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Inwiefern trägt die chronische Krankheit Multiple Sklerose zur sozialen Ungleichheit im Erwerbsleben bei?

Chronische Krankheit als Ursache sozialer Ungleichheit im Erwerbsleben

Title: Inwiefern trägt die chronische Krankheit Multiple Sklerose zur sozialen Ungleichheit im Erwerbsleben bei?

Term Paper , 2018 , 43 Pages

Autor:in: Marius Blum (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
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Die folgende Arbeit wird im Rahmen des Seminars „Diskurs soziale Ungleichheit – Benachteiligung“ durchgeführt. Hier sollen mit Hilfe eines Interviews zum Themenkomplex „Soziale Ungleichheit im Alltag“ Benachteiligungen aufgedeckt werden. In der folgenden Hausarbeit wird sich mit der chronischen Krankheit Multiple Sklerose und möglichen Ungleichheiten im Erwerbsleben der Betroffenen auseinandergesetzt. Die Multiple Sklerose stellt mit etwa 140000 Betroffenen die häufigste neurologische Erkrankung in Deutschland dar. Sie manifestiert sich im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Darum ist die Auseinandersetzung mit den Ungleichheiten im Erwerbleben der chronisch Erkrankten evident. Es stellt sich daher die Frage, inwiefern die Multiple Sklerose zur sozialen Ungleichheit im Erwerbsleben beiträgt. Dazu wird zunächst definiert, was soziale Ungleichheit nach Berger und Powell bedeutet. Hier wird der Themenkomplex „soziale Ungleichheit“ mithilfe von Beispielen zu MS veranschaulicht. Daran schließt sich die Beschreibung des Krankheitsbildes der MS an. Dieser Abschnitt wird so unterteilt, dass der Leser nachvollziehen kann, was eine chronische Krankheit ist, welche Charakteristika und Symptome die MS mit sich bringt, die wiederrum Einfluss auf das Erwerbsleben der Betroffenen haben. Nachdem die beiden großen Themenkomplexe beschrieben sind, soll der Stand der Forschung zum Thema der Hausarbeit dargestellt werden, der von empirischen Daten untermauert wird. Diese Grundlagen werden dann genutzt, um Hypothesen zu entwickeln, die der Beantwortung der Forschungsfrage dienen. Damit diese beantwortet werden können, wird ein problemzentriertes Interview mit einer MS-Patientin durchgeführt. Dieses wird dann in Anlehnung an die strukturierende Inhaltsanalyse nach Mayring analysiert, um so eine Beantwortung der Forschungsfrage zu ermöglichen. Im letzten Kapitel werden dann die Ergebnisse der Analyse zusammengefasst und diskutiert. Außerdem soll ein Ausblick gegeben werden, warum der Abbau von Benachteiligungen chronisch Kranker im Erwerbsleben wichtig ist. In der Arbeit wird auch auf eine mögliche Einschränkung der Berufs- und Studienwahl eingegangen, obwohl diese nicht direkt zum Erwerbsleben gehören. Hier wird jedoch der Grundstein für den späteren Beruf gelegt, der wiederum bestimmt wie sich die Lebensbedingungen für die Betroffenen entwickeln. Die Arbeit wird nur einen Einblick in Benachteiligungen MS-Kranker im Erwerbsleben geben und ist nicht repräsentativ.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen und der Stand der Forschung

2.1 Soziale Ungleichheit – Was ist soziale Ungleichheit?

2.2 Multiple Sklerose

2.2.1 Multiple Sklerose als chronische Krankheit

2.2.2 Beschreibung des Krankheitsbildes

2.2.3 Symptomatologie

2.2.4 Multiple Sklerose und Erwerbsleben

2.3 Theorien zur Problemstellung

3. Hypothesen auf Grundlage der bisherigen Forschung und Erläuterung des Untersuchungsdesigns

3.1 Hypothesen bezüglich der Forschungsfrage

3.2 Auswahl und Begründung der Forschungsmethode

3.2.1 Das problemzentrierte Interview und der Ablauf der Forschung

3.2.2 Begründung und Erläuterung der Auswertungsmethode

3.3 Auswertung und Interpretation der Ergebnisse

4. Fazit, Diskussion und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Fragestellung, inwiefern die chronische Erkrankung Multiple Sklerose (MS) zur sozialen Ungleichheit im Erwerbsleben beiträgt. Mithilfe eines problemzentrierten Interviews wird analysiert, wie MS-Betroffene ihre berufliche Teilhabe erleben, welche Barrieren auftreten und inwieweit soziale Benachteiligungen resultieren.

  • Soziale Ungleichheit und ihre Bedeutung für chronisch Kranke
  • Krankheitsbild, Symptomatologie und Verlauf der Multiplen Sklerose
  • Einfluss der MS auf Berufswahl, Bewerbungsverfahren und Arbeitsalltag
  • Rolle von Bildung und Arbeitsbedingungen als Schutzfaktoren
  • Strategien zur Bewältigung von Vorurteilen und arbeitsplatzbezogenen Barrieren

Auszug aus dem Buch

2.1 Soziale Ungleichheit – Was ist soziale Ungleichheit?

Die vorliegende Arbeit versucht zu klären, ob die chronische Krankheit MS zur sozialen Ungleichheit im Erwerbsleben der Betroffenen beiträgt. Dazu muss nun geklärt werden, was soziale Ungleichheit überhaupt ist. Solga, Berger und Powell (2009) sehen die soziale Ungleichheit als Phänomen der Sozialstruktur. Dabei definieren sie (2009) die Sozialstruktur als ein relativ stabiles und dauerhaftes System sozialer Beziehungen in einer Gesellschaft. Die Grundlage für diese Beziehungen ist die Verteilung gesellschaftlich wichtiger Ressourcen, wie Kapital, Bildung oder Einkommen. Entsteht aus dieser Verteilung ein ungleicher Besitz an Ressourcen zwischen sozialen Gruppen, so erwachsen daraus soziale Ungleichheiten (S. 13 f.). In dem Gefüge der sozialen Beziehungen nehmen Menschen als Angehörige sozialer Gruppen soziale Positionen in der Gesellschaft ein, die wiederum mit bestimmten Erwartungen und Ressourcen verbunden sind.

Das bedeutet den Autoren zufolge (2009), dass die Ressourcen und Erwartungen relativ unabhängig von den Personen existieren, die die sozialen Positionen einnehmen. Sie betonen jedoch auch, dass diese Erkenntnis nicht ausschließt, dass die Personen den durch die Position bereitgestellten Handlungsspielraum gemäß ihren Fähigkeiten unterschiedlich nutzen können (S.14). Haben die Menschen jedoch „einen ungleichen Zugang zu sozialen Positionen […] und [sind] diese Positionen systematisch mit vorteilhaften oder nachteiligen Handlungs- und Lebensbedingungen verbunden“ (S. 15), so spricht man von sozialer Ungleichheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik ein, definiert Multiple Sklerose als relevante Erkrankung im erwerbsfähigen Alter und erläutert die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen.

2. Grundlagen und der Stand der Forschung: In diesem Kapitel werden die theoretischen Konzepte sozialer Ungleichheit sowie die medizinischen und sozioökonomischen Aspekte der Multiplen Sklerose im Erwerbsleben ausführlich dargelegt.

3. Hypothesen auf Grundlage der bisherigen Forschung und Erläuterung des Untersuchungsdesigns: Hier werden auf Basis des theoretischen Rahmens Hypothesen formuliert und das problemzentrierte Interview als qualitative Forschungsmethode begründet und operationalisiert.

4. Fazit, Diskussion und Ausblick: Das Kapitel fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen, diskutiert die Grenzen der Untersuchung und gibt einen Ausblick auf die gesellschaftliche Bedeutung des Abbaus von Benachteiligungen für MS-Erkrankte.

Schlüsselwörter

Multiple Sklerose, Soziale Ungleichheit, Erwerbsleben, Chronische Krankheit, Arbeitsmarkt, Diskriminierung, Qualitative Inhaltsanalyse, Berufliche Teilhabe, Arbeitsbedingungen, Behindertenausweis, Fatigue, Berufswahl, Barrieren, Schwerbehinderung, Arbeitsklima

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, inwieweit die chronische Erkrankung Multiple Sklerose zur sozialen Ungleichheit im Erwerbsleben der betroffenen Personen beitragen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die theoretische Bestimmung sozialer Ungleichheit, die Auswirkungen von Multiple Sklerose auf das Berufsleben, Strategien der Existenzsicherung sowie die Wahrnehmung von Benachteiligungen am Arbeitsplatz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, inwiefern die Diagnose Multiple Sklerose zu sozialer Ungleichheit im Erwerbsleben beiträgt und welche Barrieren Betroffene dabei erfahren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es wird eine qualitative Forschungsarbeit durchgeführt, die auf der Methode des problemzentrierten Interviews nach Andreas Witzel basiert, ergänzt durch eine strukturierende Inhaltsanalyse nach Mayring.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Entwicklung von Hypothesen, die Darstellung des methodischen Designs sowie die anschließende Auswertung und Interpretation des geführten Interviews.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Multiple Sklerose, soziale Ungleichheit, Erwerbsleben, Arbeitsmarkt, Diskriminierung und qualitative Inhaltsanalyse.

Warum wird im Rahmen der Analyse der Schwerpunkt auf die Berufswahl gelegt?

Die Berufswahl wird als kritischer Punkt identifiziert, da hier durch die Angst vor krankheitsbedingtem Scheitern bereits frühzeitig Weichen gestellt werden, die sich langfristig auf die Lebensbedingungen und die Existenzsicherung auswirken.

Welche Rolle spielen "öffentliche Träger" für die betroffene Person im Interview?

Die Befragte bevorzugt die Bewerbung bei öffentlichen Arbeitgebern, da sie dort aufgrund gesetzlicher Regelungen wie dem Schwerbehindertenrecht und der Erfüllung von Beschäftigungsquoten bessere Chancen auf ein Vorstellungsgespräch vermutet.

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Details

Title
Inwiefern trägt die chronische Krankheit Multiple Sklerose zur sozialen Ungleichheit im Erwerbsleben bei?
Subtitle
Chronische Krankheit als Ursache sozialer Ungleichheit im Erwerbsleben
College
University of Siegen
Author
Marius Blum (Author)
Publication Year
2018
Pages
43
Catalog Number
V434977
ISBN (eBook)
9783668762800
ISBN (Book)
9783668762817
Language
German
Tags
MS Multiple Sklerose Soziales Ungleichheit Erwerbsleben Chronische Krankheit Gesundheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marius Blum (Author), 2018, Inwiefern trägt die chronische Krankheit Multiple Sklerose zur sozialen Ungleichheit im Erwerbsleben bei?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/434977
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