Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Deutung der Befreiungskriege 1813-1815 aus Sicht Kaiser Wilhelms I. Dieser nahm als junger Mann selbst am Befreiungskampf gegen Napoleon teil und hat sich in seinem Leben immer wieder auf diese Erfahrungen berufen. Im Fokus stehen drei Aspekte der Wahrnehmung: Erstens Napoleon, zweitens die Rolle der preußischen Armee und drittens die Rolle der Eltern, also des preußischen Königs Friedrich Wilhelms III. und der Königin Luise. Die Wahrnehmung der Befreiungskriege durch Wilhelm I. ist deshalb äußerst aufschlussreich, weil der erste Kaiser des zweiten Deutschen Reiches zu den wichtigsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts gehörte und seine Handlungen die Geschichte entscheidend beeinflussten.
Inhaltsverzeichnis
- I. Einleitung
- II. Napoleon
- III. Die preußische Armee
- IV. Die Eltern
- 1. König Friedrich Wilhelm III.
- 2. Königin Luise
- V. Fazit
- VI. Literaturverzeichnis
- 1. Quellen
- 2. Forschungsliteratur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Deutung der Befreiungskriege durch Kaiser Wilhelm I. Die Arbeit analysiert Wilhelms I. persönliche Erfahrungen mit Napoleon und die Auswirkungen dieser Zeit auf seine spätere Regierungszeit. Des Weiteren wird untersucht, wie Wilhelm I. die Rolle der preußischen Armee in den Kriegen sah und wie er seine Eltern, König Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise, in diesem Kontext wahrnahm.
- Wilhelms I. persönliche Sicht auf Napoleon
- Die Rolle der preußischen Armee in den Befreiungskriegen aus Wilhelms I. Perspektive
- Das Verhältnis zwischen Wilhelm I. und seinen Eltern im Kontext der Befreiungskriege
- Die Bedeutung der Befreiungskriege für Wilhelms I. spätere politische Überzeugungen
- Die Auswirkungen der Befreiungskriege auf die offizielle Deutung dieser Zeit in Preußen und später im Deutschen Reich
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung
Diese Einleitung stellt Kaiser Wilhelm I. als den ersten Kaiser des Deutschen Kaiserreichs vor und beleuchtet seine Kindheit und Jugend, die durch die Napoleonischen Kriege geprägt waren. Die Arbeit konzentriert sich auf Wilhelms I. Sichtweise auf die Befreiungskriege und seine Deutung dieser Zeit.
II. Napoleon
Dieses Kapitel analysiert Napoleons Bedeutung in der preußischen Historiografie und die persönliche Abneigung, die Wilhelm I. gegenüber ihm hegte. Die Ereignisse der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt, der Flucht der königlichen Familie und die Demütigung durch den Frieden von Tilsit werden beleuchtet.
Schlüsselwörter
Kaiser Wilhelm I., Befreiungskriege, Napoleon, preußische Armee, König Friedrich Wilhelm III., Königin Luise, deutsche Geschichte, Historiografie, dynastische Anschauungen, politische Überzeugungen, Deutung, Rezeption.
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflussten die Befreiungskriege Kaiser Wilhelm I.?
Wilhelm I. nahm als junger Mann selbst an den Kämpfen gegen Napoleon teil. Diese Erfahrungen prägten seine politischen Überzeugungen und seine Sicht auf das Militär lebenslang.
Welche Einstellung hatte Wilhelm I. gegenüber Napoleon?
Wilhelm hegte eine tiefe persönliche Abneigung gegen Napoleon, bedingt durch die Demütigung Preußens im Frieden von Tilsit und die Flucht seiner Familie.
Welche Bedeutung maß Wilhelm I. der preußischen Armee bei?
Für Wilhelm I. war die preußische Armee der entscheidende Faktor für die Befreiung von der französischen Herrschaft und das Fundament der preußischen Macht.
Wie sah Wilhelm I. die Rolle seiner Eltern in dieser Zeit?
Er verehrte seine Mutter, Königin Luise, als Symbol des Widerstands und sah seinen Vater, Friedrich Wilhelm III., im Kontext der dynastischen Verantwortung während der Kriege.
Welchen Einfluss hatte seine Deutung auf das spätere Kaiserreich?
Seine persönliche Wahrnehmung floss in die offizielle Geschichtsschreibung Preußens und des Deutschen Reiches ein und stärkte das militärisch geprägte Nationalbewusstsein.
- Citation du texte
- Daniel Scholaster (Auteur), 2015, Kaiser Wilhelm I. und seine Deutung der Befreiungskriege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442774