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Geschlecht als soziale Konstruktion - Geschlecht als gesellschaftliche Strukturkategorie

Title: Geschlecht als soziale Konstruktion - Geschlecht als gesellschaftliche Strukturkategorie

Seminar Paper , 2004 , 19 Pages , Grade: 1

Autor:in: Karl Sommer (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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In dieser Seminararbeit möchte ich mich mit dem Zusammenhang von Gesellschaft und der geschlechtsspezifischen Subjektwerdung des Individuums beschäftigen. Als Basisliteratur verwende ich dazu den Artikel „Sozialisationstheorien“ von Klaus- Jürgen Tillmann, Sekundarliteratur stellen die Texte „Geschlechtsspezifische Sozialisation“ von Helga Bilden und „Die Auflösung der Geschlechterdifferenz“ von Bettina Heintz dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Umriss einer Diskussion rund um den Begriff „Geschlecht“

2 Geschlecht als biologische oder soziokulturelle Kategorie?

2.1 Die Entdeckung der Differenz

2.2 Der Prozess der Geschlechtsentwicklung aus biologischer Sicht

2.3 Die Rolle der Gene im Spannungsfeld zwischen Anlage und Umwelt

3 Geschlechtsunterschiede und ihre Sozialisation

3.1 Geschlechtsbezogenes Handeln

3.2 Körpersozialisation

3.3 Emotionale Sozialisation

3.4 Der Einfluss von Peers

3.5 Medien

4 Geschlecht als soziale Konstruktion

5 Fazit und Forschungsperspektive

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das komplexe Wechselspiel zwischen gesellschaftlichen Strukturen und der geschlechtsspezifischen Entwicklung des Individuums. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob Geschlecht als naturgegebene, biologische Kategorie oder als ein durch soziokulturelle Praktiken erlerntes und konstruiertes Merkmal zu verstehen ist.

  • Biologische vs. soziokulturelle Geschlechtsdefinitionen
  • Prozesse der geschlechtsspezifischen Sozialisation
  • Einflussfaktoren wie Peers und Medien auf die Geschlechtsidentität
  • Die Theorie von Geschlecht als sozialer Konstruktion
  • Debatte um die Anlage-Umwelt-Interaktion

Auszug aus dem Buch

3.2 Körpersozialisation

Auch der Körper spielt in der individuellen Konstruktion von Geschlechtszugehörigkeit eine zentrale Rolle. Sie muss verkörpert werden, das heißt in körperlichen Darstellungen symbolisiert werden. Kritische Symbole sind dabei die Genitalien: der Penis, der nicht nur für die Geschlechtszuschreibung bei der Geburt entscheidend ist, wird auch in Urinierpraktiken und „Pinkelwettbewerben“ dargestellt. Dem gegenüber ist die weiblich Vulva sozial relativ unbedeutend. Sie wird unsichtbar gemacht. Wiederum manifestiert sich hier die Macht- und Bedeutungsungleichheit der Geschlechter im sozialen Umgang mit den Genitalien.

Von frühem Kindesalter an kann man regelrecht von einer durchgehenden Wirksamkeit von Männlichkeits-/ Weidblichkeitsstereotypen sprechen: männliche Säuglinge werden von Eltern als stark, munter und aktiv – weibliche als schwach, zart und feingliedrig bezeichnet. In der Schule findet sich der Sportunterricht in einer geschlechtstypischen Gestaltung des Unterrichts und der Wahl von Sportarten wider: der männliche Körper wird grobmotorisch und bewegungsintensiv (vor allem leistungs- und funktionsbezogen) sozialisiert, der weibliche Körper eher feinmotorisch und ästhetisch – attraktivitätsfördernd.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung des Themas und der zugrunde liegenden Basisliteratur zur geschlechtsspezifischen Subjektwerdung.

1 Umriss einer Diskussion rund um den Begriff „Geschlecht“: Definition und Abgrenzung der Begriffe „sex“ und „gender“ innerhalb der historischen Frauenforschung.

2 Geschlecht als biologische oder soziokulturelle Kategorie?: Analyse der historischen Entwicklung der Differenzwahrnehmung sowie der biologischen und genetischen Einflüsse auf das Geschlecht.

3 Geschlechtsunterschiede und ihre Sozialisation: Untersuchung der sozialen Prägung durch Handeln, Körperinszenierung, Emotionen, soziale Gruppen und Medien.

4 Geschlecht als soziale Konstruktion: Erläuterung des feministischen Ansatzes, der Zweigeschlechtlichkeit nicht als Naturtatsache, sondern als Ergebnis von Zuschreibungen sieht.

5 Fazit und Forschungsperspektive: Zusammenfassende Einordnung in die aktuelle wissenschaftliche Debatte anhand von vier zentralen Forschungspositionen.

Schlüsselwörter

Geschlecht, Gender, Sozialisation, soziale Konstruktion, Männlichkeit, Weiblichkeit, Biologie, Kultur, Geschlechterdifferenz, Identitätsmuster, Körper, Anlage-Umwelt-Debatte, Stereotypen, Feminismus, Subjektwerdung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Geschlechterrollen und der Frage, wie gesellschaftliche Faktoren und biologische Anlagen das Individuum formen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Klärung von Geschlecht, dem Einfluss von Sozialisationsinstanzen und der Dekonstruktion von Geschlecht als soziale Kategorie.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage untersucht, ob es einen biologisch vorbestimmten Geschlechtscharakter gibt oder ob Geschlecht primär soziokulturell konstruiert wird.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die verschiedene sozialisationstheoretische Ansätze vergleicht und analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in biologische Grundlagen, die Sozialisation durch Peers, Medien und Körperpraktiken sowie den konstruktivistischen Ansatz.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Gender, Sozialisation, soziale Konstruktion und die Anlage-Umwelt-Debatte.

Warum spielt der Körper laut der Arbeit eine so große Rolle?

Der Körper fungiert als zentrales Symbolfeld, an dem Machtverhältnisse und Geschlechterrollen durch körperliche Praktiken im Alltag erst hergestellt werden.

Wie sehen die verschiedenen Positionen zur Anlage-Umwelt-Debatte aus?

Das Fazit unterscheidet zwischen der anlageorientierten, der interaktionistischen, der umweltorientierten und der sozial-konstruktivistischen Position.

Gibt es laut der Arbeit „die Frau“ oder „den Mann“ als feste Entität?

Nein, der konstruktivistische Ansatz argumentiert, dass Geschlecht ein erlerntes Repertoire an Handlungsweisen ist und somit keine naturgegebene, binäre Konstante darstellt.

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Details

Title
Geschlecht als soziale Konstruktion - Geschlecht als gesellschaftliche Strukturkategorie
College
Klagenfurt University
Course
Schule und Geschlecht
Grade
1
Author
Karl Sommer (Author)
Publication Year
2004
Pages
19
Catalog Number
V42838
ISBN (eBook)
9783638407755
ISBN (Book)
9783638763240
Language
German
Tags
Geschlecht Konstruktion Geschlecht Strukturkategorie Schule Geschlecht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karl Sommer (Author), 2004, Geschlecht als soziale Konstruktion - Geschlecht als gesellschaftliche Strukturkategorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42838
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