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Andere Räume in Oberbayern. Die Passionsspiele Oberammergau auf Instagram

Título: Andere Räume in Oberbayern. Die Passionsspiele Oberammergau auf Instagram

Trabajo , 2017 , 15 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Fabian Groß (Autor)

Teatrología, danza
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Unter Zuhilfenahme des Heterotopiebegriffs nach Michel Foucault, befasst sich diese Arbeit mit dem "Phänomen Oberammergau", durch eine Analyse der ersten fünf Post des Instagramaccounts der Oberammergauer Passionsspiele.
Die Arbeit stellt die Bemühungen der Oberammergauer Passionsspiele dar, auf einem virtuellen Lageplan der deutschsprachigen Theaterszene verortet zu sein und bemüht sich im Gegenzug selbst darum, zu erklären, wieso für die Passionsspiele hier andere Regeln gelten als für die meisten anderen Theater.

Die Photosharing-App Instagram wurde am 6. Oktober 2010 von dem US-Amerikaner Kevin Systrom und dem Brasilianer Michel „Mike“ Krieger veröffentlicht. In den vergangenen Jahren konnte die App laut eigener Angaben bereits über 600 Millionen Nutzer verzeichnen. Drei Tage vor dem Release der App ging die letzte Vorstellung der 41. Passionsspiele im 9.465 km entfernten Oberammergau zu Ende. Die nächsten Vorstellungen werden, dem alten Brauch -dem Eid der Oberammergauer- folgend, erst wieder im Jahr 2020 stattfinden, auch wenn die ersten Vorbereitungen bereits seit Juni 2015 laufen. Seit dem 24. April 2017 bieten die Passionsspiele Oberammergau eine ganz neue Möglichkeit an, an diesen Vorbereitungen teilzuhaben, denn an eben jenem Tag stellte der Account „passionsspiele_oberammergau“ auf Instagram seinen ersten Post -also ein erstes Foto- online: das Bild eines Kruzifixes. Mit diesem Posting reagiert eine Institution auf neueste Entwicklungen, von der es einem ansonsten so vorkommen mag, als handle es sich bei ihr um einen Riesen, der mit Siebenmeilenstiefeln durch die Geschichte watet und dabei nur alle 10 Jahre einen Fuß auf die Erde setzt. Doch nun ist diese Institution -so man das Vorhandensein eines Instagram-Accounts als Index dafür sehen möchte- moderner als viele andere Theater, wie beispielsweise das Berliner Ensemble, das Schauspiel Frankfurt (seit Mai 2017 auf Instagram), das Theater Basel und das Deutsche Schauspielhaus Berlin. Die Passionsspiele Oberammergau haben sich nun also dazu entschieden, ihre über 400 Jahre alte Tradition in einem sehr jungen Rahmen zu präsentieren. Ziel dieser Arbeit soll es sein, zu zeigen, wie die Passionspiele Oberammergau mit Instagram umgehen und wie sich diese besondere Plattform Instagram auf die Inhalte des Passionsspiel-Accounts auswirkt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Ansatz

3 Analyse der Posts

3.1 Kruzifix (24. April 2017)

3.2 Szene im Garten Gethsemane (16. Mai 2017)

3.3 Oberammergauer Panorama (21. Juni 2017)

3.4 Sitzreihen (28. Juni 2017)

3.5 Portrait Christian Stückl (20. Juli 2017)

4 Analyse der Abonnentenzahlen

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Nutzung der Social-Media-Plattform Instagram durch die Passionsspiele Oberammergau. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die Institution die Plattform zur Selbstdarstellung einsetzt und welche Auswirkungen diese spezifische digitale Präsenz auf die Wahrnehmung des sogenannten „Phänomens Oberammergau“ sowie auf die inhaltliche Gestaltung des Accounts hat.

  • Anwendung von Michel Foucaults Konzept der „Heterotopie“ auf das Passionsspiel
  • Analyse der visuellen Strategie und Bildsprache auf dem offiziellen Instagram-Account
  • Untersuchung der Rolle von Tradition und christlicher Identität im digitalen Raum
  • Evaluation der Netzwerkstrukturen durch Analyse von Abonnenten- und Interaktionsdaten
  • Vergleich der Selbstdarstellung der Passionsspiele mit anderen Theaterinstitutionen

Auszug aus dem Buch

3.1 Kruzifix (24. April 2017)

Der erste Post zeigt ein Kruzifix, das laut Bildunterschrift von Franz Xaver Schädl, einem Künstler aus dem Rokoko, stammt. Die erwähnte Bildunterschrift ist -wie bei jedem Post- in deutscher und englischer Sprache abgefasst.

Bei diesem Kruzifix handelt es sich um jenes, mit dem die Passionsspiele aktuell beworben werden. Man sieht es beispielsweise, wenn man auf die Internetseite der Passionsspiele geht. Bei den letzten Passionsspielen im Jahr 2010 wurde bereits mit dem Bild eines anderen Kruzifixes geworben. Dieser erste Post entspricht also der Marketing Strategie der Passionsspiele und verweist auf den christlichen Ursprung und die Tradition, die Triebfeder der Spiele.

Die Passionsspiele sehen sich fest in der christlichen Kultur verwurzelt und untrennbar damit verbunden. Wenn -Foucaults erstem Grundsatz folgend- jede Kultur ihre eigenen Heterotopien ausbildet, sind dann die Passionsspiele Oberammergau eine christliche Heterotopie? Wenn ja, dann müsste sich das Passionsspiel in eine der großen Überkategorien „Krisenheterotopie“ oder „Abweichungsheterotopie“ einordnen lassen können. Ein Gedanke, der auf diesen und den nächsten Post (Kapitel 3.2) angewandt werden soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einführung erläutert den Hintergrund der Passionsspiele Oberammergau und deren Einstieg in die Nutzung der Plattform Instagram als moderne Selbstdarstellungsform.

2 Theoretischer Ansatz: Hier wird Michel Foucaults Konzept der Heterotopie eingeführt und als methodischer Rahmen für die Analyse des „Phänomens Oberammergau“ im Theaterkontext etabliert.

3 Analyse der Posts: In diesem Kapitel werden einzelne Bildbeiträge des Instagram-Accounts detailliert untersucht, um Rückschlüsse auf die visuelle Selbstdarstellung und deren Einordnung in Foucaults Heterotopie-Begriff zu ziehen.

4 Analyse der Abonnentenzahlen: Dieser Abschnitt wertet die Follower-Struktur und Interaktionsdaten des Accounts aus, um die Positionierung der Passionsspiele innerhalb des digitalen Netzwerks deutschsprachiger Theater zu beleuchten.

5 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Instagram als „kleines Fenster“ dient, durch das einzelne Facetten der Gesamtheterotopie Oberammergau für eine breite Masse erlebbar gemacht werden.

Schlüsselwörter

Passionsspiele, Oberammergau, Instagram, Heterotopie, Michel Foucault, Selbstdarstellung, Theater, Digitalisierung, christliche Tradition, Krisenheterotopie, Abweichungsheterotopie, Phänomen Oberammergau, Netzwerkanalyse, soziale Medien, Inszenierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie die Passionsspiele Oberammergau die Plattform Instagram für ihre institutionelle Selbstdarstellung nutzen und wie sich dieses digitale Auftreten in den theoretischen Rahmen der „Heterotopie“ einordnen lässt.

Welche thematischen Schwerpunkte werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Transformation traditioneller christlicher Spielinhalte in moderne digitale Formate, die visuelle Identitätsstiftung durch Fotografie sowie die Einbettung in die deutschsprachige Theaterszene auf sozialen Medien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Passionsspiele das „Phänomen Oberammergau“ über Instagram kommunizieren und ob der Account als eine Art „Heterotopie“ im Sinne Foucaults verstanden werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es wird eine inhaltsanalytische Untersuchung der geposteten Bilder und Bildunterschriften durchgeführt, ergänzt durch eine quantitative und qualitative Analyse der Abonnenten- und Interaktionsdaten des Instagram-Accounts.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch Foucault, eine tiefgehende Analyse spezifischer Postings – vom Kruzifix bis zum Portrait des Spielleiters – sowie eine Untersuchung der Vernetzung mit anderen Theater-Accounts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Passionsspiele, Heterotopie, digitale Selbstdarstellung, Oberammergau, Instagram und das „Phänomen Oberammergau“.

Warum wird gerade der Begriff der „Heterotopie“ für die Passionsspiele gewählt?

Da die Passionsspiele einen räumlich und zeitlich abgegrenzten Sonderstatus einnehmen, der sich von alltäglichen sozialen Räumen unterscheidet, bietet Foucaults Heterotopie-Konzept ein ideales theoretisches Instrument, um diesen „besonderen Ort“ zu beschreiben.

Welche Bedeutung haben die Abonnentenzahlen für die Schlussfolgerungen der Arbeit?

Die Abonnentenanalyse zeigt, dass die Passionsspiele auf Instagram primär in einem fachspezifischen Netzwerk aus anderen Theatern und Kulturschaffenden agieren, was das Profil der Institution als Teil eines „virtuellen Lageplans“ der Theaterszene schärft.

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Detalles

Título
Andere Räume in Oberbayern. Die Passionsspiele Oberammergau auf Instagram
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz
Calificación
1,7
Autor
Fabian Groß (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
15
No. de catálogo
V442607
ISBN (Ebook)
9783668805088
ISBN (Libro)
9783668805095
Idioma
Alemán
Etiqueta
Oberammergau Instagram Passionsspiele Theaterwissenschaft Foucault Heterotopien Festspiele neue Medien des espaces autres
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Fabian Groß (Autor), 2017, Andere Räume in Oberbayern. Die Passionsspiele Oberammergau auf Instagram, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442607
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