Das Ziel dieser Arbeit ist es, Informationen über die Aufnahme, die Weiterleitung und der Speicherung von Sinneseindrücken zu geben.
Im ersten Kapitel wird der Begriff des Lernens und des Gedächtnisses erläutert. Im zweiten Kapitel werden die einzelnen Speichertypen (Lang-, Kurz- und Ultrakurzzeitgedächtnis) erklärt. Im dritten Kapitel wird das menschliche Gehirn und die Informationsübertragung im Gehirn nähergebracht. Das vierte und letzte Kapitel handelt von der Gedächtnisspeicherung. Im Schlussteil erfolgt eine persönliche Schlussfolgerung.
„Lernen ist jede auf Erfahrung und Informationsverarbeitung beruhende Verhaltensänderung.“ Es gibt zwei Definitionen für Lernen. In der Psychologie ist Lernen eine „Aneignung von Wissen, beinhaltet jedoch auch Veränderungen im Verhalten, in Einstellungen, Fertigkeiten, Gewohnheiten und Gefühlen.“ Hierbei gibt es zwei unterschiedliche Sichtweisen: Zum einen die behavioristische Sichtweise, die das Lernen als Aufnehmen von Wissen oder Verhaltensveränderungen definiert und zum anderen die konstruktivistische Sichtweise, die diese als Konstruktion von Wissen betrachtet
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Lernen und Gedächtnis
1.1 Das Lernen
1.2 Das Gedächtnis
2. Speichertypen
3. Das Gehirn und die Informationsübertragung
3.1 Das Gehirn
3.2 Die Informationsübertragung im Gehirn
4. Speicherung im Gedächtnis
5. Schluss
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, grundlegende Zusammenhänge zwischen der menschlichen Wahrnehmung, der Weiterleitung von Nervenimpulsen und der Speicherung von Sinneseindrücken im Gedächtnis aufzuzeigen. Hierbei wird der Bogen von den theoretischen Lerntheorien über die biologische Anatomie des Gehirns bis hin zu den zellulären Prozessen der Informationsübertragung gespannt.
- Grundlagen des Lernens und Definitionen von Gedächtnisformen
- Klassifizierung der Speichertypen (Ultra-, Kurz- und Langzeitgedächtnis)
- Anatomischer Aufbau des Gehirns und funktionale Hirnbereiche
- Neurobiologische Signalübertragung durch Synapsen und Aktionspotentiale
- Molekularbiologische Hypothesen zur dauerhaften Gedächtnisspeicherung
Auszug aus dem Buch
Die Synapse
Die Synapse ist der Teil zwischen der synaptischen Endigung und der präsynaptischen Zelle. Die Synapse besteht aus der chemischen und der elektrischen Synapse. Die chemische Synapse kommt häufiger im menschlichen Körper vor.
Für die Weiterleitung der elektrischen Impulse in der chemischen Synapse muss über einen chemischen Prozess laufen. Die synaptischen Vesikel sind mit Neurotransmitter befüllt und befinden sich im Cytoplasma. Wenn ein Aktionspotential eintritt werden diese Neurotransmitter freigesetzt. Es findet eine Depolarisation statt. Dadurch können die Calciumionen aus den Calciumkanälen austreten. Die Neurotransmitter wandern von der präsynaptischen zur postsynaptischen Membran. Die Rezeptoren an der postsynaptischen Membran können die Neurotransmitter empfangen und dadurch öffnet sich ein Ionenkanal. Wenn Ionen ein- oder ausfließen, findet eine De- oder Hyperpolarisation statt. Wenn die Zelle erregt wird, wird durch das neue Aktionspotential die Informationen weitergegeben. Wenn sie aber gehemmt wird, passiert nichts. Die erregenden Synapsen werden exitatorisch und die hemmenden inhibitatorisch genannt. Bei einer exitatorischen Synapse wandern die Natriumionen in die Zelle und die Kaliumionen aus der Zelle. Durch diesen Vorgang findet eine Depolarisation der Zelle statt, weil sich das Membranpotential ändert und ein Aktionspotential wird erstellt. Diese Veränderung wird exitatorisches postsynaptisches Potential (EPSP) bezeichnet.
Bei der inhibitorischen Synapse öffnen sich die Ionenkanäle und Kaliumionen fließen aus der Zelle und die Chloridionen fließen in die Zelle. Folglich wird das Membranpotential weniger und der Zelle wird es schwieriger, ein Aktionspotential zu erstellen. Dies wird als inhibitorisches postsynaptisches Potential (IPSP) bezeichnet.
Synapsen haben die Aufgabe, Informationen weiterzuleiten und sind ebenfalls dafür zuständig, dass sich der Mensch erinnern und denken können.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die Aufnahme und Verarbeitung von Sinneseindrücken sowie den geplanten Aufbau der Untersuchung.
1. Lernen und Gedächtnis: Dieses Kapitel definiert den Begriff Lernen aus psychologischer Sicht und stellt verschiedene Lerntheorien wie das assoziative und kognitive Lernen vor, ergänzt durch die Grundlegung des Gedächtnisses.
2. Speichertypen: Hier werden die drei Gedächtnisformen Lang-, Kurz- und Ultrakurzzeitgedächtnis hinsichtlich ihrer Speicherkapazität und Funktionsweise differenziert.
3. Das Gehirn und die Informationsübertragung: Es wird die Anatomie des menschlichen Gehirns erläutert und die neurobiologische Signalübertragung via Nervensystem, Neuronen und Synapsen detailliert beschrieben.
4. Speicherung im Gedächtnis: Dieser Abschnitt widmet sich den biologischen Hypothesen, wie Informationen durch molekulare Prozesse, insbesondere unter Beteiligung von DNS und RNS, dauerhaft gespeichert werden könnten.
5. Schluss: Zusammenfassende Reflexion der behandelten Themen sowie eine kritische Einordnung der wissenschaftlichen Beweisbarkeit der vorgestellten Erklärungsmodelle.
Schlüsselwörter
Gedächtnis, Lernen, Speichertypen, Langzeitgedächtnis, Gehirn, Nervensystem, Aktionspotential, Synapse, Neurotransmitter, Hippocampus, Informationsübertragung, EPSP, IPSP, DNS, Hirnrinde.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die biologischen und psychologischen Grundlagen des Lernens und wie unser Gedächtnis Informationen aufnimmt, verarbeitet und speichert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind die verschiedenen Lerntheorien, die Einteilung des menschlichen Gedächtnisses in Speichertypen sowie der anatomische und funktionale Aufbau des Gehirns.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin oder der Autor?
Das Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über den Weg einer Information vom Sinneseindruck bis zur dauerhaften Speicherung im Gehirn zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die psychologische Definitionen und neurobiologische Erkenntnisse zusammenführt und durch schematische Darstellungen veranschaulicht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?
Im Hauptteil werden neben den Lerntheorien die Speichertypen des Gedächtnisses, die verschiedenen Hirnareale sowie die elektrophysiologischen Prozesse an Synapsen und die molekularen Vorgänge bei der Gedächtnisspeicherung erklärt.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?
Typische Begriffe sind Gedächtnis, Lernen, Aktionspotential, Synapsen, Speichertypen und neuronale Informationsübertragung.
Welche Rolle spielt das limbische System für unser Gedächtnis?
Das limbische System, zu dem insbesondere der Hippocampus und die Amygdala gehören, ist zentral für die Verbindung von Gedächtnisinhalten mit Emotionen und maßgeblich an der Speicherung deklarativer Fakten beteiligt.
Wie unterscheidet sich die Reizweiterleitung bei exzitatorischen und inhibitorischen Synapsen?
Exzitatorische Synapsen führen durch Depolarisation zur Erregung und Bildung eines Aktionspotentials, während inhibitorische Synapsen die Zellmembran so beeinflussen, dass eine Erregung erschwert wird.
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- Anonym (Autor), 2018, Lernen und Gedächtnis. Speichertypen und die Informationsübertragung im Gehirn, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429519