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Zu "Autorität dank Autoritäten" von Claudia Brinker von der Heyde. Ein Exzerpt in Stichpunkten

Título: Zu "Autorität dank Autoritäten" von Claudia Brinker von der Heyde. Ein Exzerpt in Stichpunkten

Resumen , 2017 , 5 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Elena Schreer (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana antigua y medieval
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Bei dieser Arbeit handelt es sich um ein Exzerpt der Textgrundlage: BRINKER-VON DER HEYDE, Claudia. „Autorität dank Autoritäten: Literaturexkurse und Dichterkataloge als Mittel zur Selbststilisierung. Autorität der/in Sprache, Literatur, Neuen Medien. Vorträge des Bonner Germanistentags, 1997, S. 442-464.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Literaturexkurse und Dichterkataloge als Mittel zur Selbststilisierung

1.1 Jan-Dirk

1.2 Postmoderne

1.3 Diskussion über Anwendbarkeit des kritischen Autorbegriffs auf mittelalterliche Dichter und dessen postmoderne Destruktion

1.4 Zuordnungen Autor – Text – Autorität – Authentizität seit dem 12.Jh. in volkssprachigen Texten reflektiert, möglicherweise in dieser Zeit etabliert

1.5 Durch fehlenden Werkbegriff Mehrfach- und Fehlzuweisung von Autoren (v.a. Minnelyrik und Spruchdichtung)

1.6 Erfindung des 18.Jh.: Eigentumsrecht des Autors auf seinen Text in einmaliger autorisierter, nicht veränderbarer Form

1.7 Mittelalterliche Formen des Autoren-/Autoritätsbewusstsein

1.8 Genese eines literarischen Kanons (bsp. Dichterkataloge)

1.9 Geburt der Parodie aus dem Kurzschluss zwischen Literatur und Leben

1.9.1 Literaturexkurs des Gottfried von Straßburg (erster Literaturexkurs)

1.9.2 Autorenreihe im Alexanderroman des Rudolf von Ems (nachfolgend)

1.10 Beides Varianten der Autoritätssetzung

1.11 Varianten nicht ausgeschöpft (Willehalm, Rudolf von Ems)

1.12 Ulrich Turheim: Anbindung an den Vorgänger, Privileg des noch Lebenden, Werkfortsetzung

1.13 Johann von Würzburg: Prologgebet an Wolfram von Eschenbach

1.14 Ulrich von Etzenbach: Kombination der letzten Möglichkeiten

1.15 Selbststilisierung, Rollenspiele

1.16 Eigener Name/ eigenes Werk soll in einen literarischen Diskurs eingebunden werden

1.17 Mittelalterliche Dichter nicht ausschließlich als Überlieferer, Sachwalter, Gewährsleute der Wahrheit des Überlieferten

1.18 Texte waren nicht beliebig veränderbar: Wurden weitergedichtet, versucht sie besser zu dichten, ABER immer ein Werk, was an einen Autor geknüpft und durch ihn definiert war

1.19 Grundprobleme heutiger Forschung

Zielsetzung & Themen

Die Untersuchung analysiert, wie mittelalterliche Dichter durch Literaturexkurse und Dichterkataloge ihre eigene Autorität innerhalb der literarischen Tradition konstruierten und sich selbst in Szene setzten. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche Strategien zur Selbststilisierung und Legitimierung des eigenen Anspruchs auf Authentizität und Autorschaft genutzt wurden.

  • Die Funktion von Literaturexkursen als Mittel zur autoritativen Selbststilisierung.
  • Vergleich der Autorenrollen bei Gottfried von Straßburg und Rudolf von Ems.
  • Die Entwicklung literarischer Kanonbildung im Mittelalter durch Dichterkataloge.
  • Das Spannungsfeld zwischen traditioneller Überlieferung und individueller Autorschaft.
  • Methodische Herausforderungen der heutigen Forschung im Umgang mit mittelalterlichen Autorbildern.

Auszug aus dem Buch

Literaturexkurs des Gottfried von Straßburg

Gottfried im Sprecher-Ich als kenntnisreicher Literaturkritiker, in einer Rolle innerhalb des Exkurses (größere Gemeinschaft = wir). Suggeriert sich selbst als einer von vielen. Rezipienten sind sachkundig und fähig ein objektives Urteil zu fällen. Würdigung und Verurteilung nicht subjektiv willkürlich, sondern als allgemeingültiger Konsens. Eigensetzung als kompetenten Literaturkritiker.

Abwertung Wolrams: Nicht Nennung des Namens. Allein die Überlieferung des Namens erlaubt gedechtus der Nachfahren und das Überleben nach dem Tod. Wichtiger Stellenwert der christlichen Totenmemoria. Dichter als Garant für das Überleben des Namens im kulturellen Gedächtnis. Anonymisierung und Marginalisierung.

Augen- und Lebenszeugen: Erhöhte Glaubwürdigkeit. Als Primärrezipienten in der Lage an Akt der Innovation zu erkennen und zu benennen. Inspirationshilfe: Mythologische Figuren und Zauberwesen, nicht Gott! Musen des Helikon. Affektive Bescheidenheit, Unfähigkeitstopos. Doppeltest Rollenspiel Gottfrieds. Zirkuläres Verfaren. Selbstzuweisung eines herausgehobenen Platzes in der Literaturgeschichte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Literaturexkurse und Dichterkataloge als Mittel zur Selbststilisierung: Dieses einleitende Kapitel skizziert die wissenschaftliche Problematik des Autorbegriffs im Mittelalter und stellt die These auf, dass Dichter Kataloge nutzten, um sich selbst als Autoritäten zu stilisieren.

Schlüsselwörter

Autorität, Literaturexkurs, Dichterkatalog, Selbststilisierung, Mittelalter, Gottfried von Straßburg, Rudolf von Ems, Kanonbildung, Literaturgeschichte, Authentizität, Autorbild, Intertextualität, Literaturtheorie, Werkbegriff, Rezeption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie mittelalterliche Dichter durch den Einsatz von Literaturexkursen und die Erstellung von Dichterkatalogen ihren eigenen Status festigten und sich als Autoritäten in der literarischen Tradition positionierten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Entwicklung des Autorbewusstseins im Mittelalter, die Kanonbildung, das Verhältnis zwischen Dichter und Werk sowie die verschiedenen Strategien der Selbstinszenierung im literarischen Diskurs.

Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Funktionen und Legitimationsstrategien aufzuzeigen, mit denen Dichter ihren Anspruch auf Autorschaft und Authentizität gegenüber ihren Zeitgenossen und der Nachwelt geltend machten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dem Text angewandt?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die zentrale Texte (wie die von Gottfried von Straßburg und Rudolf von Ems) auf ihre strukturellen Merkmale und ihre Funktion innerhalb des mittelalterlichen Diskurses hin untersucht.

Welche Inhalte bilden den Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil konzentriert sich auf eine vergleichende Analyse der Literaturexkurse bei Gottfried von Straßburg und Rudolf von Ems, die Untersuchung von Kanonisierungsprozessen sowie die Rolle des Dichters als Schöpfer und Teil einer literarischen Gemeinschaft.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Autorität, Selbststilisierung, Kanonbildung, Literaturexkurs und mittelalterliches Autorbewusstsein definieren.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Dichters bei Gottfried von Straßburg im Vergleich zu Rudolf von Ems?

Während Gottfried sich selbstbewusst als kompetenter Literaturkritiker in eine Gemeinschaft Gleichgesinnter einordnet, sucht Rudolf von Ems den Anschluss an die Meister, indem er sich als Lernender in einer hierarchischen Struktur präsentiert und eine eher akkumulierende, listenartige Aufzählung vornimmt.

Welche Funktion hat die Baummetapher im Kontext der Darstellung von Rudolf von Ems?

Die Baummetapher dient dazu, die literarische Tradition als einen Stamm zu begreifen, an den Rudolf sich als neuen Trieb anbindet, wodurch er seinen Platz in der Literaturgeschichte legitimiert und gleichzeitig die Kontinuität der Tradition betont.

Warum spielt die Nennung oder Nicht-Nennung von Namen eine so zentrale Rolle?

Die namentliche Erwähnung ist im Mittelalter eng mit dem Gedenken (gedechtus) und dem Überleben über den Tod hinaus verknüpft; die Nicht-Nennung (wie bei Wolfram) wird daher als bewusste Anonymisierung und Marginalisierung interpretiert.

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Detalles

Título
Zu "Autorität dank Autoritäten" von Claudia Brinker von der Heyde. Ein Exzerpt in Stichpunkten
Universidad
University of Cologne  (Institut für deutsche Sprache und Literatur II)
Curso
Hauptseminar: Dichter über Dichter
Calificación
1,3
Autor
Elena Schreer (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
5
No. de catálogo
V443101
ISBN (Ebook)
9783668811867
ISBN (Libro)
9783668811874
Idioma
Alemán
Etiqueta
autorität autoritäten claudia brinker heyde exzerpt stichpunkten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Elena Schreer (Autor), 2017, Zu "Autorität dank Autoritäten" von Claudia Brinker von der Heyde. Ein Exzerpt in Stichpunkten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/443101
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