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Möglichkeiten und Grenzen der Leseförderung mithilfe des kostenlosen Online-Leseförderprogramms AMIRA

Title: Möglichkeiten und Grenzen der Leseförderung mithilfe des kostenlosen Online-Leseförderprogramms AMIRA

Term Paper , 2015 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Seit Anbeginn der PISA-Studie ist man sich bewusst geworden, dass deutsche Schülerleistungen im Lesebereich nur im Mittelmaß liegen und gesteigert werden können. Kein zeitgemäßer Unterricht gehört zu einem der Gründe dafür. Die heutige Generation hat andere Interessen, Herausforderungen und Bedürfnisse, an welche sich der moderne Unterricht und im Speziellen der Leseunterricht anpassen sollte. Ein weiterer, durch die Flüchtlingskrise aktuell zunehmender, Grund dafür ist, dass ein großer Teil der Schülerinnen und Schüler aus Familien mit Migrationshintergrund stammen und speziell im Grundschulalter besonderen Sprach- und Leseförderbedarf aufweisen, welcher unbedingt gedeckt werden muss, damit im deutschen Bildungssystem von einer Chancengleichheit/-gerechtigkeit ausgegangen werden kann.

Im Zuge dieser Seminararbeit wird das Thema Lesen und Leseförderung mit Hilfe des kostenlosen Online-Leseförderprogramms AMIRA behandelt. In dieser Arbeit wird zunächst eine Idee davon gegeben wie vielschichtig Lesekompetenz sein kann und wie die Lesemotivation mit dieser zusammenhängt. Als Ausgangspunkt systematischer Leseförderung werden die Ebenen des Lesens nach Rosebrock/Nix (2008) erläutert. Daran schließt sich mein praktischer Teil, die Analyse der digitalen Leseförderung mit dem Online-Leseförderprogramm AMIRA, an. AMIRA bietet Geschichten in mehreren Sprachen zum (Vor-)Lesen an und motiviert gleichzeitig durch multimediale, vielseitige Aspekte. In dieser Arbeit werden die Möglichkeiten und Grenzen der Leseförderung mithilfe des Onlineprogramms AMIRA diskutiert sowie entspringende Motive zur Leselust aufgegriffen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Lesen

2.1 Lesekompetenz

2.1.1 Ebenen von Lesekompetenz als Ausgangspunkt systematischer Leseförderung

2.2 Lesemotivation

2.3 Zusammenhang von Lesekompetenz und Lesemotivation

3 AMIRA – ein kostenloses Online - Leseförderprogramm

3.1 Was ist AMIRA?

3.2 Möglichkeiten und Grenzen der Leseförderung mit AMIRA

3.2.1 Mehrsprachigkeit

3.2.2 Individuelle Fördermöglichkeiten

3.3 Wie motiviert AMIRA zum Lesen?

3.3.1 Themenauswahl

3.3.2 Soziale Ebene

3.3.3 Spiele – motivierende Möglichkeiten und Grenzen der Leseförderung?

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die Limitationen des digitalen Leseförderprogramms AMIRA zur Stärkung der Lesekompetenz und Lesemotivation bei Grundschulkindern. Im Fokus steht dabei die Frage, wie ein multimediales, kostenloses Online-Angebot gezielt eingesetzt werden kann, um insbesondere auch Kinder mit Migrationshintergrund sowie Schülerinnen und Schüler mit Leseschwierigkeiten im schulischen und häuslichen Kontext zu unterstützen.

  • Theoretische Grundlagen von Lesekompetenz und Lesemotivation nach aktuellen wissenschaftlichen Modellen.
  • Analyse des AMIRA-Programms hinsichtlich seiner didaktischen Konzeption und Funktionalitäten.
  • Bedeutung von Mehrsprachigkeit und individuellen Fördermöglichkeiten im digitalen Leseunterricht.
  • Evaluation von motivierenden Elementen wie Themenauswahl, sozialem Lernen und spielerischen Komponenten.

Auszug aus dem Buch

3.2.1.1 Leseförderung bei Kinder mit Deutsch als Zweitsprache

Die Möglichkeit der Mehrsprachigkeit bildet einen wesentlichen Schwerpunkt des Programms. Wie bereits (in 2.1) von Baumert und Schümer (2001) beschrieben, treten Leseschwierigkeiten besonders bei Kindern mit Deutsch als Zweitsprache auf. Die Geschichten wurden in die häufigsten Migrantensprachen (Türkisch, Russisch, Italienisch, Arabisch, Polnisch) übersetzt. Damit weitere Migrantengruppen AMIRA nutzen können, ist kürzlich auch Englisch hinzugekommen. Beim Lesen einer Seite kann man mit einem Klick auf der gleichen Buchseite in eine andere Sprache wechseln. Dies ermöglicht ausländischen Kindern einen direkten Vergleich in ihrer Sprache sobald etwas Unverständliches im Text auftritt. Auch die zahlreichen Illustrationen unterstützen durch Wort-Bild-Beziehungen das Leseverständnis. Das Vorlesen lassen erfolgt so langsam und deutlich, dass Kinder anderer Herkunft die deutsche Aussprache gut erfassen und mitlesen können. Zweisprachig aufwachsende Kinder können damit auch gezielt das Lesen in ihrer Muttersprache üben.

Das Lesen in ihrer Herkunftssprache darf nicht verlernt werden, sodass sie in Zukunft weiterhin das Privileg einer zusätzlichen Sprache pflegen können. AMIRA ermöglicht ihre Eltern, die kein / kaum deutsch sprechen, einzubeziehen, indem sie mitlesen und verstehen, was ihre Kinder lesen. So können sie aktiv mithelfen beim Lesen lernen. Mittlerweile bietet das Projekt die Geschichten neben Deutsch auch in den anderen Sprachen zum Zuhören und Mitlesen an, womit zweisprachige Kinder auch die Wort-Laut-Beziehungen in ihrer Muttersprache verbessern können. Allerdings soll es die Hörform erst bis Ende des Jahres in allen Sprachen geben. Zudem können zweisprachige Lesungen in öffentlichen Einrichtungen abgehalten werden, womit mehr Akzeptanz und das Verständnis für die Zweisprachigkeit vieler Kinder gefördert werden kann. Deutsche Kinder erfahren, wie eine andere Sprache klingt und dass Mehrsprachigkeit bereichern kann. Aus den aktuellen Zahlen der Asylbewerber in Deutschland 2015 zeichnen sich als Hauptherkunftsländer neben Syrien (Amtssprache Arabisch), Albanien, Kosovo und Serbien ab. Dies bedeutet, dass Erweiterungsbedarf in den Sprachen Albanisch und Serbisch bei AMIRA besteht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die PISA-Ergebnisse und den Bedarf an moderner Leseförderung, insbesondere für Kinder mit Migrationshintergrund, und führt in das Programm AMIRA ein.

2 Lesen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Konzepte von Lesekompetenz sowie Lesemotivation und beleuchtet deren wechselseitigen Zusammenhang.

3 AMIRA – ein kostenloses Online - Leseförderprogramm: Hier erfolgt eine detaillierte Vorstellung der Plattform AMIRA, ihrer Funktionen, der didaktischen Möglichkeiten für verschiedene Zielgruppen sowie der motivationalen Aspekte durch Themen und Spiele.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und bewertet AMIRA als hilfreiches, öffentlich gefördertes Werkzeug zur spielerischen Leseförderung, weist jedoch auch auf Ausbaupotenziale hin.

Schlüsselwörter

Leseförderung, Lesekompetenz, Lesemotivation, AMIRA, Grundschule, Mehrsprachigkeit, Deutsch als Zweitsprache, Lesedidaktik, digitale Medien, Medienpädagogik, Lesemotivation, Textverständnis, Leseschwierigkeiten, Sprachförderung, Multimedia.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen des Online-Leseförderprogramms AMIRA für Grundschulkinder im Kontext von Lesekompetenz und Lesemotivation.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der Lesesozialisation, die Funktionen von AMIRA für mehrsprachige Kinder sowie der Einsatz von spielerischen Elementen zur Steigerung der Leselust.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Nutzen des Programms AMIRA für die gezielte Förderung von Leseschwächen und die Unterstützung von Kindern mit Migrationshintergrund zu evaluieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu aktuellen lesedidaktischen Modellen und einer evaluierenden Analyse der Online-Plattform AMIRA sowie deren Unterrichtsmaterialien.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert die drei Ebenen der Lesekompetenz, definiert Lesemotivation und prüft die spezifischen Funktionen von AMIRA wie Mehrsprachigkeit, individuelle Differenzierung und verschiedene Spielformate.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Leseförderung, Lesekompetenz, Lesemotivation, AMIRA, Mehrsprachigkeit und Deutsch als Zweitsprache.

Inwiefern unterstützt AMIRA Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist?

Durch die Bereitstellung von Geschichten in mehreren Sprachen und die Möglichkeit, per Klick zwischen den Sprachen zu wechseln, unterstützt AMIRA das Textverständnis und ermöglicht eine Brücke zwischen Herkunftssprache und deutscher Sprache.

Welche Rolle spielen die im Programm integrierten Spiele?

Die Spiele dienen sowohl der Erholung und Neumotivation als auch der gezielten Förderung der Lesekompetenz durch Wettbewerbsaspekte, Wortwiederholungen und grammatikalische Übungen.

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Details

Title
Möglichkeiten und Grenzen der Leseförderung mithilfe des kostenlosen Online-Leseförderprogramms AMIRA
College
University of Education Ludwigsburg
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2015
Pages
21
Catalog Number
V437379
ISBN (eBook)
9783668848733
ISBN (Book)
9783668848740
Language
German
Tags
möglichkeiten grenzen leseförderung online-leseförderprogramms amira
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2015, Möglichkeiten und Grenzen der Leseförderung mithilfe des kostenlosen Online-Leseförderprogramms AMIRA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437379
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