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Geschichte, Gefahren und Aufgaben des Sportjournalismus

Título: Geschichte, Gefahren und Aufgaben des Sportjournalismus

Trabajo Escrito , 2016 , 13 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Kersten Thiele (Autor)

Medios / Comunicación: Periodismo, publicidad
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Der Spitzensport gilt seit jeher als der soziale Bereich, in welchem Heldentaten und Massen-verehrung gesellschaftlich akzeptiert und gewollt sind. Die Leitmotive der Perfektionierung und Konfrontation machen aus normalen Sportlern mit Hilfe der Medien und des Interesse des Publikums Heldenfiguren. Eben diese Heroen können in verschiedene Varianten und Typen eingeteilt werden, auch wenn die deutliche Positionierung oft ein schwieriger Prozess ist und die Rolle des Helden oft mit der Zeit und Erfolg sowie Misserfolg variiert. Whannel versucht es daher mit der Herangehensweise die Helden in Good Boys, Pretty Boys und Bad Boys einzuteilen, also in den bescheidenen Star, dem klassischen Guten jedes Dramas; in den coolen Schönling, also einen auf das Aussehen heruntergebrochenen Typen; und den ultimativen Alpha, führungsstark aber egozentrisch und nicht das klassische Vorbild. Vande Berg versucht die Heldenfiguren in traditionelle (klassisch männliche körperbetonte) Helden, moderne (vielseitigere) und postmoderne Stars zu sortieren. Letztere haben zur eigentlichen Sportheldenrolle eine soziale Komponente hinzugefügt, welche die Klassifizierung weiter erschwert. Einen dritten Versuch der Einteilung bietet Bette und unterscheidet hierbei in Raum und Zeit, also der Reichweite und der Dauer des Heldendaseins, ein Prozess der durchaus mit dem „Startum“ der Musikbranche oder der Schauspielbranche vergleichbar ist. Auf dieser Grundlage werden Abwehrhelden und Eroberer als Gegenpositionen, der Gerechtigkeits- und Racheengel, der Retter und der Erlöser, sowie der Märtyrer und die tragischen Helden unterschieden. Eine konkrete Positionierung erscheint trotz dieser drei Modelle schwierig und zusammenfassend kann die Aussage getroffen werden, dass ein Sportler durch ein breites Informationsspektrum vom Privatleben oder sozialer Tätigkeiten für die Öffentlichkeit die Unnahbarkeit verringert, damit die Nachahmbarkeit seiner Person erhöht und durch zusätzlichen Erfolg seinen Heldenstatus längerfristig sichert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Formen von Sporthelden

2 Geschichte des Sportjournalismus.

2.1 Aufbruchswelle im Sportjournalismus

2.2 Zwischenkriegszeit bis 1933

2.3 Beschneidungen unter dem NS-Regime

2.4 Sportjournalismus in der BRD

2.5 Sportjournalismus in der DDR

3 Veränderungen im Sport und die damit verbundene Attraktivitätssteigerung anhand von fünf Beispielen

3.1 Dynamisierung

3.2 Emotionalisierung

3.3 Narravtivisierung

3.4 Relevanzzuschreibung

3.5 Negative Auswirkungen

4 Gefahren im Sportjournalismus

5 Motive für den Konsum medialer Sportangebote.

6 Aufgabe und die Arbeit von Agenturen

7 Marktsegmente der Sportzeitschriften

8 Aufgaben der Sportjournalisten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und die aktuellen Anforderungen an den Sportjournalismus im Printbereich. Ziel ist es, die historischen Rahmenbedingungen, die medialen Einflussfaktoren auf die Attraktivität des Sports sowie die spezifischen Aufgaben und Herausforderungen von Sportjournalisten und Agenturen zu analysieren.

  • Historische Entwicklung des Sportjournalismus (von den Anfängen bis zur BRD/DDR-Ära)
  • Mediale Attraktivitätssteigerung von Sportevents durch Infotainment und Inszenierung
  • Ethische und strukturelle Gefahren im Sportjournalismus
  • Analyse der Konsummotive medialer Sportangebote
  • Aufgabenfelder und Arbeitsweise von Nachrichtenagenturen und Sportjournalisten

Auszug aus dem Buch

1 Formen von Sporthelden

Der Spitzensport gilt seit jeher als der soziale Bereich, in welchem Heldentaten und Massenverehrung gesellschaftlich akzeptiert und gewollt sind. Die Leitmotive der Perfektionierung und Konfrontation machen aus normalen Sportlern mit Hilfe der Medien und des Interesse des Publikums Heldenfiguren. Eben diese Heroen können in verschiedene Varianten und Typen eingeteilt werden, auch wenn die deutliche Positionierung oft ein schwieriger Prozess ist und die Rolle des Helden oft mit der Zeit und Erfolg sowie Misserfolg variiert. Whannel versucht es daher mit der Herangehensweise die Helden in Good Boys, Pretty Boys und Bad Boys (Whannel, 2002, S. 94ff.) einzuteilen, also in den bescheidenen Star, dem klassischen Guten jedes Dramas; in den coolen Schönling, also einen auf das Aussehen heruntergebrochenen Typen; und den ultimativen Alpha, führungsstark aber egozentrisch und nicht das klassische Vorbild.

Vande Berg versucht die Heldenfiguren in traditionelle (klassisch männliche körperbetonte) Helden, moderne (vielseitigere) und postmoderne Stars zu sortieren. Letztere haben zur eigentlichen Sportheldenrolle eine soziale Komponente hinzugefügt, welche die Klassifizierung weiter erschwert (Vande Berg, 1998, S. 139ff.). Einen dritten Versuch der Einteilung bietet Bette und unterscheidet hierbei in Raum und Zeit, also der Reichweite und der Dauer des Heldendaseins, ein Prozess der durchaus mit dem „Startum“ der Musikbranche oder der Schauspielbranche vergleichbar ist. Auf dieser Grundlage werden Abwehrhelden und Eroberer als Gegenpositionen, der Gerechtigkeits- und Racheengel, der Retter und der Erlöser, sowie der Märtyrer und die tragischen Helden unterschieden (Bette, 2007, S. 253ff.). Eine konkrete Positionierung erscheint trotz dieser drei Modelle schwierig und zusammenfassend kann die Aussage getroffen werden, dass ein Sportler durch ein breites Informationsspektrum vom Privatleben oder sozialer Tätigkeiten für die Öffentlichkeit die Unnahbarkeit verringert, damit die Nachahmbarkeit seiner Person erhöht und durch zusätzlichen Erfolg seinen Heldenstatus längerfristig sichert (Horky, Schauerte, Schwier, & DFJV (Hg.), 2009, S. 38ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Formen von Sporthelden: Dieses Kapitel erläutert die Typologie von Sportlern als Heldenfiguren anhand verschiedener wissenschaftlicher Einteilungsmodelle.

2 Geschichte des Sportjournalismus.: Das Kapitel skizziert die historische Entwicklung des Sportjournalismus von 1724 bis zur Mediensystematik in der BRD und DDR.

3 Veränderungen im Sport und die damit verbundene Attraktivitätssteigerung anhand von fünf Beispielen: Hier werden Konzepte des Infotainments zur Steigerung der medialen Attraktivität an konkreten Beispielen wie dem Bahnradsport dargelegt.

4 Gefahren im Sportjournalismus: Das Kapitel identifiziert verschiedene Fallstricke wie die Patriotismus- oder Monopol-Falle, die die journalistische Qualität gefährden.

5 Motive für den Konsum medialer Sportangebote.: Hier werden die Beweggründe des Publikums analysiert, warum Sportmedien konsumiert werden, von Identifikation bis zur Unterhaltung.

6 Aufgabe und die Arbeit von Agenturen: Dieses Kapitel beschreibt die Rolle von Nachrichtenagenturen als wichtige Quelle und die hohen Anforderungen an Präzision und Schnelligkeit.

7 Marktsegmente der Sportzeitschriften: Es erfolgt eine Übersicht über den deutschen Sportzeitschriftenmarkt und dessen Strukturierung nach Sportarten.

8 Aufgaben der Sportjournalisten: Das Kapitel schließt mit einer Darstellung des wandelnden Berufsbildes, insbesondere der Rolle als „Content-Manager“ in konvergenten Medienwelten.

Schlüsselwörter

Sportjournalismus, Sporthelden, Mediale Inszenierung, Sportmedien, Infotainment, Pressefreiheit, Nachrichtenagentur, Sportzeitschriften, Content-Management, Journalistische Ethik, Sportberichterstattung, Medienkonvergenz, Öffentlichkeitsarbeit, Sportgeschichte, Zuschauerbindung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Sportjournalismus in Printmedien und den damit verbundenen historischen, strukturellen und inhaltlichen Aspekten der Sportberichterstattung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Entwicklung des Sportjournalismus, die mediale Inszenierung von Sportevents, die Rolle von Sportagenturen sowie die Anforderungen an das moderne Berufsbild des Sportjournalisten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich der Sportjournalismus entwickelt hat, welche Gefahren seine Objektivität bedrohen und wie sich die Arbeitsprozesse in Agenturen und Redaktionen verändert haben.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer deskriptiven Darstellung der strukturellen Bedingungen innerhalb des Sportjournalismus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung, die psychologischen Motive für den Sportkonsum, die Typologie von Sporthelden sowie die operativen Tätigkeitsfelder von Agenturen und Journalisten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind vor allem Sportjournalismus, Infotainment, Medieninszenierung, journalistische Unabhängigkeit und die Transformation zum Content-Manager.

Welche spezifische Rolle spielt das "Startum" im Kontext der Sporthelden?

Bette vergleicht die mediale Wahrnehmung von Sporthelden mit dem „Startum“ der Musik- oder Schauspielbranche, wobei Raum und Zeit entscheidende Faktoren für die Reichweite des Heldendaseins sind.

Wie unterscheiden sich die Anforderungen an Sportjournalisten im Vergleich zu früher?

Heute ist der Sportjournalist oft als Content-Manager gefordert, der Material medienkonvergent aufbereiten muss, statt lediglich klassische redaktionelle Arbeit für ein einzelnes Medium zu leisten.

Welche Gefahren werden explizit für die journalistische Qualität genannt?

Es werden verschiedene Fallen aufgeführt, darunter die Patriotismus-, Monopol-, Thematisierungs-, Emotions-, Abhängigkeits-, Inszenierungs- und die Werbe-Falle.

Final del extracto de 13 páginas  - subir

Detalles

Título
Geschichte, Gefahren und Aufgaben des Sportjournalismus
Universidad
University of Applied Sciences Ansbach
Curso
Sportjournalismus Print
Calificación
2,0
Autor
Kersten Thiele (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
13
No. de catálogo
V428434
ISBN (Ebook)
9783668725911
ISBN (Libro)
9783668725928
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sport Sportjournalismus Journalismus Sportkommunikation
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Kersten Thiele (Autor), 2016, Geschichte, Gefahren und Aufgaben des Sportjournalismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428434
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