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Zur Einbringung von Feedbackmethoden außerschulischer Jugendverbandsarbeit in den schulischen Alltag

Kooperation von formalen, non-formalen und informellen Bildungsansätzen

Title: Zur Einbringung von Feedbackmethoden außerschulischer Jugendverbandsarbeit in den schulischen Alltag

Seminar Paper , 2012 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christoph Penning (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Bildung ist wertvoll, wichtig und in jedem Fall zu fördern. Das ist der gesellschaftliche Konsens. Bildung gilt dabei als Schlüssel zu fast allem: Integration, Arbeit, Wohlstand, Zufriedenheit und gesellschaftlichem Teilhabewillen. So scheint es kaum verwunderlich, dass immer mehr Organisationen ihre Aktivitäten als Bildung be-, bzw. umschreiben. Bildung kann dabei allerdings mehr als Schule sein: Auch außerhalb der tradierten Institutionen findet Lernen statt. Jugendverbände sprechen von non-formaler oder informeller Bildung, wenn sie ihr Handeln beschreiben. Für viele von ihnen bedeutet Bildung den umfassenden Prozess der Entwicklung und Entfaltung derjenigen Fähigkeiten, die Menschen in die Lage versetzen, zu lernen, ihre Potenziale zu entwickeln, zu handeln, Probleme zu lösen und Beziehungen zu gestalten. Kinder und Jugendliche brauchen Unterstützung, um ihre Fähigkeiten der Identitätsfindung, Persönlichkeitsentfaltung und Selbstverwirklichung zu entwickeln – um auch fürs „Leben zu lernen“. Schule, Hochschule und Ausbildungsbetrieb alleine können dies nicht leisten. Auf ihrem Weg zum gesellschaftlich handlungsfähigen „Subjekt“ erfahren Schülerinnen und Schüler nicht nur Prägungen und Beeinflussungen aus der Schule und anderen Einrichtungen, sondern immer und fortwährend, egal, wo und wann sie sich bewegen. Lernorte außerhalb formaler Bildungseinrichtungen sind daher notwendig, um die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen zu begleiten und ihnen Wege aufzuzeigen, ihr künftiges Leben zu bewältigen. Einige dieser Wege können Schulen und andere Institutionen so nicht bieten können bzw. haben sie bisher nicht geboten.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kooperation zwischen Schule und Jugendverbänden

3. Feedbackmethoden - Einbringung in den schulischen Alltag

3.1 Voraussetzungen und Methoden

3.1.1 Feedback geben

3.1.2 Feedback nehmen

3.1.3 Methoden mit Einbringungspotenzial

3.2 Schwierigkeiten durch institutionelle und verbandliche Gegebenheiten

3.3 Ein durchführbarer Ansatz aus der Praxis

4. Wertschätzung durch Leistungsrückmeldung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht Möglichkeiten einer fruchtbaren Kooperation zwischen Schule und Jugendverbänden, um durch den gezielten Transfer von Feedbackmethoden aus der non-formalen Jugendbildungsarbeit in den schulischen Unterricht die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler zu fördern und eine wertschätzende Lernatmosphäre zu schaffen.

  • Grundlagen und Potenziale der Kooperation von formaler und non-formaler Bildung
  • Methodische Aspekte der Rückmeldung (Feedback geben und nehmen)
  • Barrieren und strukturelle Herausforderungen in der Zusammenarbeit
  • Praktikable Ansätze zur Implementierung von Feedbackmethoden im Schulalltag
  • Förderung der Persönlichkeitsentwicklung durch wertschätzende Leistungsrückmeldung

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Feedback geben

Das Feedbackgeben konzentriert sich auf die ganz persönliche Rückmeldung. Es geht um den eigenen subjektiven Eindruck, um die eigene Wahrnehmung. Das Feedback muss dabei ohne Interpretation und Urteil auskommen. Diejenigen, die Feedback geben, äußern in ihren Rückmeldungen, was ihnen persönlich an Äußerungen, Verhalten, Auftreten und anderen wichtigen Kriterien beispielsweise einer Präsentation gefallen hat. Dazu sprechen sie immer in der „Ich-Form“ und nie in der „Man-Form“. Die Rückmeldung kann auch nur dann ankommen, wenn die Person direkt, genau und verständlich angesprochen wird. Mit einer ehrlichen Rückmeldung kann nur gewollt sein, dass der Gegenüber Gewissheit über seine Fremdwahrnehmung erhält und an seinem Verhalten gegebenenfalls arbeiten kann. Daher sollte sich auch Kritik im Feedback immer nur auf Verhaltensweisen beziehen, die auch veränderbar sind. Wenn es darauf aufbauend dem Feedbacknehmer leichter gemacht werden soll, die Rückmeldungen anzunehmen, gilt es, Fragen zu vermeiden und eher Aussagen zu treffen.

Es leuchtet ein, dass man nicht jedem Anlass entsprechend exakt gleich viele gute und verbesserungswürdige Aspekte finden kann, um sie im Feedback anzuführen. Dennoch kann man es schaffen, auch kleine, gut gemachte Dinge lobend zu erwähnen. Trotzdem muss dabei natürlich immer die Verhältnismäßigkeit der Äußerungen gewahrt werden. Nichts ist schlimmer als ein aufgesetztes Feedback, bei dem positive Äußerungen des Feedbackgebers übertrieben und nicht wahrheitsgemäß sind. Wenn man allerdings die Möglichkeit hat, positive sowie konstruktive Kritik anzuführen, ist eine gern verwendete Form der Rückmeldungen die „Sandwich-Methode“. Dabei wird das Feedback mit etwas positivem begonnen, wonach dann kritische Aspekte eingebracht werden, bevor diese wiederum mit einem positiven Punkt abgerundet werden. So besteht auch die größte Chance, Gehör zu bekommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Bildung als lebenslangen Prozess und betont die Notwendigkeit von Lernorten außerhalb formaler Einrichtungen, um die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen umfassend zu fördern.

2. Kooperation zwischen Schule und Jugendverbänden: Dieses Kapitel erörtert die Potenziale und notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendverbänden, um für Schülerinnen und Schüler wertvolle Erfahrungen in weniger gezwungenen Rahmen zu ermöglichen.

3. Feedbackmethoden - Einbringung in den schulischen Alltag: Hier werden spezifische Methoden der Rückmeldung vorgestellt, die aus der Jugendverbandsarbeit in den schulischen Kontext übertragen werden können, wobei die Bedeutung einer vertrauensvollen Lernumgebung hervorgehoben wird.

3.1 Voraussetzungen und Methoden: Dieser Abschnitt differenziert zwischen Feedback-Geben und Feedback-Nehmen als essenzielle Instrumente der Kommunikation und beschreibt konkrete Praxisbeispiele wie das „Großwetterbarometer“.

3.2 Schwierigkeiten durch institutionelle und verbandliche Gegebenheiten: Das Kapitel thematisiert die Herausforderungen, die bei der Zusammenarbeit aufgrund unterschiedlicher Systemlogiken und der formellen Struktur der Schule entstehen können.

3.3 Ein durchführbarer Ansatz aus der Praxis: Hier werden praktische Strategien aufgezeigt, wie die Zusammenarbeit und der Einsatz neuer Methoden trotz institutioneller Hürden erfolgreich in den Schulalltag integriert werden können.

4. Wertschätzung durch Leistungsrückmeldung: Es wird dargelegt, wie individuelles Feedback als Anerkennung dient, das Selbstvertrauen der Jugendlichen stärkt und potenziell als Konfliktprävention im Unterricht fungieren kann.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Bildung als interdisziplinäre Aufgabe zu verstehen, bei der die Profilstärkung aller Beteiligten durch einen authentischen und wertschätzenden Austausch im Mittelpunkt steht.

Schlüsselwörter

Bildung, Jugendverbandsarbeit, Kooperation, Feedbackmethoden, Persönlichkeitsentwicklung, Schule, non-formales Lernen, Leistungsrückmeldung, Wertschätzung, Kommunikation, Sandwich-Methode, Großwetterbarometer, Partizipation, Lernumgebung, Sozialkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Kooperation zwischen schulischer Bildung und Jugendverbandsarbeit und untersucht, wie Methoden aus dem non-formalen Bildungsbereich, insbesondere Feedback-Verfahren, erfolgreich in den Schulalltag integriert werden können.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Mittelpunkt stehen die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit von Institutionen, die methodische Gestaltung von Feedbackprozessen, die Bedeutung von Lernräumen sowie die Förderung von Anerkennung und Wertschätzung bei Leistungsrückmeldungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie durch eine Kooperation mit Jugendverbänden Bildungsprozesse bereichert, didaktische Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler besser aktiviert und eine konstruktive, wertschätzende Lernatmosphäre geschaffen werden kann.

Welche methodischen Ansätze werden zur Feedback-Einbringung diskutiert?

Die Arbeit analysiert grundlegende Regeln für das Geben und Nehmen von Feedback (z.B. Ich-Form, Sachlichkeit) sowie konkrete Instrumente wie die „Sandwich-Methode“ oder das „Großwetterbarometer“.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung der Kooperation, die detaillierte Darstellung und methodische Einordnung von Feedback-Verfahren sowie die Analyse praktischer Herausforderungen und Lösungsansätze für den Schulalltag.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Kooperation, non-formale Bildung, Feedbackmethoden, Lernkultur, Selbstwirksamkeit und Anerkennung.

Warum ist eine „angstfreie“ Umgebung für das Feedback so entscheidend?

Der Autor argumentiert, dass traditionelle Klassenräume oft mit negativen Erwartungen und Leistungsdruck besetzt sind. Eine Umgebung, die als nicht-formell wahrgenommen wird, ermöglicht es den Lernenden, sich angstfreier zu öffnen, konstruktiver an Feedback zu arbeiten und eigene Stärken zu erproben.

Was unterscheidet das „Großwetterbarometer“ von klassischen Feedback-Methoden?

Es handelt sich um eine visuelle, partizipative Methode, bei der Schülerinnen und Schüler anonym oder selbstbestimmt ihre Einschätzung zu verschiedenen Aspekten des Unterrichts abgeben können. Dies ermöglicht eine unmittelbare Rückmeldung und macht Entwicklungsprozesse innerhalb der Lerngruppe für alle transparent sichtbar.

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Details

Title
Zur Einbringung von Feedbackmethoden außerschulischer Jugendverbandsarbeit in den schulischen Alltag
Subtitle
Kooperation von formalen, non-formalen und informellen Bildungsansätzen
College
University of Osnabrück  (Historisches Seminar)
Course
Mediation als Chance zur Konfliktbewältigung im Lebensraum Schule
Grade
1,3
Author
Christoph Penning (Author)
Publication Year
2012
Pages
16
Catalog Number
V430857
ISBN (eBook)
9783668736764
ISBN (Book)
9783668736771
Language
German
Tags
Feedback Feedbackmethoden Jugendverbandsarbeit Jugendbildungsarbeit Mediation Kooperation Jugendarbeit und Schule Schulmediation Schulfeedback
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Penning (Author), 2012, Zur Einbringung von Feedbackmethoden außerschulischer Jugendverbandsarbeit in den schulischen Alltag, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/430857
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