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Mittelstandsanleihen. Untersuchung der Gründe für die hohen Ausfallraten

Título: Mittelstandsanleihen. Untersuchung der Gründe für die hohen Ausfallraten

Trabajo , 2017 , 33 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Erik Somssich (Autor)

Economía de las empresas - Inversiones y finanzas
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Mit der Eröffnung des Börsensegments „Bondm“ durch die Börse Stuttgart im Mai 2010 eröffnete sich für mittelständische Unternehmen in Deutschland erstmals die Möglichkeit der Fremdkapitalaufnahme durch die Emission von Unternehmensanleihen in einem regulierten Markt. Nach der massiven Einschränkung der Kreditvergabe durch die Banken im Anschluss an die Finanzkrise 20083 sowie der sich durch die Basel III Reform erwarteten Verschlechterungen der Konditionen bei der Fremdfinanzierung durch die Banken, zeigten sich die Mehrheit der kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) offen für eine Finanzierung am Kapitalmarkt. Gleichzeitig suchten Anleger aufgrund des Sturzes der Zinsen für Geldanlagen auf Rekordniveau6 nach neuen attraktiveren Investitionsmöglichkeiten.

Entsprechend positiv wurden die neuen Mittelstandsanleihen von Unternehmen und Investoren aufgenommen. Im Zeitraum bis April 2015 wurden laut der Ratingagentur Scope Rating AG insgesamt 194 Anleihen mit einem Gesamtvolumen i.H.v. 8,5 Mrd. € emittiert. Der durchschnittliche Zinskupon lag dabei bei attraktiven 7,25 %. Der großen Euphorie folgte jedoch schnell Ernüchterung. Bereits nach einem Jahr kam es zu ersten Ausfällen. Bis zum Februar 2017 lag die Ausfallquote bereits bei 25 % des bis dato getätigten gesamten Investitionsvolumen dieses Segments. Dabei muss jedoch angemerkt werden, dass lediglich 25 % bereits erfolgreich getilgt wurde. Die verbleibenden rund 50 % (entspricht knapp 4 Mrd. €) laufen erst in den Jahren 2017 bis 2019 aus. Es ist somit davon auszugehen, dass sich die Ausfallquote noch erheblich verschlechtert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Einführung und Problemstellung

1.2 Vorgehensweise und Zielsetzung

2 Mittelstand in Deutschland

2.1 Definition

2.2 Finanzierung mittelständischer Unternehmen

3 Unternehmensanleihen

3.1 Grundlagen

3.2 Risiken

4 Mittelstandsanleihe

4.1 Einführung

4.2 Struktur

4.3 Regulierte Märkte für Mittelstandsanleihen

5 Rating von Mittelständischen Unternehmen

5.1 Allgemeines

5.2 Rating-Agenturen im Mittelstand

5.3 Bewertungsprozess und -kriterien

6 Analyse der Ausfallursachen

6.1 Untersuchung der German Pellets GmbH

6.2 Untersuchung der Beate Uhse AG

6.3 Weitere Untersuchungen

7 Kritische Analyse

8 Schlussfolgerung und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Ursachen für die signifikant hohen Ausfallraten von Mittelstandsanleihen in Deutschland im Zeitraum von 2010 bis 2017, wobei insbesondere die finanzielle Situation der Emittenten zum Zeitpunkt der Anleiheemission sowie die Rolle der Ratingagenturen und der Börsensegmente analysiert werden.

  • Finanzierungsstrukturen mittelständischer Unternehmen und die Rolle von Bankkrediten
  • Die Entstehung und Struktur von Mittelstandsanleihen sowie deren regulatorische Einbettung
  • Der Bewertungsprozess und die Qualitätskriterien von Ratings für KMUs
  • Empirische Fallstudien zu den Ausfallursachen bei German Pellets GmbH und Beate Uhse AG
  • Kritische Würdigung der Marktmechanismen und der Rolle der Ratingagenturen

Auszug aus dem Buch

6.1 Untersuchung der German Pellets GmbH

Zu einem der größeren Player am neuen Mittelstandsanleihe-Markt gehörte die German Pellets GmbH. In insgesamt drei Emissionen sammelte das Unternehmen am 01.04.2011, am 01.07.2013 und am 27.11.2014 insgesamt 252 Mio. € ein. Die Laufzeit betrug 5 Jahre und der Zinscoupon lag bei 7,25 %62. Da der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB), an dem sich i.d.R. auch der Zinssatz orientiert, zu dem Banken Kredite an Unternehmen vergeben, zu diesen Zeitpunkten bei 2,00 %, 1,00 % bzw. 0,30 % lag63, ist der Grund für diese teure Finanzierungsmethode sicherlich zu hinterfragen. Am 10.02.2016 meldete das Unternehmen Insolvenz an, die offenen Forderungen aus den ausgegeben Anleihen betrug zu diesem Zeitpunkt noch etwa 225 Mio. €.

Auch wenn die Ratingagentur Creditreform dem Unternehmen wenige Monate vor der ersten Anleiheemission noch ein BBB-Rating65 und somit eine Einstufung in die als allgemein „Investment-Grade“ bezeichnete höchste Bonitätsgruppe66 bescheinigte, lässt der Geschäftsbericht des Unternehmens, bereits an der Tragfähigkeit der ersten Emission Zweifel aufkommen67: Zum 31.12.2010 lag die Eigenkapitalquote des Unternehmens bei lediglich 15,9 %. Einem Betriebsergebnis (EBITDA) von ca. 25 Mio. € und einem operativen CF von ca. 13 Mio. € standen zu diesem Zeitpunkt bereits zinstragende Verbindlichkeiten von knapp 100 Mio € gegenüber.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Entstehung des Marktes für Mittelstandsanleihen sowie Formulierung der Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit.

2 Mittelstand in Deutschland: Definition mittelständischer Unternehmen und Analyse ihrer Bedeutung sowie ihrer spezifischen Finanzierungsbedingungen.

3 Unternehmensanleihen: Darstellung der theoretischen Grundlagen von Unternehmensanleihen sowie der damit verbundenen Markt-, Liquiditäts- und Ausfallrisiken.

4 Mittelstandsanleihe: Erläuterung der spezifischen Struktur von Mittelstandsanleihen und der regulatorischen Anforderungen in deutschen Börsensegmenten.

5 Rating von Mittelständischen Unternehmen: Analyse des Ratingprozesses, der Bewertungskriterien und der Besonderheiten bei der Bonitätsprüfung von KMUs durch Ratingagenturen.

6 Analyse der Ausfallursachen: Detaillierte Untersuchung von Fallbeispielen und allgemeinen Marktstudien zu den Gründen für die hohen Ausfallraten.

7 Kritische Analyse: Hinterfragung der Emissions- und Ratingpraktiken sowie Bewertung der Anreizstrukturen für Unternehmen und Investoren.

8 Schlussfolgerung und Ausblick: Zusammenfassendes Fazit zur Marktsituation und Ausblick auf notwendige Neuausrichtungen und Transparenzmaßnahmen.

Schlüsselwörter

Mittelstandsanleihen, Unternehmensanleihen, Ausfallrate, KMU, Finanzierung, Rating, Bonität, Eigenkapital, Insolvenz, Kapitalmarkt, Zinskupon, German Pellets, Beate Uhse, Risikomanagement, Anlegerschutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der Gründe für die hohen Ausfallraten von Mittelstandsanleihen, die seit der Eröffnung spezieller Börsensegmente im Jahr 2010 emittiert wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit umfasst Finanzierungsthemen für KMUs, Anleihestrukturen, Ratingmethodiken sowie eine kritische Analyse von Marktmechanismen und Insolvenzfällen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, herauszufinden, warum die Ausfallraten so hoch sind und ob die Risiken zum Zeitpunkt der Emission bereits absehbar waren oder ob eine spätere Verschlechterung der Geschäftslage vorlag.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse und praktischer Auswertung von Bilanzkennzahlen sowie Geschäftsberichten anhand konkreter Fallstudien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in Finanzierung und Rating sowie die empirische Analyse von Ausfallbeispielen wie der German Pellets GmbH und der Beate Uhse AG.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Mittelstandsanleihen, Ausfallrisiken, Bonitätsbewertungen (Rating) und Kapitalmarktfinanzierung.

Inwiefern spielten Ratingagenturen bei der Misere eine Rolle?

Die Arbeit kritisiert, dass Ratings für Mittelständler oft zu optimistisch waren und die tatsächlichen Risiken – insbesondere im Vergleich zu großen Konzernen – nicht ausreichend widerspiegelten.

Warum war das Geschäftsmodell der German Pellets GmbH problematisch?

Die Analyse zeigt, dass das Unternehmen bereits bei der ersten Emission eine sehr niedrige Eigenkapitalquote hatte und trotz negativer operativer Cashflows massiv investierte.

Welche Rolle spielten die niedrigen Zinsen für das Marktsegment?

Das Niedrigzinsumfeld veranlasste Investoren dazu, renditestarke Mittelstandsanleihen bei vermuteter Sicherheit zu zeichnen, was den Unternehmen eine einfache Kapitalbeschaffung ermöglichte.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor für die Zukunft?

Der Autor fordert eine komplette Neuausrichtung des Marktes, höhere Transparenz bei der Risikodarstellung und strengere Mindestanforderungen an die Qualität der Anleihen.

Final del extracto de 33 páginas  - subir

Detalles

Título
Mittelstandsanleihen. Untersuchung der Gründe für die hohen Ausfallraten
Universidad
University of applied sciences, Cologne
Calificación
2,0
Autor
Erik Somssich (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
33
No. de catálogo
V437732
ISBN (Ebook)
9783668784420
ISBN (Libro)
9783668784437
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mittelstandsanleihen Anleihen Finanzierung Investment Controlling Mittelstand Ratingagenturen German Pellets Beate Uhse Fremdkapital Cash-Flow
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Erik Somssich (Autor), 2017, Mittelstandsanleihen. Untersuchung der Gründe für die hohen Ausfallraten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437732
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