Eine Unternehmenskultur ist für Außenstehende nicht immer sichtbar, doch gibt es diese in jedem Unternehmen. Die Unternehmenskultur eines Unternehmens hat ihren Ursprung in der Gründerzeit und beinhaltet Werte, Normen und Denkweisen des Gründers, welche dieser als Vorgabe an seine Mitarbeiter weitergibt und so eine, für die Mitarbeiter meist unbewusste, Kultur verankert. Passend hierzu findet man in der Literatur verschiedene Definitionen, eine allgemeinere davon lautet wie folgt: „Als Unternehmenskultur bezeichnet man die Gesamtheit von Normen, Wertvorstellungen und Denkhaltungen, welche das Verhalten aller Mitarbeiter und somit das Erscheinungsbild prägen“.
Aus der oben genannten Definition lässt sich ableiten, dass die Unternehmenskultur Einfluss auf nahezu jede Handlung innerhalb eines Unternehmens, beispielsweise bei der Entscheidung für oder gegen einen Bewerber für eine vakante Position, bei der Art und Weise wie eine Führungskraft sein Team führt sowie auf die Beziehung zu den Kollegen, Kunden und Lieferanten. Im Falle einer Unternehmenskrise wird die Unternehmenskultur in den seltensten Fällen in Erwägung zu gezogen, um einen Change durchzuführen. Oftmals werden strukturelle Maßnahmen wie das Einführen einer neuen Geschäftsstrategie, das Heranziehen von teuren Change- und Turnaround-Managern, das Durchführen von Lean Six Sigma Projekten zur Optimierung von Arbeitsabläufen oder rigorose Sparprogramme eingeleitet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1 Einleitung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen und Entwicklung einer Unternehmenskultur
2.1 Zentraler Gegenstand
2.2 Entwicklung einer Unternehmenskultur
3. Die Bedeutung einer Unternehmenskultur für Unternehmen
4. Modelle der Unternehmenskultur
4.1 3-Ebenen-Modell nach Schein
4.2 7-S-Modell nach Peters & Waterman
4.3 2-Stufen-Modell der Unternehmenskultur nach Kotter & Heskett
5. Praxisbezug zur chemischen Industrie
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Bedeutung und den Wandel der Unternehmenskultur im Kontext von Veränderungsprozessen. Dabei wird analysiert, wie moderne Organisationen durch die aktive Einbeziehung ihrer Mitarbeiter eine Unternehmenskultur nachhaltig gestalten können, um trotz zunehmender Dynamik und Digitalisierung wettbewerbsfähig zu bleiben.
- Grundlagen und Definition der Unternehmenskultur
- Einflussfaktoren und Entwicklung einer Organisationskultur
- Vergleich etablierter Modelle zur Kulturentwicklung
- Praktische Umsetzung von Kulturwandel am Beispiel der chemischen Industrie
Auszug aus dem Buch
1.1 Einleitung
Eine Unternehmenskultur ist für Außenstehende oft nicht immer sichtbar, doch gibt es diese in jedem Unternehmen. Meist hat die Unternehmenskultur eines Unternehmens ihren Ursprung in der Gründerzeit und beinhaltet Werte, Normen und Denkweisen des Gründers, welche dieser als Vorgabe an seine Mitarbeiter weitergibt und so eine, für die Mitarbeiter meist unbewusste, Kultur verankert.
Passend hierzu findet man in der Literatur verschiedene Definitionen, eine allgemeinere davon lautet wie folgt: „Als Unternehmenskultur bezeichnet man die Gesamtheit von Normen, Wertvorstellungen und Denkhaltungen, welche das Verhalten aller Mitarbeiter und somit das Erscheinungsbild prägen“.1 Aus der oben genannten Definition lässt sich ableiten, dass die Unternehmenskultur Einfluss auf nahezu jede Handlung innerhalb eines Unternehmens, beispielsweise bei der Entscheidung für oder gegen einen Bewerber für eine vakante Position, bei der Art und Weise wie eine Führungskraft sein Team führt sowie auf die Beziehung zu den Kollegen, Kunden und Lieferanten.
Im Falle einer Unternehmenskrise wird die Unternehmenskultur in den seltensten Fällen in Erwägung zu gezogen, um einen Change durchzuführen. Oftmals werden strukturelle Maßnahmen wie das Einführen einer neuen Geschäftsstrategie, das Heranziehen von teuren Change- und Turnaround-Managern, das Durchführen von Lean Six Sigma Projekten zur Optimierung von Arbeitsabläufen oder rigorose Sparprogramme eingeleitet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Dieses Kapitel führt in das Thema Unternehmenskultur ein, definiert zentrale Begriffe und beschreibt den Aufbau der Arbeit.
2. Grundlagen und Entwicklung einer Unternehmenskultur: Hier werden der Begriff der Unternehmenskultur theoretisch beleuchtet und die Faktoren sowie der Entstehungsprozess innerhalb einer Organisation erläutert.
3. Die Bedeutung einer Unternehmenskultur für Unternehmen: Dieses Kapitel verdeutlicht die Relevanz der Unternehmenskultur als strategischen Erfolgsfaktor und analysiert äußere Einflussfaktoren wie Globalisierung und demografischen Wandel.
4. Modelle der Unternehmenskultur: Es werden drei zentrale Modelle vorgestellt, darunter das 3-Ebenen-Modell von Schein, das 7-S-Modell und das 2-Stufen-Modell von Kotter & Heskett, um Ansätze zur nachhaltigen Veränderung aufzuzeigen.
5. Praxisbezug zur chemischen Industrie: Anhand der BASF wird illustriert, wie kulturelle Initiativen in der Praxis umgesetzt werden, um Mitarbeiter aktiv in Veränderungsprozesse einzubinden.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über die Bedeutung der Unternehmenskultur im digitalen Zeitalter und der Notwendigkeit modernerer Modelle.
Schlüsselwörter
Unternehmenskultur, Kulturwandel, Veränderungsprozess, Change-Management, Werte, Normen, Führung, Digitalisierung, BASF, Organisationsentwicklung, Unternehmenserfolg, Mitarbeiterpartizipation, 3-Ebenen-Modell, 7-S-Modell, Wettbewerbsfähigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der zentralen Rolle der Unternehmenskultur in Veränderungsprozessen und untersucht, wie diese als strategischer Vorteil genutzt werden kann.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themenfelder umfassen die Definition von Unternehmenskultur, die Einflussfaktoren auf diesen Prozess, verschiedene wissenschaftliche Modelle zur Kulturveränderung und einen Praxisbezug zur chemischen Industrie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen ihre Unternehmenskultur aktiv gestalten können, um durch Mitarbeiterbeteiligung nachhaltige Veränderungserfolge zu erzielen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Modelle und Theorien sowie auf eine Fallbeispielbetrachtung eines Unternehmens der chemischen Industrie.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Vorstellung der 3-Ebenen- und 7-S-Modelle sowie eine Analyse zur Bedeutung der Kultur für den Unternehmenserfolg.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Unternehmenskultur, Kulturwandel, Change-Management, Mitarbeiterpartizipation und Organisationsentwicklung geprägt.
Wie unterscheidet sich die "Tiefenstruktur" von der "Oberflächenstruktur" im Modell von Schein?
Die Tiefenstruktur enthält unbewusste Grundannahmen und Werte, während die Oberflächenstruktur die von außen beobachtbaren Artefakte und Symbole umfasst.
Warum ist die Einbindung von Mitarbeitern bei "Co-Creation Workshops" laut dem Autor wichtig?
Die Einbindung fördert die Eigeninitiative und sorgt dafür, dass Mitarbeiter die Strategie mittragen, da sie den Sinn hinter dem Wandel verstehen und aktiv mitgestalten.
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- Nils Deißler (Author), 2018, Unternehmenskultur im Veränderungsprozess. Grundlagen zu Änderungen im Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436827