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Die Bischofsversammlung im Verlauf des Donatistenstreites und die Beziehung zwischen geistlicher und kaiserlicher Gewalt unter Konstantin

Titre: Die Bischofsversammlung im Verlauf des Donatistenstreites und die Beziehung zwischen geistlicher und kaiserlicher Gewalt unter Konstantin

Dossier / Travail de Séminaire , 2017 , 25 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Bachelor of Arts Maximilian Hake (Auteur)

Histoire - Divers
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Besonders in den ersten Jahrhunderten der Kirchengeschichte gab es viele Streitigkeiten in Bezug auf kirchliche Ämter. Diese erstreckten sich teilweise über mehrere Jahrzehnte. Ein Beispiel hierfür ist der sogenannte Donatistenstreit, der zwischen den Jahren 312-314 stattfand. Dieser flammte nach der Christenverfolgung von 303-311 auf. Im Kern der Auseinandersetzung ging es um die Frage, wie man mit Christen verfahren sollte, die vom Glauben abgefallen waren und Schriften und Gegenstände an den Staat ausgeliefert hatten, sogenannte Traditoren. Der Streit fand zwischen dem neu gewählten Bischof von Karthago, Caecilian, und den Anhängern von Donatus von Karthago statt, der sich während der Verfolgung angeblich nicht dem Staat gebeugt hatte. Caecilian wurde von einigen Teilen der nordafrikanischen Gemeinde nicht akzeptiert. Schließlich wurde er kurze Zeit nach seinem Amtsantritt durch eine Bischofsversammlung aus Numidien abgewählt. Dieser Schritt wurde damit begründet, dass einer seiner Ordinatoren (Bischof, der die Weihe durchführte) ein Traditor sei. Somit dürfe er nicht mehr das Amt des Bischofs innehaben und daher auch keinen Bischof weihen. Es wurde ein neuer Bischof namens Maiorinus gewählt und geweiht. Letztlich beanspruchten beide Seiten den legitimen Bischofstitel für sich.

Im weiteren Verlauf der Auseinandersetzungen wurden mehrere Versammlungen einberufen, um die Streitigkeiten zu klären. Die Frage, die hierbei immer wieder im Raum steht, bezieht sich auf die Rolle Konstantins in diesem Streit. In der vorliegenden Hausarbeit soll es hierbei vor allem um die Frage nach dem Verhältnis von Kaiser und Bischofsversammlung gehen. Hierzu ist es notwendig, zunächst genauer auf den Verlauf des Donatistenstreites einzugehen sowie die kritische Quellenlage und die daraus folgenden Schwierigkeiten für eine Analyse der Rolle Konstantins zu beleuchten. Im Anschluss folgt dann eine Analyse der neu geschaffenen Form der Bischofsversammlung.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Erörterung der Fragestellung

2. Kirche zur Zeit Konstantins

2.1. Verhalten Konstantins gegenüber der Kirche & Einfluss auf die Kirche

2.2. Kirchenstruktur und Selbstverständnis Konstantins

3. Ablauf des Donatistenstreites

4. Die Rolle Konstantins

4.1 Historizität: Quellenkritik an Optat und kritische Hinterfragung zum Vorgehen Konstantins

4.2 Kirchliches und ziviles - Konstantin als „oberster Richter“?

4.3 Die Synode unter Konstantin - die Entstehung der Reichssynode

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle Kaiser Konstantins im Donatistenstreit und analysiert dabei, wie das Verhältnis zwischen kaiserlicher Jurisdiktion und geistlicher Gewalt unter seiner Herrschaft definiert wurde. Der Fokus liegt auf der Entwicklung neuer rechtlicher Strukturen im Kontext kirchlicher Konflikte.

  • Analyse der Rolle Konstantins in den Donatistenstreitigkeiten.
  • Untersuchung des Verhältnisses von Kaiser und Bischofsversammlung.
  • Kritische Hinterfragung der Quellenlage zum Donatistenstreit.
  • Darstellung der Entstehung der "Reichssynode" als Mischform.
  • Bewertung des Einflusses kaiserlicher Macht auf kirchliche Rechtsverständnisse.

Auszug aus dem Buch

4.3 Die Synode unter Konstantin - die Entstehung der Reichssynode

Im vorigen Kapitel wurde bereits der Unterschied zwischen dem kirchlichem und dem zivilen Rechtsverständnis behandelt. Indem diesem Kaptiel soll es darum gehen, welche Rolle Konstantin in diesem komplizierten Rechtskonflikt gespielt hat. Denn hierbei erschafft Konstantin eine bis dahin unbekannte Form des Gerichts, eine Mischung aus römischen Konzil und kirchlicher Synode, die sogenannte Reichssynode.

Zunächst ist vor dem Prozess auffällig, dass sich die Donatisten nicht an den zuständigen Prokonsul Anullinus wenden, sondern direkt an den Kaiser. Giradet liefert hierfür zwei Gründe: Zum einem soll ein Verwandter von Anullinus sehr stark an der Christenverfolgung beteiligt gewesen sein. Laut Giradet könnten die Donatisten befürchtet haben, dass sich der Prokonsul gegen sie entscheidet, da sich die Anhänger von Caecilian zur Zeit der Verfolgung, dem Staat nicht so stark wiedersetzt hatten wie die Anhänger von Maiorinus. Zum anderen hat Kaiser Konstantin Caecilian die Vergünstigungen und die Gelder persönlich zugesichert, da er seiner Meinung nach der rechtmäßige Bischof von Karthago ist. Die Donatisten haben also scheinbar versucht den Kaiser direkt über seinen „Irrtum“ aufzuklären.

Dabei solle man die Situation jedoch vielmehr aus der Sicht Konstantins betrachten: Für diesen hat die rechtmäßige Verteilung der Gelder eher eine untergeordnete Rolle. Ihm geht es vielmehr um die rechte Ausübung der Religion, da von ihr seiner Meinung nach das Heil des Reiches abhängt. Caecilian ist für den Kaiser der rechtmäßige Bischof von Karthago, darüber hinaus sehen dies auch viele in der nicht afrikanischen Kirche so. Bei dem Prozess handelt es sich um ein mehrschichtiges Gericht, da sowohl über kirchliche als auch über zivile Belange entschieden werden soll. Denn auf der Versammlung soll, zumindest aus Sicht der Nicht-Donatisten, darüber entschieden werden ob Caecilian Bischof von Karthago ist. Damit geht aber auch die Entscheidung einher, wer die Vergünstigungen und die Gelder des Kaisers empfängt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Erörterung der Fragestellung: Das Kapitel führt in den historischen Kontext des Donatistenstreits ein und erläutert die methodische Herangehensweise sowie die Quellenproblematik der Arbeit.

2. Kirche zur Zeit Konstantins: Es wird das Verhältnis zwischen Kaiser und Kirche sowie die strukturelle Entwicklung der Kirche unter Konstantin beleuchtet.

3. Ablauf des Donatistenstreites: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte chronologische Darstellung der Ereignisse und der verschiedenen involvierten Versammlungen.

4. Die Rolle Konstantins: Der Hauptteil analysiert kritisch das Eingreifen Konstantins, die Quellenproblematik und die Veränderung kirchlicher Gerichtsbarkeit.

5. Fazit: Die Arbeit resümiert die machtpolitische Ausweitung Konstantins und die Transformation der Bischofsversammlung in eine neue, staatlich beeinflusste Form.

Schlüsselwörter

Konstantin der Große, Donatistenstreit, Bischofsversammlung, Reichssynode, Kirchengeschichte, Caecilian, Donatus, Traditoren, römische Rechtsprechung, kirchliche Gerichtsbarkeit, Quellenkritik, Miltiades, Kaiser, Bischofsamt, Spätantike.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Rolle von Kaiser Konstantin während des Donatistenstreits im frühen 4. Jahrhundert und analysiert, wie er als Kaiser in kirchliche Belange eingriff.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Entwicklung des Verhältnisses von Kirche und Staat, die Entstehung der "Reichssynode" und die quellenkritische Auseinandersetzung mit der Rolle der Bischöfe.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das Ziel ist die Klärung, wie die kaiserliche und geistliche Gewalt unter Konstantin zueinander standen und wie der Kaiser die kirchliche Tradition durch sein Handeln transformierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quellenkritische Analyse historischer Literatur angewandt, wobei die Forschungspositionen verschiedener Autoren (insbesondere Giradet, Hermann-Otto und Barnes) gegenübergestellt und bewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt den Ablauf des Donatistenstreits, die Analyse der Quellenlage, die Rolle Konstantins als Richter und die Entwicklung einer neuen Gerichtsform aus Konzil und Synode.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Konstantin der Große, Donatistenstreit, Reichssynode, bischöfliche Gerichtsbarkeit und kirchliches versus ziviles Rechtsverständnis charakterisiert.

Wie bewertet der Autor die Echtheit der Quellen zu den Donatisten?

Der Autor schließt sich der Meinung an, dass es sich bei den von Optat überlieferten Petitionen der Donatisten kritisch betrachtet teilweise um Fälschungen handelt, die erst im Nachhinein verfasst wurden.

Warum wird Konstantin als "oberster Richter" bezeichnet?

Konstantin wird so bezeichnet, weil er im Donatistenstreit nicht nur kirchliche Versammlungen einberief, sondern diese durch seinen Vorsitz und seine Urteilsbestätigung der kaiserlichen Jurisdiktion unterordnete.

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Résumé des informations

Titre
Die Bischofsversammlung im Verlauf des Donatistenstreites und die Beziehung zwischen geistlicher und kaiserlicher Gewalt unter Konstantin
Université
University of Münster
Note
2,0
Auteur
Bachelor of Arts Maximilian Hake (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
25
N° de catalogue
V428217
ISBN (ebook)
9783668720282
ISBN (Livre)
9783668720299
Langue
allemand
mots-clé
Religion Bischof Bischhofsversammlung Konstatin Donatisten Kirche Streit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Bachelor of Arts Maximilian Hake (Auteur), 2017, Die Bischofsversammlung im Verlauf des Donatistenstreites und die Beziehung zwischen geistlicher und kaiserlicher Gewalt unter Konstantin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428217
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Extrait de  25  pages
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