„Die Kunst muss nichts. Die Kunst darf alles.“ (Ernst Fischer)
So wie es die Worte von Ernst Fischer aussagen, so steht es auch in Artikel 5 Abs. 3 des deutschen Grundgesetztes, dass die Kunst frei ist. Doch während der Zeit des Realsozialismus konnten Künstler, Musiker, Autoren und Dichter diese Freiheit nicht genießen. Vielmehr war ihre Kunst der Zensur ausgeliefert. Dem Realsozialismus zum Trotz gab es jedoch eine Reihe von Dichtern, die ihre politischen Ansichten in der Lyrik verarbeiteten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung - Leben und Schreiben im Realsozialismus
- Lyrik aus der DDR
- Sarah Kirsch
- Gedicht „Von meinem Haus“
- Polnische Lyrik
- Adam Zagajewski
- Gedicht „Kleines Lied von der Zensur“
- Fazit literarische Zensur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Gedichte „Von meinem Haus“ von Sarah Kirsch und „Kleines Lied von der Zensur“ von Adam Zagajewski, die in der Zeit des Realsozialismus entstanden sind. Ziel ist es, die Auswirkungen der politischen Ordnung und der Zensur auf das Schreiben und Denken der Autoren zu untersuchen.
- Zensur im realsozialistischen Kontext
- Die Auswirkungen von Zensur auf die Lyrik
- Die Rolle von Literatur als Instrument der Kritik
- Die Unterschiede in der literarischen Ausdrucksweise zwischen DDR-Lyrik und polnischer Lyrik
- Der Einsatz von sprachlichen Mitteln zur Umgehung der Zensur
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet die Lebensbedingungen und die Herausforderungen für Schriftsteller im Realsozialismus, wobei Václav Havels Essay „Versuch, in der Wahrheit zu leben“ als zentrales Beispiel für die Notwendigkeit zur Anpassung und das Leben in der Lüge herangezogen wird.
Das Kapitel über die Lyrik aus der DDR fokussiert auf Sarah Kirsch und ihren Lebensweg. Es beleuchtet ihre Entstehung als Autorin und ihre Erfahrungen mit Zensur im Kontext der DDR.
Der Abschnitt über polnische Lyrik konzentriert sich auf Adam Zagajewski und sein Gedicht „Kleines Lied von der Zensur“. Hier wird die Perspektive eines polnischen Autors im realsozialistischen Kontext beleuchtet.
Schlüsselwörter
Realsozialismus, Zensur, Lyrik, Sarah Kirsch, Adam Zagajewski, DDR, Polen, politische Kritik, Dissidenz, literarische Ausdrucksformen, sprachliche Mittel, Widerstand, Unterdrückung.
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflusste der Realsozialismus die Freiheit der Kunst?
Im Realsozialismus war die Kunst oft staatlicher Zensur unterworfen. Künstler mussten ihre politischen Ansichten häufig verschlüsselt oder metaphorisch ausdrücken, um publizieren zu können.
Welche Themen behandelt Sarah Kirsch in ihrer DDR-Lyrik?
In Gedichten wie „Von meinem Haus“ thematisiert Kirsch das Leben unter den Bedingungen der DDR, wobei sie oft Naturmetaphorik nutzt, um politische Kritik und persönliche Gefühle auszudrücken.
Was ist die Kernaussage von Adam Zagajewskis „Kleines Lied von der Zensur“?
Zagajewski setzt sich auf ironische und kritische Weise mit den Mechanismen der polnischen Zensur auseinander und zeigt, wie diese das Denken und Schreiben einschränkt.
Wie versuchten Dichter, die staatliche Zensur zu umgehen?
Durch den Einsatz von Ironie, Metaphern, Anspielungen und einer „Sklavensprache“ konnten Autoren Kritik üben, die für Eingeweihte verständlich, für Zensoren aber schwerer fassbar war.
Was bedeutet Dissidenz in der Literatur?
Dissidenz bezeichnet den bewussten Widerspruch gegen die herrschende politische Ordnung, der in der Lyrik oft als Akt des Widerstands gegen Unterdrückung und Unwahrheit auftritt.
- Citar trabajo
- Nika B. (Autor), 2017, Dissidenz und Kritik am Realsozialismus in der Lyrik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/432066