Lernprobleme in der Schule in den Bereichen Lesen, Rechtschreibung und Mathematik sind weit verbreitet. Der Einsatz von graphic organizer kann vor allem betroffenen Schülern helfen Ideen zu klassifizieren und ihre Arbeit zu strukturieren. Diese Forschungsarbeit gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand und zielt darauf ab herauszufinden und kritisch zu analysieren, wie der Effekt durch graphic organizer in diesem Bereich einzuordnen ist. Dafür wurde in einer Vielzahl von Datenbanken und elektronischen Zeitschriften recherchiert. Aus den in Frage kommenden 15 Studien waren fünf für diese Metaanalyse geeignet. Auf der Grundlage eines Vote Counting-Verfahrens wurden die Studien auf ihren Effekt kategorisiert. Dabei erbrachten alle fünf Studien einen positiven Effekt. Keine der Studien hatte keinen oder negativen Effekt.
Inhaltsverzeichnis
1. Abstract
2. Einleitung
3. Methodisches Vorgehen
3.1 Ein- und Ausschlusskriterien
3.2 Suchstrategien
3.3 Statistische Methode
4. Präsentation und Interpretation der Ergebnisse
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht im Rahmen einer Metaanalyse, ob der Lernerfolg von Schülern mit Lernschwäche durch den Einsatz von Advance Organizern positiv beeinflusst werden kann, um den steigenden Anforderungen der modernen Wissensgesellschaft zu begegnen.
- Effektivität von Advance Organizern im schulischen Kontext
- Förderung von Schülern mit Lernschwächen
- Methodik der Metaanalyse in der Bildungsforschung
- Analyse quantitativer Primärstudien
- Strukturierung von Lerninhalten durch Graphic Organizer
Auszug aus dem Buch
3. Methodisches Vorgehen
Um einen Überblick über die Vielzahl an Untersuchungen und Forschungsergebnisse zu einem bestimmten Thema zu behalten wurde der Begriff der Metaanalyse vom Psychologen Gene V. Glass im Jahr 1976 eingeführt. Bei einer Metaanalyse „werden verschiedene Techniken und statistische Verfahren eingesetzt mit dem Ziel, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Befundlage festzustellen“ (Plath 2010, S.535).
Dabei soll eine Metaanalyse sich an methodischen Forschungsstandards orientieren und nachvollziehbar und systematisch sein sowie einen replizierbaren Prozess inklusive einer Evaluation beinhalten (Plath 2010, S.535). Die Forschungsfrage soll mit Hilfe einer Metaanalyse zu verschiedenen Primärstudien ihre Beantwortung finden. Der Aufbau der vorliegenden Metaanalyse soll mit Hilfe der Metaanalysis Reporting Standards (MARS) und in Anlehnung an Eisend (APA , 2008, S. 848 f.) erfolgen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Abstract: Gibt einen kurzen Überblick über die Forschungsarbeit, die untersuchten Studien und das Hauptergebnis, dass alle betrachteten Studien einen positiven Effekt durch den Einsatz von Graphic Organizern zeigten.
2. Einleitung: Erläutert die Anforderungen der modernen Wissensgesellschaft an das Bildungswesen und leitet die Forschungsfrage zur Wirksamkeit von Advance Organizern bei lernschwachen Schülern ab.
3. Methodisches Vorgehen: Beschreibt die theoretischen Grundlagen der Metaanalyse, die angewandten Auswahlkriterien für Primärstudien sowie die Strategien zur Literaturrecherche.
3.1 Ein- und Ausschlusskriterien: Definiert die Anforderungen an die Studien, insbesondere die Notwendigkeit von quantitativen Daten und Pre-/Posttest-Designs.
3.2 Suchstrategien: Benennt die durchsuchten Datenbanken und die verwendeten Fachtermini zur Identifikation geeigneter Studien für die Metaanalyse.
3.3 Statistische Methode: Erläutert die Anwendung des Vote-Counting-Verfahrens zur Kategorisierung der Studienergebnisse in signifikant und nicht signifikant.
4. Präsentation und Interpretation der Ergebnisse: Reflektiert den aktuellen Stand der Befunde, kritisiert die noch unzureichende Anzahl an Studien und gibt einen Ausblick auf notwendige Anpassungen der Suchstrategie.
Schlüsselwörter
Wissensgesellschaft, Metaanalyse, Advance Organizer, Graphic Organizer, Lernschwäche, Bildungswesen, Lernerfolg, Lehr- und Lernstrategie, Evidenz, kognitive Fertigkeiten, quantitative Forschung, Pre- und Posttest, Vote-Counting-Verfahren, Bildungsforschung, Unterrichtsmethoden
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit von Advance Organizern als Lehr- und Lernstrategie zur Unterstützung von Schülern mit Lernschwäche innerhalb der Wissensgesellschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind pädagogische Lernmethoden, die Förderung von kognitiven Fähigkeiten durch Graphic Organizer sowie die methodische Durchführung einer wissenschaftlichen Metaanalyse.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zu analysieren und zu klären, ob der Lernerfolg bei lernschwachen Schülern durch den Einsatz von Advance Organizern gesteigert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Metaanalyse durchgeführt, wobei zur statistischen Auswertung der Primärstudien das sogenannte Vote-Counting-Verfahren angewendet wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition des methodischen Vorgehens, den Auswahlkriterien für Primärstudien, den Suchstrategien sowie einer ersten kritischen Sichtung der gefundenen Literatur.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Wissensgesellschaft, Metaanalyse, Advance Organizer, Lernschwäche, kognitive Fertigkeiten und Lernerfolg.
Warum wurde das Vote-Counting-Verfahren gewählt?
Es wurde als vereinfachendes Verfahren gewählt, um eine klare Differenzierung der Studienbefunde in signifikante und nicht signifikante Ergebnisse zu ermöglichen.
Welche Herausforderungen identifiziert die Autorin bei der Literaturrecherche?
Die Autorin stellt fest, dass die bisherige Anzahl der gefundenen Studien noch nicht ausreicht und eine Anpassung der Suchstrategie sowie eine Überarbeitung der verwendeten Fachtermini notwendig ist, um die gewünschte Studienbasis zu erreichen.
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- De S-K (Author), 2017, Lehren und Lernen in der Wissensgesellschaft. Eine metaanalytische Betrachtung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/432097