Im Süden der Arabischen Halbinsel, in der Republik Jemen und im Sultanat Oman, leben rund 200.000 Araber, deren Muttersprache nicht das Arabische ist, sondern die eine oder andere Sprache aus einer Gruppe, die wir heute als neusüdarabische Sprachen bezeichnen. Es gibt sechs MSA-Sprachen: Mehri (M), Harsūsi (H), Bathari (B), Hobyōt (Hb.), Jibbali (Jib.) und Soqotri (S). In der vorliegenden Arbeit wird die Geschichte der Entdeckung und Erforschung dieser in Europa wenig bekannten Sprachen nachgezeichnet.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Stellung der MSA-Sprachen in der semitischen Sprachfamilie.
- Überblick über die Forschungsgeschichte.
- Die einzelnen MSA-Sprachen
- Mehri
- Ḥarsūsi
- Bathari
- Hobyōt
- Jibbali
- Soqotri
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit den neusüdarabischen Sprachen (MSA), einer Gruppe von sechs Sprachen, die im südlichen Teil der Arabischen Halbinsel gesprochen werden. Die Arbeit beleuchtet die Stellung der MSA-Sprachen innerhalb der semitischen Sprachfamilie, die Geschichte der Forschung zu diesem Sprachzweig und bietet einen Überblick über die einzelnen MSA-Sprachen.
- Die Position der MSA-Sprachen innerhalb der semitischen Sprachfamilie
- Die Forschungsgeschichte der MSA-Sprachen
- Die einzelnen MSA-Sprachen: Mehri, Ḥarsūsi, Batḥari, Hobyōt, Jibbali, Soqotri
- Der Einfluss der MSA-Sprachen auf die arabische Sprachentwicklung
- Die Herausforderungen der Erforschung der MSA-Sprachen
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema der neusüdarabischen Sprachen (MSA) ein und beleuchtet die geografische Verbreitung, die Sprachfamilie und den aktuellen Stand der Forschung zu den MSA-Sprachen. Es wird darauf hingewiesen, dass die MSA-Sprachen nicht mit dem Arabischen verwandt sind und eine eigene Entwicklungsgeschichte haben. Die MSA-Sprachen haben keine Schrifttradition, was die Erforschung erschwert.
- Die Stellung der MSA-Sprachen in der semitischen Sprachfamilie: Dieses Kapitel widmet sich der Einordnung der MSA-Sprachen innerhalb der semitischen Sprachfamilie. Es wird die interne Klassifikation der semitischen Sprachen diskutiert, wobei insbesondere der Vergleich mit den äthiosemitischen Sprachen und die mögliche Abgrenzung der MSA-Sprachen als eigenständiger Zweig der westsemitischen Sprachen behandelt werden.
Schlüsselwörter
Neusüdarabische Sprachen, Semitische Sprachfamilie, Mehri, Ḥarsūsi, Batḥari, Hobyōt, Jibbali, Soqotri, Forschungsgeschichte, Sprachentwicklung, Arabisch, Äthiosemitisch, Morphologie.
Häufig gestellte Fragen
Was sind neusüdarabische Sprachen (MSA)?
MSA steht für Modern South Arabian. Es handelt sich um eine Gruppe von sechs semitischen Sprachen, die im Jemen und in Oman gesprochen werden und nicht mit dem Arabischen identisch sind.
Welche sechs Sprachen gehören zur MSA-Gruppe?
Die sechs Sprachen sind Mehri, Harsūsi, Bathari, Hobyōt, Jibbali und Soqotri.
Wie viele Menschen sprechen diese Sprachen heute noch?
Es wird geschätzt, dass rund 200.000 Araber eine dieser Sprachen als Muttersprache verwenden.
Sind die MSA-Sprachen mit dem modernen Arabisch verwandt?
Obwohl sie zur semitischen Sprachfamilie gehören, haben sie eine eigene Entwicklungsgeschichte und sind nicht direkt mit der arabischen Sprache verwandt.
Warum ist die Erforschung dieser Sprachen schwierig?
Die MSA-Sprachen verfügen über keine eigene Schrifttradition, was die Dokumentation und linguistische Analyse erschwert.
Wo werden diese Sprachen geografisch verortet?
Sie werden im Süden der Arabischen Halbinsel gesprochen, insbesondere in der Republik Jemen (einschließlich der Insel Sokotra) und im Sultanat Oman.
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- Mag. Siegfried Höfinger (Author), 2018, Einige Beobachtungen zur Forschungsgeschichte der MSA-Sprachen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/438682