Unternehmen sehen sich heute einem ständig wachsenden Druck ausgesetzt, der sie zur Entwicklung und Umsetzung effektiver Geschäftsfeldstrategien zwingt. Diese Strategien sollen dem Unternehmen dabei helfen, eine günstige Marktposition zu erlangen, nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu generieren und Marktanteile zu erlangen, um sich von relevanten Mitbewerbern zu differenzieren.
In der heutigen Zeit stehen Unternehmen der Herausforderung gegenüber, sich dem ständigen Wandel der Marktsituation anzupassen. Vor allem in den letzten zwei Dekaden haben zahlreiche Industriezweige eine grundlegende Veränderung erfahren. Faktoren wie die Globalisierung des Wettbewerbs, die Umstrukturierung bestehender sowie die Bildung neuer Industrien, die Einführung innovativer Technologien und ferner auch wachsende Kundenanforderungen manifestieren diesen Wandel. Die zunehmend höheren Anforderungen an ihre Leistung stellen Unternehmen vor die Notwendigkeit, kostengünstiger, besser, schneller, flexibler und innovativer zu produzieren als ihre Konkurrenz sowie neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln.
Um den Anforderungen der einem ständigen Wandel unterliegenden Unternehmensumwelt gerecht zu werden, sollten sich Unternehmen auf zwei wesentliche Kategorien des Strategischen Managements konzentrieren. Dabei handelt es sich zum einen um die Außenorientierung des Unternehmens, d. h. die Gestaltung der Beziehungen zu seinem Wettbewerbsumfeld, welche Gegenstand des Konzepts der Market-based-view ist. Zum anderen sind die Anforderungen an die Binnenstruktur des Unternehmens zu berücksichtigen, mit denen sich die so genannte Resource-based-view beschäftigt.
Die Aufgabe des Strategischen Managements besteht darin, eine erfolgreiche Positionierung des Unternehmens in seinem engeren Umfeld, d. h. in seinem relevanten Markt, zu gewährleisten. Dies erfordert insbesondere den kontinuierlichen Aufbau von Kompetenzen und Erfolgspotenzialen des Unternehmens.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit und Gang der Untersuchung
2 Einführung in das Strategische Management
3 Market-based-view: Der marktorientierte Ansatz
3.1 Definition der Market-based-view
3.2 Kritische Würdigung der Market-based-view
4 Resource-based-view: Der ressourcenorientierte Ansatz
4.1 Definition der Resource-based-view
4.2 Kritische Würdigung der Resource-based-view
5 Praxisbeispiel: SWOT-Analyse des Unternehmens Google
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die zwei zentralen Perspektiven des Strategischen Managements – die Market-based-view und die Resource-based-view – um aufzuzeigen, wie Unternehmen durch die Integration von externen Marktanalysen und internen Ressourcenbewertungen nachhaltige Wettbewerbsvorteile erzielen und ihre strategische Positionierung optimieren können.
- Grundlagen des Strategischen Managements
- Analyse der Market-based-view (Marktorientierung)
- Analyse der Resource-based-view (Ressourcenorientierung)
- Vergleich der beiden theoretischen Paradigmen
- Praxisnahe Anwendung mittels SWOT-Analyse am Beispiel Google
Auszug aus dem Buch
3.1 Definition der Market-based-view
Gemäß der zentralen Aussage der Market-based-view wird der Erfolg eines Unternehmens durch dessen Stellung auf dem relevanten Markt bestimmt. Das Ziel eines jeden Unternehmens ist die Sicherung eines dauerhaften Erfolgs mithilfe von nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen, welche allerdings stetig ausgebaut und verteidigt werden müssen.13
Die konzeptionelle Grundlage dieser Sichtweise bildet die Industrieökonomie mit ihrem für den marktorientierten Ansatz maßgeblichen Structure-conduct-performance-Paradigma.14 Dieses Konzept, das auch unter dem Begriff Bain/Mason Paradigma bekannt ist, beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen Marktstruktur, Marktverhalten und Marktergebnis. Gemäß dieser Theorie sind die Wettbewerbsvorteile eines Unternehmens auf die Struktur der Branche, in der das Unternehmen agiert, sowie das strategische Verhalten des Unternehmens innerhalb dieser Branche zurückzuführen. Als wesentliche Eigenschaft der Market-based-view kann festgehalten werden, dass das Unternehmen gemäß diesem Ansatz aus dem Blickwinkel des Absatzmarktes betrachtet wird.15
Michael Porter entwickelte 1979 das Five Forces Model, welches auf der erläuterten Grundannahme der Industrieökonomie – dem Structure-conduct-performance-Ansatz – beruht und demzufolge die Struktur der jeweiligen Branche in den Mittelpunkt der Betrachtung rückt. Die grundlegende Annahme dieses Modells ist jene, dass die Strukturmerkmale einer Branche die Dynamik und die Intensität des in dieser Branche herrschenden Wettbewerbs determinieren. Von dieser Dynamik und Intensität wird letztlich die Rentabilität einer Branche bestimmt. Das Porter’sche Five Forces Model unterscheidet fünf Wettbewerbskräfte, die entsprechend ihrer jeweiligen Machtposition Einfluss auf die Rentabilität der Branche und somit die Marktattraktivität nehmen. Bei diesen fünf Kräften aus Porters Modell handelt es sich um die folgenden fünf Faktoren aus dem Umfeld eines Unternehmens und die ihnen jeweils inhärente Stärke: Verhandlungsstärke der Lieferanten, Bedrohung durch neue Anbieter, Verhandlungsstärke der Abnehmer, Bedrohung durch Ersatzprodukte und die Rivalität der Wettbewerber einer Branche.16
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Wettbewerbsdruck und die Notwendigkeit strategischer Ausrichtung, um sich von Mitbewerbern zu differenzieren.
2 Einführung in das Strategische Management: Dieses Kapitel definiert die grundlegende Fragestellung, warum einige Unternehmen erfolgreicher sind als andere, und führt den strategischen Prozess sowie die Rolle der SWOT-Analyse ein.
3 Market-based-view: Der marktorientierte Ansatz: Der Ansatz wird als Outside-in-Perspektive erläutert, wobei die Branchenstruktur und das Five Forces Model nach Porter im Fokus stehen.
4 Resource-based-view: Der ressourcenorientierte Ansatz: Dieses Kapitel stellt die Inside-out-Perspektive dar, bei der die Qualität und Kombination unternehmenseigener Ressourcen als Basis für nachhaltige Wettbewerbsvorteile dienen.
5 Praxisbeispiel: SWOT-Analyse des Unternehmens Google: Anhand einer konkreten Analyse des Unternehmens Google wird demonstriert, wie interne Stärken und Schwächen mit externen Chancen und Risiken verknüpft werden.
6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine ganzheitliche Strategie die Integration beider Ansätze erfordert, um in einem globalisierten Umfeld langfristig zu bestehen.
Schlüsselwörter
Strategisches Management, Market-based-view, Resource-based-view, SWOT-Analyse, Wettbewerbsvorteil, Porter, Five Forces, Kernkompetenzen, Unternehmensstrategie, Marktstruktur, Ressourcenmanagement, Branchendynamik, Outside-in, Inside-out, Unternehmenserfolg
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die zwei grundlegenden theoretischen Perspektiven des Strategischen Managements: die markt- und die ressourcenorientierte Sichtweise.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Analyse von Branchendynamiken, der Aufbau von Kernkompetenzen sowie die Verknüpfung dieser Ansätze durch die SWOT-Analyse.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Bedeutung beider Ansätze für die Wettbewerbsanalyse aufzuzeigen und ihre Kompatibilität bei der Strategieformulierung zu belegen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturbasierte theoretische Untersuchung, die durch eine praktische Anwendung mittels SWOT-Analyse ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Erläuterung der Market-based-view (Kapitel 3) und der Resource-based-view (Kapitel 4) inklusive kritischer Würdigung beider Ansätze.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Strategisches Management, Market-based-view, Resource-based-view, Wettbewerbsvorteile und Kernkompetenzen.
Warum wird die SWOT-Analyse als Praxisbeispiel genutzt?
Die SWOT-Analyse dient als Werkzeug, um sowohl externe Marktbedingungen als auch interne Unternehmensfaktoren simultan in die Strategieentwicklung einzubeziehen.
Welche Rolle spielen "Ricardo-Renten" in der Resource-based-view?
Ricardo-Renten dienen als Erklärungsmodell für dauerhafte Wettbewerbsvorteile durch den Besitz schwer kopierbarer, heterogener Inputfaktoren.
- Citar trabajo
- Matthäus Banach (Autor), 2018, Market-based-view vs. Resource-based-view, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/440894