Diese Hausarbeit behandelt verschiedene Konstruktionen mit spanischen Perzeptionsverben. Es erfolgt eine funktionale Einordnung von Konstruktionen mit Gerundium im Unterschied zu solchen mit Infinitiv, sowie eine syntaktische und semantische Gegenüberstellung letztgenannter.
Desweiteren werden verschiedene Typen von Relativsätzen (restriktiv, explikativ, prädikativ) dargestellt, von denen der prädikative Relativsatz mit Perzeptionsverben angeschlossen werden kann.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung – Gegenstand der Arbeit
I. Verben der sinnlichen Wahrnehmung mit Infinitivkonstruktion
II. Verben der sinnlichen Wahrnehmung mit gerundialer Konstruktion
III. Syntaktisch-semantische Gegenüberstellung der Infinitivkonstruktion und der gerundialen Konstruktion
IV. Der Relativsatz
1. Definition
1.1 Die drei Haupttypen von Relativsätzen
a) Der restriktive/spezifikative Relativsatz
b) Der explikative Relativsatz
c) Der prädikative Relativsatz in Verbindung mit Perzeptionsverben
1.2 Syntaktisch-semantische Funktion des prädikativen Relativsatzes
V. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die syntaktischen und semantischen Strukturen von Konstruktionen mit Verben der sinnlichen Wahrnehmung (Perzeptionsverben) im Spanischen, insbesondere das Zusammenspiel zwischen Infinitiv- und Gerundialkonstruktionen sowie prädikativen Relativsätzen.
- Analyse der Infinitivkonstruktionen bei Perzeptionsverben
- Untersuchung der gerundialen Konstruktionen als Alternative zum Infinitiv
- Kontrastive Betrachtung von Infinitiv- und Gerundialattributen
- Systematisierung der Relativsatztypen in Verbindung mit Wahrnehmungsverben
- Funktionale Einordnung prädikativer Relativsätze in die spanische Syntax
Auszug aus dem Buch
II. Verben der sinnlichen Wahrnehmung mit gerundialer Konstruktion
In der spanischen Sprache existiert eine weitere Konstruktion, die im Anschluss an Perzeptionsverben auftreten kann. Es handelt sich hierbei jedoch um eine gerundiale Struktur, die im Gegensatz zur bereits erwähnten Infinitivstruktur als prädikatives Attribut zum direkten Objekt angesehen werden muss. Aus diesen syntaktischen Unterschieden zwischen Infinitivkonstruktion und gerundialer Konstruktion erwachsen auch semantische Differenzierungen, die in Kapitel III vertieft werden (Vgl. Fernández Lagunilla 1999 : 3462ff.).
Beispiel
Juan vió a los niños jugando en el jardín.
In diesem Beispiel wird „jugando“ als prädikatives gerundiales Attribut zum Agens „a los niños“ verstanden. Dieses Attribut kann auch als eine Art sekundäres Prädikat zum direkten Objekt verstehen. Hierbei handelt es sich nicht um eine Kernstruktur aus Akkusativ und Gerundium die ein direktes Objekt konstituiert, sondern um ein gerundiales prädikatives Attribut, welches das direkte Objekt v. a. semantisch näher spezifiziert (Vgl. Jäger : 306).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung – Gegenstand der Arbeit: Einführung in die Untersuchung der syntaktisch-semantischen Konstruktionen, die durch Perzeptionsverben eingeleitet werden, unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Auslegungen.
I. Verben der sinnlichen Wahrnehmung mit Infinitivkonstruktion: Darstellung der Infinitivstruktur als Akkusativ-Infinitiv-Konstruktion, bei der der Infinitiv als direktes Objekt des Hauptsatzverbs fungiert.
II. Verben der sinnlichen Wahrnehmung mit gerundialer Konstruktion: Erläuterung der gerundialen Konstruktion, die als prädikatives Attribut das direkte Objekt semantisch näher bestimmt.
III. Syntaktisch-semantische Gegenüberstellung der Infinitivkonstruktion und der gerundialen Konstruktion: Analyse der Unterschiede zwischen Infinitiv- und Gerundialstrukturen sowie deren wechselseitige Austauschbarkeit.
IV. Der Relativsatz: Untersuchung der verschiedenen Relativsatztypen (restriktiv, explikativ, prädikativ) im Kontext von Wahrnehmungsverben.
V. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der untersuchten Strukturen und deren spezifischer Verwendungsmöglichkeiten im Spanischen im Vergleich zum Deutschen.
Schlüsselwörter
Spanische Syntax, Perzeptionsverben, Infinitivkonstruktion, Gerundialkonstruktion, Prädikatives Attribut, Relativsatz, Sprachvergleich, Semantik, Syntax, Wahrnehmungsgeschehen, Akkusativ-Infinitiv-Konstruktion, Sprachwissenschaft, Verbalsatz, Syntaktische Struktur, Sprachgebrauch
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der syntaktischen und semantischen Analyse von Satzkonstruktionen, die durch Verben der sinnlichen Wahrnehmung eingeleitet werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind der Einsatz von Infinitiven, die Verwendung von Gerundien als prädikative Attribute sowie die verschiedenen Arten von Relativsätzen im Spanischen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die funktionalen Unterschiede der genannten Konstruktionen aufzuzeigen und zu erklären, warum bestimmte Strukturen in bestimmten Kontexten gewählt werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine linguistische Analyse und Gegenüberstellung von Satzstrukturen vorgenommen, gestützt auf fachwissenschaftliche Literatur und verschiedene Sprachbeispiele.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden nacheinander die Infinitivkonstruktion, die Gerundialkonstruktion und schließlich die Klassifizierung und Funktion von Relativsätzen in Verbindung mit Perzeptionsverben detailliert erörtert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Spanische Syntax, Perzeptionsverben, Infinitivkonstruktion und Gerundialattribut charakterisieren.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Infinitiv und Gerundium bei Perzeptionsverben so wichtig?
Die Wahl der Konstruktion beeinflusst die Semantik, da das Gerundium eine laufende, durative Handlung betont, während die Infinitivkonstruktion eher den faktischen Aspekt des Wahrgenommenen in den Mittelpunkt stellt.
Was ist das Besondere an einem prädikativen Relativsatz?
Im Gegensatz zu anderen Relativsatztypen dient der prädikative Relativsatz dazu, das direkte Objekt semantisch näher zu spezifizieren, ähnlich wie es bei einer gerundialen Konstruktion der Fall ist.
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- Christoph Ervens (Autor), 2011, Ausgewählte Fragestellungen der spanischen Syntax, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436834