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Cicero: "De imperio Cn. Pompei"

Title: Cicero: "De imperio Cn. Pompei"

Term Paper , 2002 , 17 Pages , Grade: 1-

Autor:in: Anonym (Author)

World History - Early and Ancient History
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Marcus Tullius Cicero wurde am 3. Januar 106 v. Chr. in dem Gebiet von Arpinum, wo sein Vater als Angehöriger des Ritterstandes sein Gut bewirtschaftete, geboren. Zwar war seine Familie eine der angesehensten des Ortes, doch bis dahin hatte kein Familienmitglied ein Staatsamt bekleidet, so dass Cicero, als er sich der Politik zuwandte, ein sogenannter homo novus war. Er musste sich nur „vermöge seiner eigenen Tüchtigkeit gegen die Standesvorurteile der in der Nobilität führenden alten, adelstolzen Geschlechter“ durchsetzen. Da Cicero nicht dem römischen Amtsadel angehörte, musste sich der junge Römer zunächst als Anwalt vor Gericht bewähren, um Ansehen und Einfluss zu erlangen. Nach mehreren Erfolgen vor Gericht wurde er 75 v. Chr. zum Quästor gewählt und stieg schnell über Ädilat (69 v. Chr.) und Prätur (66. v.Chr.) zum Konsul (63 v. Chr.) auf.
Die Rede „Über den Oberbefehl des Cn. Pompeius“, stammt aus dem Jahr 66 v. Chr., in dem Cicero die Prätur innehatte, und ist seine erste politische Rede. Der Tribun C. Manilius ließ ihn zu seinem Gesetzesvorschlag, dem Gnäus Pompeius den Oberbefehl im Mithridatischen Krieg zu erteilen und mit ausgedehnten Vollmachten auszustatten, sprechen. Cicero hält die Rede in einer contio, einer lediglich beratenden Volksversammlung, um dem Volk Pompeius als Feldherren zu empfehlen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse der Rede „De imperio Cn. Pompei“

2.1 Exordium §§ 1-3

2.2 Narratio §§ 4-5

2.3 Tractatio §§ 6-68

2.3.1 Über den Charakter des Krieges §§ 6-19

2.3.2 Über die Ausdehnung des Krieges §§ 20-26

2.3.3 Über die Auswahl des Feldherren §§ 27-50

2.3.4 Widerlegung der Gegner des Gesetzes §§ 51-68

2.4 Schlusswort der Rede §§ 69-71

3. Schlussbemerkung

4. Quellen

5. Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert Ciceros erste politische Rede, „De imperio Cn. Pompei“, aus dem Jahr 66 v. Chr., in der er sich für die Übertragung des militärischen Oberbefehls gegen Mithridates an Gnaeus Pompeius Magnus ausspricht. Ziel ist es, die rhetorische Strategie Ciceros, die Struktur der Argumentation und die politische Motivation hinter seinem Eintreten für diesen Gesetzesantrag im Kontext seiner Karriere als homo novus zu untersuchen.

  • Strukturelle Analyse der Rede (Exordium, Narratio, Tractatio, Epilog)
  • Darstellung und rhetorische Überhöhung der Eigenschaften des Feldherrn Pompeius
  • Untersuchung der politischen Hintergründe und Motive Ciceros
  • Einordnung der Rede in das hellenistische Herrscherideal
  • Auseinandersetzung mit der Opposition gegen den Gesetzesvorschlag

Auszug aus dem Buch

2.3.3 Über die Auswahl des Feldherren §§ 27-50

An dieser schwierigen Stelle des Krieges könne nur ein Mann, „der nicht nur alle Zeitgenossen an Ruhm, sondern auch die Helden der Vorzeit an Tüchtigkeit“ übertreffe, mit dem Kommando betraut werden. Nur Cn. Pompeius besäße alle Eigenschaften eines vollkommenen Feldherren wie Kriegserfahrung, Tapferkeit, Ansehen und Glück.

Pompeius habe im hohen Maße Kenntnis des Kriegswesens . Schon als Kind habe er in der Armee seines Vaters gelernt, habe am Ende seiner Kindheit unter einem hervorragenden Feldherren gedient und schon in jungen Jahren ein großes Heer geführt. Er habe in zahlreichen Schlachten Feinde bekämpft, Provinzen unterworfen und in selbständigen Kommandos viele Siege davon getragen. Dabei habe er sich in verschiedenen Arten von Kriegen bewährt, wie zum Beispiel dem Bürgerkrieg, dem Krieg gegen Afrika, jenseits der Alpen und in Spanien, dem Sklavenkrieg und dem Seeräuberkrieg.

An dieser Stelle wird das rhetorische Mittel der Übertreibung, das Cicero an vielen Stellen benutzt, deutlich. Die Übertreibungen gehen, Siebelis zu folge, nur an einer Stelle der Rede so weit, dass die Tatsachen entstellt werden würden. So hat Pompeius zumindest im Sklavenkrieg nur eine unbedeutende Rolle gespielt. Als er aus Spanien zurückkehrte begegnete ihm zufällig noch ein Rest von Spartacus Sklavenarmee. Nachdem ihre Hauptmacht von Grassus bezwungen und ihr Führer gefallen war, hatte Pompeius leichtes Spiel mit den fliehenden Sklaven. „Und wie gering die Mühe gewesen war, diese letzten haltlosen Überbleibsel des Sklavenaufstandes zu vertilgen, rechnete er sich dennoch ... auch die schließliche Beendigung des Sklavenkrieges zum nicht geringen Ruhme an.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beleuchtet Ciceros Hintergrund als homo novus und den historischen Kontext der Rede im Jahr 66 v. Chr. zur Unterstützung von Pompeius.

2. Analyse der Rede „De imperio Cn. Pompei“: Untersucht die detaillierte Gliederung und Argumentationsstruktur der Rede, unterteilt in die klassischen rhetorischen Abschnitte.

2.1 Exordium §§ 1-3: Beschreibt Ciceros rhetorische Strategie der Selbstvorstellung und der Gewinnung des Wohlwollens der Zuhörer zu Beginn seiner ersten politischen Rede.

2.2 Narratio §§ 4-5: Analysiert die Darstellung des bedrohlichen Zustands des Mithridatischen Krieges und die Notwendigkeit eines Feldherrnwechsels.

2.3 Tractatio §§ 6-68: Behandelt den Hauptteil der Rede, in dem Cicero den Charakter des Krieges, die militärische Situation und die Eignung von Pompeius argumentativ entfaltet.

2.3.1 Über den Charakter des Krieges §§ 6-19: Analysiert Ciceros vier Hauptargumente, die die Notwendigkeit der Fortführung des Krieges aufgrund römischer Interessen begründen.

2.3.2 Über die Ausdehnung des Krieges §§ 20-26: Beschreibt die militärische Lage, die Rolle von Lucullus und die Notwendigkeit, Pompeius als neuen Feldherren einzusetzen.

2.3.3 Über die Auswahl des Feldherren §§ 27-50: Untersucht Ciceros Charakterisierung des Pompeius als idealen Feldherrn unter Verwendung rhetorischer Mittel wie der Übertreibung.

2.3.4 Widerlegung der Gegner des Gesetzes §§ 51-68: Analysiert Ciceros rhetorische Strategie bei der Entkräftung der Einwände von Politikern wie Hortensius und Catulus.

2.4 Schlusswort der Rede §§ 69-71: Untersucht das abschließende Bekenntnis Ciceros zum Gesetzesantrag und seine Motivation, das Staatswohl über persönliche Vorteile zu stellen.

3. Schlussbemerkung: Zieht ein Fazit über den Erfolg des Gesetzes und Ciceros langfristige Haltung zu dieser Rede.

4. Quellen: Listet die verwendeten Primärquellen und Ausgaben der Cicero-Rede auf.

5. Sekundärliteratur: Verzeichnet die wissenschaftliche Literatur, die zur Analyse herangezogen wurde.

Schlüsselwörter

Cicero, De imperio Cn. Pompei, Gnaeus Pompeius, Mithridatischer Krieg, Rhetorik, Politische Rede, Feldherrnideal, Manilius, Römisches Reich, Antike, Konsulatsbewerbung, Popularen, Optimaten, Leges, Außenpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Struktur, Argumentation und rhetorische Gestaltung von Ciceros erster politischer Rede „De imperio Cn. Pompei“, in der er den Oberbefehl von Pompeius befürwortet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die historische Einordnung der Rede, Ciceros rhetorische Mittel, die Konstruktion des idealen Feldherrenbildes sowie die politischen Motive des Autors.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Überzeugungskraft von Ciceros Rede zu entschlüsseln und zu verstehen, wie er den Gesetzesantrag vor dem Volk legitimierte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine philologisch-historische Analyse, die den Text strukturell und rhetorisch untersucht und mit zeitgenössischer Sekundärliteratur abgleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich exakt nach der Struktur der Rede: Einleitung, Erzählung des Kriegszustandes, die Hauptargumentation bezüglich des Krieges und die Auswahl des Pompeius sowie die Widerlegung der Opposition.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Ciceros Rhetorik, Pompeius' militärische Eignung, politischer Kontext der späten Republik und das hellenistische Herrscherideal beschreiben.

Warum betont Cicero laut der Arbeit die „Menschlichkeit“ des Pompeius?

Cicero nutzt dies als Teil des hellenistischen Herrscherideals, um Pompeius nicht nur als militärisch begabt, sondern auch als würdigen und moralisch integren Herrscher darzustellen, der dem Charisma der östlichen Könige gewachsen ist.

Wie geht die Analyse mit Ciceros Übertreibungen um?

Die Arbeit identifiziert diese als gezieltes rhetorisches Mittel, um Pompeius von seinen Vorgängern abzuheben, und weist darauf hin, wo diese Übertreibungen historisch gesehen die Faktenlage dehnen.

Ist Ciceros Unterstützung für den Antrag laut Analyse rein uneigennützig?

Nein, die Arbeit stellt heraus, dass Ciceros Beteuerungen, keine persönlichen Vorteile zu suchen, als rhetorische Floskel zu bewerten sind und er durchaus strategische Interessen im Sinne seiner Karriere und der Ritterverbindungen verfolgte.

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Details

Title
Cicero: "De imperio Cn. Pompei"
College
University of Wuppertal
Grade
1-
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2002
Pages
17
Catalog Number
V43106
ISBN (eBook)
9783638409797
Language
German
Tags
Cicero Pompei Thema Cicero
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2002, Cicero: "De imperio Cn. Pompei", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43106
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