‚wâfen‘, ‚schilte‘ und ‚zimiere‘. Eine Untersuchung heraldischer Textgestaltungselemente und ihrer Funktionen in Wirnt von Grafenbergs "Wigalois"


Seminararbeit, 2010

19 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entwicklung heraldischer Motive im Frühmittelalter

3. Wappen als Zeichen
3.1 Bedeutungsträger und Identitätsstifter
3.2 Charakterisierung durch Motive und Farben

4. Heraldische Motive im Wigalois
4.1 Die Wappen Wigalois` und Gaweins
4.2 Gegner und Verbündete
4.3 Weibliche Figuren als Wappenträger
4.4 Die narrativen Funktionen der Wappen und Zeichen

5. Schlussbetrachtungen

1. Einleitung

„Das Wappen ist für den mittelalterlichen Menschen mehr als nur eine genealogische Liebhaberei. Die Wappenfigur gewinnt in seinem Bewusstsein nahezu den Wert eines Totem. Löwen, Lilien und Kreuze werden zu Symbolen, in denen ein ganzer Komplex von Stolz und Streben, Anhänglichkeit und Gemeinschaftsgefühl als selbstständiges, unteilbares Ganzes bildhaften Ausdruck findet.“1

Dieses Zitat von Johan Huizinga verdeutlicht: Wappen nehmen eine besondere Rolle im Leben mittelalterlicher Menschen ein. Die Heraldik, die in ihren bis heute bekannten Ausprägungen erst im frühen Mittelalter entsteht, entwickelt sich zu einem Hort von Zeichen vor allem „adeligen Selbstverständnisses im Früh- und Hochmittelalter“2, die Identität stiften und damit einen Beitrag zur detaillierteren Untersuchung vergangener Denkweisen liefern.

Mehr denn je entwickelt sich die Heraldik nicht nur im historischen sondern auch im literarischen Sinne zu einer Geschichtsquelle mit vielseitiger Geltung und stellt ein Spiegelbild der gelebten mittelalterlichen Gesellschaft mit ihren Präferenzen, Ängsten, aber auch ihrem Alltag dar.3 Die gesamte Thematik ist dabei nur interdisziplinär zu begreifen: Literarische und historische Forschungsthemen bezüglich der Bedeutung heraldischer Zeichen und Motive überschneiden sich immer wieder. Beide Herangehensweisen nützen der jeweils anderen.

Auch wenn bei Wappen und Wappenbeschreibungen aus mittelhochdeutschen Texten längst nicht immer gesichert ist, dass diese auch ein historisches Pendant hatten, sondern dass sie möglicherweise nur der Fantasie entsprungen waren, kann man trotzdem versuchen, die heraldischen Formen einzuordnen. Dafür müssen diese zumindest unter sozial-, rechts-, kultur- und mentalitätshistorischen Blickwinkeln in Betracht genommen werden.4 Der Wigalois Wirnts von Grafenberg ist ein Beispiel für eine Erzählung aus dem 11. / 12. Jahrhundert, die Wappen als bedeutungstragende Zeichen nutzt. Einige heraldische Symbole werden im Text sehr detailliert beschrieben, andere nur sehr vage und manche Ritter und Nebendarsteller erhalten gar nicht erst ein nach außen sichtbares Zeichen mit Wiedererkennungswert.

Vor allem deshalb stellt sich vor dem Hintergrund von Wappennennungen und Schildbeschreibungen im Wigalois die Frage, mit welcher Absicht Wirnt von Grafenberg diese eingesetzt hat? Könnte er damit das Geschehen auflockern und imaginär hätte visualisieren wollen? Welchen Beitrag leisten die Wappenmotive zur „Ausgestaltung der Erzählwelt“5 ? Welche narrative Funktion geht eventuell mit den Wappen einher und steht der Wigalois damit am Beginn oder möglicherweise eher am Ende einer heraldischen Entwicklung im Mittelalter?

Um diesen Fragen nachzugehen, befasst sich die vorliegende Arbeit neben einer Darstellung der Entwicklung heraldischer Formen im Früh- und Hochmittelalter sowie einem Kapitel über Wappen als bedeutungstragende Zeichen grundlegend mit den heraldischen Motiven und ihren narrativen Funktionen im Wigalois. Dabei sollen Familienwappen ebenso wie Wappen von Gegnern und Verbündeten nebst heraldischen Zeichen weiblicher Figuren analysiert werden, bevor eine Schlussbetrachtung die Arbeit abrundet.

2. Die Entwicklung heraldischer Motive im Frühmittelalter

Seit dem Ende 11. Jahrhundert beginnt für die Betrachtung einer heraldischen Entwicklung in Europa eine neue Epoche: Es „konstituiert sich endgültig das Geschlecht als Ausdruck agnatischen Verwandtschaftsbewusstseins“6. Der Vater galt als Erbträger, die vorhergehende, noch aus dem germanischen stammende Einnamigkeit verschwindet und Familiennamen entstehen, wenn auch zumeist erst bei Adeligen in namentlichem Bezug auf ihren Stammsitz.7

Künftig diente der Zweitname im damaligen Sinne als Identifikationslinie und vereinte viele Menschen unter einer Zugehörigkeit. Damit wurden bestimmte Gruppierungen nach innen sowie nach außen konsolidiert - sie konnten sich fortan abgrenzen, sofern sie das wollten. Die visuelle Variante dieser neu entstehenden Epoche waren anfangs auf Schilden dargestellte Wappen als Geschlechtssymbol, die die eigene und kollektive Identität einer Gruppe versinnbildlichten.8 Die eigene Selbstdefinition in diesen Zeiten bestand fast ausschließlich in der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft. Wappen symbolisierten somit auch eine Art Umbruch vom archaischen zum modernen Mittelalter. Das Selbstverständnis eines frühmittelalterlichen Adeligen wurde nun also einerseits durch seinen Namen und andererseits durch sein symbolisches Zeichen geprägt. Daneben hatten heraldische Schildmotive vor allem zu Beginn dieser Entwicklung die Aufgabe, auf den Feind abschreckend zu wirken. Gleichwohl wurden Bildsymbole in der Folge nicht nur auf Schilden sichtbar, sondern auch als Zier auf Helmen. Anfangs meist nur herausragende Ritter, Herrscher oder Könige trugen diesen und versuchten so den Helm als besonderen Teil der Rüstung stark hervorzuheben.9

Indes waren nicht nur bildliche Darstellungen auf Helmen, möglicherweise sogar in Einklang mit dem Wappenschild wichtig, sondern auch die Helmform, die einen sozialgeschichtlichen Hinweis geben konnte: Zugehörigkeit zum Bürgertum oder zum Adel.10 Für die Tjost bei einem Turnier, den ehrenhaften Kampf eines gegen den anderen Mann, waren Wappen nicht weniger bedeutungsvoll, identifizierten sie doch nach außen hin sichtbar denjenigen, der in der Rüstung steckte. Das Wappenschild war als Erkennungszeichen verbindlicher als die Helmzier, denn diese konnte im Turnier und im Kampf beschädigt werden und galt eher als oberflächliches Identifizierungssymbol für Herolde und das Publikum, da sie nur der momentanen Individualisierung diente. Erst um 1240 wird die Helmzier erblich.11 Schilde und Ziere werden auch im Wigalois während eines Kampfes oder Turniers beschädigt, dazu jedoch in einem anderen Kapitel mehr.

Enorm wichtig für das Aufkommen von identitätsstiftenden Zeichen war aber nicht nur ein neues Verständnis von Abstammung und Stammlinie, sondern insbesondere die „neuen Erfahrungen in einer durch die Kreuzzüge international gewordenen Welt“12. Während der ersten Kreuzzüge muss der Gedanke entstanden sein, sich voneinander mit Zeichen abzugrenzen. So war nicht nur der Gegner leichter anhand von fehlenden oder anderen Wiedererkennungszeichen auf Schilden und Bannern sowie Fahnen erkennbar, sondern auch die einzelnen Truppen aus verschiedenen Gebieten des Abendlandes.

Durch die Auslieferung der Darstellungen an Herolde, die begannen, alle Details schriftlich festzuhalten und damit die Heraldik im eigentlichen Sinne erst entstehen zu lassen, wurden die Wappen auch literarisiert und galten als eine Art Gleichnis, als „Objekt einer gezielt komplizierten und ganz speziellen Kommunikation“.13

3. Wappen als Zeichen

3.1 Bedeutungsträger und Identitätsstifter

Schilde mit Wappenmotiven sind eine Art „Bilderrätsel“14. Einerseits sollten sie die Eigenschaften des Trägers nach außen hin symbolisieren, aber auch erschaudernd und respekteinflößend wirken. Dabei mussten die Wappenträger eine Mittellinie zwischen Selbstrepräsentation und militärischer Notwendigkeit des Zeichens finden. Einige Wappen sind sicherlich auch dementsprechend so gewählt worden, dass man ihre Motive erst nach reichlicher Überlegung entschlüsseln und in Bezug zum Träger setzen konnte. Selbst Geistliche hat man nach ihrer Interpretation der Schildmotive gefragt, um einen Teil göttlichen Segens mit in den Kampf, das Turnier oder den Kreuzzug zu nehmen.15 Ferner existierten Amts- und Funktionswappen, die nach Ablegung eines Amtes an den Nachfolger weitergegeben wurden. Erst innerhalb einiger Jahrzehnte bis Jahrhunderte hatte sich die Heraldik so weiterentwickelt, dass ein einziges Wappen ein fester Bezugspunkt einer bestimmten Gruppierung von Menschen einer ‚Stammlinie‘ wurde.16

Unterschieden werden außerdem diverse Ausprägungen von identitätsstiftenden Zeichen. ‚Redende Wappen‘ beispielsweise beziehen sich auf den Namen eines Trägers und stellen ihn bildlich nach. ‚Anspielende Wappen‘ beziehen sich, wie der Name schon sagt, auf Aspekte aus dem Leben, auf die gesellschaftliche Stellung oder die Funktion des Tragenden. Daneben können heraldische Motive an eine ehrenvolle Tat erinnern oder auch einen politischen Bezug haben. Gleichzeitig sind solche Bildnisse auch immer wieder Zeugnisse ihrer Zeit und können gewissermaßen nur unter einer religiös-politisch-sozial-mentalen Lupe eingeordnet werden.17

In der mittelhochdeutschen Literatur wird ebenso deutlich, dass erst im Laufe der Entstehung vieler bis heute bekannter Texte mittelhochdeutscher Autoren eine heraldische Entwicklung einsetzt, denn nicht in jeder der bekannten Erzählungen finden sich Beschreibungen von Wappen oder ähnlichen Motiven.18

3.2 Charakterisierung durch Motive und Farben

Heraldische Zeichen sind selten völlig identisch. Sie unterscheiden sich nach Größe, Farben, Motivwahl, Aufteilungen und einigen weiteren Details. Dabei ist es nur zu Beginn der Wappenentwicklung so, dass willkürliche Zeichen und Bestandteile gewählt werden, die auch wieder abgelegt wurden. Im Laufe der Entstehung wurde die Wappengestaltung bewusst dazu genutzt, bestimmte Attribute des Trägers zu betonen oder eine ganz bestimmte Wirkung bei Gegnern und Verbündeten zu erzielen.19 Hier folgte man besonderen Gesetzmäßigkeiten: Einige Zeichen und Motive wurden auf Wappen permanent überbetont und aus Naturwesen beispielsweise Fabelwesen gemacht.20 Manche Wappen aus der Anfangszeit symbolisieren zwar einen Drang nach Abhebung von allen anderen Zeichen, jedoch kein explizites Lösen vom Sinnbild der Gemeinschaft, der man angehörte. Egal wie, Wappensymbole hatten und haben eine Signalwirkung. Inwiefern genau das möglicherweise auf den Helden Wirnts von Grafenberg zutrifft, wird in Kapitel 4.1 näher betrachtet.

Tiere - und damit sind vor allem wundersame Motivtiere aus der Welt der Kreuzzüge zur Selbstidentifikation gemeint - waren ein im frühen 12. Jahrhundert beliebtes Motiv auf Schilden und bei der Gestaltung von Helmzieren: Sie waren Sinnbilder von Tugenden, Lastern, guten und auch schlechten Eigenschaften.21 Heimische Tiere zählten allerdings während der anfänglichen Entwicklungsphase von heraldischen Zeichen zu eher unbeliebten Motiven. Sie, das waren beispielsweise Wolf, Bär, Eber und Hirsch, passten nicht mehr in das durch die Kreuzzüge internationalisierte Weltbild eines bewanderten Ritters, der nach ‚aventiure‘ suchte und sich bewähren musste. Erst später werden sie wieder Bestandteile von Wappen.22 Lediglich Gawein als literarische Vaterfigur von Wigalois trägt noch einen Hirsch im Schilde, womit sich Kapitel 4.1 auch näher beschäftigt.

Dass Wigalois einen Drachen besiegt und zwei seiner Gegner diese im Schilde führen, bezeugt, dass Drachen eine mitunter wichtige Rolle spielen. Waren sie in der keltisch-germanischen Überlieferung häufig große, gefährliche Schlangen, so entwickelten sie sich durch eine Überstilisierung der Christenheit zu Ebenbildern des Teufels auf Erden, die zu besiegen die christliche Menschheit gekommen war. Wer also den Drachen besiegte - und hier bietet sich ein passender Vergleichspunkt mit Wigalois‘ Drachenkampf - , der war ein Held biblischen Ausmaßes und erlöste die Menschen aus ihrer Unterdrückung, sodass ein neues Zeitalter beginnen konnte.23 Ebenso stellt der Drache als Schildmotiv dann die Stellvertreter des Teufels, beziehungsweise diejenigen dar, die mit dem Teufel paktieren. Drachenabbildungen dürften ebenso Zeichen zur Abschreckung sein. Beispielhaft dafür sind Drachenbilder, die auf dem Teppich von Bayeux abgebildet sind.24

Der Löwe als heraldisches und christliches Motiv scheint eine besondere Bedeutung gehabt zu haben. Als Modeerscheinung der Kreuzzugszeit und Sinnträger von Macht, Stärke und Ansehen bildet er das Zeichen für Herrscher und Mächtige.25 Im ‚Wigalois‘ allerdings erscheint der Löwe nur ein einziges Mal: als Wappentier der Marine. Mit den üblichen Überbetonungen seiner Attribute in heraldischen Motiven kann man den Löwen in diesem Zusammenhang als eine Art Fabelwesen für die Zeitzeugen betiteln, da wohl auch nur wenige Personen das Tier je selbst gesehen haben, die es später als Wappentier wählten. Kapitel 4.3 wird sich noch ein wenig näher damit befassen.

Insbesondere bei der Farbwahl ging es darum, das eigene Zeichen deutlich sichtbar zu machen. Dafür war es notwendig, dass sich das Motiv vom Hintergrund abhob, also der Kontrast hell / dunkel oder glänzend / matt war.

„Lange Zeit war die Heraldik daher von einem Zweifarbenprinzip beherrscht, wobei Rot/Silber und Rot/Gold dominierten, gefolgt von Blau/Gold und Schwarz/Gold. Die Variationsmöglichkeiten waren also nicht sehr groß, […].“26

[...]


1 Zitat von Johan Huizinga, zitiert nach Heiko Hartmann: Heraldische Motive und ihre narrative Funktion in den Werken Wolframs von Eschenbach. In: Wolfram-Studien XVII (2002), S. 157-181, hier S. 157.

2 Georg Scheibelreiter: Wappenbild und Verwandtschaftsgeflecht. Kultur und mentalitätsgeschichtliche Forschungen zu Heraldik und Genealogie. Wien, München 2009 (Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Ergänzungsband 53), S. 8.

3 Vgl. Haiko Wandhoff: Der Schild als Bild-Schirm. Die Anfänge der Heraldik und die Visualisierung der Literatur im 13. und 14. Jahrhundert. In: Akten des X. Internationalen Germanistenkongresses Wien 2000: „Zeitenwende - Die Germanistik auf dem Weg vom 20. ins 21. Jahrhundert“. Hg. v. Peter Wiesinger unter Mitarbeit von Hans Derkits. Bd. 5: Mediävistik und Kulturwissenschaften. (Jahrbuch für Internationale Germanistik Reihe A. Bd. 57) Bern u.a. 2002, S. 81-88, hier S. 82.

4 Vgl. Scheibelreiter, Wappenbild (wie Anm. 2), S. 10.

5 Hartmann, Heraldische Motive und ihre narrative Funktion (wie Anm. 1), S. 158.

6 Scheibelreiter, Wappenbild (wie Anm. 2), S. 13.

7 Vgl. Hans-Jürgen Scheuer: Wahrnehmen - Blasonieren - Dichten. Das Heraldisch- Imaginäre als poetische Denkform in der Literatur des Mittelalters. In: Das Mittelalter 11 / 2 (2006), S. 53-70, hier S. 57 (im Folgenden zitiert als ‚Scheuer, Wahrnehmen-Blasonieren-Dichten‘).

8 Vgl. Hartmann, Heraldische Motive und ihre narrative Funktion (wie Anm. 1), S. 159: Das deutsche Wappenwesen macht zwischen 1180 und 1210 einen erheblichen Entwicklungssprung durch. Vgl. dazu auch Scheibelreiter, Wappenbild (wie Anm. 2), S. 23: Die ersten bekannten Wappendarstellungen auf Schilden finden sich auf dem Teppich von Bayeux (1075) in Form von Drachenbildern.

9 Vgl. Hartmann, Heraldische Motive und ihre narrative Funktion (wie Anm. 1), S. 160. Im Laufe des 13. Jahrhunderts entwickelt sich die Helmzier dann zu einem obligatorischen Bestandteil jedes Vollwappens.

10 Vgl. Scheibelreiter, Wappenbild (wie Anm. 2), S. 19-22.

11 Vgl. ebd., S. 139.

12 Ebd., S. 18. Zur Bedeutung der Kreuzzüge für die Entstehung von Wappen vgl. auch Hartmann, Heraldische Motive und ihre narrative Funktion (wie Anm. 1), S. 159.

13 Scheibelreiter, Wappenbild (wie Anm. 2), S. 141. Zum Entstehungszeitraum der literarischen Heraldik vgl. Christoph Fasbender: Der >Wigalois< Wirnts von Grafenberg. Eine Einführung. Berlin, New York 2010, S. 155 (im Folgenden zitiert als ‚Fasbender, Einführung Wigalois‘).

14 Ebd., S. 12. Zur Frage, warum gerade Schilde als Präsentationsgrundlage dienten, vgl. ebd., S. 130: „Die ebene Fläche der großen Schilde bot die unvergleichliche Möglichkeit, das Charakteristikum des Geschlechts bildhaft festzuhalten und dann zu präsentieren, wenn die Identität besonders hervorgehoben werden musste: bei der Sammlung der Krieger, vor der Schlacht.“ Vgl. dazu auch Wandhoff, Schild als Bild-Schirm (wie Anm. 3), S. 81.

15 Vgl. Scheibelreiter, Wappenbild (wie Anm. 2), S. 56.

16 Vgl. Hartmann, Heraldische Motive und ihre narrative Funktion (wie Anm. 1), S. 159.

17 Vgl. Scheibelreiter, Wappenbild (wie Anm. 2), S. 52ff. Vgl. zu Redenden Wappen auch Alfred Zappe: Grundriss der Heraldik. Zweite, ergänzte und erweiterte Auflage mit 141 Textabbildungen und 22 zumeist farbigen Tafeln. Limburg 1971, S. 80 (im Folgenden zitiert als ‚Zappe, Grundriss der Heraldik‘).

18 Vgl. Hartmann, Heraldische Motive und ihre narrative Funktion (wie Anm. 1), S. 161ff. Zum Vergleich mit Texten, in denen ebenfalls Wappen erkennbar sind, stehen hier der ‚Eneasroman‘ Heinrichs von Veldeke, der ‚Erec‘ Hartmanns von Aue, der ‚Parzival‘ und ‚Willehalm‘ Wolframs von Eschenbach zur Verfügung. „Der ‚Iwein‘ [Hartmanns von Aue] kennt überhaupt keine Wappen.“ Vgl. zu der Gegenüberstellung mit anderen zeitgenössischen Texten fauch Fasbender, Einführung Wigalois (wie Anm.13), S. 155.

19 Durch das deutliche Aufdecken der eigenen Identität konnte ein Ritter natürlich auch Gefahr drohen. Vgl. dazu ebd., S. 169.

20 Vgl. Scheibelreiter, Wappenbild (wie Anm. 2), S. 17.

21 Vgl. ebd., S. 47ff.

22 Vgl. Hartmann, Heraldische Motive und ihre narrative Funktion (wie Anm. 1), S. 159: In der spezifisch deutschen Entwicklung von Wappen tauchen Eber, Hirsch und andere später wieder auf. Vgl. auch Scheibelreiter, Wappenbild (wie Anm. 2), S. 47.

23 Vgl. Scheibelreiter, Wappenbild (wie Anm. 2), S. 50ff.

24 Vgl. Zappe, Grundriss der Heraldik (wie Anm. 17), S. 30.

25 Vgl. Scheibelreiter, Wappenbild (wie Anm. 2), S. 25.

26 Ebd., S. 135. Vgl. zu den Farben auch Wandhoff, Schild als Bild-Schirm (wie Anm. 3), S. 86 sowie Scheuer, Wahrnehmen-Blasonieren-Dichten (wie Anm. 7), S. 59ff.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
‚wâfen‘, ‚schilte‘ und ‚zimiere‘. Eine Untersuchung heraldischer Textgestaltungselemente und ihrer Funktionen in Wirnt von Grafenbergs "Wigalois"
Hochschule
Universität Osnabrück  (Germanistik)
Veranstaltung
Wirnt von Grafenberg: Wigalois
Note
1,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
19
Katalognummer
V430825
ISBN (eBook)
9783668736641
ISBN (Buch)
9783668736658
Dateigröße
609 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wigalois, Ritter, Helden, Wappen, Schilde, Schwerter, Heraldik, Symbolik von Wappen
Arbeit zitieren
Christoph Penning (Autor), 2010, ‚wâfen‘, ‚schilte‘ und ‚zimiere‘. Eine Untersuchung heraldischer Textgestaltungselemente und ihrer Funktionen in Wirnt von Grafenbergs "Wigalois", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/430825

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