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Potenzial digitaler Medien in Bildungssettings

Title: Potenzial digitaler Medien in Bildungssettings

Term Paper , 2017 , 46 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Marius Dähne (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Eine Diskussion zu Fragen zu Bildung und Entfaltung berührt zwangsläufig Themen der Zukunftsgestaltung. Der Bildungskontext vollzieht sich dabei nicht nur an Themen aus natürlich- und menschlich-bedingter Welt, sondern gestaltet sich gleichzeitig durch diese. Die so geschaffene Welt ist Betrachtungsgegenstand und in zunehmendem Maße auch Betrachtungsweise. In zunehmendem Maße deshalb, weil didaktische Konzepte und die Fragen wie etwas vor-sich-geht weitreichender menschengemacht und weniger den natürlichen Umständen geschuldet sind. Die fortschreitende Entwicklung der menschlichen Fähigkeiten führt in einem immer stärkeren Maße zu den Möglichkeiten die Bedingtheiten des Menschen auf fundamentale Weise abwandeln zu können. Technische Innovationen sind heute weitreichende Treiber zu veränderten Lebenskonzepten rund um den Globus. Die Informationstechnologien unter dem Schlagwort der Digitalisierung ermöglichen einen Informationsaustausch sowie Kommunikationsprozesse über Distanzen und Geschwindigkeiten von fundamental anderer Qualität. Die Anzahl der Menschen auf unserem Planeten betrug im Jahr 1865 ungefähr eine Milliarde, die sich bis 1965 auf drei Milliarden und schon 2000 auf sechs Milliarden Menschen vergrößerte (Radermacher, 2012, S. 12). Dieses enorme Bevölkerungswachstum wird von Sergey P. Kapica mit einem Wachstumsgesetz beschrieben, welches im Wesentlichen quadratisch von der Bevölkerungsgröße abhängt – je mehr Menschen, desto viel mehr Menschen (Kapica, 2004). Diese Gesetzmäßigkeit, die den bisherigen Verlauf der Anzahl der Menschen auf der Erde beschreibt, legt die Annahme zugrunde, dass eine größere Anzahl an Menschen ein erhöhtes Maß an Kommunikationsprozessen zur Folge habe. Aus häufigeren Kommunikationsprozessen folgen eine erweiterte Wissensdiffusion und damit eine Entwicklung von Selbst- und Weltverständnissen, die wiederum einen erhöhten Lebensstandard ermöglichten. Ein erhöhter Lebensstandard führe zu Lebensumständen, die weiteres Bevölkerungswachstum begünstigen. Auf diese Weise kommt es zu einer Spirale aus Bevölkerungswachstum und geistig-technisierter2 Entwicklung in zunehmendem Ausmaß und gesteigerter Geschwindigkeit. Zur Beschreibung der Entwicklungsgeschwindigkeit nutzt Kapica den Begriff der Eigenzeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Orientierung im Feld digitaler Bildungsangebote

2.1. Konzepte

2.2. Anwendungsbeispiele

2.3. Didaktische Formate des e-Learning

2.4. Kategorisierung e-Learning- Apps

3. Technisierung und Bildungsprozesse

3.1. Technisierte Entwicklung und Selbstbild

3.2. Entwicklung der Technisierung in unserem Kulturraum

4. Theoretische Rahmung nach Girmes

4.1. Gehalt

4.2. Gestalt

4.3. Format

4.4. Impuls

5. Ausweitung der theoretischen Rahmung auf digitale Medien

5.1. Gehalt

5.2. Gestalt

5.3. Format

5.4. Impuls

6. Abschlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der Bildungskontexte unter dem Einfluss der fortschreitenden Digitalisierung. Ziel ist es, zu analysieren, inwieweit die bestehende Settingtheorie nach Girmes geeignet ist, digitale Lernumgebungen didaktisch sinnvoll zu beschreiben und in einen bildungstheoretischen Kontext zu überführen.

  • Strukturelle Auswirkungen der Digitalisierung auf Bildungssettings
  • Unterscheidung zwischen e-Learning 1.1 und e-Learning 2.0
  • Analyse von digitalen Lernanwendungen wie Wikis und Podcasts
  • Übertragung der Girmes-Dimensionen (Gehalt, Gestalt, Format, Impuls) auf digitale Medien
  • Rolle der Lehrenden im Kontext technisierter Lernumgebungen

Auszug aus dem Buch

3.1. Technisierte Entwicklung und Selbstbild

Die Entwicklungsweisen unserer Gesellschaft sind zu einem großen Anteil technologisch geprägt. Technische Neuerungen gehen schon seit Gezeiten ihren geisteswissenschaftlich-philosophischen Konstrukten voraus (vgl. Blumenberg, 1981, S. 13 ff), so dass davon ausgegangen werden kann, dass in vielen Bereichen unserer Gesellschaft der technische Imperativ ein Paradigma der gesellschaftlichen Entwicklungen darstellt: „Was getan werden kann, muss getan werden“ (Chargaff, 1989, S. 85). Die Einflussnahme der Technik auf immer weitere menschliche Lebensbereiche, welche durchaus als technische Eroberungsgeschichte bezeichnet werden könnte, orientiert sich an den Leitideen der Science Fiction Szenarien. Es scheint, als würfen die Geschichten einen narrativen Möglichkeitshorizont auf, der nur darauf warte technisch erobert zu werden.

Mit diesem Leitbild im Hinterkopf, ist es selbstverständlich nicht zu fragen, ob die Digitalisierung unseren Alltag verändert, sondern in welcher Art und Weise - also wie diese Veränderungen auf das menschliche Leben wirken. An dieser Stelle macht sich die passiv-reaktive Haltung gegenüber der technischen Entwicklung deutlich bemerkbar. Die Fülle der gesellschaftlichen Akteure, welche technische Entwicklungen vorantreiben und die Geschwindigkeit mit welcher wahrgenommene Prozesse sich in ihren Qualitäten und Quantitäten ändern, machen den State of the Art unstrukturiert, unübersichtlich und damit komplex sowie in keiner Weise kontrollierbar. Mit einer gravierenden Lücke im humanwissenschaftlichen Grundgerüst über die Auswirkungen der menschlich-technisch geschaffenen Welt auf die „condition humaine“ besteht keine Möglichkeit für die Gestaltung der Umwelt professionelle Verantwortung zu übernehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Zusammenhang zwischen Bevölkerungswachstum, technischer Beschleunigung und den daraus resultierenden Herausforderungen für Bildungsprozesse.

2. Orientierung im Feld digitaler Bildungsangebote: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie e-Learning und m-Learning und vergleicht das anbieterzentrierte e-Learning 1.1 mit dem nutzerzentrierten e-Learning 2.0.

3. Technisierung und Bildungsprozesse: Hier wird der Einfluss technologischer Entwicklungen auf das menschliche Selbstbild und die Notwendigkeit eines professionellen Umgangs mit diesen Veränderungen diskutiert.

4. Theoretische Rahmung nach Girmes: Dieses Kapitel erläutert das Setting-Modell von Renate Girmes anhand der vier Dimensionen Gehalt, Gestalt, Format und Impuls.

5. Ausweitung der theoretischen Rahmung auf digitale Medien: Die Dimensionen nach Girmes werden hier kritisch auf ihre Anwendbarkeit und Vereinbarkeit mit digitalen Lernmedien überprüft.

6. Abschlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass der Mensch im Mittelpunkt der Bildungs- und Entfaltungsprozesse stehen muss, nicht die Technologie.

Schlüsselwörter

Bildung, Digitalisierung, e-Learning, m-Learning, Settingtheorie, Girmes, Medienkompetenz, Bildungsprozesse, Technisierung, condition humaine, Wissensdiffusion, digitale Medien, Didaktik, Lernumgebung, Transformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung auf Bildungssettings und der Frage, wie diese professionell konzipiert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretische Fundierung von Bildungsräumen (Settingtheorie), die Differenzierung verschiedener e-Learning-Paradigmen sowie die kritische Reflexion technischer Entwicklungen auf das Bildungsverständnis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist zu untersuchen, ob und inwieweit die Settingtheorie nach Renate Girmes geeignet ist, die didaktischen Anforderungen digitaler Medien zu beschreiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse und Literaturstudie, um pädagogische Konzepte auf aktuelle technologische Entwicklungen in Bildungssettings anzuwenden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme digitaler Angebote (e-Learning 1.1 vs. 2.0), eine theoretische Auseinandersetzung mit Technisierungsprozessen sowie die Anwendung der Girmes-Kategorien auf digitale Medien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bildung, Digitalisierung, e-Learning, Settingtheorie, Medienkompetenz und didaktische Gestaltung.

Inwiefern unterscheiden sich e-Learning 1.1 und 2.0 laut der Arbeit?

Während e-Learning 1.1 dozentenzentriert und anbieterorientiert ist, zeichnet sich e-Learning 2.0 durch selbstorganisiertes Lernen, nutzergenerierte Inhalte und kollaborative Prozesse aus.

Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf die Rolle des Menschen?

Der Autor betont, dass der Mensch im Zentrum der Bildungs- und Entfaltungsprozesse stehen muss und digitale Medien lediglich als Werkzeuge zu betrachten sind, nicht als Selbstzweck der Entwicklung.

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Details

Title
Potenzial digitaler Medien in Bildungssettings
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg
Grade
1,3
Author
Marius Dähne (Author)
Publication Year
2017
Pages
46
Catalog Number
V434492
ISBN (eBook)
9783668761551
ISBN (Book)
9783668761568
Language
German
Tags
potenzial medien bildungssettings
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marius Dähne (Author), 2017, Potenzial digitaler Medien in Bildungssettings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/434492
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