Diese Arbeit enthält ausführliche Antworten auf Fragen bezüglich der Thematik "Lerncoaching". Folgende Fragestellungen werden behandelt: 1) Faktoren, die den Lernerfolg beeinflussen, 2) Das Bewerbungsanschreiben eines Lerncoaches, 3) Die Anamnese einer Lerncoaches, 4) Ein Fallbeispiel der Dyskalkulie, 5) Die Orientierung am Klienten und 6) Wichtiges Aspekte des Lerncoachings und der Elternarbeit.
Inhaltsverzeichnis
1. Faktoren, die den Lernerfolg beeinflussen
2. Bewerbungsanschreiben eines Lerncoaches
3. Anamnese einer Lerncoaches
4. Fallbeispiel Dyskalkulie
5. Förderziele für ein Fallbeispiel
6. Orientierung am Klienten
7. Wichtiges Aspekte des Lerncoachings und der Elternarbeit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der praktischen Umsetzung von Lerncoaching bei Kindern und Jugendlichen, wobei der Fokus auf der individuellen Diagnostik, der Erstellung maßgeschneiderter Förderkonzepte sowie der ganzheitlichen Einbeziehung des familiären Umfelds liegt.
- Analyse personenbezogener und externer Faktoren des Lernerfolgs
- Professionelle Anamneseerhebung im Lerncoaching
- Umgang mit Lernstörungen wie Dyskalkulie am Fallbeispiel
- Entwicklung individueller Förderziele und Lernstrategien
- Bedeutung der Elternarbeit für den nachhaltigen Coaching-Erfolg
Auszug aus dem Buch
zu Aufgabe 4 – Fallbeispiel Dyskalkulie
Dyskalkulie ist eine Lernstörung, die sich vielfältig auf das Leben auswirken kann. Gerade im Falle des 13-jährigen Jungen ist eine Dyskalkulie dahingehend vor allem für die Entwicklung der Persönlichkeit problematisch, da in diesem Alter die Pubertät beginnt und Jugendliche anfangen, sich von ihren Eltern abzunabeln und eine eigenständige Identität auszubilden. Mit einer solchen Lernstörung gehen vielschichtige Einschränkungen des Alltags einher, die einen solchen Abnabelungsprozess erheblich beeinträchtigen und so das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen negativ prägen können.
Aufgrund der bisherigen schlechten Erfahrungen im Umgang mit Zahlen und Rechnen im Allgemeinen sieht sich ein 13-jähriger Junge bereits bei kleinsten Alltagsaufgaben wie Einkaufen, der Umgang mit Fahrplänen etc. vor die Herausforderung gestellt, um Hilfe zu bitten und sich somit sein eigenes Versagen eingestehen zu müssen. Da dies aber konträr zur pubertären Emanzipation steht und gerade vor Freunden als „uncool“ und unmännlich gilt, ist es wahrscheinlich, dass der Junge im Fallbeispiel derartige Situation meidet und sich selbst isoliert, um nicht geächtet und mit seinem Versagen konfrontiert zu werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Faktoren, die den Lernerfolg beeinflussen: Dieses Kapitel erläutert das Zusammenspiel von personenbezogenen Lernvoraussetzungen, der Lernbiografie und externen Einflüssen wie dem familiären Umfeld oder dem Lerncoach auf den Lernerfolg.
2. Bewerbungsanschreiben eines Lerncoaches: Hier wird anhand eines beispielhaften Anschreibens dargestellt, welche Kompetenzen und Motivation ein Lerncoach zur Betreuung von Schülern mit Lernstörungen mitbringen sollte.
3. Anamnese einer Lerncoaches: Das Kapitel beschreibt die wesentlichen Bestandteile einer fundierten Anamnese, um ein individuell abgestimmtes Förderkonzept für den Klienten zu entwickeln.
4. Fallbeispiel Dyskalkulie: Es wird die psychologische und soziale Problematik einer Dyskalkulie während der Pubertät verdeutlicht und deren Auswirkungen auf das Selbstbild und den Schulalltag untersucht.
5. Förderziele für ein Fallbeispiel: Basierend auf einer Fallstudie werden konkrete Unterziele formuliert, um Lernblockaden aufzuarbeiten und ein positives Selbstbild zu fördern.
6. Orientierung am Klienten: Dieses Kapitel unterstreicht die Notwendigkeit, das Coaching kontinuierlich an den spezifischen Bedürfnissen, Stärken und Zielen des individuellen Klienten auszurichten.
7. Wichtiges Aspekte des Lerncoachings und der Elternarbeit: Der abschließende Teil verdeutlicht, wie durch die Einbeziehung der Eltern und die Schaffung einer wertschätzenden Atmosphäre der Coaching-Prozess nachhaltig unterstützt werden kann.
Schlüsselwörter
Lerncoaching, Lernerfolg, Lernstörungen, Dyskalkulie, Anamnese, Förderkonzept, Lernbiografie, Pubertät, Selbstwertgefühl, Lernstrategien, Elternarbeit, Lernmotivation, Individuelle Förderung, Lernumgebung, Coaching-Praxis
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt zentrale Aspekte des Lerncoachings in der Praxis, von der ersten Diagnose über die Förderplanung bis hin zur Einbindung des persönlichen Umfelds.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Identifikation von Lernhürden, der Gestaltung von Coaching-Einheiten und dem Umgang mit Lernstörungen bei Jugendlichen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen, wie Lerncoaches Klienten ganzheitlich unterstützen können, um ihr Selbstvertrauen zu stärken und den schulischen Erfolg durch individuelle Konzepte zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Analyse von Fallbeispielen und die praktische Reflexion coaching-spezifischer Vorgehensweisen, wie z.B. Anamnese und Zielformulierung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in konkrete Aufgabenstellungen zu Faktoren des Lernerfolgs, Anamnesetechniken, Fallbeispiele zu Lernstörungen sowie Strategien für die Elternarbeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Lerncoaching, Dyskalkulie, Förderziele, Anamnese und die Orientierung am Klienten.
Wie wirkt sich eine Dyskalkulie auf das Sozialverhalten Jugendlicher aus?
Die Arbeit zeigt, dass eine Dyskalkulie in der Pubertät oft zu Rückzug, Isolation und der Angst vor sozialer Ächtung führen kann, da das Versagen in der Schule als konträr zum Bedürfnis nach Autonomie empfunden wird.
Warum ist die Einbeziehung der Eltern im Lerncoaching so wichtig?
Eltern spielen eine entscheidende Rolle, indem sie durch eine wertschätzende Atmosphäre und die Ritualisierung der gelernten Lernstrategien zu Hause den Fortschritt und die Stabilisierung des Selbstvertrauens des Kindes maßgeblich unterstützen.
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- Anna Kuhlmann (Author), 2018, Das Lerncoaching in der Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436423