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Die Ausbildungsreife als Heterogenitätsmerkmal. Die Berufsausbildung im Blickpunkt

Titel: Die Ausbildungsreife als Heterogenitätsmerkmal. Die Berufsausbildung im Blickpunkt

Seminararbeit , 2018 , 13 Seiten , Note: 1,4

Autor:in: Michelle Reinhardt (Autor:in)

Pädagogik - Berufsbildung, Weiterbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Ausbildungsjahr 2016/2017 blieben 8,6 Prozent der 572 000 verfügbaren Ausbildungsplätze unbesetzt, obwohl es über 30 000 mehr Bewerber als freie Lehrstellen gab. Insbesondere kleine Betriebe sind von fehlenden Auszubildenden betroffen. Dies führte 2017 zu einem weiterem Rekordtief von nur 20 Prozent an Unternehmen, die noch eine duale Berufsausbildung anbieten.

Für die Ausbildung zum/r Restaurantfachmann/-frau bleiben die meisten Lehrstellen Plätze unbesetzt. Danach folgen die Ausbildung zum/r Fleischer/in und Fachverkäufer/in für Lebensmittelhandwerk mit rund 33 Prozent offen gebliebenen Lehrstellen. Beliebt hingegen seien kaufmännische Berufsausbildungen im Bereich Büro und Einzelhandel.

Gründe für weniger Interesse an der der beruflichen Ausbildung im dualen System seien insgesamt weniger Schulabgänger mit Abschluss und die Beliebtheit der akademischen Ausbildung. Nichtsdestotrotz gab es 2016 mehr Interessenten als Ausbildungsplätze laut der Bundesagentur für Arbeit.

Laut des Bundesbildungsberichts 2018 bleiben viele Stellen aufgrund von „Passungsproblemen“, auch „Mismatch“ genannt, trotzdem unbesetzt. Dabei handelt es sich um Differenzen zwischen Bewerbern und Unternehmen in Standort, Schulnoten und Interessen. Zu 64 Prozent lag es an den schulischen Leistungen, einem fehlenden Abschluss oder mangelhaften Noten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung der Ausbildungsreife

1.1 Unbesetzte Ausbildungsplätze

1.2 Fehlende Ausbildungsreife

1.3 Ursachen

2. Theoretischer Hintergrund der Ausbildungsreife

2.1 Definition

2.2 Kriterien

3. Umgang mit dem Heterogenitätsmerkmal Ausbildungsreife im Schulsystem

3.1 Heterogenität

3.2 Umgang im Schulsystem

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Problematik der Ausbildungsreife als zentralem Heterogenitätsmerkmal im deutschen Bildungssystem. Das primäre Ziel ist es, die Ursachen für unbesetzte Ausbildungsplätze sowie das Phänomen der mangelnden Ausbildungsreife bei Schulabgängern zu analysieren und Möglichkeiten für den pädagogischen Umgang in berufsbildenden Schulen aufzuzeigen.

  • Analyse der Diskrepanz zwischen unbesetzten Ausbildungsplätzen und verfügbaren Bewerbern
  • Theoretische Fundierung und Kriterienkatalog der Ausbildungsreife
  • Herausforderungen durch Heterogenität in der beruflichen Bildung
  • Ansätze des Diversity Managements in der Schulpraxis
  • Rolle von Berufsvorbereitungsmaßnahmen bei der Kompetenzentwicklung

Auszug aus dem Buch

1.2 Fehlende Ausbildungsreife

Des Weiteren bemängeln Unternehmen an Bewerbern deren Mathe und Deutsch Grundkenntnisse, sowie deren Arbeitshaltung bezüglich „mangelnde(r) Disziplin, geringe(r) Belastbarkeit und schlechte(n) Umgangsformen“ (Die Glocke, 2018). Das größte Problem seien jedoch die falschen Erwartungen an die Ausbildung, die Bewerber mitbringen würden. (Die Glocke, 2018) Diese Erwartungen oder auch fehlende Fitness und Motivation führen zusätzlich zu hohen Quoten von Ausbildungsabbrechern, im Baugewerbe zum Beispiel von 30 Prozent (Mannheimer Morgen, 2018). Es besteht wohl auch ein Zusammenhang zwischen den Bewerber Mängeln, da beispielsweise fehlende „Disziplin und Belastbarkeit die Aufgabe der Wissensvermittlung erschweren“ (SEK-News, 2018).

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband fasst solche Faktoren als „fehlende Ausbildungsreife vieler Schulabgänger“ zusammen (Westfälische Nachrichten, 2018). Laut der PISA Studie verlassen 25 Prozent der Jugendlichen die Schule ohne Ausbildungsreife. Bei der „Ausbildungsumfrage 2017“ stellte die Deutsche Industrie- und Handelskammer fest, dass weniger als zehn Prozent der befragten Betriebe mit der Ausbildungsreife der Azubi Bewerber „rundum zufrieden“ sind. (Deutscher Industrie- und Handelskammertag, 2017, S. 20)

Von den Schülern und Schülerinnen selbst fühlen sich 34 Prozent „weniger gut auf die Arbeitswelt vorbereitet“ und 45 Prozent der befragten Schüler und Schülerinnen stimmen der Aussage zu, dass „Auszubildenden die elementarsten Grundlagen fehlen“. (Markt und Mittelstand – Das Wachstumsmagazin, 2017)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung der Ausbildungsreife: Dieses Kapitel thematisiert die Diskrepanz auf dem Ausbildungsmarkt, bei der trotz freier Stellen viele Bewerber aufgrund mangelnder Ausbildungsreife keine Lehrstelle finden. Es werden sowohl die statistische Situation als auch die von Unternehmen wahrgenommenen Defizite und deren Ursachen erläutert.

2. Theoretischer Hintergrund der Ausbildungsreife: Hier werden Definitionen und der wissenschaftliche Kriterienkatalog der Bundesagentur für Arbeit sowie der DIHK zur Bestimmung der Ausbildungsreife dargelegt. Dabei wird deutlich, welche schulischen und psychologischen Merkmale für den Einstieg in eine berufliche Ausbildung als essenziell gelten.

3. Umgang mit dem Heterogenitätsmerkmal Ausbildungsreife im Schulsystem: Dieses Kapitel untersucht, wie berufliche Schulen auf die zunehmende Heterogenität der Lernenden reagieren können. Es werden Maßnahmen wie Diversity Management und spezifische Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung als Lösungsstrategien diskutiert.

4. Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und betont die Notwendigkeit, Ausbildungsreife nicht als statisches Defizit, sondern als entwickelbare Kompetenz durch gezielte schulische Förderung zu begreifen.

Schlüsselwörter

Ausbildungsreife, Duales System, Heterogenität, Berufsvorbereitung, Ausbildungsmarkt, Passungsprobleme, Fachkräfte, Diversity Management, Kompetenzentwicklung, Ausbildungsabbruch, Berufswahlreife, Schulabgänger, Berufsbiografie, Wissensgesellschaft, berufliche Bildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Phänomen der mangelnden Ausbildungsreife bei Schulabgängern und die daraus resultierenden Passungsprobleme auf dem deutschen Ausbildungsmarkt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Statistiken zu unbesetzten Lehrstellen, die theoretischen Anforderungen an Ausbildungsreife, die pädagogische Herausforderung durch Heterogenität und Strategien zu deren Bewältigung in der beruflichen Schule.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es, das Verständnis für die Ursachen fehlender Ausbildungsreife zu schärfen und aufzuzeigen, wie das Bildungssystem durch gezielte Förderung die Vermittelbarkeit junger Menschen verbessern kann.

Welche wissenschaftlichen Grundlagen werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf Definitionen und Kriterienkataloge der Bundesagentur für Arbeit sowie des Bundesinstituts für Berufsbildung und der DIHK.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Problembeschreibung, die theoretische Herleitung von Kriterien für die Ausbildungsreife sowie in Ansätze für einen konstruktiven Umgang mit Heterogenität im schulischen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Ausbildungsreife, Heterogenität, Passungsprobleme, Berufsvorbereitung, Duales System und Diversity Management.

Welche Rolle spielen die "Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung" konkret?

Sie dienen als zentrale Einrichtung der beruflichen Bildung, in der gezielt fehlende Ausbildungsreife und Berufswahlreife bei Jugendlichen entwickelt werden soll, um den Übergang in eine reguläre Ausbildung zu ermöglichen.

Warum wird Heterogenität in der Arbeit als Chance und nicht nur als Problem gesehen?

Basierend auf Ansätzen des Bundesinstituts für Berufsbildung wird argumentiert, dass eine heterogene Schülerschaft als bereichernde Vielfalt genutzt werden kann, sofern Lehrkräfte durch entsprechende Instrumente und Methoden der Kooperation unterstützt werden.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Ausbildungsreife als Heterogenitätsmerkmal. Die Berufsausbildung im Blickpunkt
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Wirtschaftspädagogik)
Note
1,4
Autor
Michelle Reinhardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
13
Katalognummer
V437259
ISBN (eBook)
9783668782389
ISBN (Buch)
9783668782396
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ausbildungsreife heterogenitätsmerkmal berufsausbildung blickpunkt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michelle Reinhardt (Autor:in), 2018, Die Ausbildungsreife als Heterogenitätsmerkmal. Die Berufsausbildung im Blickpunkt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437259
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Leseprobe aus  13  Seiten
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