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Johann Jacob Moser: Der Reichsjurist und die konfessionelle Situation nach dem Westfälischen Frieden

Titel: Johann Jacob Moser: Der Reichsjurist und die konfessionelle Situation nach dem Westfälischen Frieden

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2004 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Monika Goerke (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach einer Zeit wirtschaftlicher, kultureller und politischer Verirrung durch den Dreißigjährigen Krieg war der Westfälische Frieden, der 1648 in Münster und Osnabrück geschlossen wurde, für das Heilige Römische Reich quasi Symbol für einen geordneten Neuanfang. Die Menschen erhofften sich eine Zeit der Gerechtigkeit, der Versöhnung und Ruhe. In den Augen der Staatsrechtler stellte der Frieden außerdem das wichtigste Grundgesetz des Reiches dar . Er bildete bei Verhandlungen über die Wahlkapitulationen oder in den Kurien des Regensburger Reichstages die oberste Richtschnur. Bis ins 19. Jahrhundert hinein waren die Verträge sowohl in Deutschland wie auch außerhalb maßgebendes Vorbild für die Beilegung von internationalen Konflikten .
Der Westfälische Frieden brachte für die Verfassung des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation etliche Neuerungen. Auch das Verhältnis der Konfessionen zueinander wurde durch den Frieden neu geordnet. Das Vertragswerk ergänzte den Augsburger Religionsfrieden von 1555. Dabei wurden die bis dahin offen ausgetragenen konfessionellen Gegensätze politisch entschärft und durch die lange verhandelten Vertragsformeln juristisch überlagert. Vielfach gilt der Westfälische Frieden damit als Endpunkt des sog. „Konfessionellen Zeitalters“.
Allerdings trat der konfessionelle Gegensatz als politische Kategorie allein aufgrund des Friedens nicht zurück. Vielerorts wurden gegenreformatorische Bewegungen erst nach 1648 abgeschlossen. In manchen Regionen wurden Protestanten noch in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zur Emigration gezwungen . Die Bedeutung der konfessionellen Identität für die Menschen und das Zusammenleben unterschiedlicher religiöser Gruppen in der damaligen Zeit ist aus heutiger Sicht nicht immer einfach nachzuvollziehen. In der folgenden Seminararbeit wird dem Leser die konfessionelle Situation im Reich unter anderem mit Hilfe der Ausarbeitungen des Staatsrechtlers Johann Jacob Moser nähergebracht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Johann Jacob Moser: der Reichsjurist

I. Biographie

II. Werk

III. Bedeutung und Würdigung

C. Die konfessionelle Situation im Reich

I. Die Entstehung der Konfessionen im Deutschen Reich

II. Die Religionsbestimmungen im Westfälischen Frieden

III. Die konfessionelle Wirklichkeit im Deutschland des 18. Jahrhunderts

D. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht die konfessionelle Situation im Heiligen Römischen Reich nach dem Westfälischen Frieden von 1648. Ziel ist es, unter Einbeziehung der staatsrechtlichen Schriften von Johann Jacob Moser aufzuzeigen, wie rechtliche Regelungen das konfessionelle Miteinander prägten und wo die Grenzen von Toleranz und Wirklichkeit im 18. Jahrhundert lagen.

  • Biographische und fachliche Einordnung des Reichsjuristen Johann Jacob Moser
  • Analyse der konfessionellen Rahmenbedingungen und Rechtsnormen des Westfälischen Friedens
  • Untersuchung der religiösen Realität im Alltag der Untertanen des 18. Jahrhunderts
  • Bewertung des Einflusses konfessioneller Identität auf Politik und Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

I. Biographie

Der Lebensweg Johann Jacob Mosers ist von einer nahezu unverständlichen Rastlosigkeit geprägt. In seinem Berufsleben hat er die unterschiedlichsten juristischen Ämter bzw. Verwaltungsstellen bekleidet, jedoch immer nur für einen kurzen Zeitraum. Zu einem großen Teil resultierte dies aus seiner Kompromisslosigkeit und den Ansprüchen, die er an sich selbst stellte. Moser versuchte stets gegen Dinge, die in seinen Augen das Recht verletzten, anzukämpfen und seine eigene Position nicht aufzugeben, so dass er bisweilen starrsinnig wirkte. Er verfolgte einen eigenen, sehr speziellen Weg, durch den er stets versuchte, den Grundsätzen seines tiefen evangelischen Glaubens gerecht zu werden. Der häufige Wechsel seiner Anstellungen führte bereits bei Zeitgenossen zu Missverständnissen und Verleumdungen. Um diesen entgegenzutreten, verfasste Moser 1768 seine Autobiographie.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Westfälischen Frieden als symbolischen Neuanfang für das Reich und führt in die Fragestellung ein, wie konfessionelle Gegensätze durch das Werk von Johann Jacob Moser greifbar gemacht werden können.

B. Johann Jacob Moser: der Reichsjurist: Dieses Kapitel stellt das Leben, das umfangreiche publizistische Werk sowie die methodische Bedeutung Mosers für die deutsche Staatsrechtswissenschaft vor.

C. Die konfessionelle Situation im Reich: Dieser Abschnitt erläutert die Genese der Konfessionsbildung, die rechtlichen Bestimmungen des Westfälischen Friedens und die gelebte religiöse Praxis im 18. Jahrhundert.

D. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion über die Rolle Mosers als bedeutender Staatsrechtler und die langfristigen Auswirkungen der im Frieden geschaffenen religiösen Ordnung.

Schlüsselwörter

Johann Jacob Moser, Westfälischer Frieden, Reichsrecht, Konfessionalisierung, Normaljahr 1624, Religionsparteien, Staatsrecht, Pietismus, Rechtsgeschichte, Konfessionelle Identität, Religionsbestimmungen, Heiliges Römisches Reich, Toleranz, Rechtsquellen, Verfassungsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Wirken des Juristen Johann Jacob Moser und seiner Analyse der konfessionellen Verhältnisse im Heiligen Römischen Reich nach dem Westfälischen Frieden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Bedeutung Mosers für das deutsche Staatsrecht, die religionsrechtlichen Regelungen des Westfälischen Friedens und die konfessionelle Realität im Alltag des 18. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Zusammenleben unterschiedlicher Konfessionen rechtlich normiert wurde und wie Moser diese Zustände in seinem Werk dokumentierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Seminararbeit, die auf einer umfassenden Auswertung von Fachliteratur sowie Primärquellen, insbesondere den Schriften von Johann Jacob Moser, basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Mosers Lebensweg und Werk sowie eine detaillierte Betrachtung der konfessionellen Situation im Reich, inklusive der Normaljahresregelung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Reichsjurist, Westfälischer Frieden, Konfessionen, Staatsrecht, Normaljahr 1624 und religiöse Toleranz.

Welche Rolle spielte der Pietismus für Johann Jacob Moser?

Der Pietismus prägte Mosers Lebenseinstellung und sein Ethos, was ihn dazu antrieb, Missstände im Rechtssystem seiner Zeit aufzudecken und zu verbessern.

Warum wird der Westfälische Frieden in der Arbeit nicht als einfacher "Endpunkt" der Konfessionsepoche gesehen?

Die Autorin argumentiert, dass konfessionelle Gegensätze auch nach 1648 maßgeblich für Politik und Gesellschaft blieben, weshalb der Frieden eher ein komplexer Übergang als ein plötzlicher Abschluss war.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Johann Jacob Moser: Der Reichsjurist und die konfessionelle Situation nach dem Westfälischen Frieden
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Der Westfälische Frieden
Note
1,3
Autor
Monika Goerke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
24
Katalognummer
V43525
ISBN (eBook)
9783638412940
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Johann Jacob Moser Reichsjurist Situation Westfälischen Frieden Westfälische Frieden
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Monika Goerke (Autor:in), 2004, Johann Jacob Moser: Der Reichsjurist und die konfessionelle Situation nach dem Westfälischen Frieden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43525
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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