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Arten und Funktionen von Angst im "Fortunatus"

Título: Arten und Funktionen von Angst im "Fortunatus"

Trabajo Universitario , 2015 , 19 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Helena Trosin-Kotjaj (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana antigua y medieval
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Diese Arbeit setzt sich mit der Thematik der Angst im „Fortunatus“ näher auseinander. Die Fragen, mit denen sich diese Arbeit beschäftigen wird, lauten: Welche Arten von Angst gibt es im „Fortunatus“? Welche Funktion hat Angst im „Fortunatus“?

Da Angst ein allgemeiner und weitläufiger Begriff ist, wird zuerst der Versuch unternommen, die Angst zu klassifizieren. Als nächstes wird der Text hinsichtlich der vorgenommenen Klassifikation analysiert und im darauffolgenden Kapitel wird der Versuch unternommen, die Funktion der Angst im „Fortunatus“ zu bestimmen. Zum Schluss werden die Ergebnisse kurz zusammengefasst.

Das erste Werk, in welchem Angst so viel Platz wie in keinem anderen mittelalterlichen literarischen Werk einnimmt, ist das im Jahre 1509 in Augsburg erschienene Roman „Fortunatus“, dessen Verfasser bis heute unbekannt ist. „Fortunatus“ ist in vielerlei Hinsicht eine Innovation der mittelalterlichen Literatur. Es gibt hier keinen adligen furchtlosen Krieger oder Helden, der Feinde bekämpft und sich seine Geliebte aus der Ferne holt, wie wir das aus den meisten mittelalterlichen literarischen Werken kennen. Fortunatus ist ein Bürgerlicher, der aus finanzieller Not seine Familie verlässt und später in der Erzählung der Jungfrau des Glücks begegnet, die ihm ein Säckel, welches immer voller Geld ist, schenkt. Der erste Teil handelt vom finanziellen und sozialen Aufstieg Fortunatus´ und von seinen Reisen. Im zweiten Teil wird der Untergang seiner Söhne dargestellt, die im Gegenteil zu ihrem Vater den Umgang mit Geld nie gelernt haben. „Fortunatus“ schildert nicht idealistisch, sondern realistisch die Welt des späten 15. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt des Romans stehen also nicht Heldentum, Ehre, Minne und Mut. Vielmehr sind Geld, Gier, und Welterkundung zentrale Themen des Romans. Dabei spielt Angst eine große Rolle.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Furcht, Angst und Angststörung

2.1. Furcht

2.2. Angst

2.3. Angststörung

2.4. Ängstlichkeit

2.5. Schreck

3. Angst im „Fortunatus“

3.1. Fortunatus und die Angst

3.2. Andolosia und die Angst

3.3. Ampedo und die Angst

4. Funktion der Angst im „Fortunatus“

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung und Funktion von Angst innerhalb des Romans „Fortunatus“. Ziel der Analyse ist es, verschiedene Arten von Angst zu klassifizieren, ihr Auftreten bei den Protagonisten Fortunatus, Andolosia und Ampedo zu untersuchen und deren spezifische Funktion innerhalb der Erzählung kritisch zu hinterfragen.

  • Klassifikation von Angstformen (Furcht, Angst, Angststörung, Schreck)
  • Analyse der Angsterfahrungen von Fortunatus
  • Untersuchung der psychologischen Reaktionen von Andolosia
  • Bewertung der Ängstlichkeit von Ampedo
  • Diskussion der korrelierenden Faktoren: Geld, soziale Aufstiegsambitionen und Rationalität

Auszug aus dem Buch

3.1. Fortunatus und die Angst

Nach dem Fortunatus seine verarmte Familie verlässt und sich zum Dienst beim Grafen von Flandern stellt, wird er zum Favoriten des Grafen. Dies und seine Erfolge bei den Turnieren wecken Neid in anderen Dienern. Deshalb erzählt ein von seinen Kollegen angestifteter Diener Rupert Fortunatus eine Lügengeschichte, dass der Graf alle Diener kastrieren lassen will. „Unnd do Fortunatus die wort vernam / erschrack er zu mal ser uund sprach ob er kaynen außgang auß der stat wißte / so wolt er yn bitten / das er im den weiset / wolt er von stunden hynweg […].“ Nachts kann Fortunatus nicht schlafen und „wartet mit angst und mitt not byß daßs der tag her brach“. Die Nachricht von der Kastration löst ein anhaltendes Angstgefühl in Fortunatus aus. Die Gefahrquelle ist nicht sichtbar und die Gefahr selbst liegt in Zukunft. Da Fortunatus Angst vor körperlichen Schäden hat, geht es hier um Vitalangst.

Als nächstes arbeitet Fortunatus bei Jeronimus Roberti, der zusammen mit seiner Dienerschaft wegen Mitwisserschaft über die Zustände des Todes an einem Edelmann zur Todesstrafe verurteilt wird. Fortunatus ist in der Zeit, wo sich das Ganze ereignet hat, nicht in der Stadt, soll aber mitgehenkt werden. Fortunatus ist in „angst und nott“, entkommt aber glücklicherweise der Strafe. Fortunatus empfindet Todesangst, die in diesem Fall angesichts der Umstände eine normale Angst ist, die dazu führt, dass Fortunatus wieder aus der Stadt flieht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die literaturwissenschaftliche Relevanz von Angst im Mittelalter ein und etabliert den Roman „Fortunatus“ als innovatives Werk, in dem Angst erstmals ein zentrales, nicht-ideales Thema darstellt.

2. Furcht, Angst und Angststörung: Dieses Kapitel definiert und differenziert verschiedene psychologische Angstbegriffe, um ein theoretisches Fundament für die anschließende Analyse des Romans zu legen.

3. Angst im „Fortunatus“: Das Hauptkapitel untersucht detailliert die spezifischen Angsterfahrungen der drei Hauptfiguren Fortunatus, Andolosia und Ampedo im Kontext des Geldsäckels.

4. Funktion der Angst im „Fortunatus“: Dieser Abschnitt analysiert, warum das Werk so viel Angst integriert und welche Rolle diese Emotion für die Charakterentwicklung sowie die moralische Aussage des Autors spielt.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Ergebnisse, betont die Verbindung von Angst, Geld und Rationalität und stellt offene Fragen zur moralischen Intention des Erzählers.

Schlüsselwörter

Fortunatus, Mittelalter, Angst, Furcht, Vitalangst, Todesangst, Geldsäckel, Rationalität, Andolosia, Ampedo, Psychologie, Literaturanalyse, Existenzielle Angst, Geld, Charakterentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Darstellung und Funktion von Angst in dem 1509 erschienenen Roman „Fortunatus“ und analysiert, wie die Figuren mit Bedrohungssituationen umgehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themenfelder umfassen die psychologische Differenzierung von Angstarten, die Rolle des Geldes als Auslöser für Angst sowie die Bedeutung rationalen Handelns in Krisenzeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit fragt nach den spezifischen Arten von Angst, die im „Fortunatus“ vorkommen, und welche Funktion diese Emotion für die Handlung und die Charaktere hat.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die primär auf der Interpretation des Textes in Kombination mit psychologischen Begriffsdefinitionen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil ist in drei Unterkapitel gegliedert, die jeweils die Angsterfahrungen der drei männlichen Protagonisten – Fortunatus, Andolosia und Ampedo – analysieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Fortunatus, Angst, Geldsäckel, Rationalität, existenzielle Angst, Vitalangst und literarische Charakteranalyse.

Wie unterscheidet sich die Angst bei Fortunatus von der seines Sohnes Andolosia?

Während Fortunatus oft rationelle Strategien entwickelt, um aus Gefahrensituationen zu entkommen, handelt Andolosia häufiger bedenkenlos und verfällt bei Existenzbedrohung eher in Panik oder Verzweiflung.

Welche Rolle spielt das „Geldsäckel“ für das Angstempfinden der Figuren?

Das Geldsäckel ist der zentrale Auslöser für existentielle Ängste; der drohende Verlust des Säckels treibt die Figuren in Notsituationen, während es gleichzeitig ihr soziales Überleben sichert.

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Detalles

Título
Arten und Funktionen von Angst im "Fortunatus"
Universidad
Free University of Berlin
Calificación
1,0
Autor
Helena Trosin-Kotjaj (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
19
No. de catálogo
V428944
ISBN (Ebook)
9783668727076
ISBN (Libro)
9783668727083
Idioma
Alemán
Etiqueta
arten funktionen angst fortunatus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Helena Trosin-Kotjaj (Autor), 2015, Arten und Funktionen von Angst im "Fortunatus", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428944
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