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Habitus und Habitustransformation in der Bildungsforschung. Ein gesellschaftskritischer Bildungsbegriff

Título: Habitus und Habitustransformation in der Bildungsforschung. Ein gesellschaftskritischer Bildungsbegriff

Trabajo Escrito , 2018 , 15 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Matteo Carmignola (Autor)

Pedagogía - Teoría de la sciencia, Antropología
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Diese Hausarbeit versucht, die Begriffe und die Konzepte zu erarbeiten und zu verstehen, inwiefern Habitus und Habitustransformation in Bildungsprozessen einen Einfluss haben. Dabei wird immer auch ein Blick darauf geworfen, inwiefern der Begriff nicht nur in der Biographieforschung hat Anwendung finden können, sondern, darüber hinaus, auch im formalen Bildungsbereich anschlussfähig wäre. Die Diskussion von zwei Thesen, die im Anschluss an mein Referat in der Lehrveranstaltung formuliert wurden, soll aufzeigen, wie eine Bildungstheorie im Sinne der Habitustransformation immer auch gesellschaftskritisch sein kann und daher an Weiterentwicklung bedarf.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Selbst- und Weltverhältnisse

2. Bourdieus Habitusbegriff

3. Bildung als Habitustransformation

4. Möglichkeiten und Implikationen eines allgemeinen Bildungsbegriffes in Anlehnung an die Habitustransformation

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept des Habitus nach Pierre Bourdieu und dessen Bedeutung für Bildungsprozesse, wobei insbesondere die Frage geklärt wird, wie eine Bildungstheorie im Sinne der Habitustransformation gesellschaftskritisch wirken kann.

  • Theoretische Fundierung des Habitusbegriffs nach Pierre Bourdieu.
  • Analyse von Bildungsprozessen als Habitustransformation.
  • Untersuchung der gesellschaftskritischen Dimension von Bildungstheorien.
  • Rekonstruktion biographischer Bildungsprozesse anhand von Fallbeispielen.
  • Diskussion der Anschlussfähigkeit des Konzepts für den formalen Bildungsbereich.

Auszug aus dem Buch

Drei Einschlagpunkte für die Transformation eines Habitus

Um zuvor die Bedingung der Möglichkeit einer Anwendung eines transformativen Habitusbegriffes in der bildungstheoretischen, empirischen (Biographie)forschung zu erkunden, ehe dann in die Anwendung selbst geblickt wird, sollen drei Thesen von Rosenberg (2014, S. 76-82) illustriert werden, die er als „drei Einschlagpunkte für die Transformation eines Habitus“ (S. 76) einführt:

Als erstes hebt Rosenberg die Mehrdimensionalität hervor, da der Habitus aus der Achse der Binarität ausbricht und der Komplexität der gegenwärtigen Gesellschaft besser gerecht wird. Dadurch kann die Realität der biographischen Erfahrungen in der Intersektionalität der Mehrfachdiskriminierungen entsprechender abgebildet werden. Diese Mehrdimensionalität erzeugt die Konfrontation mit unterschiedlichen Handlungsräumen, die jeweils inneren und äußeren Logiken folgen. Diese Besonderheit ist ebenen nicht nur eine umfassende aber immer noch statische Abbildung, sondern hat in sich das Potential zur Transformation, da Differenzen die Dynamik der Transformation mit sich führen. Die Widersprüchlichkeit der Eigenlogiken der mehrdimensionalen Praxisüberlagerung ist Ursache und Triebwerk für interne und externe Veränderungsprozesse.

Als zweiten Punkt wird ein Konzept von Jacques Derrida in der Auslegung des Performativen nach Judith Butler aufgegriffen. Auch auf den Habitus trifft die Dimension der Iterabilität zu: durch die mehrfache Reproduktion des Habitus im Feld entsteht eine zeitliche und responsive Kontingenz. Die zeitliche Kontingenz bedeutet, dass Wiederholungen die Möglichkeit mitführen, den Ausdruck des Habitus verändert darzubieten. Die inhaltliche Kontingenz zeigt auf, dass es – im Sinne von Derrida – „immer auch zu einem Misslingen, zu einer fehlerhaften Wiederaufführung des Habitus kommen“ (S. 80) kann. Daraus entsteht ein Moment der Unruhe, der Verunsicherung und der Einsicht, dass eine wie auch immer ausgerichtete Transformation angegangen werden muss.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Selbst- und Weltverhältnisse: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und verknüpft Platons Höhlengleichnis mit dem Habitusbegriff, um Bildung als tiefgreifende Transformation des Menschen zu verstehen.

2. Bourdieus Habitusbegriff: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Habitus-Konzepts dargelegt, insbesondere seine philosophischen Vorläufer sowie seine Doppelnatur als opus operatum und opus operans.

3. Bildung als Habitustransformation: Dieses Kapitel beleuchtet verschiedene Strömungen in der Bildungsforschung und diskutiert, wie Habitustransformationen durch Krisen und Feldkonfrontationen ausgelöst werden können.

4. Möglichkeiten und Implikationen eines allgemeinen Bildungsbegriffes in Anlehnung an die Habitustransformation: Abschließend wird diskutiert, wie ein an der Habitustransformation orientierter Bildungsbegriff auch im formalen Bereich gesellschaftskritisch wirken kann.

Schlüsselwörter

Habitus, Habitustransformation, Bildungstheorie, Pierre Bourdieu, Biographieforschung, Bildungsprozess, Gesellschaftskritik, Mehrdimensionalität, Iterabilität, opus operans, opus operatum, Sozialisation, Feldtheorie, Selbstbild, Weltverhältnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verknüpfung des soziologischen Habitusbegriffs von Pierre Bourdieu mit bildungstheoretischen Ansätzen, um Transformationsprozesse in der Biografie des Menschen zu erklären.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die theoretische Ausarbeitung des Habitus, die Analyse von Habitustransformationen in Bildungsprozessen sowie die Frage nach dem gesellschaftskritischen Potenzial einer solchen Bildungstheorie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, zu erörtern, inwiefern Habitus und Habitustransformation Bildungsprozesse beeinflussen und wie eine entsprechende Bildungstheorie als gesellschaftskritisches Instrument eingesetzt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Rekonstruktion relevanter Fachliteratur und der hermeneutischen Interpretation von Konzepten im Anschluss an bildungstheoretische Diskurse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Bourdieus Begriffsbestimmungen analysiert, die Strömungen der Habitustransformation in der Bildungsforschung dargestellt und durch ein Fallbeispiel illustriert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Habitus, Habitustransformation, Biographieforschung, Bildung, Gesellschaftskritik und die Dialektik von Individuum und Gesellschaft charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die im Text beschriebene Sichtweise von einem statischen Bildungsverständnis?

Der Text betont, dass Bildung nicht nur Wissenserwerb ist, sondern eine ständige, krisenhaft ausgelöste Umformung des Habitus durch die Auseinandersetzung mit der Umwelt, was einen aktiven, lebenslangen Prozess darstellt.

Welche Rolle spielt das Fallbeispiel "Dieter" in der Argumentation?

Das Fallbeispiel dient dazu, die abstrakte Theorie der Habitustransformation durch eine konkrete biographische Entwicklung zu veranschaulichen und aufzuzeigen, wie berufliche Etablierung und Distanzierung vom Herkunftsmilieu Transformationen einleiten.

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Detalles

Título
Habitus und Habitustransformation in der Bildungsforschung. Ein gesellschaftskritischer Bildungsbegriff
Universidad
University of Salzburg
Calificación
1
Autor
Matteo Carmignola (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
15
No. de catálogo
V428661
ISBN (Ebook)
9783668732599
ISBN (Libro)
9783668732605
Idioma
Alemán
Etiqueta
bildungsbegriff habitus habitustransformation bildungsforschung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Matteo Carmignola (Autor), 2018, Habitus und Habitustransformation in der Bildungsforschung. Ein gesellschaftskritischer Bildungsbegriff, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428661
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