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Bewertung von Hebelzertifikaten

Title: Bewertung von Hebelzertifikaten

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 34 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Michael Fischer (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Hebelzertifikate sind seit Herbst 2001 am deutschen Kapitalmarkt vorzufinden. Seitdem kam es zu einer Etablierung dieser Wertpapierart, die bereits dazu geführt hat, dass ein Teil der klassischen Optionsscheine substituiert wurde. Grund des immensen Erfolgs, vor allem im Retailsegment dürfte die Kombination von Eigenschaften von Futures und Optionen sein. Das Hebelzertifikat erlaubt dem Retailkunden erstmals in "Futureähnliche Geschäfte" zu investieren, ohne das Risiko der Nachschusspflicht tragen zu müssen.

Zudem wird von den Emittenten häufig als verkaufsförderndes Argument vorgebracht, dass Hebelzertifikate, ähnlich wie Optionsscheine, über einen Hebeleffekt verfügen, gleichzeitig aber von optionsscheinspezifischen Einflussfaktoren, wie der Volatilität, nahezu unabhängig sind. Außerdem sei die Preisstellung von Hebelzertifikaten im Vergleich zur Bestimmung von Optionspreisen relativ einfach und erhöht dadurch die Attraktivität des Produkts für den Kunden.

In der Literatur fand bereits eine eingehende Untersuchung der optionsscheinspezifischen Einflussfaktoren auf Hebelzertifikate statt. Es konnten tatsächlich geringere Einflüsse als bei Optionen auf die Preisbildung festgestellt werden. Im Rahmen dieser Arbeit sollen mögliche Bewertungskonzepte für Hebelzertifikate vorgestellt und angewendet werden sowie die daraus resultierenden Ergebnisse mit den am Kapitalmarkt vorgefundenen Kursen verglichen werden. Nach einer kurzen Beschreibung der Konzeption von Hebelzertifikaten in Kapitel 2 werden die häufig von den Emittenten kommunizierten Bewertungsmöglichkeiten in Analogie zur Preisstellung von Forwards in Kapitel 3.1 bzw. von Futures in Kapitel 3.2 beschrieben. In Kapitel 4 werden Hebelzertifikate aus Sicht der Optionspreistheorie betrachtet und Bewertungsmöglichkeiten anhand von numerischen (4.1) und analytischen (4.2) Bewertungsmethoden aufgezeigt. In Kapitel 5 erfolgt ein Vergleich theoretisch berechneter Preisen mit am Markt vorgefundenen Briefkursen, bevor die Ergebnisse der Arbeit in Kapitel 6 abschließend zusammengefasst werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Konzeption von Hebelzertifikaten

3 Preisbildung in der Praxis

3.1 Bewertung durch Analogie zu Futures

3.2 Bewertung durch Analogie zu Forwards

4 Bewertung von Hebelzertifikaten aus der optionspreistheoretischen Sicht

4.1 Analytische Bewertungsmethode

4.2 Numerische Bewertungsverfahren

4.2.1 Bewertung durch einen Binomialbaum

4.2.2 Bewertung durch einen Trinomialbaum

4.2.3 Konvergenzbeschleunigung für Baumverfahren

5 Vergleich börsennotierter Kurse mit theoretisch ermittelten Preisen

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Preisbildung von Hebelzertifikaten, indem sie gängige marktübliche Bewertungsmethoden (Analogie zu Futures/Forwards) und optionspreistheoretische Ansätze (analytische Modelle sowie numerische Baumverfahren) vergleicht und die Abweichungen zu realen Börsenkursen analysiert.

  • Konzeptionelle Grundlagen und Auszahlungsprofile von Hebelzertifikaten
  • Praxisorientierte Bewertungsansätze via Future- und Forward-Analogie
  • Optionspreistheoretische Bewertung unter Berücksichtigung des Knock-out-Risikos
  • Numerische Simulationsverfahren (Binomial- und Trinomialbäume)
  • Empirischer Vergleich theoretisch berechneter Preise mit tatsächlichen Briefkursen

Auszug aus dem Buch

3.1 Bewertung durch Analogie zu Futures

Oft wird in der Praxis darauf hingewiesen, dass Hebelzertifikate die Vorteile von Futures und Optionsscheinen kombinieren. So besteht im Gegensatz zu Futures-Geschäften keine Nachschusspflicht und zugleich ist das Hebelzertifikat relativ unelastisch in bezug auf optionsscheinspezifische Faktoren wie bspw. die Volatilität und Restlaufzeit. An Änderungen des Basiswertes partizipiert der Anleger ähnlich wie durch einen Future, wobei sich durch den geringen Kapitaleinsatz ein Hebeleffekt ergibt. Dieser ermöglicht deutlich höhere Renditen ermöglicht als eine Direktinvestition in den Basiswert. Auch die Auszahlungsstruktur ähnelt der eines Futures, weshalb die Ermittlung des Wertes eines Hebelzertifikats durch Futures nahe liegt.

Natürlich ist bei dieser einfachen Approximation zu beachten, dass diese Vorgehensweise nicht unbedingt zu finanzmathematisch exakten Lösungen führt. Sie ermöglicht aber unter bestimmten Umständen einfache und relativ gute Näherungslösungen. Damit entspricht die Bewertung von Hebelzertifikaten durch Futures der von den Emittenten geforderten einfachen Nachvollziehbarkeit der Preisbildung für den Anleger.

Analog zur Wertbestimmung von Futures bestimmt sich der Wert von Hebelzertifikaten aus der positiven Differenz des Kurses des Basiswertes und des Basispreises und den Cost of Carry. Die Cost of Carry entsprechen einem Aufgeld, das bei Long-Hebelzertifikaten die „Zinskosten auf den nicht investierten Betrag X abzüglich der Dividendenerträge“ repräsentiert. Bei Short-Hebelzertifikaten entsprechen sie hingegen den „Zinserlösen auf den investierten Betrag X abzüglich der Dividendenaufwendungen aus dem Leerverkauf“. Voraussetzung für diese Vorgehensweise ist, dass Basispreis und Barriere auf den gleichen Kurs lauten. Damit lassen sich die Bewertungsformeln (3) und (4) für Long- bzw. Short-Hebelzertifikate ermitteln.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz von Hebelzertifikaten ein und definiert das Ziel, Bewertungskonzepte vorzustellen und mit Marktpreisen zu vergleichen.

2 Konzeption von Hebelzertifikaten: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise, den Hebeleffekt sowie die Auszahlungsstruktur von Long- und Short-Hebelzertifikaten unter Berücksichtigung von Barrieren.

3 Preisbildung in der Praxis: Hier werden einfache Bewertungsmodelle vorgestellt, die auf der Analogie zu Future- und Forward-Kontrakten basieren, um Anlegern eine nachvollziehbare Preisermittlung zu ermöglichen.

4 Bewertung von Hebelzertifikaten aus der optionspreistheoretischen Sicht: Das Kapitel betrachtet die mathematisch fundierte Bewertung mittels Black/Scholes-Modell sowie numerischer Baumverfahren zur präziseren Abbildung des Knock-out-Risikos.

5 Vergleich börsennotierter Kurse mit theoretisch ermittelten Preisen: Es erfolgt eine empirische Analyse der Abweichungen zwischen theoretisch berechneten Preisen und den tatsächlichen Briefkursen an der EUWAX, insbesondere in Abhängigkeit von der Moneyness.

6 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass die beobachteten Preisdifferenzen vermutlich aus Hedging-Kosten der Emittenten und einer hohen Nachfrage resultieren.

Schlüsselwörter

Hebelzertifikate, Preisbildung, Bewertungsmethoden, Binomialbaum, Trinomialbaum, Knock-out-Risiko, Derivate, Moneyness, Long-Hebelzertifikat, Short-Hebelzertifikat, Optionspreistheorie, Börsenkurse, Finanzierungskosten, Cost of Carry, Barriere.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht, wie Hebelzertifikate theoretisch bewertet werden können und inwieweit diese berechneten Preise von den tatsächlich an der Börse beobachteten Briefkursen abweichen.

Welche zentralen Themenfelder deckt das Dokument ab?

Zentral sind die Konzeption von Hebelzertifikaten, verschiedene Bewertungsansätze (Analogie zu Futures/Forwards vs. optionspreistheoretische Methoden) sowie ein empirischer Vergleich der Ergebnisse mit Marktdaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, einen Überblick über die Bewertungsmöglichkeiten zu geben und festzustellen, ob die von den Emittenten kommunizierte Preisbildung für den Anleger nachvollziehbar ist und wo die Gründe für Kursabweichungen liegen.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt sowohl analytische Methoden (basierend auf Black/Scholes) als auch numerische Verfahren (Binomial- und Trinomialbäume) sowie eine statistische Auswertung von Marktdaten der EUWAX.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Funktionsweise, die Erläuterung einfacher Bewertungsanalogien, die Herleitung komplexerer optionspreistheoretischer Modelle und deren numerische Umsetzung mittels Baumstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Inhalt?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Hebelzertifikate, Preisbildung, Bewertungsmethoden, Knock-out-Risiko, Binomialbaum und Moneyness beschreiben.

Warum gibt es bei "at the money" liegenden Hebelzertifikaten oft hohe Preisabweichungen?

Aufgrund des enormen Hebels bei diesen Produkten und der daraus resultierenden hohen Renditechancen steigt die Nachfrage stark an, was in Verbindung mit den höheren Hedging-Kosten des Emittenten nahe der Barriere zu höheren Briefkursen führt.

Warum weichen die Ergebnisse der verschiedenen Bewertungsmethoden voneinander ab?

Einfache Methoden wie die Forward-Analogie vernachlässigen oft volatilitätsspezifische Risiken oder die exakte Berücksichtigung der Barriere, während komplexere optionspreistheoretische Modelle diese Faktoren explizit einbeziehen und somit näher am sogenannten Fair Value liegen.

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Details

Title
Bewertung von Hebelzertifikaten
College
University of Augsburg  (Finanz- & Bankwirtschaft)
Course
Hauptseminar
Grade
1,7
Author
Michael Fischer (Author)
Publication Year
2004
Pages
34
Catalog Number
V43457
ISBN (eBook)
9783638412384
ISBN (Book)
9783656068570
Language
German
Tags
Bewertung Hebelzertifikaten Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Fischer (Author), 2004, Bewertung von Hebelzertifikaten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43457
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