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Berührung in der Pflege. Menschlichkeit und bewusster Umgang miteinander

Titel: Berührung in der Pflege. Menschlichkeit und bewusster Umgang miteinander

Fachbuch , 2018 , 49 Seiten

Autor:in: Sabine Rippl (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Aktuell liegt ein besonderes Augenmerk auf dem professionellen Zugang zur Pflege. Gleichzeitig sind wie in jedem Berufsfeld Rationalisierungsmaßnahmen nötig, um Arbeitsabläufe effizient und ökonomisch zu gestalten.

Dabei gerät das Alltägliche allzu leicht aus dem Blick. Sabine Rippl zeigt deshalb in ihrer Publikation, welch elementaren Anteil an der Pflege Berührungen haben. Das Bedürfnis nach Berührung ist tief in uns verankert, unabhängig von Kulturkreis und religiösen Einflüssen, gesellschaftlichem Status oder sozialer Prägung.

Gerade im Rahmen der psychiatrischen Pflege ist es sinnvoll, sich auf solche Grundlagen des Menschen und der Menschlichkeit zu besinnen. Anhand der Krankheitsbilder Anorexia nervosa und Demenz zeigt Rippl, wo und wie simple Berührungen im Arbeitsalltag weiterhelfen. Davon profitieren nicht nur Patienten, sondern auch die Pflegenden.

Aus dem Inhalt:
- Pflege;
- Anorexia nervosa;
- Demenz;
- Menschlichkeit;
- psychiatrische Pflege

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Aufbau der Arbeit

1.2 Fragestellung

1.3 Ziel dieser Arbeit

1.4 Methodik

2 Begriffsdefinitionen

2.1 Berührung

2.2 Intention

2.3 Psychiatrische Pflege

2.4 Person-zentriert

3 Berührung

3.1 Bedeutung der Berührung

3.2 Berührungsqualität

3.3 Berührungsformen

3.3.1 Funktionale Berührung

3.3.2 Affektive Berührung

3.3.3 Protective Touch

3.4 Pflegerelevante Berührungsmodelle

3.4.1 Psychotonik

3.4.2 Respectare

3.4.3 Basale Stimulation

3.4.4 Atemstimulierende Einreibung (ASE)

3.5 Berührung in der Pflege

3.6 Berührung und ihre Auswirkung

3.7 Nähe und Distanz

3.8 Berührung bei Patienten mit Migrationshintergrund

4 Berührung in der psychiatrischen Pflege

4.1 Möglichkeiten und Grenzen

4.2 Anorexia nervosa

4.2.1 Definition

4.2.2 Ätiologie

4.2.3 Körperbezogene Interventionen und Anorexia nervosa

4.3 Demenz

4.3.1 Definition

4.3.2 Ätiologie

4.3.3 Berührung und Demenz

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die elementare Bedeutung zwischenmenschlicher Berührung für das Wohlbefinden von Patienten und analysiert deren Anwendungsmöglichkeiten sowie Wirkungsweisen im pflegerischen Kontext, insbesondere unter Berücksichtigung der psychiatrischen Pflege.

  • Bedeutung und Qualität von Berührungen in der professionellen Pflege
  • Vorstellung pflegerelevanter Berührungsmodelle (z.B. Psychotonik, Basale Stimulation)
  • Herausforderungen in der transkulturellen Pflege
  • Einsatz körperbezogener Interventionen bei psychiatrischen Erkrankungen wie Anorexia nervosa und Demenz

Auszug aus dem Buch

Fallbeispiel

Im Zuge meiner Praktika lag ein wichtiger Schwerpunkt meines Interesses in der Beobachtung meiner erfahrenen Kollegen. Nicht nur, um pflegerelevante Griffe und Kniffe zu erlernen und mir meine Arbeit so eventuell etwas zu erleichtern, sondern auch um beobachten zu können, wie sie die Bindung zu ihnen eigentlich fremden Menschen aufbauen und pflegen.

Eine für mich besonders prägende Erfahrung durfte ich dabei auf einer meiner letzten Praktikumsstationen machen:

Direkt an meinem ersten Tag wurde Herr M. bei uns aufgenommen. Zuvor noch gut stockmobil und in einem für 88 Jahre äußerst guten Allgemeinzustand kam der Patient vom Krankenhaus zur stationären Aufnahme. Herr M. hatte bei einem Sturz eine sich kontinuierlich ausbreitende Gehirnblutung erlitten und war in schlechter Verfassung. Eine Claviculafraktur und massive Hämatombildungen auf der linken Körperseite machten jede Pflegetätigkeit zu einer wahren Tortur für ihn. Erschwerend hinzu kam eine Aspirationspneumonie, die letztlich Anlass gab, ihm eine Nasogastralsonde zu legen.

Während der ersten drei Wochen seines Aufenthaltes durfte ich Herrn M. kein einziges Mal wach erleben. Er war durchgehend somnolent und nahm auch keinen Augenkontakt zu uns auf. Lediglich bei Positionierungswechseln zeigt er überhaupt Reaktion auf uns… leider nur in Form entschiedener Abwehrhaltung bis hin zur Aggression.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Berührung als humanistischen Aspekt der Pflege vor und erläutert den Aufbau, das Ziel sowie die methodische Vorgehensweise der Literaturrecherche.

2 Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden zentrale Termini wie Berührung, Intention, psychiatrische Pflege und Person-zentrierung für ein einheitliches Verständnis definiert.

3 Berührung: Dieses Kapitel behandelt die existenzielle Bedeutung von Berührung, deren Qualitäten, Formen und verschiedene Modelle wie Psychotonik oder Basale Stimulation, sowie Aspekte der Nähe, Distanz und transkulturelle Besonderheiten.

4 Berührung in der psychiatrischen Pflege: Hier werden die spezifischen Möglichkeiten und Grenzen der Berührung in der Psychiatrie beleuchtet und beispielhaft an den Krankheitsbildern Anorexia nervosa und Demenz vertieft.

5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die gewonnenen Erkenntnisse und unterstreicht die Notwendigkeit, bewusste Berührung als festen Bestandteil in den Pflegealltag zu integrieren.

Schlüsselwörter

Berührung, körperbezogene Interventionen, Respectare, Psychotonik, ASE, Basale Stimulation, Pflege, Patientenwohlbefinden, psychiatrische Pflege, Anorexia nervosa, Demenz, Nähe, Distanz, nonverbale Kommunikation, transkulturelle Pflege

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Bedeutung bewusster Berührung im professionellen Pflegealltag und deren Einfluss auf das Wohlbefinden der Patienten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die wissenschaftlichen Grundlagen der Berührung, pflegerelevante Berührungsmodelle, ethische Aspekte von Nähe und Distanz sowie spezifische Anwendungen in der psychiatrischen Pflege.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, das Verständnis für die essenzielle Rolle von Berührung in der Pflege zu vertiefen, methodische Ansätze vorzustellen und das Bewusstsein für eine respektvolle und gezielte Berührung zu erhöhen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer vertieften Literaturanalyse unter Nutzung fachspezifischer Bibliotheken und wissenschaftlicher Datenbanken wie Google Scholar.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Bedeutung und Qualität von Berührungen, stellt verschiedene Modelle vor, geht auf transkulturelle Herausforderungen ein und diskutiert den Einsatz bei psychiatrischen Erkrankungen wie Magersucht und Demenz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wesentlichen Begriffen gehören Berührung, Psychotonik, Basale Stimulation, körperbezogene Interventionen, Person-zentrierung, psychiatrische Pflege und Patientenwohlbefinden.

Welche Rolle spielt die Psychotonik in diesem Kontext?

Die Psychotonik wird als besonders wertvoll hervorgehoben, da sie ohne zusätzliches Erlernen komplexer Techniken durch eine bewusste innere Haltung und Zuwendung die Berührungsqualität verbessert.

Wie kann Berührung bei Demenz konkret helfen?

Berührung kann bei Demenzpatienten mittels Ansätzen wie der Timalation, dem Entspannen oder dem Halten Sicherheit, Kontakt und Wohlbefinden vermitteln, auch wenn kognitive Fähigkeiten bereits stark eingeschränkt sind.

Ende der Leseprobe aus 49 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Berührung in der Pflege. Menschlichkeit und bewusster Umgang miteinander
Autor
Sabine Rippl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
49
Katalognummer
V438054
ISBN (eBook)
9783956876172
ISBN (Buch)
9783956876196
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pflege Anorexia nervosa Demenz Menschlichkeit psychiatrische Pflege
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sabine Rippl (Autor:in), 2018, Berührung in der Pflege. Menschlichkeit und bewusster Umgang miteinander, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/438054
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Leseprobe aus  49  Seiten
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