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Soziale Ungleicheit und Geschlechterstereotypen in der schulischen Bildung

Title: Soziale Ungleicheit und Geschlechterstereotypen in der schulischen Bildung

Term Paper , 2018 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Gurmeet Kaur (Author)

Social Work
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Diese Hausarbeit setzt sich mit der Fragestellung auseinander, ob Mädchen und Jungen aufgrund ihres jeweiligen Geschlechts ungleich behandelt werden. Der Fokus wird dabei auf Geschlechterstereotype gelegt und es wird danach geschaut, ob in der Schule das Phänomen der Geschlechterstereotype auftritt. Zunächst wird der Begriff Geschlechterstereotype definiert und danach wird geschaut, inwieweit die Merkmale von Geschlechterstereotypen in der Schule präsent sind. Außerdem wird die Benotung von Mathe- und Deutschleistungen unter Berücksichtigung beider Geschlechter ins Licht gerückt. Abschließend werden alle zentralen Ergebnisse dargestellt.

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Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

1. Definition des Begriffs Geschlechterstereotype

2. Die Theorie der sozialen Rollen nach Alice Eagly

3. Die Funktionen von Geschlechterstereotypen

4. Die Funktionsweise der Schule in Hinblick auf Geschlechterstereotype

5. Die Funktion von Geschlechterstereotypen in der Schule am Beispiel der Rolle des Fußballs

6. Die Benotung und die Denkweise der Lehrkräfte über Schüler/Innen

III. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Fragestellung, ob Mädchen und Jungen in der schulischen Bildung aufgrund ihres Geschlechts ungleich behandelt werden. Dabei wird analysiert, inwieweit Geschlechterstereotype durch Lehrkräfte in Unterrichts- und Bewertungssituationen eingesetzt werden und welche Auswirkungen diese Zuschreibungen auf den Schulerfolg beider Geschlechter haben.

  • Theoretische Grundlagen zu Geschlechterstereotypen nach Eckes und Eagly
  • Die Rolle der Schule bei der Konstruktion und Aufrechterhaltung von Zweigeschlechtigkeit
  • Einfluss von Geschlechterstereotypen auf die Lehr-Lern-Interaktion und Kommunikation
  • Analyse von Benotungsunterschieden in den Fächern Mathematik und Deutsch
  • Bedeutung der Selbststeuerungskompetenz und Verhaltenszuschreibungen für die Notengebung

Auszug aus dem Buch

3. Die Funktionen von Geschlechterstereotypen

Geschlechterstereotype werden bereits in einem sehr frühen Alter erfahren und zudem stark kulturell geteilt, da sie das individuelle Handeln leiten und den Individuen Orientierung verschaffen. Die Nützlichkeit von Geschlechterstereotypen wird anhand des Grades der Erfüllung der jeweiligen Funktionen abhängig gemacht. So werden fünf Funktionen anhand von Schlagwörtern beschrieben, nämlich als Ökonomie, Inferenz, Kommunikation, Identifikation und Evaluation. Mit Ökonomie ist gemeint, dass möglichst viel Informationsgehalt, unter der Bedingung, dass der kognitive Aufwand dabei gering bleibt, erreicht wird. Mit der Funktion Inferenz ist gemeint, dass Unsicherheit verringert wird, indem Schlüsse auf Merkmale gezogen werden, die eigentlich nicht direkt beobachtbar sind. Hierzu zählen unter anderem Erklärungen, Verallgemeinerungen und Vorhersagen. Als dritte Funktion wird die Kommunikation aufgezählt und damit ist gemeint, dass Geschlechterstereotype nützlich sind, wenn sie die verbale sowie die nonverbale Kommunikation beziehungsweise den Austausch zwischen Individuen fördern und vereinfachen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die anhaltende Relevanz von Vorurteilen im Bildungssektor und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der ungleichen Behandlung von Jungen und Mädchen in der Schule.

II. Hauptteil: Der Hauptteil definiert theoretische Grundlagen zu Geschlechterstereotypen und analysiert deren Anwendung durch Lehrkräfte, insbesondere bei der Benotung und in der alltäglichen Interaktion im Unterricht.

III. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine Ungleichbehandlung durch geschlechtsbezogene Zuschreibungen existiert und plädiert für eine sensiblere Unterrichtsgestaltung, die die unterschiedlichen Bedürfnisse und Interessen der Geschlechter berücksichtigt.

Schlüsselwörter

Geschlechterstereotype, schulische Bildung, Ungleichbehandlung, Lehrkräfte, Notengebung, Theorie der sozialen Rollen, Selbststeuerung, Zweigeschlechtigkeit, Kommunikation, Identifikation, Inferenz, Ökonomie, behaviorale Erwartungseffekte, Geschlechterforschung, Schulerfolg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Ungleichbehandlung von Jungen und Mädchen im schulischen Kontext und wie gesellschaftliche Geschlechterbilder den Schulalltag beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Entstehung von Geschlechterstereotypen, deren Funktionen im Schulwesen sowie deren Auswirkungen auf die Leistungsbeurteilung durch Lehrkräfte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt das Ziel zu klären, ob und inwieweit Mädchen und Jungen in der schulischen Bildung aufgrund ihres Geschlechts ungleich behandelt werden.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die bestehende Konzepte wie die Theorie der sozialen Rollen nach Alice Eagly und Erkenntnisse zur Stereotypisierung nach Eckes auf das Feld Schule anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Funktionsweise der Schule hinsichtlich der Zweigeschlechtigkeit, die Rolle von Kommunikation (Beispiel Fußball) sowie eine Analyse von Benotungsunterschieden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Geschlechterstereotype, schulische Bildung, Ungleichbehandlung, Notengebung und die Theorie der sozialen Rollen.

Welche Rolle spielt das Beispiel "Fußball" in der Analyse?

Das Fußballthema dient als Fallbeispiel, um zu verdeutlichen, wie Lehrkräfte durch thematische Auswahlen unfreiwillig Kommunikationsbarrieren errichten und Interessen von Mädchen im Unterricht marginalisieren können.

Wie beeinflusst das Kriterium "Selbststeuerung" die Notengebung?

Lehrkräfte schreiben Mädchen eine höhere Selbstdisziplin und Selbststeuerung zu, was dazu führt, dass diese in Fächern wie Deutsch oft besser benotet werden, während bei Jungen ähnliche Leistungen aufgrund anderer Zuschreibungen seltener die gleiche Anerkennung finden.

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Details

Title
Soziale Ungleicheit und Geschlechterstereotypen in der schulischen Bildung
College
University of Duisburg-Essen  (Institut für Soziologie)
Course
Seminar: Organisation und Geschlecht
Grade
1,3
Author
Gurmeet Kaur (Author)
Publication Year
2018
Pages
18
Catalog Number
V439558
ISBN (eBook)
9783668791947
ISBN (Book)
9783668791954
Language
German
Tags
soziale ungleicheit geschlechterstereotypen bildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gurmeet Kaur (Author), 2018, Soziale Ungleicheit und Geschlechterstereotypen in der schulischen Bildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/439558
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