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Die Alleinstellungsmerkmale des Internets in China

Beschaffenheit und Besonderheit des chinesischen Netzes als Folgen nationaler Bedingungen

Título: Die Alleinstellungsmerkmale  des Internets in China

Trabajo Universitario , 2017 , 16 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Nicolas Weiß (Autor)

Medios / Comunicación: Periodismo, publicidad
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Die Volksrepublik China, das mit 1,37 Milliarden Einwohnern bevölkerungsstärkste Land der Erde, gilt als sozialistischer, autoritärer Staat. Ein de facto vorherrschendes Einparteiensystem gewährleistet der kommunistischen Partei die alleinige politische Entscheidungskraft. Durch den autoritären Ansatz beeinflusst die politische Ausrichtung Medienmarkt und -inhalte deutlich.

Aufgrund dieser engmaschigen Verflechtung von Regierung und Mediensystem ergibt sich eine Vielzahl landesspezifischer Besonderheiten. Die Regierung sichert sich hinsichtlich der nationalen Medien die ideologische Kontrolle. Diese sollen in erster Linie der Erziehung des Volkes im Sinne der KPCh und damit der Gewährleistung der nationalen Sicherheit und gesellschaftlicher Einheit dienen. Unter der Staats-Präsidentschaft von Xi Jinping seit 2013 wurden Zensur- und Kontrollmaßnahmen vor allem im Bereich der digitalen Kommunikation weiter verschärft. Das Aufgabenverständnis der Medien weicht somit stark von liberaleren Modellen, wie sie meist in der westlichen Welt anzufinden sind, ab.

Die Regierung überlässt den chinesischen Medien trotz ihrer Legitimation von rabiaten Eingriffen zunehmend Freiheiten zur Kommerzialisierung und Wachstum – Das Wirtschaftssystem wird in seiner Ausrichtung häufig als “sozialistische Marktwirtschaft” bezeichnet. So konnten sich die nationalen Medien unter der KPCh trotz Einschränkungen divers und vielfältig entwickeln. Medien- und IT-Märkte sind mittlerweile die am stärksten wachsenden des Landes. Vor Allem das Medium Internet wuchs als später Teil des Mediensystems erst unter diesen paradoxen Rahmenbedingungen heran. D

urch frühes Eingreifen der Regierung in Kombination mit den besonderen wirtschaftlichen Strukturen wurde das Netz in seiner Beschaffenheit nach und nach verändert. So stellt es heute eine modifizierte, auf China zugeschnittene Variante des World Wide Web dar – online und national zugleich. Auf die Frage, ob und welche Alleinstellungsmerkmale sich bis heute kristallisiert haben und auf welchen Bedingungen diese begründet sind, will diese Arbeit Antworten liefern.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung - Das Internet als Teil des medienpolitischen Systems Chinas

2. Theoretische Grundlagen und Methodik

3. Qualität und Eigenart des chinesischen Internets

3.1 Infrastrukturelle Bedingungen

3.2 Legitimation und Regulierungen des E-Government

3.3 Zensierende Strukturen der “Great Firewall of China”

3.4 Ökonomische Besonderheiten

4. Konklusion und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, welche spezifischen Alleinstellungsmerkmale das chinesische Internet im Vergleich zum globalen World Wide Web aufweist und durch welche politischen, ökonomischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen diese geformt wurden.

  • Analyse des Einflusses des autoritären Mediensystems auf die Internetarchitektur.
  • Untersuchung der technischen und legislativen Zensurmechanismen („Great Firewall“).
  • Bewertung der staatlichen Steuerung der digitalen Infrastruktur.
  • Betrachtung der ökonomischen Isolation und der Entstehung einer nationalen digitalen Sphäre.

Auszug aus dem Buch

3.3 Zensierende Strukturen der “Great Firewall of China”

Die infrastrukturellen Voraussetzungen aus Kapitel 3.1 liefern einen Teil der technischen Umsetzungsfähigkeit zensierender Maßnahmen. Zensur wird hierbei definiert als Kontrolle, die von Eliten ausgeübt wird, um ihren Willen gegenüber den Massenmedien durchzusetzen (Saxer 2002). Die Gesamtheit des Zensur-Systems ist in seiner Organisation und Umsetzung äußerst expansiv, komplex und technisch versiert strukturiert. Laut der OpenNet Initiative handelt es sich um das ausgefeilteste und fortschrittlichste Filtersystem der Welt.

Filter-Software auf den Backbone-Servern, sowie auf den Routern der jeweiligen Internetprovider verhindert den Zugang zu indexierten, unerwünschten URLs und sogar einzelnen Keywords (Human Rights Watch 2006: 10f).

Derzeit ist eine Summe von über 60.000 Domains, etwa 1220 Wikipedia-Artikeln, und über 300.000 URLs vollständig gesperrt (Greatfire.org, Stand: Januar 2017). Vorrangig werden Nachrichtenseiten sowie Plattformen mit nutzergeneriertem Content (Web 2.0) blockiert. Die Sperrung und Filterung von Online-Inhalten erfolgt zudem themen- und zeitbezogen dynamisch: Die installierten Filterlisten können per Netzwerk aktualisiert und erweitert werden. So beispielsweise geschehen zur Zeit des Jahrestags des Tian’anmen-Massakers und nach der Aufdeckung von Korruptionsfällen innerhalb der Regierung. Auf diese Weise werden Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten zu Themen gezielt verhindert, die dem Ansehen des Staates, respektive der KPCh schaden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung - Das Internet als Teil des medienpolitischen Systems Chinas: Dieses Kapitel erläutert die Einbettung des Internets in das autoritäre Einparteiensystem Chinas und beschreibt die Zielsetzung der Arbeit.

2. Theoretische Grundlagen und Methodik: Es werden der theoretische Rahmen durch das asiatisch-karibische Kommando-Modell gesteckt und die zentralen Begriffe wie das chinesische Internet (CI) definiert.

3. Qualität und Eigenart des chinesischen Internets: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und analysiert detailliert die infrastrukturellen, legislativen, zensierenden und ökonomischen Faktoren, die das chinesische Netz prägen.

4. Konklusion und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse zusammengeführt und die Rolle Chinas Internets als unikates, isoliertes Ökosystem bestätigt sowie ein Ausblick auf die weitere Entwicklung gegeben.

Schlüsselwörter

Chinesisches Internet, Great Firewall, Medienregulierung, Internetzensur, digitale Souveränität, KPCh, Netzneutralität, Informationskontrolle, E-Government, Intranet, Selbstzensur, soziale Harmonie, digitale Sphäre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Besonderheiten des Internets in der Volksrepublik China und untersucht, warum sich dort ein vom globalen Internet abweichendes, eigenes Ökosystem entwickelt hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die staatliche Infrastrukturkontrolle, die legislative Medienregulierung, die komplexen Zensurmechanismen sowie die ökonomischen Rahmenbedingungen, die zur Isolation führen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, die spezifischen Alleinstellungsmerkmale des chinesischen Internets herauszuarbeiten und zu erklären, durch welche nationalen Bedingungen diese begründet sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer systemtheoretischen Analyse des chinesischen Mediensystems, unter Rückgriff auf das Modell von Blum sowie die Auswertung relevanter Literatur und Daten zu Regulierungen und Netzverkehr.

Welche Inhalte bilden den Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil behandelt die infrastrukturellen Bedingungen, das E-Government, die technische Umsetzung der Great Firewall und die ökonomischen Aspekte, die den chinesischen Markt für westliche Anbieter schwer zugänglich machen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem die "Great Firewall", Zensur, digitale Souveränität, staatliche Medienkontrolle und die nationale Isolation des chinesischen Netz-Ökosystems.

Was unterscheidet das chinesische Internet (CI) grundlegend vom nicht-chinesischen Internet (NCI)?

Das CI zeichnet sich durch staatliche Kontrolle über die Infrastruktur, strikte Zensur, geringere Netzneutralität und eine starke räumliche sowie inhaltliche Abgrenzung vom globalen Netz aus.

Welche Rolle spielt die "Cyber-Souveränität" nach Xi Jinping?

Der Begriff beschreibt das Bestreben Chinas, die vollständige Kontrolle über Entwicklung, Steuerung und Inhalte des Internets innerhalb der eigenen Staatsgrenzen zu behalten und als nationales Hoheitsgebiet zu behandeln.

Wie trägt die Wirtschaft zur Isolation des chinesischen Internets bei?

Durch den gezielten Ausschluss internationaler Plattformen und die staatlichen Auflagen konnten sich lokale chinesische IT-Unternehmen zu Giganten entwickeln, die innerhalb eines quasi-nationalen Intranets operieren.

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Detalles

Título
Die Alleinstellungsmerkmale des Internets in China
Subtítulo
Beschaffenheit und Besonderheit des chinesischen Netzes als Folgen nationaler Bedingungen
Universidad
University of Applied Sciences Nuremberg
Calificación
1,3
Autor
Nicolas Weiß (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
16
No. de catálogo
V442737
ISBN (Ebook)
9783668806498
ISBN (Libro)
9783668806504
Idioma
Alemán
Etiqueta
China VRC Land sozialismus autoritärer Staat Kommunistische Partei KPC Xi Jinping Zensur Internet
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nicolas Weiß (Autor), 2017, Die Alleinstellungsmerkmale des Internets in China, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442737
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