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Asset Allocation und Lebensalter

Title: Asset Allocation und Lebensalter

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 23 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Michael Fischer (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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In vielen Ländern liegt die Verantwortung der Altersvorsorge zum Großteil beim Staat, der oftmals eine gesetzliche und umlagefinanzierte Rentenversicherung betreibt. Das vorgegebene Rentenniveau wird für die gesetzlichen Versicherungen immer schwieriger zu erfüllen, da sich vornehmlich in den Industrienationen ein Wandel in der Demographie vollzieht. Immer weniger junge Menschen müssen die Beiträge für immer mehr rentenbeziehende Menschen aufbringen. Zudem schwächen die steigenden oder bereits hohen Arbeitslosenzahlen die umlagefinanzierten Rentensysteme. Um einem Kollaps zu entgehen, setzen die Länder auf eine Stärkung der betrieblichen und der privaten Altersvorsorge. So wurden in Deutschland beispielsweise durch die Verabschiedung des Altersvermögensgesetzes die privaten Altersvorsorgemöglichkeiten gestärkt. Durch die staatliche Förderung werden die Bürger angehalten, laufende Einkünfte für das Rentenalter zu sparen und nicht schon vorher zu konsumieren1.

Im Rahmen dieser Arbeit wird näher auf die private Altersvorsorge eingegangen; speziell wird erörtert, ob die Haushalte wirklich dafür bereit sind, die sich auftuende Versorgungslücke im Ruhestand in Eigenverantwortung zu schließen, oder ob sie dafür die Unterstützung des Gesetzgebers oder anderer Institutionen benötigen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie sich ein Anleger verhält, der Rücklagen aus seinem laufenden Einkommen für den Ruhestand bilden will, und wie er sein Portfolio unter Berücksichtigung des laufenden Einkommens gestalten sollte.

In Kapitel zwei wird zunächst beschrieben, wie diese Fragen in den Prozess der Asset Allocation einzuordnen sind. Im folgenden Kapitel betrachte ich die Selbstkontrollprobleme eines Menschen beim Sparvorgang unter Verwendung der „Behavioral Life-Cycle Hypothesis“ von Shefrin/ Thaler. Darauf bauen einige Verbesserungsvorschläge für Finanzprodukte auf. Wie die Auswahl von Finanzinstrumenten bei Berücksichtigung des laufenden Arbeitseinkommens im Laufe des Lebenszyklusses gestaltet werden sollte, wird im vierten Kapitel näher beschrieben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Asset Allocation

3 “Behavioral Life-Cycle Hypothesis” von Shefrin/ Thaler

3.1 Grundlagen

3.2 Die „Behavioral Life-Cycle Hypothesis“ am Beispiel

3.3 Implikationen für Finanzinstrumente

4 Portfoliowahl unter Berücksichtigung des Lebenseinkommens

4.1 Grundmodell

4.2 Erweiterungen des Grundmodells

4.2.1 Risikobehaftete Arbeitseinkünfte

4.2.2 Flexibler Arbeitseinsatz

4.3 Portfolioauswahl

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen der privaten Altersvorsorge im Kontext von Selbstkontrollproblemen und der Notwendigkeit einer optimierten Asset Allocation unter Berücksichtigung des Lebenseinkommens.

  • Behavioral Life-Cycle Hypothesis nach Shefrin und Thaler
  • Mentale Kontenführung zur Sparoptimierung
  • Einfluss von Humankapital auf die Portfoliowahl
  • Diversifikationsstrategien bei risikobehafteten Arbeitseinkünften
  • Intertemporale Portfoliooptimierung über den Lebenszyklus

Auszug aus dem Buch

3.1 Grundlagen

Die “Behavioral Life-Cycle Hypothesis” von Shefrin/ Thaler (nachfolgend BLCH) ist eine bedeutende Erweiterung der neoklassischen Spartheorie, die auf der Lebenszyklustheorie von Modigliani/ Brumberg und der permanenten Einkommenshypothese von Friedmann aufbaut. Das neoklassische Grundmodell basiert vornehmlich auf der Annahme, dass die Anleger rationale Erwartungen besitzen.

Ihr Ziel ist es, unter bestimmten Annahmen den Konsum so zu verteilen, „dass der (erwartete) Lebensnutzen (...) maximiert wird“. Dieses Modell impliziert beispielsweise, dass ältere Haushalte bei Eintritt in das Rentenalter ihr Vermögen entsparen sollten. Allerdings lässt sich diese Implikation bei der rentenbeziehenden Bevölkerung empirisch nicht nachweisen. Trotz der Prämisse, das Vermögen zu entsparen, wiesen die Haushalte positive Sparquoten auf. Gründe für diese nicht mit der neoklassischen Spartheorie übereinstimmende Tatsache lassen sich im Vorsichtsverhalten der älteren Bevölkerung finden. Sie wissen nicht, welche Lebenserwartung sie noch besitzen und wie hoch die künftigen Gesundheitsausgaben sein werden. Dieses Verhalten zielt allerdings nicht auf das Finalziel ab, den Lebensnutzen zu maximieren, da mit einer positiven Sparquote bei Lebensende noch Vermögen und somit Konsummöglichkeiten bestehen. Im Gegensatz dazu gibt es junge Menschen, die nur in geringem Umfang an ihre Altersvorsorge denken und aus diesem Grund nur unzureichende Sparquoten aufweisen. Dieses Verhalten steht ebenfalls nicht im Einklang mit der Maximierung des Lebenskonsums, da sie vornehmlich den heutigen Konsum berücksichtigen und die Bedürfnisse im Alter außer Acht lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende staatliche Belastung der Rentensysteme und die Notwendigkeit privater Altersvorsorge unter Berücksichtigung individueller Sparprozesse.

2 Asset Allocation: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Asset Allocation und stellt das Portfolio-Selection-Modell von Markowitz als grundlegenden Prozess für eine risikoeffiziente Anlagestrategie vor.

3 “Behavioral Life-Cycle Hypothesis” von Shefrin/ Thaler: Das Kapitel analysiert die psychologischen Aspekte von Konsum- und Sparentscheidungen, insbesondere durch die Einführung mentaler Konten und des Principal-Agent-Modells innerhalb eines Individuums.

4 Portfoliowahl unter Berücksichtigung des Lebenseinkommens: Hier wird untersucht, wie Humankapital und risikobehaftete Arbeitseinkünfte systematisch in den Entscheidungsprozess der Portfolioauswahl über den Lebenszyklus integriert werden.

5 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, die unterstreicht, dass eine optimale Altersvorsorge sowohl Verhaltensaspekte als auch eine intertemporale Diversifikation des Vermögens erfordert.

Schlüsselwörter

Altersvorsorge, Asset Allocation, Behavioral Life-Cycle Hypothesis, Sparentscheidung, Selbstkontrolle, Mentale Konten, Humankapital, Portfoliowahl, Risikoaversion, Einkommensglättung, Diversifikation, Lebenszyklus, Nettonutzen, Finanzprodukte, Arbeitseinkommen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen der privaten Altersvorsorge unter der Perspektive, wie Anleger trotz psychologischer Hürden und variabler Lebenseinkommen eine optimale Vorsorgestrategie verfolgen können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die neoklassische Spartheorie versus verhaltensorientierte Ansätze (BLCH), die Rolle mentaler Konten, die Einbeziehung von Humankapital sowie die Portfoliooptimierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Sparer ihr Portfolio unter Berücksichtigung sowohl psychologischer Selbstkontrollfaktoren als auch ökonomischer Rahmenbedingungen über den gesamten Lebenszyklus gestalten sollten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Der Autor nutzt Literaturanalysen, die Auswertung von Verhaltensökonomik-Modellen wie der BLCH sowie die theoretische Herleitung der Portfoliowahl unter Einbezug von Humankapitalwerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert zuerst die psychologischen Mechanismen des Sparens und des Konsums, gefolgt von einer mathematisch-ökonomischen Analyse der Portfoliostrukturierung unter Einbeziehung des Lebenseinkommens.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Altersvorsorge, Behavioral Life-Cycle Hypothesis, Asset Allocation, Humankapital und Selbstkontrolle.

Was versteht man unter mentalen Konten laut der BLCH?

Mentale Konten sind interne Kategorisierungssysteme, die Individuen nutzen, um finanzielle Aktivitäten zu bewerten und zu kontrollieren, etwa durch die Trennung von laufendem Einkommen und Vermögenswerten.

Warum spielt das Humankapital bei der Portfoliowahl eine Rolle?

Humankapital repräsentiert den Barwert zukünftiger Arbeitseinkünfte; seine Berücksichtigung ist entscheidend für eine intertemporale Diversifikation und zur Bestimmung des optimalen Aktienanteils im Portfolio.

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Details

Title
Asset Allocation und Lebensalter
College
University of Augsburg  (Finanz- & Bankwirtschaft)
Course
Hauptseminar
Grade
2,3
Author
Michael Fischer (Author)
Publication Year
2003
Pages
23
Catalog Number
V43422
ISBN (eBook)
9783638412216
ISBN (Book)
9783656068587
Language
German
Tags
Asset Allocation Lebensalter Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Fischer (Author), 2003, Asset Allocation und Lebensalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43422
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