Überall in Deutschland gibt es Sportvereine. In mehr als 90.000 Sportvereinen sind mehr als 27 Millionen Bürger aktiv. Doch welchen Nutzen haben Sportvereine für die Kommunen eigentlich? Ich bin sicher, Ihr denkt es geht dabei vor allem um Geld. Aber ein Sportverein bietet viel mehr als Geld. Er bietet Identifikation, Gemeinschaft und Lebensqualität. Ein Sportverein ist ein "Place-To-Be". Menschen unterschiedlichster Herkunft kommen dort zusammen und treiben einfach zusammen Sport. Meine Aufgabe war es, all diese Faktoren in einer mathematischen Gleichung zu vereinen, um den tatsächlichen Nutzen der Kommunen an ihren Sportvereinen zu ermitteln. Als Praxisbeispiele habe ich die Turngemeinde Bornheim aus dem Breitensportbereich und die Eishockey Cracks Bad Nauheim aus dem Profisportbereich ausgewählt. Viel Spaß beim Lesen!
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ausganslage und Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Gang der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Definition von Sport
2.2 Bedeutung von Sportvereinen
2.2.1 Gesellschaft
2.2.2 Wirtschaft
2.2.3 Kommune
2.3 Abgrenzung des Sportvereins von der Sportgroßveranstaltung
2.4 Breitensport am Beispiel der Turngemeinde Bornheim 1860 e. V.
2.5 Profisport am Beispiel der Eishockey Cracks Bad Nauheim GmbH
2.6 Kosten-Nutzen-Analyse im Sport
3 Entwicklungskonzept / Methodischer Ansatz
4 Empirische Untersuchung zum betriebswirtschaftlichen Nutzen von Sportvereinen für Kommunen
4.1 Weiche Faktoren
4.1.1 Experteninterviews
4.1.2 Auswertung
4.2 Harte Faktoren
4.2.1 Experteninerviews
4.2.2 Auswertung
4.3 Betriebswirtschaftlicher Nutzen
5 Zusammenfassung
5.1 Ergebnisse dieser Arbeit
5.2 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein methodisches Konzept zur Ermittlung des betriebswirtschaftlichen Nutzens von Sportvereinen für Kommunen zu entwickeln, um das Interesse der öffentlichen Verwaltung an der Sportförderung zu steigern und eine Grundlage für eine effizientere Steuerung des kommunalen Engagements zu schaffen.
- Entwicklung eines methodischen Bewertungsansatzes (Kosten-Nutzen-Analyse) für Sportvereine
- Vergleich zwischen Breitensportvereinen und Profisportvereinen als Fallbeispiele
- Identifikation und Gewichtung von harten (monetären) und weichen (nicht monetären) Faktoren
- Analyse der sozialen und ökonomischen Bedeutung von Sportvereinen für Kommunen
- Ableitung von Handlungsempfehlungen zur Verwaltungsmodernisierung im Bereich der Sportförderung
Auszug aus dem Buch
2.6 Kosten-Nutzen-Analyse im Sport
Bei der Kosten-Nutzen-Analyse (KNA) handelt es sich im Allgemeinen um eine Wirtschaftlichkeitsanalyse aus dem Bereich der Kosten-Nutzen-Untersuchungen (KNU), die im öffentlichen Sektor bevorzugt angewendet wird. Unter die KNU fallen die Kosten-Nutzen-Analyse, die Kosten-Wirksamkeits-Analyse sowie die Nutzwertanalyse. Die KNA berücksichtigt Elemente aus wohlfahrtstheoretischen und privatwirtschaftlichen Aspekten. Sie zeigt auf, welche Handlungsalternativen die öffentlichen Institutionen bei staatlichen Vorhaben bzw. Projekten haben und welche die geeignetste Alternative darstellt. Die Bewertungsmaßstäbe liegen insofern in der Gegenüberstellung der positiven und negativen Auswirkungen der Handlungsoptionen in Bezug auf ihre Wirkung auf verschiedene Akteure (Öffentliche Hand, Bürger, andere Institutionen/Unternehmen). Grundsätzlich stehen im Mittelpunkt der KNA die Versorgung der Bürger mit Gütern oder die Verbesserung der Bedingungen von Unternehmen. Im Hinblick auf das Paradigma dieser Arbeit ist dabei vom Gut „Sport im Verein“ auszugehen, dessen Nutzen für die öffentliche Verwaltung ermittelt werden soll.
Beim Handeln bzgl. der ortsansässigen Sportvereine soll die Bewertung der Sinnhaftigkeit staatlichen Vorgehens möglich sein. Die vorteilhafteste Umgangsweise soll standortunabhängig durch die Abwägung der Vor- und Nachteile ermöglicht werden. Dabei wird im ökonomischen Sinne bei den Vorteilen gemeinhin vom Nutzen und bei den Nachteilen von den Kosten gesprochen. Die Notwendigkeit der ökonomischen Betrachtung im öffentlichen Bereich ergibt sich aus der allgegenwärtigen Ressourcenknappheit der öffentlichen Träger. Wendet die öffentliche Hand eine bestimmte Summe für z. B. die Instandhaltung einer Sportanlage auf, so kann dieser Aufwandsposten nicht mehr für andere öffentliche Aufgaben verwendet werden. Insofern sollte stets der zielgerichtete Einsatz von monetären Mitteln an den richtigen Stellen sichergestellt sein.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung des Themas, der Problemstellung und der Zielsetzung, Sportvereine auf ihren betriebswirtschaftlichen Nutzen für Kommunen zu untersuchen.
2 Grundlagen: Theoretische Herleitung des Sportbegriffs, der Bedeutung von Sportvereinen, der Abgrenzung zu Sportgroßveranstaltungen und der methodischen Basis der Kosten-Nutzen-Analyse.
3 Entwicklungskonzept / Methodischer Ansatz: Erarbeitung eines Flussdiagramms als methodisches Instrument zur Bewertung und Gewichtung von harten und weichen Faktoren bei Sportvereinen.
4 Empirische Untersuchung zum betriebswirtschaftlichen Nutzen von Sportvereinen für Kommunen: Anwendung des methodischen Ansatzes auf die Fallbeispiele TG Bornheim (Breitensport) und EC Bad Nauheim (Profisport) sowie Auswertung der Experteninterviews.
5 Zusammenfassung: Zusammenführung der Ergebnisse, Validierung der Hypothesen und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten im Bereich der Verwaltungsmodernisierung.
Schlüsselwörter
Betriebswirtschaftlicher Nutzen, Sportvereine, Kommunen, Kosten-Nutzen-Analyse, Breitensport, Profisport, Weiche Faktoren, Harte Faktoren, Standortfaktor, Sportförderung, Wertschöpfung, Verwaltungsmodernisierung, Sozialer Mehrwert, Imagegewinn, Effizienzsteigerung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie der betriebswirtschaftliche Nutzen, den Sportvereine für eine Kommune erbringen, methodisch ermittelt und bewertet werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die ökonomische und soziale Bedeutung von Sportvereinen, die Unterscheidung zwischen Breitensport und Profisport sowie deren Einfluss auf die Stadtentwicklung und Verwaltung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, ein praktikables methodisches Konzept zu entwickeln, das Kommunen ermöglicht, den Nutzen ihrer Sportvereine zu messen, um das Engagement in der Sportförderung zielgerichtet zu steuern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Verfasser nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche und empirischen Experteninterviews, um auf Basis einer Kosten-Nutzen-Analyse (KNA) ein Bewertungsmodell zu erstellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen dargelegt, ein methodischer Ansatz (Flussdiagramm) entwickelt und dieser anhand von Interviews mit Vertretern der TG Bornheim und des EC Bad Nauheim praktisch validiert.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie betriebswirtschaftlicher Nutzen, Sportförderung, harte/weiche Standortfaktoren und die Korrelation zwischen Sportvereinen und kommunaler Verwaltung.
Warum wurde zwischen TG Bornheim und EC Bad Nauheim unterschieden?
Die Unterscheidung dient dazu, die Anwendbarkeit der Methode sowohl auf einen großen Breitensportverein als auch auf einen Profisportverein zu belegen und die unterschiedlichen Nutzenstrukturen aufzuzeigen.
Welches Ergebnis liefert die Untersuchung in Bezug auf den Nutzen?
Beide untersuchten Städte profitieren mit einem betriebswirtschaftlichen Nutzen von über 60 % von ihren jeweiligen Vereinen, was den kommunalen Aufwand in monetärer und nicht-monetärer Hinsicht rechtfertigt.
- Citar trabajo
- Fabian Lösche (Autor), 2018, Methodischer Ansatz zur Bestimmung des betriebswirtschaftlichen Nutzens von Sportvereinen für Kommunen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/434474