Philosophie-Unterricht in der Primarstufe?


Hausarbeit, 2015

19 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Idee zur Arbeit und Ausblick

2. Beschreibung der Lernsituation
2.1. Vorstellung der SchulerInnen
2.2. Ort, Zeit und Sitzordnung der Gruppe

3. Unterrichtsentwurf zur einzelnen Stunde
3.1. Formalia
3.2. Sachanalyse
3.3. Thema und Ziele der Einzelstunde
3.4. Verlaufsplan
3.5. Didaktische und methodische Uberlegungen

4. Fazit zum Projekt

5. Literaturangaben/Quellenverzeichnis

1 .Idee zur Arbeit und Ausblick

Diese Arbeit umfasst ein unabhangiges Praxisprojekt, welches Ich mir eigenstandig und ausfuhrlich uberlegt habe. Ich werde hierbei einen Unterrichtsentwurf planen, den ich anschlieBend mit einer kleinen Gruppe neun- bis zehnjahriger Kinder einer vierten Klasse durchfuhre. Es wird eine lange Schulstunde lang (90 Minuten) praktischer Philosophie Unterricht stattfinden, den ich anschlieBend reflektiere. Hierbei werde ich erwartete als auch unerwartete Konflikte beschreiben und analysieren, positive Aspekte in der philosophischen Arbeit mit Kindern herausstellen und feststellen, inwieweit mein

Unterrichtsentwurf anwendbar war, beziehungsweise was ich daran verandern muss, damit er fur praktischen Unterricht eingesetzt werden kann. Die Arbeit umfasst daher einen theoretischen, als auch praktischen Teil, was den Vorteil hat, dass ich mich beiderseits weiterentwickeln, und dem Lehrerberuf so naher kommen kann.

Da ich privat Nachhilfe in den Fachern Mathematik, Englisch, Latein und Franzosisch gebe, habe ich bislang viel Erfahrung im Umgang mit unterschiedlichen Kindern und Jugendlichen der Jahrgangsstufen eins bis zwolf sammeln konnen. Mit den selben SchulerInnen aber statt Mathematik-Unterricht nun Philosophie-Unterricht zu konstruieren und durchzufuhren ist neu. Dies zusatzlich in einer nur teilweise homogenen Gruppe von Kindern durchzufuhren ist fur mich auch eine Herausforderung, die sich aber von ihrer konstruktiven Seite zeigt. Die Gruppe SchulerInnen ist von Alter, Jahrgangsstufe und Wohnort homogen, jedoch ist sie in Bezug auf Geschlecht, Bildung und Schule heterogen. So leben zwar alle der Kinder in nordlichen Stadtteilen von Koln und sind alle neun bis zehn Jahre alt und besuchen die vierte Klasse, jedoch besuchen nicht alle Gruppenmitglieder die selbe Grundschule, oder sind in Parallelklassen einer Schule. Dadurch, dass sie noch nicht ins mehrgliedrige Schulsystem ab Klasse 5 unterteilt wurden, sind vom Bildungsniveau, als auch vom Intelligenzquotienten, verschiedenste Kinder Teil des Projekts. Es gibt Jungen als auch Madchen, einer der Schuler hat ADHS, das Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitats-Syndrom. Ich bin gespannt welche neuen Erkenntnisse dieses Projekt bringen wird und welche Konsequenzen ich daraus ziehen kann.

2.Beschreibung der Lernsituation

Wie schon im Kapitel „Idee zur Arbeit und Ausblick“ erwahnt, ist die Gruppe Kinder nur teilweise homogen. Die Gruppe besteht aus drei Jungen und vier Madchen. Keines der Kinder hatte vorher in der Schule Philosophie-Unterricht, da die meisten von ihnen katholische Grundschulen besuchen und dort am regularen katholischen Religionsunterricht teilnehmen. Die restlichen Kinder besuchen Gemeinschaftsgrundschulen, wo sie jedoch auch keinen Philosophie Unterricht haben. Philosophie gibt es an (den meisten) offentlichen Grundschulen nur als Religionsersatz, also beispielsweise fur muslimische, judische, oder atheistische nicht getaufte Kinder. Das Vorwissen philosophischer Art aller Kinder ist also zum Zeitpunkt des Projekts auf einem ahnlichen Level.

2.1.Vorstellung der SchulerInnen

Anmerkung der Redaktion: Die Daten der Schuler und Schiilerinnen wurden anonymisiert. Die Klasse besteht aus 9-10 Jahrigen.

2.2.Ort, Zeit und Sitzordnung der Gruppe

Die Gruppe wird so zusammengesetzt, dass Kinder, die sich noch nicht kennen nebeneinander sitzen. AuBerdem sollen Madchen und Jungen weitestgehend gemischt zusammen sitzen. Daraus ergibt sich folgende Sitzordnung:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Durch diese Sitzordnung mochte ich erreichen, dass die Kinder sich besser kennen lernen und mit ihnen unbekannten Mitschulern zusammen arbeiten. Das fordert ihre Sozialkompetenz, besonders in Bezug auf Soziales Miteinander, Hilfsbereitschaft, Abbau von Vorurteilen, Konfliktfahigkeit und Teamfahigkeit. Da es sich um eine ungerade Zahl von Kindern handelt, sitze ich am noch freien Platz, der am Kopf des Tisches liegt, wodurch ich mich auf die selbe Ebene begebe, wie die Kinder. So lasst sich ein weniger autoritares Verhaltnis und eine lockerere Atmosphare aufbauen. Bewusst sitze ich jedoch so gedreht, dass ich jedes Kind gut im Blick habe und mich durch diese Sitzposition von den Schulerinnen und Schulern abgrenze, um zu zeigen, dass ich kein Mitschuler bin, sondern die Lehrperson.

[...]

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Philosophie-Unterricht in der Primarstufe?
Hochschule
Universität zu Köln  (Philosophische Fakultät)
Veranstaltung
FDPL
Note
1,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
19
Katalognummer
V430978
ISBN (eBook)
9783668806672
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Philosophie, Primarstufe, Grundschule, Unterricht, Praktische Philosophie, PP, Philo, FDPL
Arbeit zitieren
M. ed. Anna-Lea Fischer (Autor), 2015, Philosophie-Unterricht in der Primarstufe?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/430978

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