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Empathie? Dagegen bin ich geimpft!

Wie Persönlichkeit und Stress die menschliche Empathie beeinflussen

Titre: Empathie? Dagegen bin ich geimpft!

Thèse de Master , 2018 , 114 Pages , Note: 1,7

Autor:in: M. Sc. Melissa Quantz (Auteur)

Psychologie - Psychologie de la personnalité
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Résumé Extrait Résumé des informations

In dieser Arbeit wurde der Zusammenhang zwischen subjektivem Stress und Empathie unter Berücksichtigung der Persönlichkeit untersucht. Grundlage bildet die Theorie von Eisenberg et al., nach der eine erhöhte periphysiologische Erregung bzw. Stress mit einem Anstieg der empathischen Reaktion einhergeht, gemessen in der Wahrscheinlichkeit zu prosozialem Verhalten. Steigt der Stress allerdings zu stark, sinkt die Wahrscheinlichkeit zu prosozialem Verhalten wieder, sodass es sich um einen umgekehrt u-förmigen Zusammenhang handelt.

Da eine Forschungslücke zur Bestätigung dieses Zusammenhangs besteht, wurde in der vorliegenden Studie Empathie direkt über den Interpersonal Reactivity Index (Davis, 1980) und über die deutsche Fassung der Cambridge-Mindreading Face-Battery erhoben. Das subjektive Stressempfinden wurde über die deutsche Version der Perceived Stress-Scale erhoben. Darüber hinaus wurde erstmals Persönlichkeit als Moderator dieses Zusammenhangs überprüft. Die Hypothese des umgekehrt u-förmigen Zusammenhangs konnte allerdings für keine der Empathievariablen bestätigt werden. Es zeigen sich eher lineare Trends, vor allem in Bezug auf Stress und personal distress, sowie ein leichter u-förmiger Zusammenhang zwischen Stress und perspective taking.

Als zentrales Ergebnis ist festzuhalten, dass Eisenbergs Annahmen zwischen Stress und Empathie nicht bestätigt werden konnten. In der Konsequenz musste auch die mögliche Moderation dieses Zusammenhangs durch Persönlichkeit verworfen werden. Allerdings konnten alle Hypothesen zum Zusammenhang von Persönlichkeit und Empathie sowie Persönlichkeit und Stress bestätigt werden. Dabei zeigen sich Zusammenhänge zwischen Neurotizismus und affektiver Empathie, vor allem Ängstlichkeit und personal distress, sowie zwischen Verträglichkeit und affektiver Empathie, vor allem Gutherzigkeit und empathic concern. Die kognitive Empathie steht dabei in Teilen zu beiden Persönlichkeitsfaktoren in Zusammenhang. Das Stressempfinden korreliert stark mit Neurotizismus. Datengeleitet wurde daher eine Mediation des Zusammenhangs zwischen Stress und Empathie durch Persönlichkeit überprüft. Tatsächlich mediiert Neurotizismus den Zusammenhang zwischen Stressempfinden und affektiver Empathie. Dieses Ergebnis sollte allerdings lediglich als Hinweis auf eine mögliche Mediation verstanden werden. Diese Arbeit bietet daher einige Anhaltspunkte für weitere Studien.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Empathie

2.2. Stress

2.3. Persönlichkeit

2.4. Zusammenhang von Stress, Empathie und Persönlichkeit

3. Zielsetzung und Hypothesen

3. Methodisches Vorgehen

3.1. Material

3.1.1. Verwendete Fragebögen zu Aspekten von Stress (PSS, SVF)

3.1.2. Verwendete Fragebögen zu Aspekten von Empathie (IRI, CAM)

3.1.3. Verwendete Fragebögen zu Aspekten von Persönlichkeit (BFI, IPIP)

3.1.4. Verwendete Fragebögen zu Aspekten von Depression (BDI) und Trauma (CLEQ)

3.2. Stichprobe

3.3. Durchführung

4. Ergebnisse

4.1. Vorbereitung und Gütekriterien der Variablen

4.1.1. Empathievariablen

4.1.2. Stressvariablen

4.1.3. Persönlichkeitsvariablen

4.2. Überprüfung der H1 & F1a und F1b

4.3. Überprüfung der H2

4.4. Überprüfung der H3

4.5. Überprüfung der H4 & F4

4.6. Überprüfung der H5 & F5

4.7. Überprüfung der H6 & F6

4.8. Exploration

5. Diskussion und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen subjektivem Stress und Empathie unter Berücksichtigung der Persönlichkeit als potenzieller Moderator. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob Stress einen nicht-linearen Einfluss auf die empathische Leistungsfähigkeit besitzt und wie Persönlichkeitsfaktoren wie Verträglichkeit und Neurotizismus diesen Zusammenhang beeinflussen.

  • Analyse des Einflusses von Stress auf kognitive und affektive Empathie.
  • Untersuchung der Persönlichkeit (Big Five) als Moderator oder Mediator.
  • Empirische Überprüfung des umgekehrt u-förmigen Zusammenhangs zwischen Stress und Empathie.
  • Validierung von Selbstberichten (IRI) durch performanzbasierte Tests (CAM).
  • Diskussion von Implikationen für Berufsfelder mit hoher empathischer Anforderung.

Auszug aus dem Buch

2.1. Empathie

Bei der Auseinandersetzung mit dem Begriff der Empathie stößt man bereits bei der Bedeutung der griechischen Wortstämme auf interessante Wurzeln. Während das altgriechische Wort empátheia mit der Bedeutung einer (intensiven) Gefühlsregung noch im weitesten Sinne der heutigen Semantik zuzuordnen wäre, steht die neugriechische Bedeutung mit Voreingenommenheit oder sogar Gehässigkeit dem sehr entgegen (vgl. Depew, 2005). Auch wenn heute die genaue Bedeutung des Begriffs Empathie noch immer diskutiert und definiert wird, - darunter beispielsweise von Davis (1980, 2018), Eisenberg und Kollegen (2007) oder Schieman & Van Gundy (2000) - scheint dennoch ein Konsens darüber zu bestehen, dass Empathie die Fähigkeit beinhaltet, die mentalen und emotionalen Zustände anderer Personen zu verstehen. Dazu gehören auch deren Gefühle, Gedanken und Bedürfnisse, womit semantisch keinesfalls Gehässigkeit oder Voreingenommenheit auftauchen. Daher ist eine deutliche Diskrepanz zwischen der altgriechischen und aktuellen Bedeutung des Begriffes zu erkennen.

Der heutige Begriff der Empathie wurde analog zum griechischen sympátheia (Sympathie, Mitgefühl) aus en ((dr)-in) und path (fühlen) gebildet, nachdem Theodor Lipps die Bezeichnung Anfang des letzten Jahrhunderts unter Einfühlung aufbrachte (vgl. Lipps, 1903). Darunter verstand er zunächst die Beziehung zwischen einem Kunstwerk und dem Betrachter innerhalb eines intrapsychischen Prozesses. Bei der Übersetzung des deutschen Begriffes Einfühlung ins Englische verwendete Edward Tichener (1909) nun zum ersten Mal den Begriff empathy, um dem „wahren Sinn“ der Einfühlung nach Lipps näher zu kommen. Diese Übersetzung wurde auch bei Freuds Begriff der Einfühlung angewendet (vgl. Levy, 1997).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Empathie für das gesellschaftliche Zusammenleben und stellt die Forschungsfrage nach dem Einfluss von Stress auf zwischenmenschliche Fähigkeiten.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Konstrukte Empathie, Stress und Persönlichkeit sowie deren theoretische Herkunft und aktuelle Forschungsstände.

3. Zielsetzung und Hypothesen: Hier werden die Forschungsziele, die Hypothesen zur Prüfung des u-förmigen Zusammenhangs und die Rolle der Persönlichkeit dargelegt.

3. Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt das Studiendesign, die verwendeten psychometrischen Instrumente (PSS, IRI, CAM, BFI, IPIP) sowie die Stichprobenzusammensetzung.

4. Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die statistischen Auswertungen der Hypothesen, inklusive Regressionsanalysen und Strukturmodellierungen zur Prüfung von Moderations- und Mediationseffekten.

5. Diskussion und Ausblick: Das Fazit ordnet die Ergebnisse in den bestehenden Forschungsstand ein, diskutiert Limitationen und leitet Handlungsempfehlungen für die Praxis ab.

Schlüsselwörter

Empathie, Stress, Persönlichkeit, Neurotizismus, Verträglichkeit, psychologische Forschung, Emotionserkennung, Stressempfinden, prosoziales Verhalten, Big Five, Mediation, Interpersonal Reactivity Index.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen subjektivem Stressempfinden und menschlicher Empathie unter Berücksichtigung von Persönlichkeitsfaktoren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Themen sind Empathieforschung, psychologische Stressforschung, Persönlichkeitspsychologie (Big Five Modell) sowie die Interaktion dieser drei Konstrukte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Theorie von Eisenberg zu einem umgekehrt u-förmigen Zusammenhang zwischen Stress und Empathie empirisch zu prüfen und den Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen als Modarator oder Mediator zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Studie nutzt einen quantitativen Ansatz mit Online-Fragebögen, standardisierten Skalen (wie PSS, IRI, IPIP) und statistischen Verfahren wie Korrelationsanalysen, Regressionen und Strukturgleichungsmodellierungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Umsetzung mit detaillierter Materialbeschreibung sowie die statistische Ergebnisauswertung und Diskussion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Empathie, Stress, Neurotizismus, Verträglichkeit, Big Five und emotionale Kompetenz charakterisieren.

Welche Rolle spielt Neurotizismus im Ergebnis?

Neurotizismus zeigt einen starken Zusammenhang zu personal distress (affektive Empathie) und mediiert statistisch den Zusammenhang zwischen Stress und affektiver Empathie.

Warum konnte die Hypothese des u-förmigen Zusammenhangs nicht voll bestätigt werden?

Die statistischen Analysen zeigten bei den meisten Variablen eher lineare Effekte statt des postulierten quadratischen Zusammenhangs, was darauf hindeutet, dass die theoretische Annahme in diesem Setting nicht wie erwartet auftrat.

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Résumé des informations

Titre
Empathie? Dagegen bin ich geimpft!
Sous-titre
Wie Persönlichkeit und Stress die menschliche Empathie beeinflussen
Université
University of Bonn  (Institut für biologische und differentielle Psychologie)
Note
1,7
Auteur
M. Sc. Melissa Quantz (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
114
N° de catalogue
V434906
ISBN (ebook)
9783668775589
ISBN (Livre)
9783668775596
Langue
allemand
mots-clé
empathie emapthy persönlichkeit personality eisenberg fabes dagegen bin ich geimpft hawking big five melchers mediation moderation
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
M. Sc. Melissa Quantz (Auteur), 2018, Empathie? Dagegen bin ich geimpft!, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/434906
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