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Die Investmentsteuerreform. Vergleich und Untersuchung der Auswirkungen auf Privatanleger

Vergleich und Untersuchung der Auswirkungen auf Privatanleger

Titre: Die Investmentsteuerreform. Vergleich und Untersuchung der Auswirkungen auf Privatanleger

Thèse de Master , 2018 , 84 Pages , Note: 2,00

Autor:in: Stefanie Hirscheider (Auteur)

Gestion d'entreprise - Comptabilité, Fiscalité
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Résumé Extrait Résumé des informations

Aufgrund der hohen Beliebtheit der Vermögensanlage in Investmentfonds ist das Investmentsteuergesetz, welches sowohl die Besteuerung der Fonds selbst als auch deren Anleger normiert, für eine große Anzahl von Anlegern relevant. Das bisherige Besteuerungssystem von Investmentvermögen war jedoch für viele Investoren sowie Steuerberater und auch Finanzbeamte eine der komplexesten unter allen Steuerarten. Grund für diese Komplexität war vor allem das bei der Investmentbesteuerung angewandte (Semi-)Transparenzprinzip, durch das die Einkünfte der Anleger so behandelt werden sollten, als würden sie selbst die Vermögensgegenstände des Investmentfonds halten. Die ermittelten Besteuerungsgrundlagen mussten zudem von einem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer bescheinigt und anschließend im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Dies führte für die Investmentfonds zu einem Aufwand von ca.50 Mio. Euro pro Jahr, der sich letztendlich negativ auf die Rendite der Anlage auswirkte.

Beim Fehlen der Veröffentlichung forderte das Investmentsteuergesetz a.F. eine sogenannte Pauschalbesteuerung, die zum Teil ausländische Investmentfonds benachteiligte. Zudem war den Anlegern die Möglichkeit aus-geschlossen, die Höhe der tatsächlichen Einkünfte nachzuweisen. Der EuGH stellte zur Rechtssache „van Caster“ (Az. C-326/12) fest, dass diese Regelung in der Form nicht mit Unionsrecht vereinbar ist. Mit dem Urteil zur Rechtssache „Santander“ (Az. C-338/11 und 339/11 bis Az. C-347/11) stellte der Europäische Gerichtshof unionsrechtliche Risiken des französischen und polnischen Investmentsteuerrechts fest, da das Eintreten unterschiedlicher Steuerfolgen für inländische Dividenden gegen die Kapitalverkehrsfreiheit verstößt. Im deutschen Investmentsteuerrecht waren jedoch ähnliche Normen verankert, weshalb auch hier die Vereinbarkeit mit EU-Recht fraglich war.

Aufgrund der genannten Risiken und Problemfelder des bis zum Jahresende 2017 geltenden Investmentsteuerrechts, sah der Gesetzgeber die Notwendigkeit einer Reform der Investmentbesteuerung als gegeben an. Bereits im Jahr 2011 wurde deshalb eine Finanzministerkonferenz beauftragt, Vorschläge für eine einfache und aufkommenssichere Investmentfondsbesteuerung vorzubringen. Am 16.07.2017 wurde das Investmentsteuerreformgesetz im Bundessteuerblatt veröffentlicht, das die oben genannten Problemfelder der bisherigen Investmentbesteuerung beseitigen soll. Eine Erhöhung des Steueraufkommens soll dadurch jedoch nicht erreicht werden.

Extrait


1. Die Reform der Investmentbesteuerung

1.1. Ziele und Hintergründe für die Investmentsteuerreform

1.2. Aufbau der Arbeit

2. Vergleich des bis zum 31.12.2017 geltenden Investment-steuergesetzes mit dem neuen Investmentsteuergesetz

2.1. Rechtliche Grundlagen sowie Beziehungen zu anderen Rechtsnormen

2.2. Investmentvermögen nach KAGB

2.2.1. Definition von Investmentvermögen

2.2.2. Begriffsdefinitionen

2.3. Anwendungsbereiche der Investmentsteuergesetze

2.3.1. Anwendungsbereich des Investmentsteuergesetzes a.F.

2.3.2. Anwendungsbereich des Investmentsteuergesetzes n.F.

2.4. Grundlegende Prinzipien der Investmentbesteuerung

2.4.1. Besteuerungsgrundsätze nach dem InvStG a.F.

2.4.2. Besteuerungsgrundsätze nach dem InvStG n.F.

2.5. Einkünfteermittlung und Besteuerung von Investmentfonds

2.5.1. Besteuerung auf der Fondseingangsseite nach dem InvStG a.F.

2.5.1.1. Körperschaft-, Gewerbe- und Kapitalertragsteuer auf Fondsebene

2.5.1.2. Einkünfteermittlung auf Fondsebene

2.5.2. Besteuerung auf Ebene des Investmentfonds nach dem neuen Investmentsteuergesetz

2.5.2.1. Partielle Körperschaftsteuerpflicht

2.5.2.2. Gewerbesteuer

2.6. Besteuerung auf Anlegerebene

2.6.1. Besteuerung nach InvStG a.F.

2.6.1.1. Laufende Besteuerung eines transparenten Investmentfonds nach InvStG a.F.

2.6.1.2. Laufende Besteuerung eines intransparenten Investmentfonds nach dem alten Investmentsteuergesetz

2.6.1.3. Aperiodische Besteuerung von transparenten sowie intransparenten Investmentfonds nach dem alten Investmentsteuergesetz

2.6.2. Besteuerung nach neuem Investmentsteuergesetz

2.6.2.1. Laufende Besteuerung

2.6.2.2. Besteuerung bei Veräußerung oder Rückgabe

2.6.2.3. Teilfreistellung der Erträge

2.7. Inkrafttreten des Investmentsteuergesetzes 2018 – Übergangsregelung

3. Vergleich der Gesamtsteuerbelastung durch das alte sowie das neue Investmentsteuergesetz

3.1. Ausschüttung

3.1.1. Aktienfonds

3.1.2. Mischfonds

3.1.3. Immobilienfonds – Inländische Immobilien

3.1.4. Immobilienfonds – Ausländische Immobilien

3.2. Thesaurierung

3.3. Besteuerung bei Veräußerung oder Rückgabe

3.4. Belastungsvergleich anhand des UniDeutschland

4. Zielerreichung bei der Investmentsteuerreform und die Auswirkungen auf die Gesamtsteuerbelastung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die mit der Investmentsteuerreform verfolgten Ziele erreicht wurden und welche konkreten Auswirkungen sich daraus auf die Steuerbelastung von Privatanlegern ergeben. Dabei steht der Vergleich zwischen dem alten und dem neuen Investmentsteuerrecht im Fokus, um mögliche Be- oder Entlastungen zu identifizieren.

  • Rechtliche Analyse der beiden Investmentsteuergesetze (alt vs. neu)
  • Vergleich der Besteuerung auf Fondsebene und Anlegerebene
  • Untersuchung der Teilfreistellungsmechanismen für verschiedene Fondsarten
  • Quantitativer Belastungsvergleich mittels praxisnaher Berechnungsmodelle
  • Bewertung der Auswirkungen des Wegfalls des Bestandsschutzes für Alt-Anteile

Auszug aus dem Buch

2.1. Rechtliche Grundlagen sowie Beziehungen zu anderen Rechtsnormen

Durch das Investmentmodernisierungsgesetz vom 15.12.2003 (BGBl I 2003, 2676) wurde erstmals das Aufsichts- und Steuerrecht von Investmentfonds getrennt.20 Im Investmentsteuergesetz wurden das Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften vom 09. 09. 1998 (BGBl I 1998, 2726) sowie das Auslandsinvestmentgesetz vom 28. 07. 1969 (BGBl I 1969, 435) zusammengeführt.21 Das KAGG legte die Anlagegrundsätze für Investmentfonds fest und diente insbesondere dem Anlegerschutz. Grundsätzlich sollte dem Anleger kein steuerlicher Nachteil aus der Zwischenschaltung einer Kapitalanlagegesellschaft im Vergleich zu einer Direktanlage in Wertpapiere entstehen. Als Ergebnis waren Investmentfonds nach dem KAGG weder körper- noch gewerbesteuerpflichtig.22 Durch das AuslInvestmG wurde die Besteuerung von Erträgen aus ausländischen Investmentfonds normiert.23

Das Investmentgesetz als Investmentaufsichtsrecht diente vor allem der Umsetzung der EU-Investmentrichtlinie (RL 85/611/EWG) und der Schaffung eines wettbewerbsfähigen Investmentstandorts in Deutschland.24 Doch mit Inkrafttreten des Kapitalanlagegesetzbuches am 22.07.2013 wurde das Investmentgesetz aufgehoben.25

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Reform der Investmentbesteuerung: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe und Ziele der Reform, insbesondere die Reduzierung der Komplexität sowie die Harmonisierung mit dem Unionsrecht.

2. Vergleich des bis zum 31.12.2017 geltenden Investment-steuergesetzes mit dem neuen Investmentsteuergesetz: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen beider Steuersysteme detailliert gegenübergestellt, inklusive Definitionen von Investmentvermögen und Besteuerungsprinzipien.

3. Vergleich der Gesamtsteuerbelastung durch das alte sowie das neue Investmentsteuergesetz: Dieses Kapitel liefert einen praktischen Belastungsvergleich für verschiedene Fondsarten wie Aktien-, Misch- und Immobilienfonds unter Berücksichtigung von Ausschüttung und Thesaurierung.

4. Zielerreichung bei der Investmentsteuerreform und die Auswirkungen auf die Gesamtsteuerbelastung: Das abschließende Kapitel bewertet, inwieweit die gesetzten Reformziele erreicht wurden und fasst die steuerlichen Konsequenzen für Privatanleger zusammen.

Schlüsselwörter

Investmentsteuerreform, Investmentfonds, Privatanleger, Transparenzprinzip, Trennungsprinzip, Körperschaftsteuer, Abgeltungsteuer, Teilfreistellung, Vorabpauschale, Investmentsteuergesetz, Kapitalanlagegesetzbuch, Besteuerung, Steuerbelastung, Thesaurierung, Ausschüttung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die grundlegende steuerliche Neugestaltung von Investmentfonds durch die Investmentsteuerreform und untersucht deren Auswirkungen auf Privatanleger.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen der rechtliche Vergleich zwischen dem alten und neuen Investmentsteuergesetz, die Funktionsweise von Teilfreistellungen sowie die Berechnung der Gesamtsteuerbelastung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist zu prüfen, ob die Reformziele erreicht wurden und wie sich die steuerliche Belastung für Anleger durch den Wechsel vom Transparenzprinzip zum Trennungsprinzip verändert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?

Die Autorin kombiniert eine rechtliche Analyse der Normen mit einem quantitativen Belastungsvergleich, bei dem verschiedene Investitionsszenarien mittels Excel-Modellen durchgerechnet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der rechtlichen Grundlagen, die detaillierte Darstellung der Besteuerung auf Fonds- und Anlegerebene sowie einen differenzierten Belastungsvergleich für verschiedene Fondsarten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie Investmentsteuerreform, Transparenzprinzip, Trennungsprinzip, Teilfreistellung und Vorabpauschale definieren.

Was bedeutet die "Vorabpauschale" für den Anleger?

Die Vorabpauschale ist eine pauschale Mindestbesteuerung, die bei thesaurierenden Fonds greift, wenn die erzielte Rendite die Ausschüttungen übersteigt, um eine Steuerstundung zu vermeiden.

Wie wirkt sich der Wegfall des Bestandsschutzes für Alt-Anteile aus?

Der Wegfall führt dazu, dass Wertsteigerungen ab 2018 steuerpflichtig werden, wobei ein Freibetrag von 100.000 Euro für private Anleger eingeführt wurde, um die Belastung abzumildern.

Warum spielt die Teilfreistellung bei der Besteuerung eine zentrale Rolle?

Sie dient dazu, die auf Fondsebene anfallende Körperschaftsteuer pauschal auszugleichen, damit Anleger nicht durch eine Doppelbelastung steuerlich benachteiligt werden.

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Résumé des informations

Titre
Die Investmentsteuerreform. Vergleich und Untersuchung der Auswirkungen auf Privatanleger
Sous-titre
Vergleich und Untersuchung der Auswirkungen auf Privatanleger
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Note
2,00
Auteur
Stefanie Hirscheider (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
84
N° de catalogue
V437365
ISBN (ebook)
9783668782600
ISBN (Livre)
9783668782617
Langue
allemand
mots-clé
Investmentsteuerrecht Teilfreistellung Investmentsteuerreform Vorabpauschale
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stefanie Hirscheider (Auteur), 2018, Die Investmentsteuerreform. Vergleich und Untersuchung der Auswirkungen auf Privatanleger, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437365
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