besser abbilden zu können. Im Anschluss hieran werden die Reformen, die nach Peter Hall (1993) in Reformen erster, zweiter und dritter Ordnung unterteilt werden auf ihre Tendenz zur Pfadabhängigkeit oder zum Pfadbruch analysiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Pfadabhängigkeit Geschichte und Definition

2.1 Pfadabhängigkeit als Konzept institutioneller Theorie

2.2 Verschiedene Betrachtungsweisen der Theorie der Pfadabhängigkeit

3. Zwei Pfadabhängigkeitstheoreme nach Bernhard Ebbinghaus

3.1 Bedingungen für eine Pfadabhängigkeit

3.2 Bedingungen die einen Pfadwechsel begünstigen können

4. Pfadabhängigkeit in der Sozialpolitik

5. Die Pfadabhängigkeit in der Arbeitsmarktpolitik- wie vorangegangene Entscheidungen zukünftige determinieren

5.1 Die Jahre 1992-1995

5.2 Die Jahre 1995-1998

5.3 Die Jahre 1998-2002

5.4 Die Jahre 2002-2005

6. Zusammenfassung: Welche Bedingungen führten zu einem Pfadwechsel?

7. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit vorangegangene arbeitsmarktpolitische Entscheidungen in Deutschland zwischen 1992 und 2005 den Handlungsspielraum der Regierungen begrenzten oder veränderten, wobei die Theorie der Pfadabhängigkeit nach Bernhard Ebbinghaus als analytischer Rahmen dient.

  • Theoretische Fundierung der Pfadabhängigkeit und institutionelle Kontexte.
  • Analyse der Dynamiken von Kontinuität und Pfadbruch in der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik.
  • Untersuchung von Reformzyklen in den Jahren 1992 bis 2005.
  • Bewertung von Reformen unter Berücksichtigung von Pfadabhängigkeitskriterien und politischen Machtverhältnissen.
  • Beurteilung der Rolle der Agenda 2010 und Hartz-Reformen als Pfadbruch.

Auszug aus dem Buch

Die Jahre 1995-1998

Am 2. November 1995 beschließt das Kabinett den Gesetzesentwurf zur Reform der Arbeitslosenhilfe. In dem Gesetzesentwurf war die Kürzung der Arbeitslosenhilfe um jährlich fünf Prozent sowie diverse Arbeitsmarktaktivierende Maßnahmen vorgesehen (vgl. Hassel/Schiller 2010, 98). Dies zeigt bereits einen Richtungswechsel in der Arbeitsmarktpolitik die passive Arbeitsmarktpolitik wird hier bereits eingeschränkt

1996 entsteht durch den damaligen IG-Metall Vorsitzenden Klaus Zwickel erstmalig ein Vorschlag für ein Bündnis aus Arbeitgebern, Gewerkschaften und der Bundesregierung, quasi der erste Grundentwurf für ein Bündnis für Arbeit was letztendlich zur Folge hatte, das geplante Kürzungen wieder zurückgenommen werden sollten. Bei der Kanzlerrunde 1996 wurde sich auf ein Papier mit dem Titel: „Bündnis für Arbeit und zur Standortsicherung“ festgelegt, dessen Ziel die Halbierung der Arbeitslosenquote bis zum Jahr 2000 sein sollte (vgl. Hassel/Schiller 2010, 99). Wechselwirkungen von Gewerkschaften und Regierungszusammensetzungen sind von zentraler Bedeutung in der Senkung der Arbeitslosenquote. So nutzen Linke Regierungen oftmals ihre Verbindungen zu zentralisierten Gewerkschaften, um Sozialreformen durchführen zu können (vgl. Jäkel/Hörisch 2009, 97).

Am 09.02.1996 wurde die Reform der Arbeitslosenhilfe gegen die Opposition verabschiedet und jedoch im März nach einer Weiterleitung an den Vermittlungsausschuss zurück genommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Ziel der Arbeit, Merkmale für Pfadabhängigkeit oder Pfadwechsel in der deutschen Arbeitsmarktpolitik von 1992 bis 2005 anhand der Theorie von Ebbinghaus nachzuweisen.

2. Pfadabhängigkeit Geschichte und Definition: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Pfadabhängigkeit als Politik-Erblast-Theorie und erläutert deren Bedeutung für den eingeschränkten Handlungsspielraum von Regierungen.

3. Zwei Pfadabhängigkeitstheoreme nach Bernhard Ebbinghaus: Hier werden Ebbinghaus' Diffussionspfade und Entwicklungspfade gegenübergestellt sowie die Bedingungen für Pfadabhängigkeit und Pfadwechsel theoretisch erörtert.

4. Pfadabhängigkeit in der Sozialpolitik: Das Kapitel beleuchtet, warum die Sozialpolitik aufgrund langer Zeithorizonte und institutioneller Verflechtungen besonders anfällig für Pfadabhängigkeiten ist.

5. Die Pfadabhängigkeit in der Arbeitsmarktpolitik- wie vorangegangene Entscheidungen zukünftige determinieren: Der Hauptteil analysiert detailliert die arbeitsmarktpolitischen Entwicklungen und Reformen in Deutschland in vier Phasen zwischen 1992 und 2005.

6. Zusammenfassung: Welche Bedingungen führten zu einem Pfadwechsel?: Hier werden die Bedingungen für den Pfadwechsel synthetisiert und das Zusammenspiel von politischem Handlungsdruck und institutionellen Reformen diskutiert.

7. Schlussbetrachtungen: Das Fazit bestätigt, dass die Hartz-Reformen einen Pfadbruch darstellen, dessen Vorbereitung bereits Jahre zuvor durch ein Agglomerat aus Reformversuchen erfolgte.

Schlüsselwörter

Pfadabhängigkeit, Arbeitsmarktpolitik, Sozialpolitik, Bernhard Ebbinghaus, Pfadwechsel, Reformen, Agenda 2010, Hartz IV, Institutionen, Politik-Erblast-Theorie, Sozialstaat, Pfadbruch, Lock-in Effekt, Deregulierung, Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der deutschen Arbeitsmarktpolitik im Zeitraum von 1992 bis 2005 unter Anwendung der Theorie der Pfadabhängigkeit, um zu analysieren, wie politische Entscheidungen vergangener Perioden zukünftige Reformen beeinflusst haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die institutionelle Pfadabhängigkeit, die Mechanismen von Pfadwechseln, die Dynamik der deutschen Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik sowie die Analyse spezifischer Reformphasen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist der Nachweis von Merkmalen für Pfadabhängigkeit oder Pfadwechsel in der deutschen Arbeitsmarktpolitik und die Erklärung, warum und unter welchen Bedingungen es zu einem institutionellen Pfadbruch kam.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Fallstudie durchgeführt, die auf der Theorie der Pfadabhängigkeit von Bernhard Ebbinghaus basiert und Reformen nach den Kriterien von Peter Hall klassifiziert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert die Jahre 1992 bis 2005 in vier Phasen, analysiert die stattgefundenen Reformen und Reformvorhaben und bewertet deren Beitrag zur Tendenz der Pfadabhängigkeit oder zum Pfadbruch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Pfadabhängigkeit, Arbeitsmarktpolitik, Pfadwechsel, Agenda 2010, Hartz IV und institutioneller Wandel charakterisiert.

Wie unterscheidet Ebbinghaus zwischen den verschiedenen Pfadmodellen?

Ebbinghaus differenziert zwischen zufälligen Diffussionspfaden, die unflexibel sind, und offenen Entwicklungspfaden, die an sogenannten Scheidewegen Raum für bewusste Entscheidungen und somit Pfadwechsel bieten.

Warum wird die Agenda 2010 als Pfadbruch bezeichnet?

Die Hartz-Reformen werden als Pfadbruch gewertet, da sie eine Abkehr von den bis dahin geltenden Strukturprinzipien der deutschen Sozialpolitik vollzogen und einen kompletten institutionellen Wandel einleiteten.

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Details

Title
Die Pfadabhängigkeit in der Arbeitsmarktpolitik
Subtitle
Eine vergleichende Fallstudie der Jahre 1992-2005
College
University of Heidelberg  (Wirtschaft und Sozialwissenschaften)
Course
Sozialpolitik im internationalen Vergleich
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2015
Pages
20
Catalog Number
V426397
ISBN (eBook)
9783668709188
ISBN (Book)
9783668709195
Language
German
Tags
Hartz IV Arbeitsmarktpolitik Schröder Fallstudie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2015, Die Pfadabhängigkeit in der Arbeitsmarktpolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426397
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