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Behavioral Finance als Erklärungsansatz für ethisch motiviertes Anlageverhalten von Privatanlegern am Beispiel des Dieselabgasskandals der Volkswagen AG

Title: Behavioral Finance als Erklärungsansatz für ethisch motiviertes Anlageverhalten von Privatanlegern am Beispiel des Dieselabgasskandals der Volkswagen AG

Bachelor Thesis , 2018 , 82 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Marvin Beccard (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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In den letzten Jahrzehnten hat das Investmentvolumen in ethische Geldanlagen stark zugenommen. Privatanleger nehmen zunehmend Abstand von "Investment um jeden Preis" und entscheiden sich eher für Geldanlagen in solche Unternehmen, die durch nachhaltiges und soziales Engagement überzeugen. Aufgrund dieser Tatsache handeln die Marktteilnehmer kontrovers zu der für Jahrzehnte dominanten Annahme des Homo Oeconomicus und unterstützen stattdessen die Annahme des Homo Oeconomicus Humanus aus der Forschungsrichtung der Behavioral Finance. Zur Beweisführung dieses Sachverhaltes wurde eine empirische Erhebung anhand des Dieselabgasskandals der Volkswagen AG durchgeführt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Zielsetzung

1.2. Methodisches Vorgehen

1.3. Aufbau

2. Inhalte und Defizite der neoklassischen Kapitalmarkttheorie

2.1. Der Homo Oeconomicus als theoretische Grundlage der neoklassischen Kapitalmarkttheorie

2.2. Modelle und Grenzen der neoklassischen Kapitalmarkttheorie

2.2.1. Neoklassische Kapitalmarktmodelle und ihre empirische Validität

2.2.2. Kapitalmarktanomalien und ihre Erklärungsansätze

2.2.3. Zusammenfassung

2.3. Zusammenfassung

3. Behavioral Finance als alternativer Erklärungsansatz

3.1. Inhalte der Behavioral Finance

3.1.1. Entstehung und Ziele der Behavioral Finance

3.1.2. Der Homo Oeconomicus Humanus als Menschenbild der Behavioral Finance

3.1.3. Anomalien des menschlichen Verhaltens

3.1.4. Erklärungsansätze für Marktanomalien

3.1.5. Zusammenfassung

3.2. Die Prospect Theory als Modell der Behavioral Finance

3.3. Forschungsstand und Grenzen der Behavioral Finance

3.4. Zusammenfassung

4. Ethisch motiviertes Anlageverhalten von Privatanlegern

4.1. Hintergrund der empirischen Erhebung

4.1.1. Nachhaltige Investments

4.1.2. Der Dieselabgasskandal der Volkswagen AG und seine Auswirkungen

4.1.3. Zusammenfassung

4.2. Durchführung der empirischen Erhebung

4.2.1. Hypothesen

4.2.2. Datenerhebung und Auswertung

4.2.3. Fazit

4.2.4. Zusammenfassung

4.3. Zusammenfassung

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelor-Arbeit untersucht den Einfluss ethischer Motivation auf die Anlageentscheidungen von Privatanlegern und hinterfragt die Gültigkeit der neoklassischen Annahme des rational handelnden Homo Oeconomicus. Anhand des Fallbeispiels des Dieselabgasskandals der Volkswagen AG wird mittels einer empirischen Erhebung analysiert, ob Anleger bereit sind, zugunsten ethischer Kriterien auf Rendite zu verzichten.

  • Vergleich zwischen neoklassischer Kapitalmarkttheorie und Behavioral Finance
  • Analyse des Homo Oeconomicus versus Homo Oeconomicus Humanus
  • Psychologische Aspekte und Verhaltensanomalien bei Anlageentscheidungen
  • Rolle der Nachhaltigkeit und Ethik in der modernen Kapitalanlage
  • Empirische Überprüfung des Anlageverhaltens im Kontext des Volkswagen-Skandals

Auszug aus dem Buch

Die Prospect Theory als Modell der Behavioral Finance

Bei den beiden Psychologen Daniel Kahneman und Amos Tversky handelt es sich um die Vorreiter und Begründer der Behavioral Finance. Auf ihren Arbeiten gründen sich die zwei wesentlichen Erkenntnisse über das Verhalten der Marktteilnehmer, die maßgeblichen Einfluss auf die Entstehung des Behavior-Paradigmas haben. Die Erste der beiden Erkenntnisse, ist die unter 3.1.3. beschriebene Verwendung von Heuristiken in der Entscheidungsfindung der Marktteilnehmer. Die zweite wesentliche Erkenntnis ist in dem von Kahneman und Tversky entwickelten Modell der Prospect Theory zusammengefasst.

Bei der Prospect Theory handelt es sich um eine deskriptive Theorie, die das Entscheidungsverhalten von Individuen unter Unsicherheit modelliert. Sie stellt somit eine Alternative zu der von Neumann und Morgenstern entwickelten Erwartungsnutzentheorie aus dem Zeitalter der Neoklassik dar. Der wesentliche Unterschied zu der Erwartungsnutzentheorie liegt in der Abkehr von der Nutzenfunktion, hin zu einer durch Verlustaversion beeinflussten Wertefunktion. Grund hierfür ist die Erkenntnis, dass die Marktteilnehmer ihre Entscheidungen auf Basis von Gewinnen und Verlusten anstelle der absoluten Vermögensentwicklung treffen.

Die S-förmige Wertfunktion der Prospect Theory lässt sich anhand von drei charakteristischen Merkmalen beschreiben. So ist die erste wesentliche Erkenntnis, dass die Wertfunktion im Gewinnbereich einen konkaven Verlauf und im Verlustbereich einen konvexen Verlauf aufweist. Dieses Krümmungsverhalten wird auch abnehmende Sensitivität bezeichnet und lässt sich durch den abnehmenden Wertzuwachs bei einer zusätzlichen Gewinneinheit bzw. abnehmenden Wertverlust bei einer zusätzlichen Verlusteinheit begründen. Es zeigt das veränderte Risikoverhalten der Marktteilnehmer im Gewinn- und Verlustbereich. Dieses Verhalten ist auf den unter 3.1.3. beschriebenen Dispositionseffekt zurückzuführen, wonach die Marktteilnehmer im Gewinnbereich risikoavers und im Verlustbereich risikofreudig agieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, den behavioral-ökonomischen Einfluss ethischer Motivation auf Anlageentscheidungen unter Verwendung des Volkswagen-Skandals als Beispiel zu untersuchen.

2. Inhalte und Defizite der neoklassischen Kapitalmarkttheorie: Dieses Kapitel erläutert das Konzept des rationalen Homo Oeconomicus und kritisiert dessen Grenzen anhand von Marktanomalien, die mit klassischen Modellen wie dem CAPM nicht erklärbar sind.

3. Behavioral Finance als alternativer Erklärungsansatz: Hier wird der Behavioral Finance Ansatz eingeführt, der das Menschenbild durch den Homo Oeconomicus Humanus ergänzt und heuristikbasierte Entscheidungsanomalien in den Vordergrund rückt.

4. Ethisch motiviertes Anlageverhalten von Privatanlegern: Das Kapitel widmet sich der empirischen Erhebung, in der die Bedeutung ethischer Faktoren bei Anlageentscheidungen anhand des Dieselabgasskandals der Volkswagen AG mittels Fragebögen und statistischer Analyse untersucht wird.

5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassend wird bestätigt, dass ethische Motivation das Anlageverhalten signifikant beeinflusst, wobei jedoch bei sehr hoher Renditeerwartung die rationale Nutzenmaximierung wieder in den Vordergrund rücken kann.

Schlüsselwörter

Behavioral Finance, Neoklassik, Homo Oeconomicus, Kapitalmarktanomalien, Prospect Theory, Ethische Anlage, Nachhaltigkeit, Volkswagen, Dieselabgasskandal, Empirische Erhebung, Verlustaversion, Heuristiken, Anlageverhalten, Markteffizienz, Anlagestrategie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, inwiefern ethische Überzeugungen das Anlageverhalten von Privatanlegern beeinflussen und ob diese Motivationen die neoklassische Annahme rein rationaler, gewinnmaximierender Akteure in Frage stellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Behavioral Finance, die theoretischen Grundlagen der neoklassischen Kapitalmarkttheorie sowie die ethische Dimension bei der privaten Geldanlage unter Einbezug verhaltenspsychologischer Faktoren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist der Nachweis, dass der behavioral-ökonomische Einfluss ethischer Motivation die Theorie des Homo Oeconomicus entkräftet und Anleger vermehrt ethisch-nachhaltige Entscheidungen treffen, selbst wenn dies mit Renditeeinbußen verbunden ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine umfassende Literaturrecherche zu den theoretischen Finanzmodellen mit einer empirischen Primärforschung, die mittels Online-Fragebögen und anschließender statistischer Auswertung durch die Software SPSS durchgeführt wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der neoklassischen Kapitalmarkttheorie und der Behavioral Finance sowie einen umfassenden Praxisteil, der das Investitionsverhalten im Kontext des Volkswagen-Dieselskandals untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Behavioral Finance, Homo Oeconomicus, Ethische Anlage, Kapitalmarktanomalien, Prospect Theory und das empirisch untersuchte Anlageverhalten am Beispiel der Volkswagen AG.

Welche Auswirkungen hatte der Dieselabgasskandal auf die Privatanleger?

Der Skandal löste eine Vertrauenskrise aus, die dazu führte, dass viele Anleger ihre Anteile aus ethischen Bedenken verkauften oder von Neuinvestitionen absahen, ungeachtet der klassischen Renditeerwartungen.

Wie unterscheidet sich der Homo Oeconomicus Humanus vom ursprünglichen Modell?

Der Homo Oeconomicus Humanus ersetzt das Modell der absoluten Rationalität durch begrenzte Rationalität und erkennt an, dass menschliche Entscheidungen durch Emotionen, Heuristiken und soziale Normen beeinflusst werden.

Warum wurde SPSS für die Auswertung gewählt?

SPSS wurde eingesetzt, um die aus der Umfrage gewonnenen Daten quantitativ zu verifizieren und durch Methoden wie den T-Test und den Chi-Quadrat-Test die aufgestellten Hypothesen statistisch signifikant zu prüfen.

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Details

Title
Behavioral Finance als Erklärungsansatz für ethisch motiviertes Anlageverhalten von Privatanlegern am Beispiel des Dieselabgasskandals der Volkswagen AG
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel; Salzgitter
Grade
1.3
Author
Marvin Beccard (Author)
Publication Year
2018
Pages
82
Catalog Number
V441598
ISBN (eBook)
9783668808959
ISBN (Book)
9783668808966
Language
German
Tags
behavioral finance erklärungsansatz anlageverhalten privatanlegern beispiel dieselabgasskandals volkswagen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marvin Beccard (Author), 2018, Behavioral Finance als Erklärungsansatz für ethisch motiviertes Anlageverhalten von Privatanlegern am Beispiel des Dieselabgasskandals der Volkswagen AG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441598
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