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Ethnische Diskriminierung von arabisch- und türkischstämmigen Migranten

Título: Ethnische Diskriminierung von arabisch- und türkischstämmigen Migranten

Trabajo de Seminario , 2014 , 68 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Hajan Muhsin (Autor)

Sociología - Religión
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Beim Betrachten unserer Gesellschaft fiel zunehmend auf, dass scheinbar mehr junge Studenten mit Migrationshintergrund an den Berliner Universitäten studieren. Besonderes Interesse weckte der Aspekt der Migrantinnen, die der islamischen Konfession angehören und ein Kopftuch tragen. Die Frage stellte sich, welche Erfahrungen sie bezüglich ihres Studiums, ihres Arbeitslebens aber auch in der dualen Berufsausbildung hatten. Durch eigenen Erfahrungen erschien es als besonders wichtig, die eventuellen Chancenungleichheiten und damit auftauchende Diskriminierung im Arbeits- und Ausbildungsleben zu diskutieren, welche einen wichtigen Teilaspekt dieses Phänomens zeigt. In dieser Hausarbeit wird Fokus auf ausschließlich dem Sozialisationsfaktor der ethnischen Diskriminierung türkisch- und arabischstämmiger Migranten auf dem Ausbildungsmarkt Deutschlands gelegt.

Zunächst haben wir uns mit dem Kapitel der dualen Berufsausbildung beschäftigt und diese Art von Bildungssystem genauer definiert. Anschließend betrachten wir die verschiedenen Motive für und gegen eine duale Berufsausbildung. Diese Motive haben wir sowohl aus Ausbildersicht, anhand einer aktuellen IHK Berlin Umfrage aus dem Jahr 2014, als auch aus Sicht der Auszubildenden betrachtet.

Folgend wird auf die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt eingegangen und schließlich anhand der spezifischen Gruppe der türkisch- und arabischstämmigen Migranten und deren Situation auf dem Ausbildungsmarkt untersucht.

Im nachfolgenden Kapitel wird der Begriff der Diskriminierung und dessen Formen erläutert. Daraufhin wird diese Untersuchungen auf die ethnische Diskriminierung spezialisiert. Anschließend wird der Kontext der islamischen Religionszugehörigkeit und die damit verbundenen Probleme und Vorurteile, die im Arbeitsleben auftauchen können, analysiert. Darüber hinaus werden die Frauen mit ursprünglicher Herkunft aus der Türkei und den arabischen Ländern, die ein Kopftuch tragen, erforscht. Bei der empirischen Studie werden relevante Daten anhand mehrerer Experteninterviews mit jungen Kopftuchträgerinnen gesammelt. Durch diese Interviews ist es möglich, die Erfahrungen, Beweggründe aber auch die Einstellung bezüglich des Kopftuches und des Arbeitslebens der Migrantinnen genauer erforschen zu können.
Diese Informationen wird reflektiert als Fazit präsentiert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Duale Berufsausbildung

2.1. Definition

2.2. Motive für und gegen die Berufsausbildung

2.2.1. Aus Sicht der Ausbilder

2.2.2. Aus Sicht der Auszubildenden

2.3. Aktuelle Lage auf dem Ausbildungsmarkt

2.4. Migranten auf dem Ausbildungsplatz

3. Diskriminierung

3.1. Formen der Diskriminierung

3.1.1. Unmittelbare Diskriminierung

3.1.2. Mittelbare Diskriminierung

3.1.3. Interpersonelle Diskriminierung

3.1.4. Strukturelle Diskriminierung

3.1.5. Institutionelle Diskriminierung

3.2. Ethnische Diskriminierung

3.3. Diskriminierung von arabisch-türkischstämmigen Migranten

3.4. Diskriminierung aufgrund der islamischen Religionszugehörigkeit

3.5. Diskriminierung von Migrantinnen mit Kopftuch

4. Empirische Studie - Experteninterview von kopftuchtragenden Frauen über ihren Bildungsweg

4.1. Was sind Experteninterviews

4.2. Fragebogenerstellung

4.3. Durchführung

4.4. Auswertung

4.5. Fazit zur Studie

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ethnische Diskriminierung von arabisch- und türkischstämmigen Migranten auf dem deutschen Ausbildungsmarkt, wobei ein besonderer Fokus auf den Erfahrungen kopftuchtragender Frauen liegt, um deren Hürden beim Zugang zu Ausbildung und Studium sowie die Rolle gesellschaftlicher Vorurteile zu analysieren.

  • Duale Berufsausbildung und aktuelle Herausforderungen am Ausbildungsmarkt
  • Theoretische Formen und Ausprägungen der Diskriminierung
  • Spezifische Benachteiligung arabisch- und türkischstämmiger Migranten
  • Einfluss der islamischen Religionszugehörigkeit und des Kopftuchs auf Bildungswege
  • Empirische Erkenntnisse aus Experteninterviews mit betroffenen Frauen

Auszug aus dem Buch

3.5. Diskriminierung von Migrantinnen mit Kopftuch

„Die Haltung gegenüber dem Islam findet eine Zuspitzung in der Einstellung gegenüber dem islamischen Kopftuch, die sich auf alle Bereiche des Arbeitslebens auswirkt. Bereits die wenigen vorliegenden Untersuchungen zeigen, dass das Kopftuch überwiegend als unerwünscht oder sogar als unvereinbar mit Berufstätigkeit gilt.“ (vgl. Frings 2010, S. 8).

Ein zentrales Argumentationsthema in der ist die Stellung der Frau im Islam. Es dominiert die Vorstellung der unterdrückten islamischen Frau vor, welche den Männern ihrer Familie völlig unterworfen sei. Tatsächlich gibt es kaum eine größere Pluralität als in diesem Bereich. Diese Vielfalt wird jedoch in der deutschen Gesellschaft kaum wahrgenommen. Nach dem Koran kommt dem Mann zwar eine privilegierte Stellung zu, doch steht dies nicht im Gegensatz zu anderen Religionen und es finden sich auch in der Bibel entsprechende Textstellen. Der Grad der weiblichen Gleichberechtigung ist auch bei Musliminnen eher abhängig von ihrem Bildungsgrad, der sozialen Stellung und der Tradionalität ihrer Herkunftsfamilie, sowie der individuellen Ausprägung ihrer Persönlichkeit.

Die Verhüllung wird in der hiesigen Gesellschaft als Zeichen der Unterdrückung wahrgenommen und es wird davon ausgegangen, dass eine Frau das Kopftuch unfreiwillig trage. So fand das Allensbacher Institut heraus, dass Deutsche den Islam mit „Unterdrückung der Frauen“ gleichsetzen (Petersen 2012).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das Phänomen des Anstiegs von Studentinnen mit Migrationshintergrund und Kopftuch an Berliner Universitäten und führt in die Thematik der Chancenungleichheit auf dem deutschen Ausbildungsmarkt ein.

2. Duale Berufsausbildung: Dieses Kapitel definiert das duale System, erläutert dessen geschichtliche Entwicklung sowie die Motive von Betrieben und Auszubildenden und analysiert die aktuelle Lage auf dem Ausbildungsmarkt.

3. Diskriminierung: Hier werden verschiedene Formen der Diskriminierung (von unmittelbar bis institutionell) theoretisch hergeleitet und auf die spezifische Situation von Migranten sowie kopftuchtragenden Frauen angewendet.

4. Empirische Studie - Experteninterview von kopftuchtragenden Frauen über ihren Bildungsweg: Das Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise der Experteninterviews mit kopftuchtragenden Frauen und fasst deren Erfahrungen hinsichtlich ihres Bildungsweges und erlebter Ausgrenzung zusammen.

5. Fazit: Das Fazit reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung und stellt fest, dass Frauen mit Kopftuch auf dem Arbeitsmarkt die am stärksten benachteiligte Gruppe darstellen, wobei Diskriminierung unabhängig von Qualifikationen stattfindet.

Schlüsselwörter

Ethnische Diskriminierung, duale Berufsausbildung, Migrationshintergrund, Kopftuch, Islamophobie, Bildungschancen, Arbeitsmarkt, Intersektionalität, strukturelle Diskriminierung, Experteninterview, Integration, Vorurteile, Ausbildungsmarkt, Musliminnen, Chancengleichheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ethnischen Diskriminierung von arabisch- und türkischstämmigen Migranten in Deutschland, mit einem spezifischen Fokus auf die Benachteiligung kopftuchtragender Frauen im Bildungs- und Arbeitssektor.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die duale Berufsausbildung, verschiedene Formen der Diskriminierung (strukturell, institutionell, interpersonell), Vorurteile gegenüber dem Islam sowie die Bildungs- und Berufserfahrungen junger muslimischer Frauen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ethnische und religiöse Zuschreibungen – insbesondere durch das Kopftuch – den Zugang zu Ausbildung und Arbeitsmarkt für betroffene Migrantinnen massiv erschweren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine qualitative Forschungsform, konkret Experteninterviews mit zehn jungen, kopftuchtragenden Frauen, um deren persönliche Erfahrungen und Sichtweisen empirisch zu erheben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung der dualen Berufsausbildung, eine detaillierte Analyse von Diskriminierungsformen und eine Darstellung der empirischen Ergebnisse aus den Experteninterviews.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind ethnische Diskriminierung, Kopftuch, Ausbildung, Arbeitsmarkt, Intersektionalität, Islamophobie, Migrationshintergrund und Chancengleichheit.

Wie bewerten die befragten Frauen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt?

Die meisten Befragten empfinden ihr Kopftuch als ein deutliches Hindernis bei der Jobsuche, da Arbeitgeber oft Vorurteile hegen oder Angst vor Kundenverlust haben, ungeachtet der Qualifikation der Bewerberinnen.

Welche Bedeutung hat das Kopftuch laut den Interviewpartnerinnen für ihre Karriere?

Obwohl das Kopftuch als Ausdruck religiöser Identität und Selbstbestimmung gesehen wird, berichten die Frauen, dass sie aufgrund der damit verbundenen negativen Stereotype (wie Unterdrückung oder mangelnde Integrationsfähigkeit) massiv in ihren Ausbildungschancen eingeschränkt sind.

Final del extracto de 68 páginas  - subir

Detalles

Título
Ethnische Diskriminierung von arabisch- und türkischstämmigen Migranten
Universidad
Berlin School of Economics
Calificación
1,5
Autor
Hajan Muhsin (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
68
No. de catálogo
V434859
ISBN (Ebook)
9783668760301
ISBN (Libro)
9783668760318
Idioma
Alemán
Etiqueta
ethnische diskriminierung migranten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Hajan Muhsin (Autor), 2014, Ethnische Diskriminierung von arabisch- und türkischstämmigen Migranten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/434859
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