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Kaiser Wilhelm I. und seine Deutung der Befreiungskriege

Título: Kaiser Wilhelm I. und seine Deutung der Befreiungskriege

Trabajo , 2015 , 24 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Daniel Scholaster (Autor)

Historia de Alemania - 1848, Imperio alemán, Imperialismo
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Deutung der Befreiungskriege 1813-1815 aus Sicht Kaiser Wilhelms I. Dieser nahm als junger Mann selbst am Befreiungskampf gegen Napoleon teil und hat sich in seinem Leben immer wieder auf diese Erfahrungen berufen. Im Fokus stehen drei Aspekte der Wahrnehmung: Erstens Napoleon, zweitens die Rolle der preußischen Armee und drittens die Rolle der Eltern, also des preußischen Königs Friedrich Wilhelms III. und der Königin Luise. Die Wahrnehmung der Befreiungskriege durch Wilhelm I. ist deshalb äußerst aufschlussreich, weil der erste Kaiser des zweiten Deutschen Reiches zu den wichtigsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts gehörte und seine Handlungen die Geschichte entscheidend beeinflussten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Napoleon

III. Die preußische Armee

IV. Die Eltern

1. König Friedrich Wilhelm III.

2. Königin Luise

V. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die persönliche Deutung der Befreiungskriege (1813–1815) durch Kaiser Wilhelm I. und analysiert, wie diese Sichtweise sein dynastisches Selbstverständnis sowie sein Geschichtsbild in Bezug auf Preußen und das Deutsche Kaiserreich prägte.

  • Die Darstellung und Wahrnehmung Napoleons durch Wilhelm I.
  • Die Bedeutung der preußischen Armee und des Militärs für Wilhelms Weltbild.
  • Der Einfluss der Eltern, König Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise, als dynastische Vorbilder.
  • Die Verknüpfung von persönlichen Erinnerungen mit der offiziellen preußischen Gedenkkultur.
  • Der Vergleich zwischen den Befreiungskriegen und späteren militärischen Konflikten, insbesondere dem Deutsch-Französischen Krieg.

Auszug aus dem Buch

II. Napoleon

Napoleon wurde im neunzehnten Jahrhundert von den meisten kleindeutsch gesinnten Historikern als der große Feind Preußens und Deutschland betrachtet. Seine Niederlage in der so genannten „Völkerschlacht“ bei Leipzig galt manchen sogar als Geburtsstunde der deutschen Nation. Für Wilhelm I. kam außerdem noch eine ganz persönliche Abneigung hinzu. Der Kaiser der Franzosen hatte Preußens Armeen in der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt geschlagen und die königliche Familie zur Flucht nach Ostpreußen gezwungen. Im Frieden von Tilsit wurde die Fläche des Königreichs hauptsächlich auf die Provinzen Brandenburg, Pommern, Schlesien und Preußen reduziert. Es verlor dadurch seine westdeutschen und einen großen Teil seiner polnischen Untertanen. Hinzu kam die persönliche Demütigung des Königs aber vor allem der Königin.

In Tilsit hatte Friedrich Wilhelm III. nur zusehen können, wie Zar Alexander und Napoleon über das Schicksal seines Landes entschieden. Und auch die persönliche Unterredung der Königin Luise mit Napoleon brachte keine Erleichterungen der Friedensbedingungen für Preußen. Das Land musste vielmehr französische Besatzungstruppen beherbergen und vorerst war die königliche Familie gezwungen, in Königsberg zu residieren. Die Besatzungspolitik der Franzosen führte dazu, dass in Preußen der Unmut über Napoleon wuchs. Der Versuch des Majors Ferdinand von Schill, eine große Aufstandsbewegung gegen den französischen Kaiser und seine Verbündeten in Preußen zu initiieren, scheiterte zwar im Jahr 1809. Aber nach Napoleons verheerendem Russlandfeldzug von 1812 schloss sich Friedrich Wilhelm III. dem Kampf des Zaren Alexander an und erklärte dem Kaiser der Franzosen den Krieg.

An dieser Stelle sollen nun einige Äußerungen des zweiten Sohnes Friedrich Wilhelms III. – des späteren Wilhelms I. – analysiert werden. Er begleitete den König während der Feldzüge der Jahre 1813 bis 1815. Im Folgenden wird im Vordergrund stehen, wie der junge Preußenprinz den Kaiser der Franzosen darstellte. In dieser Arbeit geht es zwar um die Deutung der Befreiungskriege durch Wilhelm I. und nicht nur um seine Eindrücke während der Ereignisse. Aber in Bezug auf die Aussagen zu Napoleon wird das Quellenmaterial für die Zeit nach dem Sieg über den Kaiser der Franzosen sehr dünn, weil sich der Preußenprinz nach dessen endgültiger Niederlage nur noch selten in seinen Briefen und Reden zu ihm geäußert hat.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung skizziert die lebenslange Prägung Wilhelms I. durch die Zeit der Befreiungskriege und begründet das Ziel, seine persönliche Sicht auf diese Ära zu untersuchen.

II. Napoleon: Dieses Kapitel analysiert die durchgängig negative Haltung Wilhelms I. gegenüber Napoleon I., die er primär als persönliche und dynastische Feindschaft empfand.

III. Die preußische Armee: Es wird dargelegt, wie die Begeisterung für das Militär bei Wilhelm I. schon früh entstand und wie er das Militär als tragende Säule der Dynastie und des Staates begriff.

IV. Die Eltern: Dieser Abschnitt beleuchtet die Rolle von König Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise als zentrale identitätsstiftende Vorbilder für den späteren Kaiser.

V. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Wilhelms I. Deutung der Befreiungskriege maßgeblich von dynastischen Anschauungen und einer engen Verknüpfung von Familiengeschichte und nationaler Identität geprägt war.

Schlüsselwörter

Wilhelm I., Befreiungskriege, Napoleon, Preußen, Dynastie, König Friedrich Wilhelm III., Königin Luise, preußische Armee, 1813-1815, Nationalismus, Gedenkkultur, Geschichtsbild, Deutsch-Französischer Krieg, Hohenzollern, Traditionspflege

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Kaiser Wilhelm I. die Befreiungskriege (1813–1815) persönlich deutete und welchen Einfluss diese Deutung auf sein Weltbild und die preußische Gedenkkultur hatte.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit befasst sich mit dem Bild Napoleons, der Bedeutung der preußischen Armee sowie der Rolle der Eltern Wilhelms I. als dynastische Bezugspunkte.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Sichtweise von Wilhelm I. auf die Jahre 1813 bis 1815 anhand von Briefen und Ansprachen herauszuarbeiten und zu kontextualisieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenanalytischen Methode, wobei vorwiegend Briefe, Reden und Aufzeichnungen von Wilhelm I. sowie zeitgenössische Literatur ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Wilhelms Haltung zu Napoleon, seine Verbindung zum preußischen Militärwesen und die Verehrung seiner Eltern als identitätsstiftende Figuren.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Wilhelm I., Befreiungskriege, Dynastie, preußische Armee, Königin Luise und Gedenkkultur.

Warum nahm Wilhelm I. bei Napoleon III. eine andere Haltung ein als bei dessen Onkel?

Während Napoleon I. für Wilhelm I. der persönliche Feind war, der das Preußen seiner Eltern gedemütigt hatte, bewertete er Napoleon III. später differenzierter, auch wenn er den Deutsch-Französischen Krieg als Rache für seine Mutter stilisierte.

Welche Rolle spielte die "grüne Tasche" für das Verständnis von Wilhelms Mutterbeziehung?

Die Anekdote um die grüne Tasche, die den Briefwechsel seiner Eltern enthielt, veranschaulicht die tiefe emotionale Bindung und den Schmerz, den Wilhelm I. beim Verlust seiner Mutter empfand.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Kaiser Wilhelm I. und seine Deutung der Befreiungskriege
Universidad
University of Freiburg  (Historisches Seminar)
Curso
Hauptseminar: Die Befreiungskriege – Fakten und Fiktionen in Preußen und Europa 1813-1913
Calificación
1,3
Autor
Daniel Scholaster (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
24
No. de catálogo
V442774
ISBN (Ebook)
9783668809673
ISBN (Libro)
9783668809680
Idioma
Alemán
Etiqueta
Befreiungskriege Napoleon Napoleon III. Kaiser Wilhelm I. Königin Luise König Friedrich Wilhelm III. Gebhard Leberecht von Blücher Waterloo Völkerschlacht bei Leipzig
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniel Scholaster (Autor), 2015, Kaiser Wilhelm I. und seine Deutung der Befreiungskriege, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442774
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