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Bürgerbeteiligung versus parlamentarische Demokratie. Eine Gegenüberstellung

Título: Bürgerbeteiligung versus parlamentarische Demokratie. Eine Gegenüberstellung

Trabajo de Seminario , 2016 , 15 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Benedikt Bogner (Autor)

Política - Generalidades y teorías de la política internacional
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Gemäß Artikel 20 Absatz 2 des deutschen Grundgesetztes geht alle Staatsgewalt vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt. Verfassungsrechtlich wird die Geltendmachung des Rechts des Staates durch Wahlen und Abstimmungen auf gleiche Ebene gestellt. In der Aufmachung und Form werden jedoch durch das Grundgesetz klare Abgrenzungen getroffen.

Durch gesellschaftliche als auch politische Konflikte wie dem Bauprojekt Stuttgart 21, oder die Flüchtlingskrise, entsteht in großen Bevölkerungsteilen der Wunsch nach mehr Partizipation an politischen Prozessen. In einer Umfrage der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2014 geht hervor, dass zwei Drittel der Befragten mehr politische Entscheidungen direktdemokratisch treffen wollen. Die Forderung nach mehr plebiszitären Elementen spiegelt gleichzeitig eine Kritik an dem etablierten parlamentarischen System, aber auch eine Wiederentdeckung von Instrumenten der Bürgerbeteiligung wider. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer Gegenüberstellung der Bürgerbeteiligung und der parlamentarischen Demokratie.

Zur Thematisierung des Vergleiches sind zunächst die parlamentarische Demokratie im Kapitel zwei und die Bürgerbeteiligung im Kapitel drei jeweils genauer zu beleuchten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Parlamentarische Demokratie im Überblick

2.1. Abgrenzung zur Präsidentiellen Demokratie

2.2. Parlamente und deren Funktionen

2.3. Gewaltenteilung

2.4. Repräsentation

3. Bürgerbeteiligung im Überblick

3.1. Begriffliche Definition und Abgrenzung

3.2. Bürgerbeteiligung auf den politischen Ebenen

3.3. Instrumente der Bürgerbeteiligung

4. Gegenüberstellung von Bürgerbeteiligung und parlamentarischer Demokratie

4.1. Pro Bürgerbeteiligung

4.2. Kontra Bürgerbeteiligung

4.2.1. Verhältnis von Minderheits- zu Mehrheitsinteressen

4.2.2. Abgabe der Verantwortung

4.2.3. Keine Sicherheit für ein Mehr an Freiheit und Selbstbestimmung

4.2.4. Aufspaltung der Konfliktparteien

5. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der parlamentarischen Demokratie in Deutschland und dem wachsenden Wunsch nach direkter Bürgerbeteiligung. Ziel ist es, die Funktionen des parlamentarischen Systems den Instrumenten der Bürgerbeteiligung gegenüberzustellen und kritisch zu analysieren, ob und wie diese Formen ergänzend oder in Konkurrenz zueinander stehen.

  • Grundlagen der parlamentarischen Demokratie und deren Kennzeichen
  • Definition und Instrumente der Bürgerbeteiligung
  • Argumente für die Stärkung direktdemokratischer Elemente
  • Kritische Analyse potenzieller Nachteile und Risiken der Bürgerbeteiligung
  • Die Frage der Kompatibilität von Volksabstimmungen und repräsentativen Strukturen

Auszug aus dem Buch

4.2.1. Verhältnis von Minderheits- zu Mehrheitsinteressen

Der Volksgesetzgebungsprozess gibt den Bürgern die Möglichkeit, ihre Interessen unmittelbar in den politischen Mechanismus einzubringen. Dabei ist auf das Verhältnis der Interessensgruppen hinzuweisen. „Wenn die plebiszitären Verfahren durch Minderheiten ausgelöst werden, der Volksentscheid, in den sie einmünden, jedoch der Mehrheitsregel unterliegt, stellt sich die Frage, ob die Plebiszite eher den Mehrheits- oder den Minderheitsinteressen entgegenkommen.“29 Die Annahme, dass direktdemokratische Instrumente zwangsläufig die Interessen der Bürger transparenter abbilden als repräsentative Institutionen entspring nicht der Realität.

Hierbei spielt die Gefahr der Ausgrenzung von Minderheiten eine bedeutende Rolle. Bei der Verwirklichung der Bürgerbeteiligung in Form von direktdemokratische Mitteln handelt es sich um ein „scharfes mehrheitsdemokratisches Instrument“.30 Aufgrund der Natur des Verfahrens der Abstimmung, müssen sich die Abstimmungsminderheit und Unbeteiligte dem Abstimmungsergebnis beugen. Dadurch öffnen Plebiszite ein entsprechendes „Potential zur Tyrannei der Mehrheit“.22 Das Abwägen von Interessen der Abstimmungsminderheit gerät damit in den Hintergrund. Somit wird dem Bürger ein Interessensausgleich als essentieller Bestandteil der repräsentativen Demokratie entzogen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wunsch nach mehr Partizipation in der Bevölkerung angesichts politischer Konflikte und begründet die Notwendigkeit, Bürgerbeteiligung und parlamentarische Demokratie einander gegenüberzustellen.

2. Parlamentarische Demokratie im Überblick: Dieses Kapitel definiert das deutsche Regierungssystem und erläutert dessen zentrale Kennzeichen wie die Gewaltenteilung, die Rolle der Parlamente sowie die repräsentative Ausgestaltung.

3. Bürgerbeteiligung im Überblick: Hier werden der Begriff der Bürgerbeteiligung definiert, die verschiedenen politischen Ebenen der Anwendung beschrieben und die wichtigsten Instrumente, wie Volksbegehren und Volksentscheid, dargestellt.

4. Gegenüberstellung von Bürgerbeteiligung und parlamentarischer Demokratie: Der Hauptteil analysiert die Debatte um Plebiszite, führt Argumente pro und kontra Bürgerbeteiligung auf und untersucht insbesondere Gefahren wie die Ausgrenzung von Minderheiten oder die Abgabe staatlicher Verantwortung.

5. Schlusswort: Das Schlusswort fasst die Analyse zusammen und betont, dass Bürgerbeteiligung primär als ergänzendes Element zum parlamentarischen System zu verstehen ist, wobei komplexe Sachverhalte nicht einfach reduziert werden dürfen.

Schlüsselwörter

Bürgerbeteiligung, parlamentarische Demokratie, repräsentative Demokratie, direkte Demokratie, Volksentscheid, Volksbegehren, Plebiszit, Interessenabwägung, Minderheitenschutz, politische Partizipation, Gewaltenteilung, Legitimierung, Mehrheitsregel, politische Willensbildung, Staatssystem

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Verhältnis zwischen dem etablierten parlamentarischen System Deutschlands und dem wachsenden Ruf nach direktdemokratischen Beteiligungsformen für Bürger.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Funktionen des Parlaments, die verschiedenen Instrumente der direkten Bürgerbeteiligung sowie die kontroverse Debatte über die Vor- und Nachteile von Plebisziten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist eine fundierte Gegenüberstellung, um zu klären, inwiefern direkte Beteiligung das parlamentarische System ergänzen kann, ohne dessen Stabilität oder den Interessensausgleich zu gefährden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin oder der Autor verwendet eine deskriptive sowie vergleichende Analyse auf Basis politikwissenschaftlicher Theorien und relevanter verfassungsrechtlicher Grundlagen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl pro-Argumente (wie erhöhte Akzeptanz) als auch kontra-Argumente (wie die Gefahr der Mehrheitstyrannei oder Populismus) ausführlich diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bürgerbeteiligung, repräsentative Demokratie, Plebiszit, Volksentscheid und politische Partizipation charakterisiert.

Warum wird die direkte Demokratie oft als „mehrheitsdemokratisches Instrument“ bezeichnet?

Weil bei Abstimmungen die Mehrheit über die Minderheit entscheidet, was laut Text zu einer Ausgrenzung von Minderheiteninteressen führen kann, die in repräsentativen Systemen stärker gewichtet werden.

Was ist das Hauptproblem bei der Entscheidung zwischen „Ja“ und „Nein“ bei komplexen politischen Themen?

Komplexe Sachverhalte lassen sich laut Arbeit oft nicht auf eine binäre Auswahl reduzieren, ohne die inhaltliche Tiefe und die notwendigen Alternativmöglichkeiten zu vernachlässigen.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Bürgerbeteiligung versus parlamentarische Demokratie. Eine Gegenüberstellung
Universidad
University of Applied Sciences Regensburg
Calificación
1,0
Autor
Benedikt Bogner (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
15
No. de catálogo
V440915
ISBN (Ebook)
9783668793217
ISBN (Libro)
9783668793224
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bürgerbeteiligung parlamentarische Demokratie Volksentscheid Bürgerentscheid Volksbefragung direkte Demokratie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Benedikt Bogner (Autor), 2016, Bürgerbeteiligung versus parlamentarische Demokratie. Eine Gegenüberstellung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/440915
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