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Analyse des bedingungslosen Grundeinkommens anhand ausgewählter Gerechtigkeitstheorien

Título: Analyse des bedingungslosen Grundeinkommens anhand ausgewählter Gerechtigkeitstheorien

Proyecto de Trabajo , 2016 , 37 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Felix Lewinsky (Autor)

Economía - Teoría y política monetaria
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Ziel dieser Arbeit ist es, zu analysieren, ob das bedingungslose Grundeinkommen die Kriterien ausgewählter Gerechtigkeitstheorien erfüllt. Dazu sollen der Utilitarismus nach J. S. Mill, die „Theorie der Gerechtigkeit“ von J. Rawls und die „Sphären der Gerechtigkeit“ von M. Walzer dienen.

Im Jahr 2016 hat die Friedrich Ebert Stiftung eine Umfrage zur Zukunft des deutschen Sozialstaates veröffentlicht. Diese macht klar, dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung die soziale Ungleichheit als zu groß empfindet und eindeutig die Bekämpfung dieser Ungleichheit befürwortet. Gleichzeitig lehnen die Befragten eine Finanzierung durch eine erhöhte Einkommenssteuer, Kürzungen in anderen Ausgabenbereichen oder eine weitere Verschuldung durch den Staat ab. Aus der Umfrage wird ebenfalls klar, dass die Mehrheit der Befragten der Meinung ist, diese soziale Ungleichheit schade der deutschen Wirtschaft.

An diesem Punkt setzt die Argumentation der Initiative „Freiheit statt Vollbeschäftigung“ ein. Gemäß deren Ideen könnte der Wohlstand und die Innovationskraft von der Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens profitieren, weil heutzutage ein großer Teil des Wohlstandes durch Maschinen produziert wird und damit nicht mehr direkt von menschlicher Arbeitsleistung abhängig ist. Somit ist es auch nicht mehr gerecht, die Teilhabe am Wohlstand von einer Arbeitsleistung, also einer Erwerbstätigkeit, abhängig zu machen. Das bedingungslose Grundeinkommen würde zu einer Entkopplung dieser Abhängigkeit führen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Aufbau

2 Gerechtigkeit als „Kitt der Gemeinschaft“

3 Vorstellung der ausgewählten Gerechtigkeitstheorien

3.1 Utilitarismus nach John Stuart Mill

3.1.1 Gerechtigkeitsbegriff im Utilitarismus nach John Stuart Mill

3.1.2 Ziel des Nützlichkeitsprinzips

3.1.3 Zusammenhang zwischen Nützlichkeit und Gerechtigkeit

3.2 „Theorie der Gerechtigkeit“ von John Rawls

3.2.1 Grundgedanken der „Theorie der Gerechtigkeit“

3.2.2 Der Urzustand und die Funktion des Schleiers des Nichtwissens

3.2.3 Die Wirkungsweise des Differenzprinzips

3.3 „Sphären der Gerechtigkeit“ nach Michael Walzer

3.3.1 Distributive Gerechtigkeit

3.3.2 Dominanz und Monopol

3.3.3 Komplexe Gleichheit

3.3.4 Gütersphären und die Verteilungsprinzipien

3.3.5 Gütersphäre „Sicherheit und Wohlfahrt“

3.3.6 Gütersphäre „Geld und Waren“

4 Analyse des bedingungslosen Grundeinkommens anhand der ausgewählten Gerechtigkeitstheorien

4.1 Gerechtigkeitstheoretische Analyse des BGE anhand des Utilitarismus nach John Stuart Mill

4.1.1 Analysemodell für den Utilitarismus nach John Stuart Mill

4.1.2 Bedarfsgerechtigkeit

4.1.3 Verteilungsgerechtigkeit

4.2 Gerechtigkeitstheoretische Analyse des BGE anhand der „Theorie der Gerechtigkeit“ von John Rawls

4.2.1 Das BGE und der Freiheitsgrundsatz

4.2.2 Verbesserte Chancengerechtigkeit mit dem BGE

4.2.3 Das BGE im Differenzprinzip

4.3 Gerechtigkeitstheoretische Analyse des BGE anhand der „Sphären der Gerechtigkeit“ nach Michael Walzer

4.3.1 Pluralismus und Bedarfsgerechtigkeit

4.3.2 Der schädliche Markt und die Dominanz des Geldes

5 Kritische Würdigung

5.1 Die „Idee der Gerechtigkeit“ von Amartya Sen

5.2 Robert Nozick und die Kritik an Umverteilungsmechanismen

5.3 Internationale Diskussion

6 Fazit

Zielsetzung und Themen

Ziel der Arbeit ist es, das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) auf seine rechtfertigungstheoretische Fundierung zu prüfen, indem analysiert wird, ob das Konzept die Kriterien ausgewählter Gerechtigkeitstheorien von John Stuart Mill, John Rawls und Michael Walzer erfüllt.

  • Analyse des BGE im Kontext des Utilitarismus
  • Untersuchung gemäß der Theorie der Gerechtigkeit von John Rawls
  • Überprüfung anhand der Sphären der Gerechtigkeit nach Michael Walzer
  • Diskussion aktueller Kritikpunkte und internationaler Perspektiven
  • Bewertung der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Der Urzustand und die Funktion des Schleiers des Nichtwissens

Der Urzustand soll eine faire Situation schaffen, in der alle Menschen die Möglichkeit haben, Vorschläge zu den Grundsätzen zu machen. Damit niemand aufgrund persönlicher oder gesellschaftlicher Begebenheiten Vor- oder Nachteile hat, kennen die Menschen diese Eigenschaften im Urzustand nicht. Diese Tatsache bezeichnet Rawls als den „Schleier des Nichtwissens“.

Dieser sorgt für die Verfahrensgerechtigkeit, die nötig ist, um Gerechtigkeitsvorstellungen zu entwickeln, die von allen akzeptiert werden. Dadurch, dass den Menschen unter dem „Schleier des Nichtwissens“ bestimmte Einzeltatsachen, wie zum Beispiel Intelligenz oder ihre Stellung in der Gesellschaft nicht bekannt sind, werden sie sich alle von den selben Argumenten überzeugen lassen, sodass sie am Ende einstimmig zu den gleichen Grundsätzen gelangen werden.

Dies soll am Beispiel eines Fußballspiels illustriert werden. Zu Beginn des Spiels werden sich beide Mannschaften darauf einigen, dass die Zeit der Unterbrechungen, zum Beispiel durch Verletzungspausen, vollständig nachgespielt wird, weil keine der beiden Mannschaften vor dem Spiel weiß, ob sie in Führung liegen wird oder nicht. Zusätzlich soll den Spielern, die eventuell in Führung liegen sollten nicht die Möglichkeit gegeben werden, die Spielzeit künstlich zu verbrauchen, indem sie beispielsweise Verletzungen vortäuschen. Aus diesen Gründen werden sich die Mannschaften vor dem Spiel darauf einigen, Zeitverluste jeglicher Art nachzuholen, um die komplette Spielzeit von 90 Minuten zu erreichen.

Dazu wird eine weitere Bedingung – die Rationalität der Menschen – unter dem „Schleier des Nichtwissens“ vorausgesetzt. Die Menschen versuchen, unter der Bedingung des Nichtwissens die besten Voraussetzungen für sich persönlich zu schaffen, um in der späteren Gesellschaft ein möglichst gutes Leben zu führen. Deshalb streben sie danach, obwohl sie nicht wissen, welche Präferenzen sie haben werden, besser mehr als weniger Grundgüter zu haben, da sich so die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass diese ihren Wünschen entsprechen. Die Menschen wünschen also eine Gütermaximierung. Deshalb werden sie sich für Grundsätze entscheiden, die alle möglichen späteren Positionen eines Menschen berücksichtigen, weil sie eben nicht wissen können, ob sie sich später nicht selbst genau in einer dieser Positionen befinden werden. Die Vernünftigkeit schließt aus, dass die Menschen auf eine bestimmte Position „spekulieren“ und diese durch die gewählten Grundsätze besonders bevorzugen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle gesellschaftliche Debatte um soziale Ungleichheit und die Rolle des bedingungslosen Grundeinkommens als potenzieller Lösungsansatz zur Entkopplung von Erwerbsarbeit und Wohlstand.

2 Gerechtigkeit als „Kitt der Gemeinschaft“: Dieses Kapitel erläutert die Funktion von Gerechtigkeit als stabilisierendes Element für gesellschaftliche Strukturen und das Vertrauen der Bürger in Institutionen.

3 Vorstellung der ausgewählten Gerechtigkeitstheorien: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Utilitarismus, der Theorie der Gerechtigkeit von Rawls und der Sphären der Gerechtigkeit von Walzer detailliert dargelegt.

4 Analyse des bedingungslosen Grundeinkommens anhand der ausgewählten Gerechtigkeitstheorien: Das Kernstück der Arbeit untersucht das Modell von Götz Werner auf seine Übereinstimmung mit den zuvor eingeführten normativen Prinzipien der drei Gerechtigkeitstheorien.

5 Kritische Würdigung: Der Autor setzt sich mit weiterführenden kritischen Perspektiven von Denkern wie Amartya Sen und Robert Nozick auseinander und blickt auf die internationale Debatte.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das BGE zwar keine eindeutige Implikation bietet, aber als Mechanismus zur Förderung des sozialen Zusammenhalts dienen kann.

Schlüsselwörter

Bedingungsloses Grundeinkommen, BGE, Gerechtigkeitstheorien, Utilitarismus, John Stuart Mill, John Rawls, Theorie der Gerechtigkeit, Michael Walzer, Sphären der Gerechtigkeit, Verteilungsgerechtigkeit, Bedarfsgerechtigkeit, Soziale Ungleichheit, Wohlfahrtsstaat, Kitt der Gemeinschaft, Götz Werner

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) kritisch aus der Perspektive verschiedener philosophischer Gerechtigkeitstheorien, um zu bewerten, ob eine Implementierung gerechtfertigt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die philosophische Fundierung von Gerechtigkeit, der Vergleich verschiedener sozialethischer Modelle und deren Anwendung auf das konkrete finanz- und sozialpolitische Instrument des BGE.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab zu untersuchen, inwieweit das Modell des BGE nach Götz Werner die normativen Anforderungen von Utilitarismus, Rawls’ Theorie der Gerechtigkeit und Walzers Sphärenmodell erfüllt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-normative Analyse, die primär auf der Auswertung klassischer philosophischer Primärliteratur und ergänzender aktueller wissenschaftlicher Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Modelle erläutert und anschließend das BGE-Modell systematisch an diesen Theorien geprüft, wobei Aspekte wie Bedarfsgerechtigkeit und Verteilungsgerechtigkeit im Vordergrund stehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie BGE, Gerechtigkeitstheorien, Utilitarismus, soziale Exklusion und gesellschaftlicher Zusammenhalt charakterisiert.

Wie bewertet der Autor das Modell von Götz Werner im Kontext der Theorie von Michael Walzer?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Werner-Modell zwar den Pluralismus von Walzer teilweise missachtet, durch die Vermeidung von Statusverlust und Exklusion jedoch einen Beitrag zum „Kitt der Gemeinschaft“ leisten kann.

Warum wird das BGE im Differenzprinzip nach Rawls kontrovers diskutiert?

Die Diskussion ergibt sich aus der Problematik, ob das BGE in seiner pauschalen Form jene Personen bevorzugt, die freiwillig auf Erwerbsarbeit verzichten, was im Widerspruch zur Forderung nach Reziprozität stehen könnte.

Final del extracto de 37 páginas  - subir

Detalles

Título
Analyse des bedingungslosen Grundeinkommens anhand ausgewählter Gerechtigkeitstheorien
Universidad
University of Cooperative Education Ravensburg
Calificación
1,5
Autor
Felix Lewinsky (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
37
No. de catálogo
V426833
ISBN (Ebook)
9783668717770
ISBN (Libro)
9783668717787
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bedingungsloses Grundeinkommen Gerechtigkeitstheorien John Rawls John Stuart Mill Michael Walzer Götz Werner
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Felix Lewinsky (Autor), 2016, Analyse des bedingungslosen Grundeinkommens anhand ausgewählter Gerechtigkeitstheorien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426833
Leer eBook
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