Welche Voraussetzungen müssen für eine erfolgreiche Integration von Kindern mit Down-Syndrom in den Regelkindergarten gegeben sein?


Seminararbeit, 2017
25 Seiten, Note: 2,1

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen
2.1 Integration
2.2 Behinderung

3. Was ist Down- Syndrom?
3.1 Begriffsbestimmung
3.2 Ursachen

4. Besondere Merkmale
4.1 Körperliche Besonderheiten
4.2 Pädagogische und Psychologische Besonderheiten

5. Integration- eine neue Chance?
5.1 Ziele von Integration
5.2 Formen der Integration und ihre Vor- und Nachteile
5.3 Voraussetzungen für eine gelungene Integration

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die Seminararbeit befasst sich mit dem Krankheitsbild Down- Syndrom. Sie soll die Be-sonderheiten, die Kinder mit dieser Behinderung betreffen aufzeigen und das allgemeineVerständnis für sie aufbauen. Leider sind auch heute viele Eltern und auch vereinzeltesFachpersonal noch immer der festen Überzeugung, dass Kinder mit einer Behinderungnicht in unsere alltäglichen Situationen und Lebensumstände eingebracht werden sollten.Jeder einzelne ist an diesem Prozess beteiligt und kann etwas zum Gelingen beitragen,daher ist eine umfassende Aufklärung und Sensibilisierung notwendig. Wichtig ist hierbei,dass jedes Kind individuell betrachtet werden muss und nicht auf seine Erkrankung redu-ziert werden darf. Jeder Mensch ist auf seine eigene Art und Weise „anders“ und somiteinzigartig. Die einen sind zwar physisch unversehrt, haben aber mit schweren psychi-schen Belastungen zu kämpfen. Hingegen haben Menschen mit Down- Syndrom zwareinige körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen, sind aber psychisch stabil.

Die vorliegende Arbeit wurde nach der deduktiven Vorgehensweise erstellt, um zunächsteinen allgemeinen Überblick über das Krankheitsbild und die daraus resultierenden Be-sonderheiten zu erhalten, bevor sich intensiver mit dem Thema der Integration befasstwird.

Für die Beantwortung der Frage „Welche Voraussetzungen müssen für eine erfolgreicheIntegration von Kindern mit Down- Syndrom in den Regelkindergarten gegeben sein?“wird nach den grundlegenden Definitionen zunächst das Krankheitsbild Down- Syndrommit seinen Ursachen, sowie körperlichen und psychischen Besonderheiten genauer erläu-tert. Im weiteren Verlauf befasst sich diese Arbeit mit der Integration und deren Zielset-zung. In diesem Kapitel werden zudem verschiedenen Formen von Integration beschrie-ben und ihre Vor- und Nachteile aufgezeigt. Im Anschluss daran wird auf die genauenVoraussetzungen für das Gelingen der Integration eingegangen. Der Begriff der Integrati-on hat sowohl in der Gesellschaft, als auch im Zuständigkeitsbereich der Sozialen Arbeiteinen hohen Stellenwert eingenommen. Viele Fachkräfte müssen und mussten sich be-reits in den letzten Jahren mit der Integration in Regeleinrichtungen auseinandersetzen.Das Krankheitsbild Down- Syndrom ist sehr komplex, daher befasst sich die vorliegendeArbeit nur mit einem Bruchteil davon und bezieht sich vorwiegend auf Aspekte, die für denIntegrationsprozess von Bedeutung sind.

Im Fazit befindet sich eine kurze Zusammenfassung sowie die Beantwortung der Frage-stellung.

Das Literaturangebot zu diesem Themengebiet ist ziemlich vielfältig, da es eine Menge an Veröffentlichungen von Professoren und Büchern gibt. Diverse Bücher sind zwar bereitssehr alt, haben aber inzwischen nicht an Bedeutung verloren. Allerdings beschäftigen sichdie etwas älteren Bücher hauptsächlich mit dem Krankheitsbild an sich und dessen Symp-tomen, die Integration war zum damaligen Zeitpunkt noch nicht relevant. Dies ändertesich im Verlaufe der vergangenen Jahre und ist daher auch bei den neueren Publikatio-nen fester Bestandteil.

2. Definitionen

2.1 Integration

Allgemein betrachtet bedeutet Integration „die Wiederherstellung eines Ganzen“ (LIEN-HARD/JOLLER-GRAF/METTAUER SZADAY 2015, 13). Oftmals wird auch von Anpassung ge-sprochen, wenn wir an Integration denken. Im Zusammenhang mit bestimmten Gruppeneiner Gesellschaft z. B. Randgruppen oder Minderheiten, zu welchen Menschen mit Be-hinderung zählen, wurde dem Begriff eine andere Bedeutung zugeschrieben. Unter sozia-ler Integration wird so auch das wechselseitige Lernen verschiedener Randgruppen undder Mehrheit einer Bevölkerung untereinander verstanden. So werden Abweichungenoder spezifische Verhaltensweisen dieser Randgruppen auch in der Gesellschaft aner-kannt. Bei gesellschaftlicher Integration geht es also nicht um eine reine Assimilation,sondern um ein aufeinander zubewegen aller Gruppen. (HALFKANN 2015, 5)

2.2 Behinderung

1 Menschen mit Behinderungen sind Menschen, die k ö rperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeintr ä chtigungen haben, die sie in Wechselwirkung mit einstellungs- und umweltbedingten Barrieren an der gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit l ä nger als sechs Monate hindern k ö nnen. 2 Eine Beeintr ä chti gung nach Satz 1 liegt vor, wenn der K ö rper- und Gesundheitszustand von dem f ü r das Lebensalter typischen Zustand abweicht (§ 2 Abs. 1 SGB IX).

Die Definition nach Paragraph 2 Absatz 1 des SGB IX ist nachvollziehbar. Damit wir vonBehinderung sprechen können, muss eine Beschränkung der Teilhabe am gesellschaftli-chen Leben sowie der alltäglichen Lebensverrichtungen vorhanden sein. Diese Beschrän-kung kann zum einen durch Beeinträchtigungen seitens der betroffenen Person oder aberandererseits durch Barrieren der Umwelt zustande kommen. Gehbehinderte bspw. sind invielen Situationen eingeschränkt, oder aber von Einstellungsbarrieren der Gesellschaftwie Diskriminierung oder Stigmatisierung betroffen. Die Bezeichnung Behinderung hateine positive, aber auch eine negative Seite. Es kann positiv gewertet werden, dass jedeMenge Hilfsangebote und Fördermöglichkeiten angeboten bzw. in Anspruch genommenwerden können. Negativ hingegen ist die Stigmatisierung und Diskriminierung die Be-troffene immer wieder erfahren müssen.

3. Was ist Down- Syndrom?

3.1 Begriffsbestimmung

Das Krankheitsbild Down- Syndrom wurde 1866 erstmals von John Langdon Down be-schrieben und war zur damaligen Zeit unter dem Begriff Mongolismus bekannt. DieseBezeichnung wird nicht mehr verwendet bzw. vermieden, da es in der heutigen Zeit alsDiskriminierung des mongoloiden Volkes angesehen wird. Außerdem stellt Mongolismuslaut Lexikon eine Form der „Ideotie“ dar. Hervorgerufen wurde dieser Vergleich durch diebesondere Augenform, welche für die Mongolen charakteristisch waren und auch heutenoch sind. Diese Bezeichnung kann allerdings nicht vollständig vermieden werden, dadiese am meisten verbreitet und etabliert ist. Anstelle des Down- Syndroms kann eben-falls die Bezeichnung Trisomie 21 verwendet werden, näheres hierzu wird nachfolgenderläutert. Der Begriff Down- Syndrom ist allerdings zunehmend unerwünscht, da er eineNegativ- Definition beinhaltet, das Wort „down“ kann mit „nieder“ gleichgesetzt werden.Das Down- Syndrom hat allerdings seit nicht allzu langer Zeit die Bezeichnung Mongolis-mus erstmals im internationalen Kontext ersetzt. Aufgrund dessen ist in absehbarer Zeitkeine Umbenennung in Sichtweite. (WILKEN 2010, 11)

3.2 Ursachen

Viele Jahre waren die Ursachen von dem Krankheitsbild Down- Syndrom unbekannt.Stattdessen waren eine Vielzahl absurder Theorien und Hypothesen, wie bspw. Alkoho-lismus oder Tuberkulose im Umlauf, auf welche ich allerdings nicht näher eingehen wer-de. Die meisten hiervon wurden nicht einmal wissenschaftlich begründet, sondern warenrein spekulativer Natur. Diese Theorien führten in der Vergangenheit zur Ausgrenzungund Stigmatisierung von Betroffenen. 1932 wurde erstmals die Vermutung diskutiert, dasseine Chromosomenabweichung die Ursache für das Down- Syndrom sein könnte und imJahr 1959 belegten erstmals drei französische Forscher (Turpin, Gautier, Lejeune), dasseine Trisomie Grundlage für dieses Krankheitsbild ist. (WILKEN/STORM/FLATHMANN 2009,11) Chromosomen tragen die Gene und somit die Erbinformationen eines Lebewesens.Da die Gene für den Entwicklungsverlauf bzw. die Entwicklung im Allgemeinen eine es-sentielle Rolle spielen, kann ein fehlerhaftes Chromosom somit die geistige oder körperli-che Entwicklung eines Kindes zum negativen beeinflussen. Es gibt zwei Varianten vonChromosomen welche es zu unterscheiden gilt. Zum einen Autosomen, die Körperchro-mosomen von welchen jede normale Zelle eines Menschen 22 Paar enthält. Zum anderendie Geschlechtschromosomen, hiervon ist ein Paar enthalten. (PUESCHEL 1995b, 39ff)

Keimzellen enthalten allerdings nur 23 Chromosomen, also den halben Chromosomen- satz. Bei der Befruchtung verbinden sich die halben Chromosomensätze von Mutter undVater und bilden im Normalfall 23 Paare mit insgesamt 46 Chromosomen (jeweils 23 vonder Mutter und 23 vom Vater). Die Zellen des Nachkommen teilen sich immer wieder undbilden somit neue, identische Zellen mit dem identischen Chromosomensatz. Wenn nunallerdings die Keimzelle der Mutter oder des Vaters ein zusätzliches Chromosom Nr. 21enthält (also insgesamt 24 Chromosomen in der Keimzelle vorhanden sind), entsteht beider Befruchtung eine Zelle mit einem zusätzlichen Chromosom. Diese Zelle teilt sich, wieim Regelfall, ebenfalls und stellt somit identische Kopien her. D. h. jede Körperzelle desEmbryos hat somit einen Chromosomensatz von 47 Chromosomen. Es liegt also eineTrisomie 21 vor. (PUESCHEL 1995b, 39ff) Chromosomen sind im Zellkern auffindbar, aller-dings werden sie nur zu einem bestimmten Zeitpunkt der Zellteilung sichtbar, dann sinddie Chromosomen unter Zuhilfenahme eines Mikroskops feststellbar. Diese Erkenntniswar Forschern zur damaligen Zeit allerdings noch verborgen. Die technischen Möglichkei-ten waren beschränkt und noch nicht so weit entwickelt, deshalb konnten die Hypothesendamals nicht belegt werden. (PUESCHEL 1995b, 38) Erst ab der zweiten Hälfte der 50- erJahre bestand die Möglichkeit durch erweiterte technische Verfahren die Chromosomenmikroskopisch erkennbar zu machen. Nun deckten Wissenschaftler auf, dass allemenschlichen Zellen 46 Chromosomen enthalten. Lejune entdeckte nur wenige Jahrespäter, dass Betroffene von Down- Syndrom über ein zusätzliches Chromosom verfügen.Genauer genommen lag das 21. Chromosom in jeder Zelle (der Betroffenen) dreimal vor,welches üblicherweise zweimal vorhanden ist. Aus dieser Entdeckung hat sich die Be-zeichnung Trisomie 21 abgeleitet. (PUESCHEL 1995b, 38) Das überschüssige Chromosomgelangt durch eine inkorrekte Zellteilung in das Innere der Keimzelle. Hierfür gibt es dreimögliche Varianten, nach der Befruchtung oder aber in der Ei- oder Samenzelle. DieWahrscheinlichkeit eines Fehlers bei der Teilung nach der Befruchtung ist allerdings sehrgering. Die höchste Wahrscheinlichkeit besteht bei einem Teilungsfehler der Eizelle undbeträgt ca. 70 bis 80 Prozent. In ungefähr 20 bis 30 Prozent der Fälle kommt es durcheinen Fehler beim Teilungsvorgang der Samenzelle zum 47. Chromosom. (PUESCHEL1995b, 42) Fehler in der Verteilung der Chromosomen können theoretisch betrachtet inbeiden Phasen der Teilung vorkommen, treten i. d. R. aber (überwiegend) bei der erstenTeilung auf. Im normalen Ablauf einer Reifeteilung trennen sich die beiden Chromatideneins Chromosoms und jedes Chromatid gelangt in eine Tochterzelle. Bei der freienTrisomie 21 trennen sich die beiden Chromatiden des 21. Chromosoms nicht und gelan-gen so gemeinsam in eine Tochterzelle. Somit liegt eine Keimzelle mit einem Chromosomzu wenig vor und eine weitere, welche ein zusätzliches Chromosom enthält. (MURKEN1990 nach WILKEN 2010, 14)

Eine Keimzelle, bei welcher ein Chromosom fehlt, ist nicht lebensfähig, die andere kann sich allerdings entwickeln. Nach der Befruchtung liegt dann eine Eizelle mit einem zusätzlichen Chromosom vor (insgesamt 47). Das 21. Chromosom ist hierbei dreifach vorhanden. Die Freie Trisomie 21 ist die häufigste Ursache für Down- Syndrom und liegt in etwas mehr als 90 Prozent aller Fälle vor. (MURKEN 1990 nach WILKEN 2010, 14)

Die Translokation betrifft drei bis vier Prozent aller Fälle. Das zusätzliche ChromosomNummer 21 liegt hierbei in gebundener Form vor, üblicherweise gemeinsam mit dem 14., 21. oder 22. Chromosom. Theoretisch betrachtet kann es aber dennoch mit anderenChromosomen verbunden sein. Zudem muss auch nicht das ganze, sondern kann auchlediglich einen Teil des Chromosoms betreffen. Es ist also an ein anderes Chromosomgebunden und liegt nicht frei innerhalb einer jeden Zelle vor. Auch bei dieser Form desDown- Syndroms ist das 21. Chromosom wieder dreifach vorhanden. Bei einem Drittel derFälle ist ein Elternteil der Überträger. Deshalb ist es von Bedeutung abzuklären, ob eineTranslokation vorliegt. Der Elternteil ist meist Überträger, ohne aber das bei ihm selbstAuswirkungen (Abnormitäten) auftreten und die Translokation i. d. R. zuvor nicht bekanntwar. D. h. die Zellen des Elternteils enthalten die gewöhnliche Anzahl von Genen, aberdie Zellen enthalten jeweils eine Gesamtzahl von 45 Chromosomen, da zwei miteinanderverklebt vorliegen. Das Ganze ist von Bedeutung, da eine hohe Wahrscheinlichkeit be-steht, weitere Kinder mit Down- Syndrom zu zeugen. Eine genetische Beratung sollte hierin Betracht gezogen werden. (PUESCHEL 1995b, 39ff)

Bei der Mosaikstruktur entsteht der Fehler vermutlich während der ersten Zellteilung.Mindestens zwei Zellstämme enthalten eine verschiedene Anzahl an Chromosomen, d. h.im Körper des Kindes befinden sich Zellen mit 46 und Zellen mit 47 Chromosomen. Mik-roskopisch betrachtet erinnert die Zellverteilung an ein Mosaik, daraus resultiert der NameMosaikstruktur. Die Struktur ist die seltenste Variante der Chromosomenmutation bei Be-troffenen mit Down- Syndrom. Sie betrifft ca. ein Prozent der Fälle. Die Symptome dieserBetroffenen sollen, laut Angaben mehrerer Autoren, weniger prägnant sein als bei denanderen beiden Varianten der Trisomie 21. Ebenfalls sollen Betroffene leistungsfähigersein. (PUESCHEL 1995b, 44) Kinder mit Down- Syndrom sind sichtbar körperlich und geis-tig beeinträchtigt. Verantwortlich dafür ist immer das 21. Chromosom, unabhängig davon,welche der drei Formen vorliegt. Es gab in den letzten Jahrzehnten viele Vermutungen,welche Faktoren Down- Syndrom bei Neugeborenen verursachen könnten. Vieles hiervonwäre theoretisch betrachtet zwar durchaus möglich, in der Praxis sind jedoch keine Fällebekannt bei denen diese Faktoren Down- Syndrom nachweislich verursacht haben. Ver-mutungen waren beispielsweise Drogenmissbrauch, Verwendung bestimmter Verhü-tungsmittel oder Bestrahlung. (PUESCHEL 1995b, 45)

Außerdem fanden Genetiker heraus, dass Entwicklungsstörungen und andere typische Merkmale von Menschen mit Down- Syndrom nicht vom gesamten überschüssigenChromosom 21 verursacht werden, sondern nur von einem kleinen Abschnitt. (PUESCHEL1995b, 45)

4. Besondere Merkmale

4.1 Körperliche Besonderheiten

Die genetischen Anlagen von Menschen bestimmen i. d. R. das Aussehen und die Ent-wicklung der Organe, so auch bei Menschen mit Down- Syndrom. Wie bei normalen Kin-dern auch, besteht eine gewisse Ähnlichkeit zu beiden Elternteilen bspw. haben sie die-selbe Augenfarbe. Durch die veränderte Genetik sehen sie ihren Eltern jedoch nicht be-sonders ähnlich. Das 21. Chromosom sorgt für die Besonderheiten, die alle Kinder mitDown- Syndrom gemein haben, das ist auch der Grund, weshalb sich diese Kinder unter-einander so ähnlich sehen. Inwieweit das zusätzliche Chromosom und die darauf lokali-sierten Gene für diese Veränderung in der Entwicklung eines Kindes verantwortlich sind,ist allerdings noch nicht genau erforscht. Es ist lediglich bekannt, dass diese Gene füreine Abweichung in der Entwicklung des Fötus, von Beginn an, verantwortlich sind. Eben-so ist unklar, weshalb manche Besonderheiten nur einige Kinder betreffen und anderehingegen nicht. So kommt bspw. fast die Hälfte aller Fälle (40 Prozent) mit einem angebo-renen Herzfehler zur Welt. Eine Vielzahl äußerlicher Besonderheiten von Kindern mitTrisomie 21 dient zur Festigung der Diagnostik. Hierbei ist zu beachten, dass es nicht aufeinzelne Merkmale, sondern auf das Gesamtbild ankommt. Letztendlich sollte immer be-dacht werden, dass trotz der Besonderheiten alle Kinder untereinander immer mehr ge-mein haben werden (egal ob mit Trisomie 21 oder ohne) als Unterschiede vorliegen. Dieim Anschluss aufgeführten Symptome können bei Kinder und Erwachsenen mit Down-Syndrom unterschiedlich stark ausgeprägt sein. D. h. bei manchen Kindern können diesegebündelt oder vereinzelt aufgetreten. Viele dieser Besonderheiten können sich mit zu-nehmenden Alter zurückbilden und weniger prägnant sein. (PUESCHEL 1995a, 59ff)

Die Haut von Kindern mit Down- Syndrom erscheint fahl, sie haben einen rundlichen Kopf,der in der Regel etwas kleiner ausfällt und im hinteren Bereich des Schädels flacher alsgewöhnlich verläuft. Wie jedes andere Kind auch, haben sie eine Lücke im Schädel (diesogenannten Fontanellen), allerdings sind diese stärker ausgeprägt und der Schließungs-prozess setzt verspätet ein. Das typische Erscheinungsbild wird durch dünnes Haar undein plattes Gesichtsprofil vervollständigt. Diese Form des Gesichtes entsteht durch eineindividuelle Form und Größe der Nase, sowie den weniger dominierenden Gesichtskno-chen. Die Form der Augen ist einzeln betrachtet zwar unauffällig, durch dünne nach au-ßen geneigte Lidspalten erhalten diese jedoch eine besondere Wirkung, welche für dasKrankheitsbild Down- Syndrom markant ist. (PUESCHEL 1995a, 62f)

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Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Welche Voraussetzungen müssen für eine erfolgreiche Integration von Kindern mit Down-Syndrom in den Regelkindergarten gegeben sein?
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart, früher: Berufsakademie Stuttgart
Note
2,1
Autor
Jahr
2017
Seiten
25
Katalognummer
V429080
ISBN (eBook)
9783668735132
ISBN (Buch)
9783668735149
Dateigröße
641 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
welche, voraussetzungen, integration, kindern, down-syndrom, regelkindergarten
Arbeit zitieren
Sarah Carstensen (Autor), 2017, Welche Voraussetzungen müssen für eine erfolgreiche Integration von Kindern mit Down-Syndrom in den Regelkindergarten gegeben sein?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429080

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