Bei dieser Arbeit handelt es sich um ein Exzerpt über Hartmut Bleumers historische Narratologie.
Inhaltsverzeichnis
1. Narratologie und historische Narratologie
2. Narratologische Grundbegriffe, ihre Ebenen und Korrelationen
3. Die narrativen Ebenen
3.1 Geschehen und Geschichte
3.2 Erzählung und Komposition
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das Ziel dieses Textes ist die theoretische Fundierung und methodische Präzisierung der historischen Narratologie, wobei eine Brücke zwischen strukturalistischen Erzähltheorien und kulturwissenschaftlichen sowie historischen Kontexten geschlagen wird. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, wie narrative Strukturen als anthropologische Konstanten in spezifisch historischen und kulturellen Diskursen analysiert werden können, ohne dabei den Anspruch auf eine universelle wissenschaftliche Systematik zu verlieren.
- Differenzierung zwischen narratologischen Grundbegriffen und historischer Praxis
- Analyse des Ebenenmodells: Geschehen, Geschichte und Erzählung
- Untersuchung der Bedeutung von Motivation, Kausalität und Finalität in Erzähltexten
- Methodische Einordnung der narratologischen Epistemologien (semantisch vs. pragmatisch)
- Reflexion über die künstliche Komposition von Erzählungen
Auszug aus dem Buch
3. Die narrativen Ebenen
Paradoxales Ebenenmodell
nächst höhere Ebene impliziert darunterliegende, untere Ebene fundiert die höher liegende
Erzähler scheint über die Geschichte und Perspektivierungen ein Geschehen zu entwerfen
Geschehen = reicher als der Entwurf, fundiert den Prozess der Geschichte und Narrationstätigkeit des Erzählers
Doppelte Korrelation des Erzählens
Zusammenfassung der Kapitel
1. Narratologie und historische Narratologie: Dieses Kapitel definiert die Narratologie als theoretische Wissenschaft und erörtert das Spannungsfeld zwischen strukturalistischer Systematik und historischer Offenheit.
2. Narratologische Grundbegriffe, ihre Ebenen und Korrelationen: Hier werden die wissenschaftlichen Grundlagen anhand des Modells von Wolf Schmid erläutert und die zwei gegenläufigen Epistemologien – die semantische und die pragmatische Narratologie – gegenübergestellt.
3. Die narrativen Ebenen: Dieses Kapitel stellt das paradoxale Ebenenmodell vor und analysiert die wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen Geschehen, Geschichte und Erzählung.
Schlüsselwörter
Narratologie, Historische Narratologie, Strukturalismus, Erzählmodell, Geschehen, Geschichte, Erzählung, Epistemologie, Axiologie, Komposition, Motivierung, Kausalität, Finalität, semantische Substanz, narrative Praxis
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Text primär?
Der Text bietet eine theoretische Auseinandersetzung mit den Methoden und Begriffen der Narratologie unter besonderer Berücksichtigung ihrer historischen Anwendbarkeit und Kontextualisierung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Differenzierung des Erzählens, der Strukturierung narrativer Ebenen (Geschehen, Geschichte, Erzählung) und der wissenschaftstheoretischen Einordnung narratologischer Epistemologien.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist es, eine Brücke zwischen dem Universalitätsanspruch narratologischer Theorien und der Notwendigkeit einer kulturwissenschaftlich-historischen Einbettung zu schlagen.
Welche methodische Vorgehensweise wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deduktiv-theoretische Herangehensweise, ergänzt durch eine kritische Auseinandersetzung mit dem russischen Formalismus und dem französischen Strukturalismus.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Aufschlüsselung des narrativen Ebenenmodells, der Analyse von Motivationsstrukturen und der Funktionsweise von Erzählungen als sprachlich-artifizielle Entwürfe.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt zusammenfassen?
Kernbegriffe sind Narratologie, Historische Narratologie, Ebenenmodell, Geschehen, Geschichte, Motivierung und narrative Epistemologie.
Was unterscheidet die semantische von der pragmatischen Narratologie?
Während die semantische Narratologie auf die Interpretation und Bedeutungsfunktion fokussiert (rhetorisch), betrachtet die pragmatische Narratologie das Erzählen als Werkzeug wissenschaftlicher Argumentation und Beschreibung (hermeneutisch).
Welche Bedeutung hat das „Paradoxale Ebenenmodell“ für die Analyse?
Das Modell verdeutlicht, dass jede erzählerische Ebene sowohl von der darunterliegenden fundiert wird als auch die nächsthöhere impliziert, wodurch die komplexe Korrelation zwischen Erzähler, Geschichte und Geschehen erklärbar wird.
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- Anonym (Autor), 2016, Exzerpt zur Historischen Narratologie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/443096