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Gemeinschaftsschule. Die staatliche Waldorfschule?

Ein Vergleich der Waldorfschule und der baden-württembergischen Gemeinschaftsschule

Título: Gemeinschaftsschule. Die staatliche Waldorfschule?

Trabajo Escrito , 2018 , 21 Páginas

Autor:in: Sophia Legner (Autor)

Pedagogía - Sistemas educativos, políticas educativas
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"Tanz doch mal deinen Namen!“ Diesen und ähnliche Sätze hört wohl ein jeder Waldorfschüler immer wieder. Gerade in der Teenagerzeit mag dies sehr belastend sein. Man fühlt sich irgendwie immer ein bisschen anders unter „Staatsschülern“ und immer wieder kreisen die Gedanken des Schülers um eine Frage: „Was ist an meiner Schule so anders?“

Auch ich habe mich diesen Fragen schon oft stellen müssen und entschied mich bei der Wahl meines Studienfaches bewusst gegen ein Studium für Waldorflehramt. Ich war die ewigen Fragen leid, die ewigen Stigmatisierungen und ich wollte einfach mal das andere System kennenlernen. Umso überraschter war ich, als ich im Zuge meines Studiums das erste Mal das System der Gemeinschaftsschule kennenlernte. Zugegebenermaßen war ich zunächst etwas erzürnt. Hier wurden Strukturen, mit denen ich in meiner Schullaufbahn täglich konfrontiert war, als neuste Errungenschaft der Bildungspolitik dargestellt. Plötzlich war das, für das ich mein ganzes Schulleben lang belächelt wurde, salonfähig geworden. So keimte in mir immer mehr der Wunsch, diese Krux einmal zum Ausdruck zu bringen und beide Schularten gegenüber zu stellen. Zum anderen auch, um Kommilitonen für dieses Thema zu sensibilisieren. Vielleicht auch mit dem kleinen Fünkchen Hoffnung im Hinterkopf, dass ich irgendwann nicht mehr belächelt werde, wenn ich über meine Schullaufbahn spreche.

In der vorliegenden Arbeit werde ich zunächst beide Schularten gesondert betrachten und danach die charakteristischen Eigenschaften gegenüberstellen. Werden sich Ähnlichkeiten finden? Ist die Gemeinschaftsschule wirklich eine staatliche Waldorfschule? (Wie der Rektor meiner Praktikaschule polemisch gefragt wurde)

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Waldorfschule

2.1 Pädagogik der Waldorfschule

2.2 Der Lehrplan und der Unterricht

2.3 Blick in die Oberstufe der Waldorfschule

2.4 Inklusion in der Waldorfschule

3. Die Gemeinschaftsschule

3.1 Die Pädagogik der Gemeinschaftsschule

3.2 Lehrplan und Unterricht

3.3 Blick in die Oberstufe der GMS

3.4 Inklusion in der Gemeinschaftsschule

4. Der Vergleich: Waldorfschule/Gemeinschaftsschule

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der Waldorfschule und der baden-württembergischen Gemeinschaftsschule zu analysieren, um der polemischen Frage nachzugehen, ob die Gemeinschaftsschule lediglich eine staatliche Adaption des Waldorf-Modells darstellt.

  • Historische Entwicklung und pädagogische Grundlagen beider Schulformen
  • Analyse der Unterrichtsstrukturen, Lernkonzepte und Leistungsbewertungen
  • Vergleichende Untersuchung der Inklusionsansätze und Oberstufenmodelle
  • Gegenüberstellung der organisatorischen Rahmenbedingungen und Menschenbilder

Auszug aus dem Buch

2. Die Waldorfschule

Die Waldorfschule wurde 1919 für die Arbeiterkinder der Zigarettenfabrik „Waldorf Astoria“ gegründet. Begründer der Waldorfbewegung und Pädagogik ist Rudolf Steiner. Rasch nach ihrer Gründung breitete sich das reformierte System der neuen Schule in Deutschland und angrenzende Nachbarländer aus. Die Besonderheit der Waldorfschule lag nicht nur in ihrer Pädagogik, sondern auch dem Punkt zugrunde, dass diese Form die erste Freie Schule begründete. Im Dritten Reich waren Waldorfschulen aufgrund der Förderung der freien Entfaltung nicht erwünscht, da dies nicht dem Grundverständnis der Nationalsozialisten entsprach. Nach dem zweiten Weltkrieg setzte in den Sechzigern ein neuer Waldorfschulboom ein. Mit den 68ern keimte ein neuer Wunsch nach geistiger Freiheit und den vorherrschenden Systemen zu entfliehen. Eine ähnliche Bewegung entstand auch in Ländern der Sowjetzone, nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. (vgl. Ullrich 2015, S.7) Auch hier entsprang der Boom aus dem Wunsch, alten Systemen zu entfliehen und sich in aller Freiheit zu Erziehen und sich zu verwirklichen. Inzwischen sind Waldorfschulen auf allen Kontinenten zu finden und erfreuen sich zunehmend wachsender Beliebtheit und wird ergänzt durch heilpädagogische Schulen und Kindergärten. (vgl. ebd., S.15)

Rudolf Steiners Anschauungen und Lehren in einem kurzen und prägnanten Satz zusammenfassen scheint kaum möglich. Er wirkte als Begründer der Anthroposophie (griech. anthropos-Mensch, sophia-Weisheit). Nach dem ersten Weltkrieg entwickelte Steiner eine neue Gesellschaftsordnung, welche sich soziale Dreigliederung nennt. Aus diesen Gedanken entsprang auch das pädagogische Konzept der Waldorfschule. Charakterisierend für die soziale Dreigliederung ist, dass die gesellschaftlichen Entwicklungen nicht abhängig von einem Staat oder einer Regierungsform sind. Dass die Menschen dennoch zu einer kultivierten Einheit zusammenwachsen, stützt sich diese Gesellschaftsordnung, wie der Name schon verrät, auf drei Grundpfeiler:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin motiviert ihre Arbeit durch persönliche Erfahrungen mit Stigmatisierungen während ihrer Waldorfschulzeit und stellt die Forschungsfrage, inwiefern sich die Gemeinschaftsschule als staatliche Waldorfschule charakterisieren lässt.

2. Die Waldorfschule: Dieses Kapitel erläutert die historischen Ursprünge auf Basis der sozialen Dreigliederung, die anthroposophischen Grundlagen der Pädagogik sowie die Besonderheiten in Unterrichtsorganisation und Inklusion.

3. Die Gemeinschaftsschule: Hier wird die Entstehung der Gemeinschaftsschule als Reformreaktion auf PISA-Ergebnisse beschrieben, wobei der Fokus auf individuellem Lernen, Heterogenität und dem Ganztagsschulmodell liegt.

4. Der Vergleich: Waldorfschule/Gemeinschaftsschule: In tabellarischer Form werden beide Schulformen hinsichtlich ihrer Ähnlichkeiten bei Notengebung, Klassenverbund und Lernportfolios sowie ihrer Unterschiede in Verwaltung und Menschenbild direkt gegenübergestellt.

5. Fazit und Ausblick: Die Autorin resümiert, dass die Gemeinschaftsschule in den Grundzügen das Waldorf-Modell staatlich perfektioniert, kritisiert jedoch das Fehlen der „schaffenden“ Komponente und plädiert für mehr Technik- und Kunstunterricht.

Schlüsselwörter

Waldorfschule, Gemeinschaftsschule, Pädagogik, soziale Dreigliederung, Anthroposophie, Inklusion, Heterogenität, Ganztagsschule, Lernportfolio, Leistungsbeurteilung, Schulreform, Bildungslandschaft, Rudolf Steiner, Lerncoaching, Bildungsungleichheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen der Waldorfschule und der baden-württembergischen Gemeinschaftsschule, um zu prüfen, ob letztere als „staatliche Waldorfschule“ bezeichnet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die pädagogischen Konzepte, die Unterrichtsgestaltung, den Umgang mit Inklusion und Heterogenität sowie die organisatorischen Rahmenbedingungen beider Schulformen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein systematischer Vergleich, um die pädagogische Verwandtschaft bzw. Distanz zwischen der freien Waldorfschule und dem staatlichen Schulmodell der Gemeinschaftsschule aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender pädagogischer und bildungspolitischer Studien sowie Gesetzesgrundlagen, die in einem finalen Vergleich tabellarisch zusammengefasst werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Waldorf-Pädagogik und deren Sonderstellungen sowie die Analyse der Gemeinschaftsschule mit ihrem Fokus auf Differenzierung und Leistungsindividualisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Waldorfschule, Gemeinschaftsschule, Inklusion, Heterogenität, soziale Dreigliederung und pädagogische Leistungsbeurteilung.

Inwiefern unterscheiden sich die beiden Schulformen in ihrer Verwaltung?

Während die Waldorfschule selbstverwaltet ist und durch Eltern und Lehrer ohne Rektorat organisiert wird, untersteht die Gemeinschaftsschule als staatliches System einer offiziellen Schulaufsicht und einer Rektoratsstruktur.

Welche Rolle spielt das „Schaffende“ laut dem Fazit der Autorin?

Die Autorin vermisst in der Gemeinschaftsschule den expliziten Fokus auf das praktische „Schaffen“ und künstlerische Tun, welches sie als essentiellen Teil der Persönlichkeitsbildung neben dem rein kognitiven Lernen betrachtet.

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Detalles

Título
Gemeinschaftsschule. Die staatliche Waldorfschule?
Subtítulo
Ein Vergleich der Waldorfschule und der baden-württembergischen Gemeinschaftsschule
Autor
Sophia Legner (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
21
No. de catálogo
V439361
ISBN (Ebook)
9783668806740
ISBN (Libro)
9783668806757
Idioma
Alemán
Etiqueta
gemeinschaftsschule waldorfschule vergleich
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sophia Legner (Autor), 2018, Gemeinschaftsschule. Die staatliche Waldorfschule?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/439361
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