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Das Fantastik-Konzept nach Tzvetan Todorov. Dargestellt an E. T. A. Hoffmanns Erzählung "Der Sandmann"

Titre: Das Fantastik-Konzept nach Tzvetan Todorov. Dargestellt an E. T. A. Hoffmanns Erzählung "Der Sandmann"

Dossier / Travail , 2017 , 13 Pages , Note: 3,0

Autor:in: Elena da Silva (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Diese Arbeit befasst sich mit dem Konzept der Fantastik nach Todorv. Angewandt wird sie auf die Geschichte "Der Sandmann" Hoffmanns.

Die vorliegende Arbeit soll sich mit dem Konzept der Fantastik (auch „Phantastik“) nach Tzvetan Todorov (1939-2017) befassen. Dieses Konzept möchte ich auf einen konkreten Text anwenden und der Frage nachgehen, ob sich dieser Text in die Gattung der Fantastik einordnen lässt. Als Beispiel dazu soll Ernst Theodor Amadeus Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“ dienen, die erstmals im Jahre 1816 in der Sammlung der Nachtstücke erschienen ist. Die romantische Erzählung ist in der realen Welt angesiedelt, gleichzeitig lassen sich in ihr jedoch verschiedene fantastische Elemente finden. Das Kunstmärchen wird aufgrund seiner verschiedenen Motive, das vorherrschende ist das Augenmotiv, besonders gerne aus psychoanalytischer Sicht interpretiert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Konzept der Fantastik nach Tzvetan Todorov

2.1 Das Wunderbare und das Unheimliche

2.2 Die Poesie und die Allegorie

2.3 Ich-Themen und du-Themen

3. Der Sandmann – Fantastisch nach Tzvetan Todorov?

3.1 Das Augenmotiv

3.2 Lösungsansätze

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht E. T. A. Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“ auf Basis des literaturwissenschaftlichen Konzepts der Fantastik von Tzvetan Todorov. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob sich das Werk in die Gattung der Fantastik einordnen lässt oder ob es primär den Strukturen des „Unheimlichen“ zuzurechnen ist, wobei insbesondere die Rolle von Motiven und die psychologische Verfassung des Protagonisten Nathanael beleuchtet werden.

  • Anwendung des Fantastik-Konzepts nach Tzvetan Todorov auf literarische Texte.
  • Differenzierung zwischen dem Wunderbaren, dem Unheimlichen und der Fantastik.
  • Analyse des Augenmotivs als zentrales Element in Hoffmanns „Der Sandmann“.
  • Untersuchung des psychologischen Aspekts und des Wahnsinns als rationale Erklärung fantastischer Phänomene.
  • Einordnung des Werks in den Kontext der Epoche der Schwarzen Romantik.

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Augenmotiv

Hoffmann greift in seinem Kunstmärchen verstärkt auf Motive zurück. Das vorherrschende ist dabei, neben dem Motiv des Automaten, das hier allerdings den Rahmen sprengen würde, das Augenmotiv. Die Augen jedes Charakters im Buch werden beschrieben, einige der handelnden Personen werden sogar durch sie charakterisiert, so beispielsweise der Advokat Coppelius: „Denke dir einen breitschultrigen Mann mit […] buschigten grauen Augenbrauen, unter denen ein paar grünliche Katzenaugen stechend hervorfunkeln.“ Auch Olimpia hat die Aufmerksamkeit Nathanaels durch ihre Augen auf sich ziehen können: „Sie schien mich nicht zu bemerken, und überhaupt hatten ihre Augen etwas Starres, beinahe möchte ich sagen, keine Sehkraft, es war mir so, als schliefe sie mit offenen Augen.“ Coppola, Coppelius und Spalanzani, alle drei sind Charaktere, mit denen der Protagonist negative Erlebnisse verbindet, haben Nathanael zufolge „stechende Augen“. Des Weiteren stammen die Namen Coppola und Coppelius vom italienischen Wort „coppa“ ab, das eigentlich Becher, im übertragenen Sinne aber auch Augenhöhle bedeutet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, definiert das Ziel der Untersuchung und stellt die Verbindung zwischen Todorovs Fantastik-Konzept und Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“ her.

2. Das Konzept der Fantastik nach Tzvetan Todorov: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Fantastischen nach Todorov, einschließlich der Unterscheidung zwischen dem Wunderbaren und dem Unheimlichen sowie den thematischen Kategorisierungen.

3. Der Sandmann – Fantastisch nach Tzvetan Todorov?: Der Hauptteil wendet die zuvor definierten Kriterien auf Hoffmanns Werk an, analysiert das Augenmotiv und diskutiert psychologische Lösungsansätze für die Ereignisse im Text.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass „Der Sandmann“ trotz fantastischer Elemente primär der Gattung des Unheimlichen zuzuordnen ist, da Nathanaels Wahnsinn eine rationale Erklärungsebene bietet.

Schlüsselwörter

Fantastik, Tzvetan Todorov, E.T.A. Hoffmann, Der Sandmann, Das Unheimliche, Das Wunderbare, Augenmotiv, Schwarze Romantik, Wahnsinn, Psychoanalyse, Allegorie, Nathanael, Literaturanalyse, Struktur, Motivik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des literaturtheoretischen Konzepts der Fantastik nach Tzvetan Todorov auf E. T. A. Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition der Fantastik, der Abgrenzung von Unheimlichem und Wunderbarem, der Motivik (insbesondere dem Augenmotiv) und der psychologischen Interpretation von Wahnsinn.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu klären, ob „Der Sandmann“ als fantastischer Text nach Todorovs Definition gilt oder ob er sich rational als Krankheitsgeschichte deuten lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine strukturalistische Textanalyse angewandt, die auf Todorovs theoretischem Rahmen basiert, um die erzählerischen Elemente des Textes zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Anwendung der Merkmale der Fantastik auf Nathanaels Geschichte, das Augenmotiv als zentrales Symbol und bietet psychologische Lösungsansätze für Nathanaels Wahrnehmungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Fantastik, Unheimliches, E. T. A. Hoffmann, Wahnsinn, Augenmotiv, Schwarze Romantik und Psychoanalyse.

Warum ist das Augenmotiv für das Verständnis der Geschichte so wichtig?

Das Augenmotiv dient als Spiegel der Seele und verbindet Nathanaels traumatische Kindheitserlebnisse mit seiner späteren Angst vor Identitätsverlust und den Charakteren, die er als Bedrohung wahrnimmt.

Zu welchem Schluss kommt die Autorin hinsichtlich der Gattung?

Die Arbeit schließt, dass das Werk der Gattung des Unheimlichen zuzuschreiben ist, da die scheinbar übernatürlichen Ereignisse durch den Wahnsinn des Protagonisten rational erklärbar bleiben.

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Résumé des informations

Titre
Das Fantastik-Konzept nach Tzvetan Todorov. Dargestellt an E. T. A. Hoffmanns Erzählung "Der Sandmann"
Université
RWTH Aachen University
Note
3,0
Auteur
Elena da Silva (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
13
N° de catalogue
V428180
ISBN (ebook)
9783668728707
ISBN (Livre)
9783668728714
Langue
allemand
mots-clé
fantastik phantastik eta hoffmann todorov horror
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Elena da Silva (Auteur), 2017, Das Fantastik-Konzept nach Tzvetan Todorov. Dargestellt an E. T. A. Hoffmanns Erzählung "Der Sandmann", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428180
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Extrait de  13  pages
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