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"Ist doch eh alles Schnee von gestern…!" Zur Herstellung von Gegenwartsbezügen im Geschichtsunterricht mithilfe einer Unterrichtsvideoanalyse

Titel: "Ist doch eh alles Schnee von gestern…!" Zur Herstellung von Gegenwartsbezügen im Geschichtsunterricht mithilfe einer Unterrichtsvideoanalyse

Seminararbeit , 2013 , 22 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Christoph Penning (Autor:in)

Didaktik - Geschichte
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Kinder und Jugendliche haben heutzutage vielfältigste Möglichkeiten, mit Gegenständen des Faches Geschichte in Verbindung zu kommen. Sie sehen TV-Sendungen, streamen Serien, spielen mit Playmobilrittern oder verkleiden sich als römische Krieger. Doch welche Folgen haben diese Einflüsse auf das konkrete Unterrichtshandeln und den Unterrichtsverlauf? Wie können Gegenwartsbezüge im Geschichtsunterricht hergestellt werden, die einen Lebensweltbezug für Schülerinnen und Schüler bieten? Diesen und anderen Fragen wird anhand eines konkreten Unterrichtsbeispiels und der Analyse des Videos der Stunde nachgegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Immer wiederkehrend: „Herstellen von Gegenwartsbezügen“ als Lernaufgabe

3. Wie soll diese Aufgabe bewältigt werden? Lehr-Lernformen und ihre Aufgabe als geschichtsmethodische Instrumente

4. Gegenwartsbezüge beim Blick in die Praxis: Kolonialismusstunde

4.1 Identifikation und Beschreibung

4.2 Diskussion

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz und methodische Umsetzung von Gegenwartsbezügen im Geschichtsunterricht, um Schülern den Sinn und Nutzen historischer Lernprozesse für ihre eigene Lebenswelt und Zukunft zu verdeutlichen. Anhand einer videobasierten Analyse einer Unterrichtsstunde zum Imperialismus wird kritisch beleuchtet, wie Lehrkräfte diese Bezüge herstellen und welche Chancen sowie Herausforderungen sich dabei ergeben.

  • Die Funktion von Gegenwartsbezügen als didaktische Fundamentalkategorie
  • Methodische Ansätze zur Herstellung von Gegenwartsbezügen im Geschichtsunterricht
  • Die Rolle der Werturteilsbildung und Transferleistung für historisches Lernen
  • Empirische Einblicke in die Praxis mittels Videografie
  • Herausforderungen bei der Vermittlung von Komplexität und Multiperspektivität

Auszug aus dem Buch

4.2 Diskussion

Schon bis zur Nennung des Entstehungsjahres 1740 hatten sich die SuS durch die unterrichtlichen Vorerfahrungen denken können, dass mit der Beschäftigung mit dem Imperialismus auch ein solches Lied aus dem historischen Umfeld dessen entstammt. Mit seiner historischen Einordnung hat der Lehrer bewusst das Lied zunächst als ein Relikt aus dem „Universum des Historischen“ von 1740 enttarnt, womit die zeitliche Distanz zwischen SuS und dem Gegenstand des Unterrichts festgelegt wird. Ob die kognitive Kombinierfähigkeit der SuS schon so weit ausgebildet war, dass manche sich hätten fragen können, warum ein solch altes Lied auch heutzutage noch als Version in digitaler Vertonung erhältlich ist, muss offen bleiben, wenngleich das ein wichtiger Gedankengang bei der Entwicklung einer historischen Frage gewesen wäre: Warum ist das alte Lied so bedeutsam, dass es noch heutzutage vertont wird?

Nur zwei Minuten nach der Nennung des Entstehungsjahres (welches der Lehrer die SuS theoretisch auch hätte schätzen lassen können) nimmt der Lehrer die Wortmeldung einer Schülerin auf: „Der Umstand, dass das eben feierlich, siegreich, mächtig wirkt und diesen Text hat, hat dazu geführt, dass es so etwas wie die inoffizielle Nationalhymne ist“ [Min. 21:30, Hervorhebung durch C.P.]. Durch den Gebrauch des Präsens als Tempus der Gegenwart hat der Lehrer vorgegeben, dass das Lied nicht nur ein Relikt ist, sondern auch heutzutage offensichtlich noch Bedeutung in Großbritannien besitzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Notwendigkeit von Gegenwartsbezügen, um Schüler für Geschichte zu begeistern und Sinnstiftung im Unterricht zu ermöglichen.

2. Immer wiederkehrend: „Herstellen von Gegenwartsbezügen“ als Lernaufgabe: Dieses Kapitel erörtert, warum der Gegenwartsbezug eine strukturelle Herausforderung darstellt und als bedeutender Motivationsfaktor für die Involviertheit der Lernenden fungiert.

3. Wie soll diese Aufgabe bewältigt werden? Lehr-Lernformen und ihre Aufgabe als geschichtsmethodische Instrumente: Es werden verschiedene methodische Ansätze wie Brainstorming, die „Feature“-Methode und werturteilsbildende Verfahren analysiert, um eine Brücke zwischen historischen Inhalten und der Lebenswelt der Schüler zu schlagen.

4. Gegenwartsbezüge beim Blick in die Praxis: Kolonialismusstunde: Dieser Teil präsentiert eine empirische Analyse einer realen Unterrichtsstunde zum Imperialismus, wobei die Identifikation von Bezügen und eine kritische Diskussion der Lehrerführung im Fokus stehen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die Herstellung von Gegenwartsbezügen ein bewusster didaktischer Prozess sein muss, der nicht jedes Thema zwangsweise einbeziehen kann, aber zur Ausbildung einer historischen Identität beiträgt.

Schlüsselwörter

Geschichtsunterricht, Gegenwartsbezug, Historisches Lernen, Didaktik, Unterrichtsanalyse, Videografie, Imperialismus, Werturteilsbildung, Transferleistung, Sinnstiftung, Historische Identität, Lernaufgaben, Methodenkompetenz, Subjektivität, Orientierungskompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der geschichtsdidaktischen Herausforderung, im Unterricht Bezüge zwischen vergangenen Ereignissen und der Lebenswelt der Schüler herzustellen, um Geschichte für sie sinnvoll und relevant zu gestalten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die Motivationsfaktoren für Schüler, der Einsatz verschiedener Lehr-Lernformen zur Unterrichtsgestaltung sowie die Analyse von praktischen Beispielen der Unterrichtsführung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die systematische Analyse von Geschichtsunterricht zu fördern und aufzuzeigen, wie Lehrer durch gezielte Methoden Kompetenzen anbahnen, um die Relevanz von Geschichte für Gegenwart und Zukunft herauszustellen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse geschichtsdidaktischer Theorien sowie eine empirische Prozessanalyse in Form einer Videografie eines realen Geschichtsunterrichts.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Gegenwartsbezugs als Lernaufgabe, eine Diskussion über methodische Instrumente sowie eine konkrete Fallanalyse einer Geschichtsstunde zum Thema Imperialismus.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Historisches Denken, Gegenwartsbezug, Kompetenzorientierung, Werturteilsbildung und unterrichtliche Sinnstiftung.

Wie bewertet der Autor die untersuchte Kolonialismusstunde?

Der Autor lobt die methodische Vielfalt und Anschaulichkeit, merkt jedoch kritisch an, dass die Schüler eher durch den Lehrer auf den Gegenwartsbezug hingewiesen wurden, statt diesen selbstständig zu entdecken.

Welche Rolle spielen moderne Medien bei der Herstellung von Gegenwartsbezügen?

Der Autor betont, dass moderne Medien und digitale Präsentationen hervorragend geeignet sind, um gezielte historische Fragen und Assoziationen bei den Schülern zu evozieren.

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Details

Titel
"Ist doch eh alles Schnee von gestern…!" Zur Herstellung von Gegenwartsbezügen im Geschichtsunterricht mithilfe einer Unterrichtsvideoanalyse
Hochschule
Universität Osnabrück  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Geschichtsunterricht im Blick. Analyse von Unterrichtsvideos
Note
2,0
Autor
Christoph Penning (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
22
Katalognummer
V430855
ISBN (eBook)
9783668736689
ISBN (Buch)
9783668736696
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschichtsunterricht Unterrichtsvideos Gegenwartsbezug Lebensweltbezug Geschichtsdidaktik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christoph Penning (Autor:in), 2013, "Ist doch eh alles Schnee von gestern…!" Zur Herstellung von Gegenwartsbezügen im Geschichtsunterricht mithilfe einer Unterrichtsvideoanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/430855
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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