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Kritische Reflexion und Untersuchung des Trends "glutenfreie Lebensmittel"

Título: Kritische Reflexion und Untersuchung des Trends "glutenfreie Lebensmittel"

Proyecto de Trabajo , 2016 , 17 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Adrian Krüger (Autor)

Salud - Trofología
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60 % der Deutschen kennen Gluten, den Weizenkleber. Es ist ein normales Protein. 20 % glauben bei Bauchschmerzen, Gluten sei der Übeltäter. In den USA versucht ein Drittel der Menschen, Gluten zu vermeiden. Natürlich ist dies ein Trend, von dem Lebensmittelkonzerne profitieren wollen. Es werden immer mehr Lebensmittel mit ihrer Glutenfreiheit beworben und das auch solche, die normalerweise selbstverständlich glutenfrei sein sollten. In Spanien sogar Mineralwasser. Der Umsatz mit glutenfreien Produkten hat sich zwischen den Jahren 2011 und 2014 vervierfacht. Das Label "glutenfrei" auf einem Produkt suggeriert, dass es sich um eine gesündere Alternative handele. Laut einer Analyse der Google Trends ist zu sehen, dass sich von 2010 bis 2015 die Suchanfragen nach "glutenfrei backen" mehr als verdoppelt haben. Offenbar ist „glutenfrei“ zu einem Lifestyle geworden. Laut einer Umfrage des Backwaren-Herstellers Almondy im Jahre 2014 in England geben 82 % der Befragten an, dass eine glutenfreie Ernährung der Gesundheit zuträglich sei. Doch ist dieser offensichtliche Hype begründet? Die vorliegende Arbeit soll einen Überblick über Gluten- und Weizenunverträglichkeiten schaffen und wie diese diagnostiziert und behandelt werden können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Nahrungsmittelunverträglichkeit allgemein

2.1. Allergische Nahrungsmittelunverträglichkeiten

2.2. Nicht allergische Nahrungsmittelunverträglichkeiten

3. Zöliakie

3.1. Ursachen

3.2. Symptome

3.3. Diagnostik

3.4. Prävention & Behandlung

4. Weizenallergie

4.1. Ursachen

4.2. Symptome

4.3. Diagnostik

4.4. Prävention & Behandlung

5. Nicht-Zöliakie-nicht-Weizenallergie-Weizensensitivität

5.1. Ursachen

5.2. Symptome

5.3. Diagnostik

5.4. Prävention & Behandlung

6. Backtechnologische Bedeutung von Gluten

7. Möglichkeiten für die Herstellung glutenfreier Teige und Backwaren

8. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, eine kritische Reflexion über den aktuellen Trend zu glutenfreien Lebensmitteln durchzuführen und zu untersuchen, ob dieser Hype medizinisch begründet ist. Die Arbeit analysiert dabei verschiedene Formen von Gluten- und Weizenunverträglichkeiten sowie deren diagnostische und therapeutische Ansätze.

  • Klassifizierung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Differenzierung zwischen Zöliakie, Weizenallergie und Weizensensitivität
  • Medizinische Diagnostik und Therapiemöglichkeiten bei Unverträglichkeiten
  • Backtechnologische Funktionen von Gluten
  • Kritische Analyse des Marktes für glutenfreie Produkte

Auszug aus dem Buch

3. Zöliakie

Die Zöliakie ist als eine immunologische Erkrankung definiert und wird in der Medizin als eine Allergiesonderform betrachtet. Ca. 1% der Bevölkerung leidet darunter. (Biesalski et al. 2010, S. 769) Diese Gruppe weist bereits spezifische Antikörper und eine Zottenatrophie auf, allerdings haben etwa nur ein Zehntel von ihnen auch klinische Symptome. (Leitzmann et al. 2009, S. 491)

Die Zöliakie wird auch glutensensitive Enteropathie genannt und gehört zu den nicht-IgE Abhängigen Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Allerdings nimmt sie unter diesen eine Sonderstellung ein, da sie eine T-zellvermittelte Autoimmunerkrankung des Dünndarms ist. T Zellen sind eine Art der weißen Blutkörperchen, die bei gesunden Menschen nur körperfremde Antigene erkennen. Im Fall der Zöliakie aber wenden sie sich gegen den eigenen Körper (Körner und Schareiner 2010, S. 12–13). Dies begründet den Sonderstatus dieser Erkrankung.

Für die Zöliakie wird auch oft der Begriff "einheimische Sprue" verwendet, wenn diese in höherem Alter des Patienten manifestiert ist. (Schauder und Ollenschläger 2006, S. 808) Bis auf den unterschiedlichen Wortlaut handelt es sich aber bei beidem um die ein- und dieselbe Krankheit.

Die Erkrankung wird durch die im Gluten (Kleber) enthaltenen Prolamine induziert und hat morphologische und funktionelle Veränderungen der Dünndarmschleimhaut zur Folge. Diese Veränderung zeichnet sich vor Allem durch die Zottenatrophie aus, die zu einer Reduktion der Resorption von Nahrungsstoffen im Dünndarm führt. Gliadin oder andere ähnlich wirkende Prolamine finden sich in Dinkel, Weizen, Roggen, Gerste und Hafer. (Biesalski et al. 2010, S. 642)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beleuchtung des Trends zum Verzicht auf Gluten und der damit verbundenen Zunahme an Produkten auf dem Lebensmittelmarkt.

2. Nahrungsmittelunverträglichkeit allgemein: Einführung in die Definition und systematische Unterscheidung zwischen allergischen und nicht-allergischen Reaktionen auf Nahrungsmittel.

3. Zöliakie: Detaillierte Betrachtung der Autoimmunerkrankung, ihrer genetischen Ursachen, Symptomatik, Diagnostik sowie der notwendigen strikten Diät.

4. Weizenallergie: Analyse der immunologischen Weizenallergie mit Fokus auf unterschiedliche Verlaufsformen bei Kindern und Erwachsenen.

5. Nicht-Zöliakie-nicht-Weizenallergie-Weizensensitivität: Untersuchung des klinisch schwer fassbaren Krankheitsbildes der Weizensensitivität und deren aktuelle Forschungsstand.

6. Backtechnologische Bedeutung von Gluten: Erläuterung der physikalisch-chemischen Rolle von Kleberproteinen für die Struktur und Qualität von Backwaren.

7. Möglichkeiten für die Herstellung glutenfreier Teige und Backwaren: Darstellung praktischer Ansätze für die Herstellung von Ersatzprodukten ohne Gluten.

8. Fazit: Kritische Reflexion über den ökonomischen Hype um glutenfreie Produkte im Vergleich zur tatsächlichen medizinischen Notwendigkeit.

Schlüsselwörter

Gluten, Zöliakie, Weizenallergie, Weizensensitivität, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Glutenfrei, Autoimmunerkrankung, Backtechnologie, Ernährungshype, Diagnostik, Symptome, Prolamine, Lebensmittelindustrie, Diät, Klebereiweiß.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Untersuchung des aktuellen Trends zu glutenfreien Lebensmitteln und setzt diesen in den Kontext medizinischer Unverträglichkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die medizinischen Hintergründe von Zöliakie, Weizenallergien und Weizensensitivität sowie die technologische Bedeutung von Gluten in der Lebensmittelherstellung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu klären, ob der kommerzielle Hype um glutenfreie Produkte wissenschaftlich begründet ist oder ob er primär durch Marketingmechanismen vorangetrieben wird.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Fachliteratur, medizinischen Leitlinien und Analysen zum Ernährungsverhalten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die medizinische Differenzierung der verschiedenen Unverträglichkeiten, die backtechnische Funktion des Glutens und die Möglichkeiten der Substitution bei einer glutenfreien Ernährung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Gluten, Zöliakie, Weizenallergie, Weizensensitivität und die kritische Reflektion der kommerziellen Lebensmittelindustrie.

Warum unterscheidet sich die Weizenallergie klinisch von der Zöliakie?

Während die Zöliakie eine T-zellvermittelte Autoimmunerkrankung ist, handelt es sich bei der Weizenallergie um eine klassische IgE-vermittelte allergische Reaktion des Immunsystems.

Warum ist die "Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität" diagnostisch schwierig?

Das Krankheitsbild ist unscharf definiert und grenzt sich primär durch den Ausschluss von Zöliakie und Weizenallergie ab, wobei die wissenschaftliche Evidenz aktuell noch begrenzt ist.

Welche Rolle spielt die Getreidetechnologie bei glutenfreiem Gebäck?

Da Gluten für das Gashaltevermögen und die Struktur von Backwaren essenziell ist, müssen bei der Herstellung ohne Weizenkleber oft alternative Verdickungsmittel eingesetzt werden, um die Konsistenz zu erhalten.

Welches Fazit zieht der Autor zur Vermarktung glutenfreier Produkte?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass glutenfreie Produkte für die breite Masse keinen gesundheitlichen Mehrwert bieten und vor allem für die Industrie einen profitablen Absatzmarkt darstellen, der jedoch für echte Zöliaken eine wichtige Hilfe ist.

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Detalles

Título
Kritische Reflexion und Untersuchung des Trends "glutenfreie Lebensmittel"
Universidad
Hochschule Ostwestfalen-Lippe - University of Applied Sciences  (Life Science Technologies)
Calificación
1,7
Autor
Adrian Krüger (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
17
No. de catálogo
V441907
ISBN (Ebook)
9783668801578
ISBN (Libro)
9783668801585
Idioma
Alemán
Etiqueta
gluten zöliakie weizenallergie nahrungsmittelunverträglichkeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Adrian Krüger (Autor), 2016, Kritische Reflexion und Untersuchung des Trends "glutenfreie Lebensmittel", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441907
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