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Alternative Geldanlagen (ethisches Investment)

Title: Alternative Geldanlagen (ethisches Investment)

Seminar Paper , 2005 , 29 Pages

Autor:in: Carolin Blum (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Die Diskussion um eine nachhaltige Entwicklung wurde in den letzten Jahrzehnten von einer Perspektivenverschiebung geprägt. In den 70er- und 80er- Jahren lag der Schwerpunkt der Kritik auf der Umweltverschmutzung durch Abgase, Abwässer und Abfälle der industriellen Produktion. Damals wurde angenommen, dass hauptsächlich staatliche Umweltpolitik das Verhalten der Unternehmen positiv beeinflussen kann (z. B. mit Hilfe des Bundes-Immissionsschutzgesetzes 1974). Erfolge im betrieblichen Umweltschutz (wie z.B. eine Reduktion des Kohlendioxidausstoßes um 30%) haben inzwischen dazu geführt, dass der Anteil privater Haushalte am Ressourcenverbrauch sowie an den Emissionen und Abfällen zunimmt. Die durch den privaten Verbrauch direkt verursachte Umweltbelastung liegt bei 30-40% der Gesamtbelastung.

Das Augenmerk bezüglich ökologischer und sozialer Fragen liegt deshalb heute nicht mehr auf der Produktion sondern auf dem Konsum. Änderungen der Konsummuster werden als notwendig für eine nachhaltige Entwicklung erachtet. Die Bedeutung des nachhaltigen Konsums für eine nachhaltige Entwicklung geht dabei über den direkten Verbrauch der privaten Haushalte hinaus, denn Kunden entscheiden täglich durch den Kauf oder Nichtkauf von Produkten über deren Erfolg. Ohne Konsum würden Unternehmen demzufolge nicht produzieren. Was genau unter dem Konzept eines nachhaltigen Konsums zu verstehen ist, soll im Folgenden kurz erläutert werden.

Excerpt


Gliederung

1. Nachhaltiger Konsum

1.1. Definition

1.2. Dimensionen der Nachhaltigkeit

1.3. Konsumstrategien und Umsetzungsbereiche

2. Ethisches Investment

2.1. Prozess des ethischen Investment

2.2. Der Ethikbegriff

2.2.1. „Tugendethik“ von Aristoteles

2.2.2. Zentrale Impulse der theologischen Ethik

2.2.3. Gesellschaftliche Triebkräfte (Friedens- und Umweltschutzbewegungen)

3. Der Markt für ethisches Investment in Deutschland

3.1. Entwicklung des Angebots

3.2. Performance

3.2.1. DJSGI (Dow Jones Sustainability Group Indizes)

3.2.2. NAI (Natur-Aktien-Index)

3.3. Ethik und Rendite

3.2.1. Ethikvorrang mit gekoppeltem Rendite(teil)verzicht

3.2.2. Rendite mit nachrangiger Ethikorientierung

3.2.3. Rendite mit gleichzeitiger Ethikausrichtung

3.4. Die Nachfrage

3.4.1. Private Anleger

3.4.2. Institutionelle Anleger

3.4.3. Unternehmen

4. Marktentwicklung des ethischen Investment in einigen europäischen Nachbarländern und den USA

5. Zunehmende Bedeutung des ethischen Investment am Kapitalmarkt

Zielsetzung & Themen

Die Projektstudie untersucht die Bedeutung und Entwicklung ethischer Geldanlagen als Antwort auf einen nachhaltigeren Konsum. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie ökologische und soziale Kriterien in Anlageentscheidungen integriert werden können, ohne dabei den wirtschaftlichen Erfolg (Rendite) zu vernachlässigen.

  • Grundlagen des nachhaltigen Konsums und dessen Relevanz für den Finanzsektor.
  • Prozess und Definition von ethischem Investment sowie dessen ethische Fundierung.
  • Analyse des deutschen Marktes für ethische Investmentprodukte und deren Performance.
  • Untersuchung des Nachfrageverhaltens privater und institutioneller Anleger.
  • Vergleich der Marktentwicklung in Deutschland mit internationalen Standards.

Auszug aus dem Buch

2.1. Prozess des ethischen Investment

Beim Prozess der Geldanlage gibt es drei klassische Aspekte: Risiko, Rendite und Liquidität. Einer dieser drei Aspekte steht dabei im Vordergrund, je nachdem welches Ziel mit der Geldanlage verfolgt wird.

In den letzten Jahren ist ein vierter Aspekt hinzugetreten, die ethische Komponente. Immer mehr Anleger sind daran interessiert, ob und wie sich die Unternehmen, in die sie investieren, mit den ökologischen und sozialen Folgen ihres Handelns beschäftigen.

Wie in Abb. 1 erkennbar, werden dabei aus ethischen Zielen zunächst Kriterien abgeleitet, um die Ziele in der Realität überprüfen und messen zu können. Die Ziele der KCD-Fonds der Kirchenbanken in Deutschland sind beispielsweise Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Das Friedensziel wird dabei durch folgendes Kriterium konkretisiert: „Aufgenommen werden Anleihen von Staaten, die auf ein Militär verzichten.“

Dadurch ergibt sich eine starke Einschränkung bei der Geldanlage, jedoch auch eine eindeutige Überprüfbarkeit des ethischen Zieles.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Nachhaltiger Konsum: Dieses Kapitel erläutert die Verschiebung des Fokus von industrieller Produktion hin zum privaten Konsum und definiert Nachhaltigkeit im Kontext zukünftiger Generationen.

2. Ethisches Investment: Hier wird der Prozess ethischer Geldanlagen beschrieben und die philosophische bzw. theologische Herleitung des Ethikbegriffs in der Wirtschaftspraxis dargelegt.

3. Der Markt für ethisches Investment in Deutschland: Dieses Kapitel analysiert das Angebot und die Performance ethischer Produkte sowie die spezifischen Anforderungen und Einstellungen privater und institutioneller Anleger.

4. Marktentwicklung des ethischen Investment in einigen europäischen Nachbarländern und den USA: Ein Vergleich der nationalen Marktsituationen verdeutlicht den Vorsprung einiger Länder in der Etablierung ethischer Investmentstrategien.

5. Zunehmende Bedeutung des ethischen Investment am Kapitalmarkt: Das abschließende Kapitel diskutiert die Rolle der Uninformiertheit als Wachstumshemmnis und zeigt regulatorische Trends auf.

Schlüsselwörter

Ethisches Investment, Nachhaltiger Konsum, Rendite, Ethik-Rating, Best-in-Class-Ansatz, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung, Privatanleger, institutionelle Anleger, Kapitalmarkt, Natur-Aktien-Index, DJSGI, Geldanlage, Performance, Umweltbewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration ethischer, sozialer und ökologischer Kriterien in die private und institutionelle Geldanlage.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen den nachhaltigen Konsum, die Performance ethischer Geldanlagen sowie das Anlageverhalten von privaten und institutionellen Investoren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ethische Investmentfonds funktionieren, welchen Stellenwert sie am Finanzmarkt einnehmen und warum sie trotz Renditechancen oft noch einen Nischenmarkt bilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung empirischer Umfragen sowie Marktstudien zu ethischen Finanzprodukten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der Prozess ethischer Geldanlagen, die Marktstruktur in Deutschland, verschiedene Anlegertypen und der Einfluss von Unternehmenstests auf das Anlageverhalten analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Ethisches Investment, Rendite, Nachhaltigkeit, Ethik-Rating und Sozial-ökologische Geldanlagen.

Wie unterscheidet sich der Best-in-Class-Ansatz von anderen Kriterien?

Beim Best-in-Class-Ansatz werden Unternehmen ausgewählt, die im Branchenvergleich die besten ökologischen und sozialen Leistungen erbringen, anstatt bestimmte Sektoren komplett auszuschließen.

Warum gibt es laut Autorin ein Defizit bei der Verbreitung ethischer Geldanlagen?

Das Hauptproblem liegt in der mangelnden Information bei Anlegern sowie einer zurückhaltenden Beratungsqualität in konventionellen Banken, die ethische Alternativen selten aktiv anbieten.

Excerpt out of 29 pages  - scroll top

Details

Title
Alternative Geldanlagen (ethisches Investment)
College
University of Applied Sciences Weihenstephan
Course
Finanzen
Author
Carolin Blum (Author)
Publication Year
2005
Pages
29
Catalog Number
V43344
ISBN (eBook)
9783638411653
Language
German
Tags
Alternative Geldanlagen Investment) Finanzen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carolin Blum (Author), 2005, Alternative Geldanlagen (ethisches Investment), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43344
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